Wenn einzelne Muslime dich abwertend behandeln, ist das falsch.

Aber daraus „Muslime sind immer gehässig“ zu machen, ist keine ehrliche Frage, sondern eine pauschale Verurteilung von Millionen Menschen.

Du würdest ja auch nicht sagen: „Christen sind immer gehässig“, nur weil dir einige Christen unfreundlich begegnet sind.

Menschen haben unterschiedliche Charaktere. Manche sind höflich, manche arrogant, manche verletzt, manche einfach schlecht erzogen, unabhängig von ihrer Religion.

Der Islam befiehlt gutes Benehmen, Gerechtigkeit und freundliche Worte. Der Prophet Mohammed sagte:

„Die Besten unter euch sind diejenigen mit dem besten Charakter“ (Sahih al-Bukhari).

Wer andere grundlos erniedrigt, handelt also nicht vorbildlich islamisch.

Vielleicht solltest du deshalb genauer fragen: Welche Personen haben dich wie behandelt?

Dann kann man über konkretes Fehlverhalten sprechen. Aber „die Muslime“ als Ganzes anzuklagen, ist genau die Abwertung, die du anderen vorwirfst.

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Die Zahl stammt tatsächlich aus einer Studie, aber deine Schlussfolgerung ist statistischer Missbrauch.

Erstens sind 23,5 Prozent nicht „mehr als doppelt so viel“ wie 12,4 Prozent.

Das Doppelte von 12,4 wäre 24,8 Prozent. 23,5 Prozent entsprechen ungefähr dem 1,9-Fachen und nicht >2.

Zweitens untersuchte die Studie nicht „die Muslime“ und auch nicht sämtliche Migranten.

Befragt wurden 2007 und 2008 Schüler der neunten Klasse, überwiegend im Alter von 14 bis 16 Jahren.

Die von dir genannten Werte beziehen sich ausschließlich auf nichtdeutsche Jugendliche in Westdeutschland und auf selbst berichtete Gewalttaten innerhalb des vergangenen Jahres.

Daraus eine allgemeine Behauptung über muslimische Erwachsene, Frauen, Familien und heutige Migranten im Jahr 2026 abzuleiten, ist unseriös.

Drittens bezeichnete „sehr religiös“ nicht automatisch einen Menschen, der die Gebote seiner Religion besonders gut befolgt.

Gemessen wurden unter anderem Beten, Gotteshausbesuch und die subjektive Bedeutung der Religion. Ob jemand das islamische Verbot ungerechter Gewalt verstanden und eingehalten hatte, wurde damit nicht bewiesen.

Ein Jugendlicher wird nicht dadurch zu einem guten Muslim, dass er sich selbst als sehr religiös bezeichnet und gleichzeitig andere schlägt oder beraubt.

Viertens stellte die Studie selbst ausdrücklich klar, dass es sich um eine Querschnittsuntersuchung mit Korrelationen handelt und daraus keine eindeutige Ursache-Wirkungs-Beziehung abgeleitet werden kann.

Nachdem Geschlecht, Schulform und Abhängigkeit von staatlichen Leistungen berücksichtigt wurden, bestand zwischen muslimischer Religiosität und Mehrfachgewalt kein statistisch signifikanter direkter Zusammenhang.

Die Autoren sprachen vielmehr über mögliche indirekte Beziehungen zu Machonormen und Gewaltmedien.

Fünftens wurden sehr unterschiedliche Bevölkerungsgruppen miteinander verglichen. Die christlichen Migranten stammten häufig aus Polen und der ehemaligen Sowjetunion.

Von den muslimischen Jugendlichen hatten dagegen 67,1 Prozent einen türkischen und 17,1 Prozent einen arabischen oder nordafrikanischen Familienhintergrund.

Unterschiede bei sozialer Lage, Bildung, Wohnumfeld, Diskriminierung, Familienerziehung und Freundeskreisen lassen sich nicht einfach ausblenden und anschließend der Religion zuschreiben.

Die Studie stellte beispielsweise fest, dass muslimische Jugendliche dieser Stichprobe häufiger schwere elterliche Gewalt erlebt hatten.

Sie nannte außerdem delinquente Freundeskreise, Gewaltmedien und gewaltlegitimierende Männlichkeitsnormen als entscheidende Risikofaktoren.

Das sind reale Probleme, die man nicht leugnen sollte. Aber sie beweisen nicht, dass der Islam Gewalt verursacht.

Sogar Wissenschaftler, die den Befund grundsätzlich ernst nahmen, warnten ausdrücklich davor, daraus einen direkten Zusammenhang zwischen islamischer Religiosität und Gewalt abzuleiten.

Sie verwiesen unter anderem auf Herkunftsmilieus, Geschlechterbilder, fehlende Zukunftschancen und Diskriminierungserfahrungen.

Gott verbietet ungerechte Aggression:

„Und übertretet nicht! Allah liebt die Übertreter nicht“ (Koran 2:190).

Der Prophet Mohammed sagte:

„Der Muslim ist derjenige, vor dessen Zunge und Hand die Menschen sicher sind“ (Sahih al-Bukhari, Sahih Muslim).

Die korrekte Aussage lautet daher: eine 16 Jahre alte Befragung fand bei einer bestimmten Gruppe männlicher, nichtdeutscher Schüler erhöhte selbst berichtete Gewaltwerte und problematische Machonormen.

Sie beweist weder, dass Muslime allgemein gewalttätiger sind, noch dass der Islam die Ursache dafür ist.

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Wiedergeburt – Angebot das wir annehmen können, oder Wirken GOTTES das uns trifft? (Joh 3,8 / Joh 1,13)?

Viele sagen: „Gott bietet die Erlösung an, wir müssen uns entscheiden für Jesus, dann schenkt er uns die Wiedergeburt.“

Schauen wir, was Johannes dazu schreibt, nicht ich.

Johannes 3, das Kapitel von der Wiedergeburt, beginnt nicht mit unserer Entscheidung, sondern mit dem Wind:

Der Wind weht wo er will... so ist jeder der aus dem Geist geboren ist“ Joh 3,8. Niemand befiehlt dem Wind. Er kommt nicht weil wir die Segel hissen, er kommt und dann hissen wir die Segel.

Johannes sagt es noch deutlicher: „die nicht aus Blut noch aus Willen des Fleisches noch aus Willen eines Mannes, sondern aus Gott geboren sind“ Joh 1,13. Drei Mal „nicht aus Willen“. Wiedergeburt ist Herkunft, nicht Entschluss.

Und JESUS selbst: „Niemand kann zu mir kommen, es sei denn der Vater ziehe ihn“ Joh 6,44 – und dasselbe Ziehen nennt er in Joh 12,32 ein Ziehen ans Kreuz, das wirkt, nicht nur lockt.

Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt“ Joh 15,16 – zu den Aposteln gesprochen, aber 1. Johannes 4,19 verallgemeinert es: „wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat“.

Darum ist Paulus keine Ausnahme, er ist das Muster. Er verfolgt CHRISTUS aus freiem Willen, und genau dort wird er überwältigt. Warum? Weil GOTT ihn „ausgesondert von Mutterleib an“ Gal 1,15. Das ist nicht Zwang gegen seinen Willen, das ist Heilung seines Willens.

Ja, gegen seinen Willen wird niemand wiedergeboren. Aber Wiedergeburt geschieht nicht gegen den Willen, sie erschafft den Willen neu. Hesekiel nennt das: „Ich gebe euch ein neues Herz und einen neuen Geist... ich bewirke dass ihr in meinen Ordnungen wandelt“ Hes 36,26-27. GOTT nimmt nicht den alten Willen und drückt ihn durch, ER gibt einen neuen.

Die Reihenfolge ist wichtig: Ein Toter trifft keine Entscheidung, er wird lebendig gemacht und glaubt dann:

Paulus nennt den Zustand davor „tot“: „auch euch, die ihr tot wart in Übertretungen... hat er mit lebendig gemacht“ Eph 2,1.5. Ein Toter glaubt nicht, er wird lebendig gemacht und glaubt dann.

Darum ist auch der Glaube selbst Gabe, nicht Vorleistung, er ist die Frucht der Wiedergeburt, nicht umgekehrt:

Euch ist es geschenkt, an Christus zu glauben“ Phil 1,29

aus Gnade seid ihr gerettet durch Glauben, und das nicht aus euch“ Eph 2,8

Paulus fasst es in Römer 9,16: „es liegt nicht am Wollen noch am Laufen, sondern an Gottes Erbarmen“. Wenn es am Wollen läge, wäre Golgatha ein Angebot das scheitern kann. Paulus nennt es Vollzug: „wie durch einen die Verurteilung für alle kam, so durch einen die Rechtfertigung des Lebens für alle“ Röm 5,18.

Ich sage nicht dass wir keinen Willen haben. Ich sage: Unser Wille ist Teil der Schöpfung die „der Nichtigkeit unterworfen wurde, nicht freiwillig“ Röm 8,20. GOTT benutzt unseren Widerstand, wie bei Pharao, wie bei Paulus, wie bei mir im Februar 2025, um uns genau dorthin zu bringen, wo wir ihn endlich wollen.

Die Wiedergeburt wird nicht angeboten wie ein Prospekt. Sie geschieht wie Geburt. Kein Kind entscheidet geboren zu werden. Wir entscheiden uns, weil wir zuvor lebendig gemacht wurden, nicht damit wir es werden.

Wie seht ihr das? Ist unser Glaube der Grund warum GOTT uns wiedergebiert, oder ist die Wiedergeburt GOTTES Werk, wodurch ER uns den Glauben schenkt?
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Diese Auslegung ist im Kern calvinistisch: Gott entscheidet unwiderstehlich, wen er innerlich lebendig macht, und erst danach glaubt der Mensch.

Aber genau diese Lesart erzeugt ein schweres Gerechtigkeitsproblem: wenn ein Mensch vor der „Wiedergeburt“ überhaupt nicht glauben kann und Gott nur einigen den nötigen neuen Willen schenkt, warum werden die übrigen dann für einen Unglauben gerichtet, den sie gar nicht überwinden konnten?

Johannes 3:8 sagt, dass der Wind weht, wo er will, und dass das Wirken des Geistes nicht vom Menschen beherrscht wird.

Daraus folgt aber nicht, dass der Mensch keinerlei echte Antwort oder Entscheidung besitzt.

Johannes 1:13 erklärt die Herkunft der geistlichen Geburt aus Gott, nicht automatisch eine unwiderstehliche Vorherbestimmung einzelner Menschen ohne deren Verantwortung.

Auch Johannes 6:44 darf nicht isoliert gelesen werden.

Jesus sagt dort, niemand könne zu ihm kommen, wenn der Vater ihn nicht zieht.

In Johannes 12:32 sagt Jesus aber:

„Und ich, wenn ich von der Erde erhöht bin, werde alle zu mir ziehen.“

Wird „ziehen“ als unwiderstehliche Wiedergeburt verstanden, müssten folglich alle Menschen gerettet werden.

Da Christen das gewöhnlich nicht behaupten, kann „ziehen“ nicht einfach „zwangsläufig zum Glauben bringen“ bedeuten.

Gott ruft, zeigt, warnt und öffnet Wege, der Mensch kann dennoch widerstehen.

„Ihr habt nicht mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt“ wurde zu den Aposteln gesprochen und betrifft ihren besonderen Auftrag und ihre Sendung.

Daraus eine allgemeine Lehre abzuleiten, dass Gott einige Menschen zur Rettung auswählt und andere ohne echte Möglichkeit zurücklässt, geht über den Zusammenhang hinaus.

Auch das Bild vom „Toten“ in Epheser 2 ist eine geistliche Beschreibung, keine Behauptung, ein Ungläubiger könne überhaupt nicht hören, denken, bereuen oder reagieren.

In der Geschichte vom verlorenen Sohn wird ebenfalls gesagt:

„Dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden.“ Trotzdem kam der Sohn zur Einsicht, stand auf und kehrte zum Vater zurück (Lukas 15:17–24).

„Tot“ bedeutet dort entfremdet und verloren, nicht willenlos wie eine Leiche.

Philipper 1:29 und Epheser 2:8 zeigen, dass Glaube und Erlösung ohne Gottes Gnade nicht möglich sind.

Aber eine Gabe kann angeboten, ermöglicht und angenommen werden. Dass Gott die Fähigkeit, Erkenntnis und Gelegenheit schenkt, hebt die Verantwortung des Menschen nicht auf.

Sonst wären alle Aufforderungen zur Reue, zum Glauben und zum Gehorsam bedeutungslos.

Römer 9:16 sagt, dass Erlösung nicht durch menschliche Leistung verdient wird, sondern auf Gottes Barmherzigkeit beruht.

Das ist etwas anderes als die Behauptung, Gott erschaffe bei manchen unwiderstehlich Glauben und verweigere ihn anderen.

Auch Römer 5:18 kann nicht bedeuten, dass alle Menschen automatisch gerechtfertigt werden, denn dann gäbe es nach christlicher Lehre überhaupt keine Verdammnis mehr.

„Alle“ muss dort im jeweiligen Zusammenhang verstanden werden, nicht als Beweis einer zwangsläufigen Wiedergeburt.

Ich bin Muslima, und der Koran verbindet beide Wahrheiten ohne Widerspruch: Gott ist derjenige, der rechtleitet, Gnade schenkt und die Herzen öffnet.

Zugleich trifft der Mensch echte Entscheidungen und trägt Verantwortung. Gott sagt:

„Diejenigen aber, die sich um Unsertwillen bemühen, werden Wir ganz gewiss Unsere Wege leiten“ (Koran 29:69).

Das Bemühen kommt vom Menschen, die vollständige Rechtleitung von Allah.

Gott sagt ebenfalls:

„Allah ändert den Zustand eines Volkes nicht, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist“ (Koran 13:11).

Und über Menschen, die zuerst bewusst abwichen:

„Als sie abwichen, ließ Allah ihre Herzen abweichen“ (Koran 61:5).

Die Reihenfolge ist entscheidend: sie wandten sich zuerst von der Wahrheit ab; danach überließ Gott sie ihrer gewählten Verirrung.

Der Mensch kann nur wollen, weil Gott ihm Existenz, Verstand, Fähigkeit und Gelegenheit gegeben hat:

„Für denjenigen von euch, der den geraden Weg nehmen will. Und ihr könnt nicht wollen, außer dass Allah, der Herr der Welten, will“ (Koran 81:28–29).

Das bedeutet keine willenlose Marionette. Der menschliche Wille ist wirklich, aber er existiert innerhalb von Gottes umfassendem Willen und Seiner Schöpfung.

Gott zwingt niemanden zum Unglauben und bestraft ihn anschließend dafür.

„Allah tut den Menschen kein Unrecht, sondern die Menschen tun sich selbst Unrecht“ (Koran 10:44).

Er zeigt den Weg:

„Wir haben ihm den Weg gezeigt, ob er nun dankbar oder undankbar ist“ (Koran 76:3).

Und Er sagt:

„Wer nun will, der soll glauben, und wer will, der soll ungläubig sein“ (Koran 18:29).

Glaube ist daher weder eine menschliche Leistung, mit der man Gott etwas aufzwingt, noch eine unwiderstehliche Programmierung, bei der Verantwortung bedeutungslos wird.

Gott schenkt Erkenntnis, Zeichen, Fähigkeit und Rechtleitung; der Mensch muss ehrlich suchen, annehmen, bereuen und gehorchen.

Wer sich der Wahrheit aufrichtig nähert, dem öffnet Gott weitere Türen. Wer sie aus Stolz ablehnt, dessen Herz verhärtet sich durch seine eigene fortgesetzte Entscheidung.

Das mit Römer 9:16 wird auch durch den Propheten Muhammad bestätigt:

Der Prophet Mohammed sagte:

„Keiner von euch wird durch seine Taten ins Paradies eintreten.“

Sie fragten:

„Nicht einmal du, oh, Gesandter Allahs?“

Er sagte:

„Nicht einmal ich, außer wenn Allah mich mit Seiner Barmherzigkeit und Gnade umfasst.“

(Sahih al-Bukhari, Sahih Muslim)

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Die Zahl „380 Millionen“ wird hier grob missbraucht.

Open Doors spricht 2026 von mehr als 388 Millionen Christen weltweit, die ein hohes Maß an Verfolgung oder Diskriminierung erleben.

Das bedeutet nicht, dass 388 Millionen Menschen Flüchtlinge sind, Europa erreichen wollen oder sämtlich in muslimischen Ländern leben.

In dieser Zahl befinden sich auch Christen aus Nordkorea, China, Indien, Myanmar und anderen nichtmuslimischen Staaten.

Open Doors nennt für die aktuelle Erhebung 224.129 Christen, die wegen gewaltsamer Verfolgung ihre Heimat verlassen mussten, sich im eigenen Land versteckten oder ins Ausland flohen.

Das ist eine völlig andere Zahl und Kategorie.

Europa nimmt Menschen außerdem nicht auf, weil sie Muslime sind.

Asyl wird wegen Verfolgung, Krieg oder drohendem schweren Schaden beantragt und nach dem Einzelfall geprüft.

In den europäischen Statistiken wird vor allem die Staatsangehörigkeit erfasst, nicht pauschal die Religion.

Unter den wichtigsten Herkunftsländern der Asylsuchenden 2025 lagen: Venezuela, Afghanistan und Syrien. Venezuela ist ein mehrheitlich christlich geprägtes Land; auch unter Syrern, Afghanen oder Iranern können Christen, Konvertiten und andere religiöse Minderheiten sein.

Die Behauptung, muslimische Flüchtlinge würden hauptsächlich nach Europa gebracht, verdreht ebenfalls die Wirklichkeit.

Ende 2025 lebten 65 Prozent der Flüchtlinge in einem Nachbarland ihres Herkunftsstaates, und 68 Prozent wurden von Ländern mit niedrigen oder mittleren Einkommen aufgenommen.

Millionen muslimische Flüchtlinge leben gerade in der Türkei, im Iran, in Pakistan, Jordanien und anderen mehrheitlich muslimischen Staaten, also genau dort, wohin du sie angeblich schicken möchtest.

Verfolgte Christen müssen selbstverständlich geschützt werden. Christenverfolgung ist schweres Unrecht und darf nicht kleingeredet werden.

Aber sie als Waffe zu benutzen, um Schutz für muslimische Kriegsflüchtlinge infrage zu stellen, hilft keinem einzigen verfolgten Christen.

Man könnte sich für zusätzliche Aufnahmeprogramme und wirksamen Schutz religiöser Minderheiten einsetzen, statt zwei verfolgte Gruppen gegeneinander auszuspielen.

Die Vorstellung „Muslime nur in muslimische Länder, Christen nur in christliche Länder“ wäre religiöse Aussortierung.

Was geschieht dann mit Konvertiten, Atheisten, gemischten Familien, Jesiden oder Menschen, die gerade von der Mehrheitsreligion ihres Landes verfolgt werden?

Ein Flüchtling braucht Schutz vor konkreter Gefahr, keinen Glaubenstest auf angebliche kulturelle Verträglichkeit.

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Dazu muss man bedenken und wissen, dass Juden keinen allgemeinen Missionsauftrag haben. Für die Frage ist das aber nur am Rand wichtig, denn es geht darum, wen christliche Prediger missionieren, nicht darum, wer Christen missioniert.

Christliche Prediger konzentrieren sich häufig auf Muslime, weil der Islam das Christentum direkt anspricht.

Muslime glauben an Jesus als Messias und Propheten, an seine jungfräuliche Geburt, an Offenbarung, Engel, Gericht und das Jenseits.

Gleichzeitig weist der Koran die Göttlichkeit Jesus', die Gottessohnschaft und die Dreieinigkeit klar zurück. Dadurch entsteht eine unmittelbare theologische Auseinandersetzung.

Juden sind dem Christentum trotz des gemeinsamen Alten Testaments nicht automatisch näher.

Sie erkennen Jesus weder als Messias noch als Gott oder Sohn Gottes an, akzeptieren das Neue Testament nicht und lehnen die Dreieinigkeit ebenso entschieden ab.

Aus traditionell jüdischer Sicht ist das Christentum daher keineswegs einfach nur eine nahe verwandte Glaubensrichtung.

Es gibt durchaus christliche Mission unter Juden, besonders durch evangelikale und sogenannte messianisch-jüdische Gruppen.

Viele Juden empfinden das jedoch als Vereinnahmung, und wegen der schweren Geschichte zwischen Christen und Juden gehen manche Prediger dort vorsichtiger vor.

Hinzu kommt: Diskussionen mit Muslimen bringen in sozialen Medien oft mehr Aufmerksamkeit. Der Islam ist sichtbar, wächst, betreibt selbst Dawah und widerspricht zentralen christlichen Lehren offen.

Manche Prediger haben sich deshalb regelrecht auf den Islam spezialisiert. Wenn jemand aber fast ausschließlich Muslime angreift und Hindus, Atheisten, Juden oder andere Weltanschauungen kaum beachtet, ist das häufig weniger eine allgemeine Suche nach Wahrheit als eine gezielte antiislamische Nische.

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Ja. Ein Mensch kann von einem Jinn bedrängt und in manchen Fällen auch besessen werden.

Im Islam spricht man genauer von Jinn oder Shayatin=Satane, nicht einfach von „Dämonen“.

Gott beschreibt den Einfluss Satans auf Menschen (Koran 2:275), und der Prophet Muhammad sagte, dass Satan durch den Menschen wie das Blut fließen kann (Sahih al-Bukhari, Sahih Muslim).

Aber nicht jede psychische Erkrankung, Epilepsie, Panikattacke, Schlaflähmung oder ungewöhnliche Verhaltensweise ist Besessenheit.

Solche Beschwerden müssen auch medizinisch und psychologisch abgeklärt werden. Eine islamisch korrekte Ruqyah=Austreibung mit Koranversen und authentischen Bittgebeten kann parallel erfolgen.

Amulette, Beschwörungen, Wahrsagerei, Schlagen oder das eigenmächtige Absetzen von Medikamenten sind keine erlaubte Behandlung.

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Andere Antwort:

Ergibt gar keinen Sinn. Das ist Unfug.

Das ist kein Beweis, sondern ein Zirkelschluss: du nimmst christlich gedeutete Berichte, deutest sie christlich und erklärst anschließend, sie bestätigten das Christentum.

Dass Jesus existiert, spricht überhaupt nicht gegen den Islam.

Der Koran bestätigt Jesus als Messias, Propheten und Gesandten Gottes, bestätigt seine Wunder, seine Jünger und seine besondere Stellung.

Dieses Argument beweist daher ebenso wenig das Christentum, wie die historische Existenz Moses das heutige Judentum beweist.

Auch die Behauptung „Jesus wurde gekreuzigt“ beweist weder seine Göttlichkeit noch die Dreieinigkeit, Erbsünde, stellvertretende Sühne oder Auferstehung.

Selbst die sogenannten „Minimal-Facts“-Argumente unterscheiden zwischen dem Tod Jesus' und der Tatsache, dass Jünger später Erlebnisse meldeten, die sie selbst als Erscheinungen des auferstandenen Jesus deuteten.

Aus diesen gewöhnlichen historischen Aussagen folgt nicht automatisch das übernatürliche Ergebnis: „Jesus ist wirklich auferstanden“. Dafür wäre ein zusätzlicher Beweis nötig.

„Seine Anhänger waren von seiner Auferstehung überzeugt“ bedeutet zunächst nur: sie waren davon überzeugt.

Die Stärke oder Aufrichtigkeit einer Überzeugung beweist nicht, dass ihr Inhalt wahr ist.

Sonst müsste man konsequenterweise auch jede andere Religion für wahr erklären, sobald ihre frühen Anhänger überzeugt waren, Visionen hatten oder für ihren Glauben Opfer brachten.

Der Koran bestreitet übrigens nicht, dass es für die damaligen Beobachter nach einer Kreuzigung aussah.

Er sagt ausdrücklich:

„Sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so“, und Allah erhob Jesus zu sich (Koran 4:157–158).

Menschliche Geschichtsschreibung kann lediglich rekonstruieren, was Menschen beobachteten, berichteten und glaubten. Sie kann nicht unabhängig feststellen, was Gott im Verborgenen getan hat.

Auch Nahtoderfahrungen sind kein objektiver Beweis für das Christentum.

Wissenschaftliche Darstellungen weisen darauf hin, dass solche Erzählungen regelmäßig in den kulturellen und religiösen Hintergrund der betroffenen Person eingebettet sind.

Ein Christ deutet eine Lichtgestalt möglicherweise als Jesus, während Menschen anderer Religionen ihre Erlebnisse entsprechend ihrer eigenen Vorstellungen beschreiben.

Das ist religiöse Interpretation, kein unabhängiger Beweis. Du hast dir einfach keine Berichte von NTE von Andersgläubigen angehört.

Licht, Liebe, Barmherzigkeit, Vergebung und die Nähe zu Gott sind außerdem keineswegs exklusiv christlich.

Gott nennt sich der Allerbarmer und der Barmherzige, vergibt den aufrichtig Reumütigen und sagt, dass Seine Barmherzigkeit alle Dinge umfasst (Koran 7:156; 39:53).

Der Islam lehrt jedoch keine billige „bedingungslose Liebe“, bei der Glaube, Wahrheit, Reue und Gerechtigkeit bedeutungslos wären.

Übrigens lehrt auch das Christentum Gericht und Hölle. Man kann also angenehme Bestandteile aus Nahtoderzählungen nicht herausgreifen und den Rest ignorieren.

Dass Menschen bei Nahtoderfahrungen seltener von einer Begegnung mit dem Propheten Mohammed berichten, ist ebenfalls kein Argument.

Der Islam lehrt gar nicht, dass ein Sterbender während einer Nahtoderfahrung dem Propheten begegnen müsse. Man könnte genauso fragen, warum die meisten Betroffenen weder Paulus noch Petrus noch den angeblichen Heiligen Geist als dritte Person der Dreieinigkeit sehen.

Die Behauptung, der Islam habe eine wesentlich schlechtere historische Datenlage, ist ebenfalls falsch.

Der Koran gehört zu den frühesten erhaltenen Quellen der muslimischen Gemeinschaft.

Die Forschung stellt bei den frühesten Handschriften bereits ein weitgehend konstantes Konsonantengerüst fest; eine wissenschaftliche Untersuchung hält eine Festlegung bis etwa 650 oder früher für die naheliegende Ausgangsposition.

Das Pergament der Birmingham-Fragmente wurde mit 95,4 Prozent Wahrscheinlichkeit auf 568 bis 645 datiert, also in unmittelbare Nähe zur Lebenszeit des Propheten Mohammed.

Die entscheidenden christlichen Behauptungen bleiben dagegen theologische Deutungen: Jesus sei Gott, Gott bestehe aus drei Personen, Jesus habe die Sünden der Menschheit getragen und sei körperlich auferstanden.

Keine dieser Aussagen wird dadurch bewiesen, dass Jesus existiert hat, dass Menschen eine Kreuzigung wahrnahmen oder dass seine Anhänger später von Erscheinungen berichteten.

Wer behauptet, das Christentum liege „objektiv ziemlich eindeutig näher an der Wahrheit“, muss erst einmal objektive Beweise für Dreieinigkeit, Menschwerdung Gottes, Erbsünde und Erlösung durch Menschenopfer vorlegen.

Drei historische Aussagen aufzuzählen, von denen der Islam zwei selbst bestätigt und nur eine anders erklärt, beweist das Christentum nicht. Es zeigt lediglich, wie aus wenigen Daten durch christliche Vorannahmen eine christliche Schlussfolgerung hergestellt wurde.

Und nochmals zu den NTE: ich weiß nicht, wo die herkommen, oder was sie sind. Ich will auch nicht sagen, dass es diese nicht gibt. Ich sehe das eher ähnlich wie Halluzinationen.

Einige Leute mögen wirklich etwas gesehen haben, andere Geschichten ähneln sich zu sehr. Die sind wie voneinander angeschaut. Sehen erfunden aus, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber selbst bei denen, die aufrichtig klingen, fällt immer eine Sache sehr auf, und ich habe mir eine ganze Serie solche NTE angeschaut: Diese Leute beschreiben fast immer Dinge über das Verborgene, wie Paradies, Himmel, Hölle, Engel, Gott usw., die dem widersprechen, was Gott selbst im Koran darüber offenbart hat.

Sie sehen also definitiv oft nicht die Wahrheit über das Verborgene. Und Gott selbst sagt darüber im Koran, dass niemand das Verborgene kennt außer ihm und dem, was er davon an Propheten offenbart hat.

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Die Zahl der Gläubigen entscheidet nicht, welcher Gott wahr ist. Milliarden Menschen können sich irren, und ein Einzelner kann sich irren.

Entscheidend sind Beweise, innere Widerspruchsfreiheit und welche Erklärung die Wirklichkeit am besten erfasst.

Dein möglicher Gott, der die Welt erschafft und sich danach vollständig zurückzieht, ist nicht wahrscheinlicher, nur weil Leid existiert.

Du setzt dabei einfach voraus: wenn Gott gütig und allmächtig ist, muss Er jedes Leid sofort verhindern. Aber genau diese Voraussetzung ist unbegründet.

Diese Welt ist nach Gott keine Welt ohne Schmerz, sondern eine Prüfung:

„Der den Tod und das Leben erschaffen hat, um euch zu prüfen, wer von euch die besten Taten begeht.“ (Koran 67:2)

Gott hat niemals versprochen, dass hier niemand stirbt, niemand Fehler macht und niemand die Folgen menschlicher Nachlässigkeit erleidet.

Er hat versprochen, dass kein Unrecht vergessen wird und dass vollständige Gerechtigkeit folgt.

Das Kind starb nicht, weil Gott grausam wäre, sondern offenbar, weil Menschen ihre Verantwortung nicht erfüllten.

Würde Gott jedes Mal übernatürlich eingreifen, sobald jemand fahrlässig oder böse handelt, gäbe es keine echte Verantwortung, keine Prüfung und keine verlässliche Ordnung der Natur.

Feuer würde manchmal verbrennen und manchmal nicht, Hitze hätte manchmal Folgen und manchmal nicht.

Eine solche Welt wäre kein geordnetes Leben, sondern ein ständig unterbrochenes Schauspiel.

Außerdem ist der Tod nicht das Ende. Ohne ein Jenseits wäre der Tod dieses Kindes tatsächlich eine endgültige Tragödie ohne Ausgleich.

Mit Gottes Gericht bleibt kein Opfer vergessen. Das Kind trägt keine Schuld, und Gott wird ihm niemals Unrecht tun.

„Und dein Herr tut niemandem Unrecht.“ (Koran 18:49)

Gerade deine Empörung zeigt übrigens, dass du an einen wirklichen Unterschied zwischen Gut und Böse glaubst. Du sagst nicht nur: „Das gefällt mir nicht“, sondern: „So etwas dürfte nicht geschehen.“

Doch woher kommt dieses objektive moralische Soll, wenn der Schöpfer gleichgültig ist und Gut und Böse letztlich keine höhere Bedeutung haben?

Leid widerlegt einen gütigen Gott nicht. Es widerlegt nur die menschliche Vorstellung, ein gütiger Gott müsse die Welt zu einem Paradies machen.

Das Paradies ist aber nicht diese Welt. Diese Welt ist der Ort der Prüfung, der Verantwortung und der vorläufigen Ungerechtigkeit. Die endgültige Gerechtigkeit kommt danach.

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Warum?

Hey, ich habe sehr viel für meine Prüfung gebetet und auch im Alltag immer an Gott gedacht und ihn angefleht, dass ich bestanden habe. Leider habe ich nicht bestanden. Ich war in der Kirche und habe einen Zettel auf den Altar gelegt mit dem Anliegen, ein Priester hat für mich vor mir gebetet und ich schrieb meinem beicht Vater damit er für mich betet. Ich bin sehr traurig und depressiv. Ich esse nichts ich kann nicht schlafen. Warum hat er das zugelassen? Ich habe sehr viel gebetet… warum hat er andere die es nicht verdient haben bei mir bestehen lassen, obwohl er gesehen hat wie die waren? Ich hatte einen Plan was ich nach der Prüfung wollte und habe ihm auch in meinen gebeten das erzählt!! Sogar die mündliche die mich hätte bestehen lassen können, für die ich JEDEN Tag gelernt habe seit dem ich wusste dass ich die machen muss!! Nachhilfe, ständig Bücher kaufen, alles in der Zeit vernachlässigt. Er weiß dass dieses nicht bestehen mich brechen würde. Ich bin eine sehr sensible Person. Ich liebe Kinder und Jugendliche und Möchtegern später helfen und das zu meinem Beruf machen.. warum ist das alles so passiert? Keiner meiner Lehrer hat mir beim Weinen gute Worte gesagt. Sogar mein Lehrer wusste wie gut ich bin in der schule und was ich später machen möchte er wirkte immer lieb aber jetzt sehe ich ihn mit anderen Augen. Er hätte ihnen sagen können, dass ich die Note brauche. Ich kann psychisch nicht mehr. Ich will nicht mehr beten und glaube an Gott nicht. Diese Sache hat mich psychisch zerstört. Ich lache seit dem nicht mehr. Nicht Mal meine Eltern juckt das die nerven mich nur damit, was ich jetzt mache. Ich kann nicht das ganze Jahr wiederholen für eine schlechte Note!! Und keiner soll mir sagen dass es nur ein Jahr ist und vergeht und dass das Leben weiter geht! Dann soll das Leben nicht weitergehen. Alle meine Träume und Pläne sind geplatzt. Ich bete schon seit 2 Jahren dafür. Ich kann nicht mehr. Zu sehen dass alle bestanden haben und einer selbst nicht ist schlimm. Ich war immer ehrgeizig und hatte super Noten. Meine Lehrerin die mir die Note gab mag mich nicht und wie sie mit mir redete war echt schlimm. Ich kann das alles nicht mehr

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Niemand kann dir ehrlich behaupten, genau zu wissen, warum Gott diese Prüfung nicht für dich hat bestehen lassen.

Aber dein Nichtbestehen bedeutet nicht, dass Gott dich nicht gehört, verlassen oder weniger geliebt hat.

Ein Bittgebet ist kein Vertrag, bei dem der Mensch viel betet und Gott deshalb genau das gewünschte Ergebnis geben muss.

Gott hört jedes aufrichtige Gebet, doch Er entscheidet mit einem Wissen, das wir nicht besitzen. Der Prophet Muhammad erklärte, dass Gott ein erlaubtes Bittgebet entweder erfüllt, dadurch ein entsprechendes Unheil abwendet oder den Lohn dafür für das Jenseits aufbewahrt.

Gott sagt:

„Vielleicht ist euch etwas zuwider, während es gut für euch ist, und vielleicht liebt ihr etwas, während es schlecht für euch ist. Allah weiß, ihr aber wisst nicht.“ (Koran 2:216)

Das bedeutet nicht, dass du jetzt so tun musst, als sei alles schön. Du darfst weinen, enttäuscht und sogar erschüttert sein.

Aber du darfst aus einem schrecklichen Ergebnis nicht schließen, dass Gott nicht existiert oder dein Gebet wertlos war.

Dass andere bestanden haben, obwohl du sie für weniger würdig hältst, ist kein Beweis für Ungerechtigkeit Gottes.

Eine Prüfung ist keine Belohnung für den moralisch besten Menschen. Sie bewertet eine bestimmte Leistung nach menschlichen Kriterien, und Menschen sowie Bewertungssysteme können Fehler machen.

Dein Lehrer durfte dir nicht einfach eine Note schenken, weil du sie dringend brauchtest. Falls du jedoch glaubst, unfair bewertet oder respektlos behandelt worden zu sein, lass dir die Bewertung genau erklären, beantrage Einsicht und prüfe mit einer Vertrauensperson, ob ein Widerspruch oder eine andere schulische Lösung möglich ist.

Viel wichtiger ist jetzt dein Satz: „dann soll das Leben nicht weitergehen.“ Zusammen mit dem Nichtessen, der Schlaflosigkeit und dem Gefühl, psychisch nicht mehr zu können, ist das keine gewöhnliche Enttäuschung mehr.

Bitte bleib damit heute nicht allein. Sage einer vertrauenswürdigen Person wörtlich: „Ich habe Gedanken, dass mein Leben nicht weitergehen soll, und brauche jetzt Hilfe.“

Besteht die Gefahr, dass du dir etwas antust, rufe sofort 112 oder gehe in die nächste psychiatrische Notaufnahme.

Bei dringender ärztlicher Hilfe erreichst du den Bereitschaftsdienst unter 116117.

Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr kostenlos und anonym unter 0800 1110111, 0800 1110222 oder 116123 erreichbar.

Du hast nicht zwei Jahre umsonst gebetet, gelernt und gehofft. Aber gerade bist du in einer seelischen Krise, in der dein Schmerz dir einredet, diese Note habe über deinen gesamten Wert und deine ganze Zukunft entschieden.

Das hat sie nicht. Jetzt musst du nicht dein ganzes Leben lösen. Jetzt musst du zuerst sicher durch diese Nacht kommen, etwas trinken, nicht allein bleiben und dir unmittelbar Hilfe holen.

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Wie heuchlerisch ist es, beides zu wollen, ohne sich zu einer Seite zu bekennen?

Schon als junges Mädchen habe ich meinen Hijab aus echter innerer Überzeugung angelegt. Heute glaube ich zwar weiterhin an Gott, an den Gott des Islam, doch vielen traditionellen Überlieferungen und strengen Geboten kann ich nicht mehr so vorbehaltlos folgen. In vielen Fragen fühle ich mich eher agnostisch. Wenn ich an mich selbst denke, meinen Namen höre oder mir meine Zukunft ausmale, sehe ich mich meist ohne Kopftuch. Das Tuch gehört einfach nicht mehr richtig zu meinem inneren Selbstbild.

Es stört mich nicht, es zu tragen, und ich muss es auch nicht komplett ablegen. Im Gegenteil, ich könnte mir sehr gut vorstellen, flexibel damit umzugehen: mal anzulegen, mal abzulegen, je nach Situation und Gefühl. Was mich jedoch zunehmend belastet, ist diese feste, unausweichliche Verbindung damit. Ich möchte mich nicht mehr dauerhaft und ausschließlich mit dem Hijab identifizieren.

Sobald Menschen ein Kopftuch sehen, entsteht sofort ein ganz bestimmtes Bild von mir, ein Bild, das nicht mehr zu dem passt, wer ich wirklich bin und sein möchte. Es macht mich in den Augen der anderen anders. Nicht schlechter, nicht weniger wert, einfach anders, als ich wirklich bin.

Ich weiß, dass der Islam viel größer und vielfältiger ist als dieses eine Stereotyp. Trotzdem prägt es mein Leben spürbar. Als Frau mit Hijab stehen einem bestimmte Türen offen, als Frau ohne Hijab andere. Und genau das ist es, ich möchte eigentlich beides. Die Möglichkeiten und Freiheiten beider Welten. Deshalb sehne ich mich nach dieser Flexibilität, mal mit, mal ohne, damit mir möglichst viele Wege bleiben.

Ist es jedoch moralisch vertretbar, beides zu wollen, ohne mich klar auf eine Seite festzulegen? Es fühlt sich manchmal sehr eigennützig und selbstbezogen an. Gleichzeitig ist es einfach der Wunsch, authentisch und frei zu leben, ohne mich für den Rest meines Lebens auf eine einzige Rolle zu reduzieren. Ich weiß nicht, wie gut das mit dem Islam vereinbar ist. Manchmal fühlt es sich stimmig an, manchmal fremd und nicht ganz richtig.

Es ist ein innerer Zwiespalt, der mich gerade sehr beschäftigt.

Teilt eure Meinungen mit mir!

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Im Islam geht es um Beweise, nicht um Meinungen! Das sollte ganz zuerst mal klar sein.

Zur Frage: Das ist nicht automatisch Heuchelei. Es ist ein echter innerer Kampf zwischen dem Wunsch nach Zugehörigkeit, Freiheit, Anerkennung und dem Wissen, dass Allah etwas vorgeschrieben hat.

Heuchelei wäre, nach außen Frömmigkeit vorzutäuschen, während man innerlich den Glauben verachtet oder Menschen bewusst täuscht.

Ein Mensch, der mit einer Pflicht ringt, ist nicht allein deshalb ein Heuchler.

Aber man sollte sich auch nichts schönreden: der Hijab ist keine bloße Rolle, kein kulturelles Accessoire und keine Frage der momentanen Stimmung.

Allah hat gläubigen Frauen die Bedeckung vorgeschrieben (Koran 24:31; 33:59).

Deshalb ist: „mal mit, mal ohne, je nachdem, welche Vorteile ich gerade möchte“ nicht mit dieser Pflicht vereinbar!!

Das eigentliche Problem ist auch nicht das Tuch, sondern die Vorstellung, dass das eigene Gefühl bestimmen müsse, was zu einem gehört.

Im Islam ist nicht jede Pflicht immer Teil unseres spontanen Selbstbildes.

Wir fasten vielleicht nicht aus Lust, stehen nicht immer gern zum Gebet auf und verzichten nicht immer leicht auf Verbotenes.

Trotzdem gehorchen wir Allah, weil wir wissen, dass Er uns besser kennt als wir uns selbst.

Der Hijab macht eine Frau nicht zu einer bestimmten Persönlichkeit. Sie bleibt dieselbe Frau mit ihren Interessen, ihrem Charakter, ihrer Intelligenz und ihren Zielen.

Dass andere sie auf ein Stereotyp reduzieren, ist deren Fehler. Die Lösung kann nicht sein, Allahs Gebot je nach gesellschaftlichem Vorteil anzulegen oder abzulegen.

Ehrlicher wäre zu sagen: „Ich weiß, dass der Hijab Pflicht ist, aber ich kämpfe gerade damit.“

Das ist aufrichtiger, als aus dem persönlichen Zwiespalt eine neue religiöse Regel zu machen. Wer ihn zeitweise ablegt, begeht eine Sünde, verlässt dadurch aber nicht automatisch den Islam. Die Tür der Reue bleibt offen.

Besonders ernst ist jedoch die Aussage, man fühle sich in vielen Fragen agnostisch und könne Überlieferungen und Geboten nicht mehr folgen.

Zweifel darf man haben, aber man sollte sie nicht einfach zum Maßstab machen. Allah sagt:

„Es steht keinem gläubigen Mann und keiner gläubigen Frau zu, wenn Allah und Sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, noch eine eigene Wahl in ihrer Angelegenheit zu haben.“ (Koran 33:36)

Wer jedoch einen Vers aus dem Koran ablehnt, der ist raus aus dem Islam. Da muss man sehr aufpassen, was man sagt, glaubt und tut.

Du brauchst jedoch keine Verurteilung, sondern ehrliche Selbstprüfung, Wissen und Nähe zu Allah.

Freiheit bedeutet nicht, jede Bindung abzulegen. Wahre Freiheit bedeutet auch, sich nicht von den Blicken und Erwartungen anderer beherrschen zu lassen.

Wa Allahu 3alim...

Und es kann schon gar nicht der Maßstab sein, welche Meinung Nichtmuslime dazu haben!!

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Nein, man darf nicht pauschal sagen, dass jeder, der kifft, von Allah verflucht ist.

Kiffen ist jedoch haram, weil jede berauschende Substanz verboten ist. Der Prophet s.a.s. sagte:

„Jedes Berauschende ist Khamr, und jedes Berauschende ist verboten.“ (Sahih Muslim)

Wer kifft, begeht also eine schwere Sünde, verlässt damit aber nicht den Islam.

Er soll die Droge lassen, seine Tat bereuen und Allah um Vergebung bitten. Allah sagt:

„Verzweifelt nicht an Allahs Barmherzigkeit. Gewiss, Allah vergibt alle Sünden.“ (Koran 39:53)

Eine konkrete Verfluchung darf man nur behaupten, wenn Allah oder der Prophet Muhammad sie ausdrücklich genannt haben.

Bei Alkohol wurden bestimmte Personen verflucht, die an Herstellung, Verkauf und Verbreitung beteiligt sind (u.a. Sunan Abu Dawud).

Anas ibn Malik berichtete:

„Der Gesandte Allahs s.a.s. verfluchte zehn, die mit dem Alkohol zu tun haben: denjenigen, der ihn herstellt beziehungsweise auspresst, denjenigen, für den er hergestellt wird, denjenigen, der ihn trinkt, denjenigen, der ihn transportiert, denjenigen, zu dem er gebracht wird, denjenigen, der ihn ausschenkt, denjenigen, der ihn verkauft, denjenigen, der den Erlös daraus verzehrt, denjenigen, der ihn kauft, und denjenigen, für den er gekauft wird.“ (Jamiʿ at-Tirmidhi 1295, hasan)

Das darf man aber nicht einfach ohne Beweis auf jeden Cannabis-Konsumenten übertragen.

Wa Allahu 3alim...

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Gibt es seriöse historische oder medizinische Forschungen zu der Hypothese, dass Jesus die Kreuzigung überlebt haben könnte?

Gibt es seriöse historische oder medizinische Forschungen zu der Hypothese, dass Jesus die Kreuzigung überlebt haben könnte und nach seiner angeblichen Auferstehung weiterlebte, anstatt tatsächlich zu sterben und übernatürlich in den Himmel aufzufahren?

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Jesus wird von vielen Historikern als reale historische Person angesehen. Unabhängig von religiösen Überzeugungen stellt sich die Frage, ob die biblischen Berichte auch natürlich erklärt werden könnten.

Eine mögliche Hypothese lautet, dass Jesus die Kreuzigung überlebt haben könnte. Dabei wird argumentiert, dass der Erstickungstod bei einer Kreuzigung durch Flüssigkeitsansammlungen und die Körperhaltung verursacht werden konnte. Im Johannesevangelium wird berichtet, dass ein römischer Soldat Jesu Seite mit einer Lanze durchstach und dabei „Blut und Wasser“ austraten. Dies wird teilweise als Hinweis auf eine Verletzung im Brustbereich interpretiert.

Weiter wird spekuliert, dass das Getränk, das Jesus am Kreuz erhielt, möglicherweise betäubende oder bewusstseinsverändernde Eigenschaften gehabt haben könnte. Dadurch könnte der Eindruck entstanden sein, er sei bereits tot. Nach dieser Theorie wäre Jesus anschließend in das Felsengrab gebracht worden, hätte sich dort erholt und wäre später verschwunden, während seine Anhänger die Ereignisse als Auferstehung interpretierten.

Gibt es historische, archäologische oder medizinische Untersuchungen, die diese oder ähnliche Theorien wissenschaftlich untersucht haben?

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Gott sagt ganz klar in seiner Offenbarung, dem Koran, dass Jesus niemals gekreuzigt wurde, noch getötet wurde (anderweitig). Er wurde lediglich in den Himmel aufgefahren. Er hat sowieso überlebt, weil ihm nichts passiert ist.

Somit sind die anderen Spekulationen hinfällig.

„Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber. Sie haben darüber kein Wissen, sondern folgen nur Mutmaßungen. Und sie haben ihn mit Gewissheit nicht getötet. Nein! Vielmehr hat Allah ihn zu Sich erhoben. Allah ist Allmächtig und Allweise.“ (Koran 4:157–158)
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Dass Jesus gelacht hat, ist menschlich gut vorstellbar, aber weder der Koran noch die Bibel berichten ausdrücklich: „Jesus lachte.“ Deshalb sollte man es nicht als überlieferte Tatsache darstellen.

Vorstellen könnte ich es mir aber, da es zum Menschen gehört. Auch der Prophet Muhammad hat gelacht und gescherzt. Das ist überliefert.

Die Bibel berichtet dagegen, dass Jesus weinte (Johannes 11:35), an Hochzeiten und gemeinsamen Mahlzeiten teilnahm (Johannes 2:1–11), mit Menschen aß und nach dem letzten Abendmahl mit seinen Jüngern Loblieder sang (Matthäus 26:30).

Das zeigt, dass sein Leben nicht nur aus Trauer und strenger Ernsthaftigkeit bestand.

Der Koran bestätigt, dass Jesus und seine Mutter Nahrung zu sich nahmen (Koran 5:75).

Jesus ist ein wirklicher Mensch und Gesandter Gottes, kein gefühlloses Wesen.

Natürlich hatte er menschliche Empfindungen. Aber wir erfinden keine Einzelheiten über ihn, die nicht überliefert wurden.

Bilder von Jesus sind ohnehin nur menschliche Fantasien. Niemand besitzt ein authentisches Porträt von ihm.

Ob Künstler ihn ernst, lachend, tanzend oder feiernd darstellen, sagt nichts darüber aus, wie er tatsächlich aussah oder sich in einer konkreten Situation verhielt.

Für eine zärtliche Beziehung Jesus' zu einer Frau gibt es keine verlässliche Offenbarung.

Solche Darstellungen stammen aus späterer Kunst, Romanen oder Spekulationen, nicht aus gesichertem Wissen. Jesus ist ein ehrwürdiger Prophet. Man darf ihn nicht auf erfundene romantische Geschichten reduzieren.

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Nein, definitiv nicht. Man sieht ja, wo wir heute schon hingenommen sind, wo es schon so viele gottlose Menschen gibt.

Die Welt wäre ohne Religion nicht friedlicher. Kriege entstehen nicht wegen Glauben, sondern vor allem wegen Macht, Land, Reichtum, Nationalismus, Rassismus, Rache und politischer Herrschaft.

Auch ausdrücklich religionsfeindliche Systeme haben Millionen Menschen verfolgt und getötet. Das Problem verschwindet also nicht, wenn man Gott aus der Gesellschaft entfernt.

Religion kann missbraucht werden, genauso wie Politik, Wissenschaft, Freiheit oder Menschenrechte missbraucht werden können.

Der Missbrauch einer Sache beweist aber nicht, dass die Sache selbst schlecht ist. Ein Messer kann Brot schneiden oder jemanden verletzen; verantwortlich ist der Mensch, nicht das Messer.

Der Islam verbietet das Töten Unschuldiger, befiehlt Gerechtigkeit selbst gegenüber Menschen, die man nicht mag, und erlaubt friedliches Zusammenleben mit Nichtmuslimen (Koran 5:8; 60:8).

Gott sagt:

„Wer einen Menschen tötet, ohne dass dieser einen Mord begangen oder Unheil im Land gestiftet hat, so ist es, als hätte er die ganze Menschheit getötet.“ (Koran 5:32)

Glaube kann den Menschen daran erinnern, dass er für sein Handeln vor Gott Rechenschaft ablegen muss.

Ohne Gott kann man natürlich ebenfalls friedlich handeln, aber man beseitigt durch Unglauben weder Egoismus noch Hass noch Machtgier.

Die Welt wäre also nicht friedlicher ohne Religion. Sie wäre friedlicher, wenn Menschen gerecht wären, ihre Begierden beherrschen und aufhören würden, Religion oder Ideologien als Vorwand für ihre eigenen Interessen zu benutzen.

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Die Bezeichnung „Koraniten“ ist irreführend, denn ihre Lehre widerspricht gerade dem Koran. Der Koran befiehlt nicht nur, Allah zu gehorchen, sondern ausdrücklich auch dem Gesandten:

„Oh, die ihr glaubt, gehorcht Allah und gehorcht dem Gesandten.“ (Koran 4:59)

Allah sagt sogar, dass Menschen nicht wirklich glauben, bis sie den Propheten s.a.s. in ihren Streitfragen zum Richter machen und seine Entscheidung vollständig annehmen (Koran 4:65).

Außerdem befahl Allah dem Propheten s.a.s. , den Menschen die Offenbarung zu erklären (Koran 16:44).

Diese Erklärung, seine Worte, Handlungen und Bestätigungen bilden die Sunnah.

Ohne die Sunnah könnte niemand den Koran vollständig praktizieren. Der Koran befiehlt das Gebet, erklärt aber nicht detailliert die Zahl der täglichen Gebete, ihre Gebetseinheiten oder den genauen Ablauf.

Er befiehlt die Zakat, nennt aber nicht alle Berechnungen. Er befiehlt die Pilgerfahrt, doch viele Einzelheiten lernen wir durch den Propheten. Der Prophet sagte:

„Betet, wie ihr mich beten gesehen habt.“ (Sahih al-Bukhari)

Natürlich ist nicht jede überlieferte Aussage automatisch authentisch.

Deshalb haben muslimische Gelehrte eine äußerst genaue Hadithwissenschaft entwickelt und Überlieferungen als authentisch, gut, schwach oder erfunden eingestuft.

Einen bestimmten Hadith wegen begründeter Zweifel an seiner Überlieferung abzulehnen, ist etwas völlig anderes, als die gesamte Sunnah grundsätzlich zu verwerfen.

Wer behauptet, alle Hadithe seien erfunden und die Sunnah habe keinerlei religiöse Autorität, lehnt damit klare Befehle des Korans ab.

Eine solche Lehre ist eine schwere Abweichung und kann Kufr sein, besonders wenn jemand nach eindeutiger Aufklärung bewusst leugnet, dass der Gehorsam gegenüber dem Propheten s.a.s. verpflichtend ist.

Trotzdem darf man nicht jeden einzelnen Menschen, der sich „Koranit“ nennt, vorschnell zum Kafir erklären.

Manche sind unwissend, verwirrt, falsch informiert oder lehnen in Wahrheit nur schwache und erfundene Überlieferungen ab.

Über eine konkrete Person wird erst nach Klärung ihrer tatsächlichen Überzeugung, Belehrung und Erfüllung der Bedingungen geurteilt.

Der Takfir ist keine Angelegenheit für Laien und darf nicht leichtfertig ausgesprochen werden.

Die richtige Haltung lautet: der Koran ist Allahs Wort, und die authentische Sunnah ist die verbindliche Erklärung und praktische Umsetzung des Korans.

Wer den Propheten s.a.s. vom Koran trennt, widerspricht dem Buch, auf das er sich beruft.

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Das heutige Christentum ist nicht einfach identisch mit der ursprünglichen Botschaft Jesus'. Jesus rief die Menschen zur Anbetung des einen Gottes auf, betete selbst zu Gott und sagte:

„Der Herr, unser Gott, ist ein Herr.“ (Markus 12:29)

Er bezeichnete den Vater als „meinen Gott und euren Gott“ (Johannes 20:17) und sagte, der Vater sei größer als er (Johannes 14:28).

Das passt nicht zu der späteren Lehre, Jesus sei selbst der allmächtige Gott.

Allerdings gab es schon in den ersten Jahrhunderten sehr unterschiedliche christliche Gruppen und Auffassungen über Jesus.

Deshalb kann man nicht von einem einzigen, überall einheitlichen „antiken Christentum“ sprechen. Die heute vorherrschenden Lehren über die Dreieinigkeit und die zwei Naturen Jesu wurden erst nach langen theologischen Auseinandersetzungen durch Konzilien verbindlich formuliert.

Begriffe wie „ein Gott in drei Personen“ stehen so nicht als klare Erklärung Jesus' in der Bibel.

Auch die Vorstellung, dass Gott Mensch wurde und durch den Tod eines Unschuldigen die Schuld anderer bezahlte, war nicht die Botschaft aller Propheten.

Jeder Mensch ist für seine eigenen Taten verantwortlich. Jesus selbst lehrte Reue, Gehorsam und die Anbetung Gottes, nicht: „Betet mich an, denn ich bin Gott.“

Der Koran bestätigt Jesus als Messias und großen Gesandten, korrigiert aber die späteren Übertreibungen:

„Der Messias, Jesus, der Sohn Marias, war nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Maria entbot, und Geist von Ihm. Glaubt daher an Allah und Seine Gesandten und sagt nicht: Drei.“ (Koran 4:171)
„Ungläubig sind diejenigen, die sagen: Allah ist der Messias, der Sohn Marias“, obwohl der Messias sagte: „Dient Allah, meinem Herrn und eurem Herrn.“ (Koran 5:72)

Das Problem ist also nicht Jesus. Das Problem sind Lehren, die später über ihn entwickelt wurden.

Jesus lehrte die Hingabe an den einen Gott. Genau das bedeutet der Islam. Gott sagt:

„Wahrlich, die Religion bei Allah ist der Islam.“ (Koran 3:19)
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