Darf man als Muslima einen Nicht-Muslimen heiraten?

16 Antworten

Zu konvertieren, weil es die Sache einfacher oder überhaupt erst möglich macht, ist der denkbar schlechteste Grund für eine Konversion. Streng genommen wäre sie sogar ungültig, aber da wird man sich bedeckt halten, weil doch jede Konversion als kleiner Triumph gefeiert wird. 

Der strenge Papa .... naja, den gibt es durchaus auch noch viel strenger - da habt Ihr noch Glück. Das Horrorszenario will ich hier gar nicht aufmalen.

Im Sunniten-Islam ist gefordert, dass die Männer zwar nicht-muslimische Frauen heiraten dürfen, nicht aber umgekehrt. Es ist allerdings auch Brauch, dass sich die jungen Männer - gerne mit Deutschen naiven Mädels - die muslimischen Hörnchen abstoßen, während sie ihre Schwestern gleichzeitig zu Hause vor den bösen Männern beschützen. Ziemlich heuchlerisch und verlogen.

Auch heisst es im Sunniten-Islam, dass vor- bzw. ausserehelicher GV haram sei - und zwar für Frauen und für Männer. Das steht so zwar nicht im Quran - da steht nur, dass ehebrecherische Unzucht verboten sei - wird aber so gelebt und überliefert. Ausserdem ist es auch verboten, sich der Unzucht auch nur zu nähern, was bedeutet, dass Ihr eigentlich überhaupt keinen (unnötigen) Umgang miteinander haben dürftet.

Du bist also eigentlich schon zweifach aussen vor. Und trotzdem gewährt ihr Papa Euch den Umgang. Gar nicht soooo schlecht. Und natürlich nach Deutschen Maßstäben immer noch mittelalterlich. Immerhin sind ihre Eltern einfach mal in Sorge, dass sich ihre Tochter den Weg ins Paradies verbaut. Das ist ja durchaus gut gemeint; das muss man auch mal sehen.

Eine sexuelle Beziehung zwischen Euch dürfte allerdings für ihre Familie eine mittlere Katastrophe darstellen. Hat Deine Freundin ältere Brüder? Weiss sie etwas über deren sexuelle Kontakte? Das wäre Futter für die Diskussion mit den Eltern. Darüber hinaus: Es gibt keinen Zwang im Glauben! D.h. es ist allein ihre Entscheidung, ob und woran sie glaubt und an welche Verbote oder Gebote sie sich halten will. Auch das Kopftuch MUSS ganz allein ihre Entscheidung sein, die übrigens gerne durch manipulative Gespräche stark beeinflusst wird. Erzähle mal einer jungen Muslima, dass sie im Anfangsverdacht der Hurerei steht, wenn sie ohne Kopftuch draussen rumläuft. Das hat idR Wirkung. Zumindest schafft es Verunsicherung; dagegen hilft meist nur ein starker Freundeskreis von "emanzipierten" Muslima.

Wenn Ihr Euch liebt, strampelt Euch los! Mit 18 abhauen in eine andere Stadt und dort das Leben leben, das Ihr Euch vorstellt.

In schā'a llāh

Ich habe es jetzt verstanden.
Somit die ehrlichste und beste Antwort die ich hier gelesen habe. Ja sie hat einen älteren Bruder der Fußball spielt. Ich weiß leider nicht wirklich wo er sich befindet aber er lebt halt nicht wirklich da wo sie lebt sondern er macht sein Ding. Mit dem Weg ins Paradies hast du recht. Ich habe jetzt auch wieder ein besseres Gefühl..
Aber werden die Eltern und Verwandte mich dafür später mögen wenn ich sie heirate, und kann ich dann auch ein Nicht-Muslim sein weil dass habe ich jetzt nicht so ganz verstanden, tut mir leid.

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@notlim

Niemand kann oder darf Dir vorschreiben, ob oder was Du zu glauben hast. Selbstverständlich dürft Ihr in Deutschland offiziell heiraten - standesamtlich. Das ist dann auch hoch-offiziell und international gültig.

Der Ärger ihrer Eltern könnte verfliegen, wenn Ihr zwei tatsächlich heiratet, so dass die Tochter nicht "entehrt" zurückgelassen würde. Nach einer Eheschließung könnte man also vorsichtig wieder zu Hause anklopfen. Aber Vorsicht! Eine Verschleppung ins Ausland kommt immer mal wieder vor. Auch da, wo es niemand vermutet.

Das nächste Thema könnten dann die gemeinsamen Kinder werden; die Forderung der Großeltern wäre, dass die Kinder unbedingt muslimisch erzogen werden. Ob das aber wirklich sinnvoll ist?

Meine Deutsche und Christliche Frau und ich Persischer Alevitischer Muslim haben vier gemeinsame und schon erwachsene Kinder, die uns dafür lieben (unter anderem, versteht sich .-)), dass wir sie ohne jeglichen Dogmatismus und ohne religiöse Richtungsgabe großgezogen haben. So kann es also auch gehen!

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Der Vater kennt mich auch nicht, beziehungsweise nur vom sehen her einmal, nur die Mutter (Ziemlich auch nur vom sehen her aber sie sah mich öfters und die Mutter hat nichts wirklich dagegen und gibt eher ihrer Tochter die Chance ihre Dinge selber einzuschätzen..
Ich und sie müssen immer etwas aufpassen dass der Vater uns beide nicht nochmal erwischt damit er ihr nichts antut weil sie auch etwas Angst davor hat..

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@notlim

Wie alt seid Ihr?

Wie klar seid IHR BEIDE Euch über die gemeinsamen Zukunftspläne?

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Ich bin 15 und sie 16, ja ich weiß..
Wir sind noch etwas zu jung darüber zu reden aber wir freuen uns jetzt schon und schenken uns mit dem Thema immer ein Lächeln ins Gesicht. Und wir wollen wirklich später heiraten nur steht da einfach die Religion etwas im Weg. Wir möchten uns vorher schonmal damit befassen sodass wir später nicht so viele Probleme haben.
Und es gibt Leute, Kinder und ich kenne auch MUSLIMS und MUSLIMAS die in der Schule über GV reden und einfach nicht so gute Dinge sagen etc...
Ich möchte dass der Vater mich kennenlernt und sagt dass ich trotz "Nicht-Muslim" ein gutes Herz hab und gut bin. Und auch ich werde am Ende dann meiner Frau die Hand reichen und das Paradies/Himmel betreten mit ihr zusammen. Ich bin auch gläubig, ich glaube aber nur an Gott! Und Gott ist ja bei euch Allah. Ich habe Angst dass am Ende des Tages Allah/Gott zu mir sagt dass weil ich kein Muslim bin ich in die Hölle komme oder dass Gott zu mir sagt das du als Muslime nicht in den Himmel kommst weil einfach SO VIELE mit meinem Kopf spielen und sagen dass ist so und so. Ich weiß nicht wem/was ich glauben soll. Es gibt so viele Religionen und nicht jede kann richtig sein. Habt ihr nicht etwas Angst dass ihr wegen einer Religion nicht das Paradies oder den Himmel sehen könnt? Ich habe so Angst, und ich möchte einfach nur an Gott glauben und durch sein Segen was Allah ja auch hat, in den Himmel/Paradies kommen.

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@notlim

Deine Höllenangst ist eigentlich typisch für den Sunniten-Islam, viel weniger für das heutige Christentum. Aber wie auch immer; da darf ja jeder anders sein.

Meine Frau und ich haben da keine Ängste; weder davor, dass wir in die Hölle kämen, noch davor, dass wir vielleicht getrennt wären. Wir glauben, dass die Hölle nur eine Metapher ist und es eine tatsächliche Hölle nicht geben kann. Auch glauben wir beide, dass wir an denselben Gott glauben - nur auf unterschiedliche Weise. Und wir glauben, dass dieser Gott schier unendlich ist in seiner Güte und Barmherzigkeit. Weiterhin glauben wir, dass das irdische Leben in diesen menschlichen Hautsäcken keine Prüfung ist, die man "versemmeln" kann, sondern dass es eine Art "Holodeck" ist, in dem wir lernen können und uns weiterentwicklen. Und alles, was uns widerfährt, ist nichts anderes als eine Gelegenheit, daran zu wachsen. Auch das Thema "Sünde" ist in unseren Köpfen nicht omnipräsent; es spielt eigentlich keine Rolle. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst und streben an, ein Leben zu leben, das für uns und unser Umfeld wertvoll ist und zu Wachstum (ich rede hier nicht von Reichtum) anregt.

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Islamisch gesehen, darf eine Muslima das nicht.

Aber wir leben hier in Deutschland, und hier gibt es keine derartigen Beschränkungen bei der Eheschließung.

Ihr habt im Grunde die Wahl: Ihr könnt auf die religiösen Beschränungen pfeifen - und standesamtlich heiraten (falls ihr alt genug seid).

Oder: Du könntest ihretwegen konvertieren. 

Oder: Sie könnte sich deinetwegen von der strengen Auslegung des Islams entfernen. 

Du hast DEINE Lage bewegend geschildert. Wie sieht deine Freundin das Ganze?

Wie auch immer: Ich wünsche euch alles Gute. Ihr könnt es gebrauchen.

earnest

Sie siehts relativ genauso wie ich es sehe, wenn ich sie frage ob sie das so Landesamtlich machen würde, wäre es eine Sünde am Ende wenn sie Ja sagt? Und würde sie dafür trotzdem noch ins Paradies kommen? Könnten wir dann nach dem Heiraten in die USA z.B, weil ich aus den USA komme und wir dort beide leben möchten?

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@notlim

Natürlich ist es keine Sünde, wenn ihr eure Liebe lebt. Und ob es ein Paradies gibt, weiß niemand. 

Ich finde, ihr solltet euch um das Hier und Jetzt kümmern - und euch nicht die Hölle auf Erden bereiten.

Wenn du U.S.-Staatsbürger bist, solltet ihr einreisen könnnen. Aber wer weiß schon, was sich Trump noch alles ausdenkt, wenn der Tag lang ist und er noch nicht getwittert hat?

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@notlim

Wieso soll das eine Sünde sein, wenn sie vor dem Standesamt "Ja" sagt?

Das machen hier und in den meisten Ländern der Erde alle Heiratswilligen.

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Standesamtlich*

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