Darf 3 jähriges Kind mit Sitzerhöhung vorne sitzen?

18 Antworten

War die Frage jetzt rein rechtlich gestellt oder nach gesundem Menschenverstand ? Die bisherigen Antworten waren jedenfalls alle nach gesundem Menschenverstand beurteilt, was ich auch genauso sehen.

Aber Deine Frage bezieht sich wohl eher auf das Strassenvekehrsrecht, ob der Vater eine Ordnungswidrigkeit begeht oder nicht. Nein, er begeht keine, und das 3 jährige Kind darf auch vorne sitzen.

§21 StVO regelt die Benutzung von Gurten in Kraftfahrzeugen.

Wenn das Fahrzeug KEINE Gurte hat, darf er damit auch keine Kinder unter 3 Jahren befördern. In diesem Fall hat das Auto Gurte, dann darf er das Kind auch auf einem beliebigen Sitz (auch vorne) befördern. Solange das Kind unter 150cm groß ist oder unter 12 Jahre alt ist, muß eine geeignete Sitzhilfe (Kindersitz oder Sitzerhöhung) benutzt werden. Vielfach hält sich aber der Irrglaube, daß Kinder unter 12 Jahren vorne nicht sitzen dürfen, das haben Eure Väter Euch immer erzählt, damit ihr Ruhe gebt und das hat sich bis heute in Euren Gehirnen festgebrannt. (Ja, da waren die Väter erfolgreicher, als Ihr heute ;o) )

Zu finden in §21 STVO Abs (1):

Auszug (1a) Kinder bis zum vollendeten 12. Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, dürfen in Kraftfahrzeugen auf Sitzen, für die Sicherheitsgurte vorgeschrieben sind, nur mitgenommen werden, wenn Rückhalteeinrichtungen für Kinder benutzt werden, die den in Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe c der Richtlinie 91/671/EWG des Rates vom 16. Dezember 1991 über die Gurtanlegepflicht und die Pflicht zur Benutzung von Kinderrückhalteeinrichtungen in Kraftfahrzeugen (ABl. L 373 vom 31.12.1991, S. 26), der durch Artikel 1 Nummer 3 der Richtlinie 2003/20/EG (ABl. L 115 vom 9.5.2003, S. 63) neu gefasst worden ist, genannten Anforderungen genügen und für das Kind geeignet sind.

(1b) In Fahrzeugen, die nicht mit Sicherheitsgurten ausgerüstet sind, dürfen Kinder unter drei Jahren nicht befördert werden. Kinder ab dem vollendeten dritten Lebensjahr, die kleiner als 150 cm sind, müssen in solchen Fahrzeugen auf dem Rücksitz befördert werden. Die Sätze 1 und 2 gelten nicht für Kraftomnibusse.

Aber Deine Frage bezieht sich wohl eher auf das Strassenvekehrsrecht, ob der Vater eine Ordnungswidrigkeit begeht oder nicht. Nein, er begeht keine, und das 3 jährige Kind darf auch vorne sitzen.

Doch er begeht eine OWi, da das Kind nicht richtig gesichert ist.
Hier geht es nicht um das alleinige vorne Sitzen -welches bei richtiger Sicherung erlaubt ist- sondern um die nicht richtige Sicherung des Kindes ;-)

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Eine sitzerhöhung sollte normal nur auf den hinteren plätzen benutzt werden und es ist auch gefährlich wenn ein kleines kind vorne sitzt fals sich der air bag öffnet weil ein unfal passiert ist ist es mòglich das das kind zerdrückt wird

hallo er darf ihn auf dem Beifarersitz mitnehmen aber der Sitz ist nicht altersgerecht Verantwortung sieht anderst aus in dem Alter würde ich sogar noch auf einen rückwärtsgeerichteten Sitz raten gibts bis 25 KG

Er sollte sich ab jetzt die Mühe machen sein Kind hinten im Auto sicher unterzubringen!! Ansonsten wird er das später mal bitterböse bereuen! Auch rechtlich gesehen, sollten Kinder (soweit ich weiß sogar bis 12 Jahre) immer aus Sicherheitsgründen hinten untergebracht werden.

Bis 1.5 Meter im Kindersitz Bis 12 Jahre hinten

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Natürlich darf ein 3jähriger NICHT vorne sitzen. Wie du bereits geschrieben hast, passen die Gurte nicht; das Kind ist einfach zu klein und eine Sitzerhöhung macht es eben nicht wett.

Schlimm ist, dass dein Freund wohl kein Bewusstsein dafür hat, was passiert, wenn er einen Unfall baut. Ein reiner Bauchgut reicht eben nicht aus, um einen 3jährigen am Sitz zu halten. Es schützt nicht, sondern gefährdet sogar; für den Kleinen ist es lebensgefährlich, gerade wenn ein Unfall passiert.

Sorry, ich habe selbst einen 5jährigen Sohn. Der muss auch hinten sitzen und zwar gut angeschnallt.

Wobei an einem möglichen Unfall ja nicht einmal der Freund schuld sein muss. Es gibt soviele bekloppte Autofahrer auf den Straßen........

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@StupidGirl

Ähm...es ist sowas von egal, wer Schuld an dem Unfall trägt, bzw wer den Unfall letztendlich versursacht.

Das KIND trägt letztendlich den Schaden, weil der Freund kein Bewusstsein für dessen Leben und/oder Schutz seines Lebens hat. Selbst wenn der Freund nur hart bremsen muss, bspw an einer roten Ampel, kann so ein Bauchgurt schon innere Verletzungen auslösen.

Sorry, ich bin da wirklich fassungslos. Gerade im Bezug darauf, dass ich selbst ein Kind habe, dass ich zwar nicht in Watte packe, es aber auch nicht hirnlos irgendwelchen zusätzlichen Risiken aussetze. Und gerade beim Autofahren, wie StupidGirl sagte, gibt es soviele bekloppte Fahrer...

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