Darf man sich als muslimin in einen mann verlieben, der eine andere Religion hat?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es ist keine Frage des Dürfens. Eine Muslima darf keinen Nichtmuslim heiraten. Punkt. Man kann es natürlich nicht immer vorhersehen, dass man sich verliebt. Aber wenn man auf solche Gedanken gar nicht erst kommt, kann einem viel Leid erspart bleiben.

Doch, das ist gerecht. Denn das dient zum Schutz der Frau. Warum eine Frau das nicht darf, werde ich dir erklären. Und da geht es nicht darum, was du gut findest, oder was manche sind. Du wirst für dich von Gott zur Rechenschaft gezogen. Andere werden deine Strafe dann nicht tragen.

Warum darf nun ein Muslim z.B. eine Christin heiraten, aber eine Muslima keinen Christen? Ein Muslim darf eine Nichtmuslima nur dann heiraten, wenn sie eine Christin oder eine Jüdin ist. Und sie muss ihre Religion praktizieren. Sonst darf auch er das NICHT. Angehörige anderer Religionen, bzw. Atheisteninnen, darf er nicht heiraten. Solange es aber Muslimas gibt, sollte es vorgezogen werden, jene zu heiraten. Wer dann aber doch eine Jüdin oder eine Christin heiratet, dessen Ehe ist zwar vor Gott trotzdem gültig, es ist aber nicht gerne gesehen.

Umgekehrt, also dass eine Muslima einen Andersgläubigen heiratet, ist nicht möglich. Der Islam ist die letzte aller Offenbarungsreligionen. Als letztes Buch hat Allah, nach der Thora, den Psalter und dem Evangelium, den Koran zu uns Menschen geschickt. Mit seinem Erscheinen wurden die vorherigen Bücher abgelöst. Der Islam ist also die letzte und vor Allah die Religion, die von allen Menschen praktiziert werden sollte.

Wenn sich jetzt aber eine Muslima mit einem Juden oder einem Christen verheiratet, dann steigt die Wahrscheinlichkeit, dass diese Muslima eine Jüdin bzw. eine Christin wird, denn der Mann könnte verlangen, dass sie ihren islamischen Glauben aufgibt.

Zumindest könnte er auf der psychologischen Ebene Druck auf sie üben. Selbst wenn dies nicht geschieht, richtet sich eine Frau meistens nach dem Mann. Aus diesem Grund wird der Mann aus seinen Glauben heraus handeln und sagen: "Ich glaube nicht wie du; dieses und jenes wirst du so machen, wie ich es will". Diese Probleme werden in der Frau ein großes Unbehagen hervorrufen. Die Frau will diesen entgehen und als Ergebnis wird sie ihre Religion aufgeben und Jüdin oder Christin werden.

Kann das umgekehrt nicht der Fall sein? Also, dass ein Muslim seine jüdische oder christliche Frau zwingt, Muslima zu werden? Nein, das kann auf keinen Fall geschehen, denn es wird uns Muslimen von Allah im Koran ausdrücklich verboten. Koran, Sure 2, Vers 256: "Es gibt keinen Zwang im Glauben." Eine jüdische oder christliche Frau ist in einer Ehe also durch den Koran vor Zwang geschützt.

Zusammengefasst lässt sich sagen: wenn die Wahrscheinlichkeit, dass ein Muslim aufgrund der Heirat mit einer Nichtmuslima ein Jude oder ein Christ wird, 10 % beträgt, wird umgekehrt bei einer Muslima die Wahrscheinlichkeit, dass sie ihre Religion wechselt, auf über 50% geschätzt.

Überdies schreibt der Islam Dinge, wie das tägliche fünfmalige Gebet, sowie das Fasten im Monat Ramadan vor. Wird ein Nichtmuslim es dulden, dass seine Frau vor Sonnenaufgang das eheliche Bett verlässt, um das Morgengebet zu verrichten? Wird er im Ramadan klaglos allein zu Mittag essen, das Frühstück vorverlegen oder das Abendessen erst nach Sonnenuntergang einnehmen? Wird er die während des Fastens vorgeschriebene eheliche Enthaltsamkeit seiner Frau tolerieren?

Zudem sollte eine muslimische Frau ihre Kinder islamisch erziehen, während ein Jude oder Christ voraussichtlich darauf bestehen wird, dass seine Kinder sich nach seinem Glauben richten. Dies alles sind Konflikte, die sich kaum ausräumen lassen werden. Weil der Islam möchte, dass alle Menschen Muslime werden und eine so hohe Wahrscheinlichkeit besteht, dass ein Mensch seine Religion aufgrund von Zwängen aufgibt, ist eine derartige Heirat nicht erlaubt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Autodidakt Islam seit 2010 und Online-Studiengang Tauhid

Danke für die hilfreiche Antwort! Eine Antwort von einem erfahrenen Moslem zu hören,ist echt gut!! Jedoch hab ich noch eine Frage an dich: Mein Islam-Lehrer meinte, dass es für einen Moslem sogar gut sei, eine Christin oder Jüdin zu heiraten . Das Allah das am meisten mag oder so. Was sagst du nun dazu?

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Mehr Verwirrung ist kaum zu ertragen wenn man deine Aussagen liest.

Ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis. Ein Moslem hat eine Christin geheiratet. Aus dieser Ehe gingen zwei Kinder hervor. Die Frau lehnt es ab, zum Islam zu konvertieren.

Das hat zur Folge, dass sie von der Verwandtschaft ihres Mannes abgelehnt wird. Sie darf dort keinerlei Besuche machen. Ihr Mann darf nur mit den Kindern zu den Großeltern oder Verwandten. Die Frau darf ihren Mann bei den Besuchen nicht begleiten. Kommt jemand seiner Verwandten ins Haus, muss sich die Frau während des Besuches in einem anderen Zimmer aufhalten bis der Besuch wieder gegangen ist.

Der Mann steht nach wie vor zu seinen Eltern aus Respekt, liebt aber seine Frau.

Hier sieht man, dass Religionen keine Friedensstifter sind, eher das Gegenteil.

Weil der Islam möchte, dass alle Menschen Muslime werden. Warum soll das so sein ? Wo bleibt da die Akzeptanz einer anderen Religion ? Woher nimmst du den Anspruch, dass der Islam die einzig richtige Religion sei ? Da ist doch Hass vorprogrammiert, gegenüber Andersgläubigen.

Solange man die Musliminnen bildungsfremd hält, werden die Männer das auch ausnutzen. Je mehr Musliminnen Zugang zur Bildung haben, werden sich mit der Zeit die Dinge ändern. Dann werden die Frauen verstehen, wie sie unterdrückt werden und ihr Recht auf Gleichberechtigung fordern.

Lies dir doch mal die Sure 34 durch. Da wird dem Mann das Recht zugesprochen, seine Frau züchtigen zu dürfen, so sie ihm nicht willens ist.

Glaubst du, dass eine gebildete Frau sich von ihrem Mann züchtigen lässt ?

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Dass du verwirrt bist ist mir klar, denn scheinbar ist dein Wertsystem anders als das welches im muslimischen Glauben gelerht wird. Aber dann sollte es dich ja freuen zu erfahren, dass wir in Deutschland in einem säkularen Land leben, in der die Gesellschaft und der Staat sich nicht den Gesetzen von Religion unterordnen müssen und jeder den Glauben leben kann den er möchte, solange er sich an die Gesetze hält.

D.h. wenn du deinen muslimischen Glauben ernsthaft praktizieren möchtest, dann darfst du als Muslimin eben keinen nicht-muslimischen Mann heiraten aber wenn du denkst, dass du als Muslimin einen nicht-muslimischen Mann heiraten möchtest, dann wirst du in Deutschland immer das Recht dazu haben und der Staat wird dich immer davor beschützen, zu etwas anderem gezwungen zu werden.

Dankeschön für die hilfreiche Antwort! Und diese Frage war eigentlich nicht auf mich bezogen,das hatte mich nur interessiert

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Darf würde sagen es passiert einfach.Und wenn es wirkliche Liebe ist führt es sie zusammen trotz der Religionsunterschiede.Allerdings sollte keine davon die Oberhand bekommen.Wie es meistens zum Gunsten für den Islam endet.

Naja Gleichberechtigung und islam passen nicht.

Genau so wie aber auch bei Fundamentalen Christen.

Gott gab dir ein freien Willen. Du solltest dieses Geschenk mit Demut annehmen und es Wertschätzen indem du es nutzt.

Wenn du diese oben genannte Ansicht hast dann ist es deine Wahrheit. Verteidige sie

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – man lebt halt xD

Wir haben einen freien Willen, entgegen jeder religiösen Behauptung.

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@Geschichte706

?? Verstehe deinen Einwand nicht immerhin habe ich das selbe geschrieben?

Oder passt es dir nicht das ich dem freien Willen als Geschenk Gottes darstelle?

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@Nayes2020

Warum sind "Gläubige" oft direkt so aggressiv?

  • Ja, ich habe deine Aussage bestätigt.
  • Ja, ich habe das mit dem Geschenk Gottes ausgelassen.
  • Ob mir das passt, kann dir eigentlich egal sein. Dir passt diese Auslassung offensichtlich nicht.
  • Sei einfach tolerant, das würde dem Mädel eher helfen.
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@Geschichte706

Ich verstehe nicht mal ansatzweise wie du jetzt meine Antwort und mein Kommentar als aggressiv empfinden kannst. Aber gut über das digitale Medium kommen solche Missverständnisse vor.

Ich wollte eigentlich nur neutral fragen mehr nicht.

Und kannst du mir bitte darstellen wo ich in meiner Antwort keine toleranz für die FS zeige? Das würde mich auch interessieren da ich eigentlich genau das ja mit meiner Antwort wollte.

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@Geschichte706

Meine Güte wenn du ein Problem mit deiner eigener Persönlichkeit hast dann stell dich diesem Problem direkt und nicht indem du deine macken auf andere projezierst.

Du bist ja ein paradebeispiel für diesen Mechanismus

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@Nayes2020

Bleib einfach beim Thema. Die Schärfe und der Unterton kamen von dir und verschärfst du noch deine Unterstellungen und Beschimpfungen.

Offensichtlich sind alle "Nichtgläubigen" bei "Gottesfürchtigen" krank und haben Probleme. Ja, haben wir, mit euch Fanatikern.

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Das Ganze haben sich Männer ausgedacht, aus Angst die Frauen könnten irgendwann mal ihren eigenen Willen haben. Da ist sowas von vorvorgestern dass es schon weh tut.

Schlimmer noch: Für viele sind Frauen "unreine Wesen" wegen ihrer Menstruation.

Da rennt der Pascha in die Moschee beten und wenner dann heim kommt steckter sein heiliges Ding in die unreine Frau. Das versteh wer kann.

Bin froh dass ich als "unreiner Christ" geboren und aufgewachsen bin.

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