Aussprache von Namen der Antike: wie ist es richtig?

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Je nach dem, welches Buch des AT liest, waren es griechen oder hebräer, die diese Geschichten aufgeschrieben haben. Die Aussprache richtet sich dann nach der, der Verfasser. Aber das scheint nicht nur ein Problem des AT zu sein, heutzutage werden auch Orts- oder Personennamen einer anderen Kulturkreises verfremdet oder total verunstaltet ausgesprochen. Das passiert nicht nur Dir, darunter leiden sogar ganz gut bekannte Nachrichtensprecher auch. Dich aber ehrt dein Bestreben nach der richtigen Aussprache, Gratulation: LG, Nx

Selbst unter meinen Professoren war die Aussprache der Namen unterschiedlich. Ich habe mich mit den Jahren daran gewöhnt, spreche sie so aus, wie sie für mein Sprachgefühl richtig sind und fertig. Wer das nicht versteht, guckt etwas irritiert, dann biete ich eben eine andere Betonung an und frage nach, z.B. Darius, auf der ersten oder zweiten Silbe betont.

Häufig ist die Verwendung einer latinisierten Form und eine Betonung entsprechend der lateinischen Sprache. Wenn es Betonungsregeln gibt, stehen sie oft in Lehrbüchern, vor allem am Anfang von Grammatiken.

Für Latein gilt ein Drei-Silben-Gesetz:

Bei mehrsilbigen Wörtern kann der Wortakzent nur entweder auf die vorletzte oder auf die drittletzte Silbe fallen. Betonung der vorletzten Silbe:

  • das Wort ist nur zweisilbig

  • die vorletzte Silbe ist lang (a) Naturlänge: langen Vokal oder Diphthong – Doppellaut mit zwei verschiedenen Vokalen b) Positionslänge: auf einen Vokal folgen mindestens zwei Konsonanten, wodurch die Silbe „geschlossen“ ist, Ausnahme ist die Verbindung von Muta (stumme Laute; b, p, t, d, g, c) und Liquida (fließende Laute; l, m, n, r).

Bei Marcus Tullius Cicero ist immer die erste Silbe betont (die vorletzte oder drittletzte). Manchmal sind Kurzformen geläufig, bei denen eine Endung wegfällt. Kaiser Vespasian wird auf der letzten Silbe betont, dieses „a“ in „Vespasianus“ ist lang.

In lateinischen Lexika wird oft ein langer Vokal mit einem Strich darüber gekennzeichnet.

In der griechischen Sprache ist die Betonung durch Akzent (Akut, Gravis oder Zirkumflex) angegeben. Ein Akut kann grundsätzlich auf die letzten drei Silben eines Wortes fallen. Auf die drittletzte Silbe kann er nur fallen, wenn die letzte Silbe einen kurzen Vokal enthält. Ein Akut auf der letzen Silbe wird zum Gravis, wenn kein Satzzeichen folgt.

Ein Zirkumflex kann nur auf langen Vokalen oder Diphthongen. Er kann nur auf die letzte oder vorletzte Silbe fallen, auf die vorletzte jedoch nur, wenn die letzte einen kurzen Vokal enthält.

Die Betonung weicht oft von der latinisierten Form ab, z. B. bei Sokrates (drittletzte Silbe betont), lateinisch Socrates, griechisch Σωκράτης (vorletzte Silbe betont, die letzte ist lang).

Über die hebräische Sprache weiß ich nicht viel, die Betonung eines hebräischen Wortes lag anscheinend ursprünglich auf der vorletzten Silbe. Durch den Abfall der kurzen Auslautvokale in der Sprachgeschichte wurde diese oft zur letzen Silbe. Daher ist oft die letzte Silbe betont.

Zu einigen Sprachen sind offenbar keine Betonungsregeln bekannt, z. B. akkadisch (assyrisch-babylonisch). Grundsätzlich gilt eine Betonung entsprechend der Sprache der verwendeten Namensform. Bei der Aussprache und der bevorzugten Form spielen allgemein auch Gewohnheiten eine Rolle.

Artaxerxes wird auf der vorletzen Silbe betont (griechisch Ἀρταξέρξης), ebenso Dareios (griechisch Δαρείος) und Kambyses (griechisch Καμβύσης).

Dankeschön, das hilft mir doch schon etwas weiter (auch wenn ich nicht alles verstehe ;-)

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