Bin ich mit einem Psychologiestudium bei der Polizei/BKA gefragt?

7 Antworten

Das finden viele...

Es gibt in Deutschland den Beruf "Profiler" überhaupt nicht (hast du ja selbst auch schon geschrieben) und schon in den 90ern hat das BKA auf seiner Webseite eine Broschüre (PDF) mit dem Titel, "wie kann ich Profiler werden?", veröffentlicht, da stand lang und breit drin, dass man sich das aus dem Kopf schlagen soll.

HIer wird dir aber leicht geholfen: https://www.bka.de/SharedDocs/FAQs/DE/OperativeFallanalyse/ofaFrage03.html

So viel ich weiß, sind das überwiegend Teams, die unterschiedliche Fälle bearbeiten. Der bekannteste Autor bzw. derjenige, der meines Wissens das "Profiling" für deutsche Verhältnisse modifiziert hat ist "Jens Hoffmann".

Es gibt an den Unis bestimmte Fächer und zwar "Rechtspsychologie". Es gibt auch Masterstudiengänge mit dem Schwerpunkt bzw. in Rechtspsychologie. Meist wird da auch Kriminalpsychologie gelehrt, was sich in einigen Punkten von der Rechtspsychologie unterscheidet.

Du hättest aber eher die Möglichkeit im rechtspsychologischen Bereich zu arbeiten, z.B. in einer forensischen Psychiatrie, in einer Strafvollzugsanstalt oder in anderen Bereichen z.B. mit traumatisierten Opfern oder ähnlichem. Unter Umständen könnte es auch besser sein, wenn du dich dann für Medizin entscheidest und einen Facharzt in Psychiatrie (und schieß mich tot) machst, da du damit, so viel ich weiß auch als gerichtlicher Gutachter arbeiten kannst und z.B. Medikamente verschreiben darfst. Allerdings weiß ich das nicht genau, inwiefern auch ein Psychologe als gerichtlicher Gutachter bestellt werden kann. HInzu kommen z.B. auch familienrechtliche und familienpsychologische Gutachten z.B. bei Trennung, Scheidung oft in Bezug zum Kindeswohl usw.

Auch werden die Chancen nicht viel besser Profiler zu werden, wenn du in Deutschland einen Master in Kriminal...irgendetwas studierst, auch oder erst recht nicht in Kriminologie, nur weil es sich irgendwie danach anhört..

Ja, ab und an werden bei den Landeskriminalämtern "Analysten" gesucht, wie hier jemand schrieb. Es handelt sich dabei aber oft nicht um "Profiler" oder ähnliches. Das ist ne ganz andere Nummer. ZUdem finde ich es auch etwas bedenklich ein mindestens fünfjähriges Studium mit Zusatzausbildungen, was einem am Ende bestimmt (mit Wohnung etc.) mindestens 60-70.000 Eu oder mehr kostet.

Ich würde dir empfehlen vorher auf jeden Fall noch einmal eine Studienberatung zu machen und auch einen Plan-B zur Hand zu haben. Insgesamt ist ein Studium der Psychologie nicht schlecht und zu vielem zu gebrauchen, nur mit dem "Profiler" wird es etwas schwer.

An vielen Unis wird Rechtspsychologie als Teilbereich angeboten. Manchmal kannst du auch während des Studiums z.B. Kurse im Fach Kriminologie oder z.B., wie an der Uni Mainz in Rechtspoflege belegen. Ich weiß aber nicht, wie das ist, da der Bachelor in Psychologie meist ein Einfach-Bachelor ist. Vermutlich hat man da aber irgendwo Raum für etwas. Wenn du später u.a. mal psychotherapeutisch arbeiten willst ist es wichtig, dass du zumindest Psychologie, auch einen Master in (Rechts)Psychologie machst. Einen Master in Rechtspsychologie kann man z.B. an der Uni Bonn, Berlin und Mainz machen, auch hatte die Uni in Kiel (CAU) immer viele diesbezügliche Angebote. Viele Masterstudiengänge in die Richtung sind auch sehr teuer und werden an privaten Unis angeboten.

Das war das Wort zum Sonntag. Ich würde dir empfehlen, dass du dich noch etwas besser informierst und auch noch über Alternativen nachdenkst.

Gefragt würde ich das jetzt nicht nennen.

Mit einem Master mit Kriminal-* werden die Chancen ggf besser. Aber wer weiß, ob sie gerade dann Stellen frei haben, wenn du soweit bist. Und wenn, gehen die an Bewerber mit Berufserfahrung.

Als wichtiger Entscheidungsfaktor taugt dieser Aspekt nicht allzu viel. Wenn es nur eine Option sein soll, eher.

Gruß S.

in welchem beruf könnte ich denn dann die gefragte erfahrung beispielsweise sammeln?

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Ich halte es für eine gute Idee, mal bei der Polizei anzufragen, welche Voraussetzungen man braucht, wie man zu einer Fachausbildung kommt usw.

Besonders in der Forensik sind kluge Köpfe immer gefragt. Als Psychologe hast Du sicher gute Chancen, Profiler zu werden.

Ohhh das freut mich

Also wie sollte ich dann nach meinem Studium (Bachelor in Psychologie) am besten vorgehen?

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@makiikam
Ohhh das freut mich

Du glaubst das, weil das hier jemand so sagt? Bißchen naiv, oder?

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@Sirius66

nein, aber das gibt mir wenigstens schonmal eine richtung vor, in die ich mich eigenständig weiter erkundigen kann, im gegensatz zu deinem unnötigen kommentar

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@Sirius66

Dachte ich mir auch so.... Lischen Müller meint, dass das ne tolle Idee ist und man "bestimmt" dann gefragt ist, weil es ja auch nicht jährlich tausende Studenten gibt die Psycho studieren und hunderte, die solche Schwerpunkte setzen.

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@Anger

FS will aber dran glauben. Dafür gibt es dann einen Stern und letztendlich Experten, die nur Müll reden.

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