Aussie Welpe hat seine 5 Minuten?

10 Antworten

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... bis auf den Punkt, dass die Kleine manchmal ihre 5 Minuten hat

Kein Grund zur Sorge. Entspanne dich und genieße die Showeinlage. Deine Lütte folgt nur ihren Instinkten und "lässt ein bisschen Dampf ab".

ich schätze, das passiert dann, wenn sie übermüdet ist.

Kann sein, muss nicht. Das passiert einfach. Und es ist VÖLLIG NORMAL und gesund.

sie rennt dann durch das ganze Wohnzimmer, rutscht aus, überschlägt sich

Solange sie sich nicht verletzt, ist alles okay. Sie muss auch das dosierte Bewegen auf glatten Untergründen erst trainieren. Das braucht Übung und Erfahrung. (Und selbst meine Großen bekommen es nach Jahren immer noch nicht auf die Reihe, wenn sie aufgeregt sind.)

bisher habe ich sie dann in ihre große Box gelegt und mich daneben gesetzt

Lasse sie sich "austoben". Das dauert meist nicht lange. Zum Problem wird's erst, wenn sie sich dauerhaft auch nach 15, 20 Minuten nicht einbekommen hat.

Sie MUSS Dampf ablassen. Das macht sie nicht "aus Spaß an der Freude", sondern weil ihre Instinkte sie dazu treiben. Wenn du sie darin beschränkst, frustriert sie das nur. Dann "jault und meckert" sie, weil sie sich nicht mehr bewegen darf, obwohl ihr Instinkt sie dazu treibt. 

... aber anders kommt sie gar nicht zur Ruhe

Normalerweise schon. Nach einiger Zeit des Herumflitzens, Herumrollens und Herumspringens wird sie von ganz allein müde. 

Bringe ein bisschen Geduld mit. Du wirst sie in den kommenden Monaten noch sehr häufig brauchen. Also die Geduld. 

Nur, wenn sie dauerhaft auch nach 15, 20 Minuten nicht langsam zur Ruhe kommt; oder gar anfangen sollte, dich als Beißopfer zu benutzen, musst du anfangen, dir Sorgen zu machen und etwas dagegen unternehmen. 

Lenke dann ihre Aufmerksamkeit schon frühzeitig im "Tobe-Anfall" auf gesteuerte Spiele (einem Leckerlie oder Spielzeug hinterherjagen; leichte Suchspiele, etc.); oder mache, wenn du eine Regelmäßigkeit der "Anfälle" erkennen kannst, kurz vorher einen Spaziergang mit ihr. (Faustregel: ca. 5 Minuten pro Lebensmonat) 

Und auch, wenn du es bisher (noch) nicht erlebt hast oder nicht davon berichtest: Sollte die Kleine anfangen, dich als Beißopfer benutzen zu wollen, unterbinde es konsequent und von Anfang an. Sowas ist IMMER TABU; ganz egal, wie niedlich die Kleine ist. Je früher du damit anfängst, diese Grenze einzuziehen (und KONSEQUENT durchzusetzen), desto einfacher habt ihr beide es, wenn sie mit der Zeit größer und stärker wird.

BTW: Wie @Einafets2808 schon sagte: Gewöhne sie frühzeitig an die Box als ihre Zuflucht; nicht als ihr Gefängnis! Das ist wirklich, wirklich, wirklich wichtig. 

Wow, vielen dank für die liebe und ausführliche antwort! Das hat mich wirklich beruhigt! 

Heute früh hatte sie wieder ihre 5minuten... zwar etwas weniger, aber vom prinzip schon... ich habe sie einfsch machen lassen und sie auch nicht versucht zu beruhigen oder ähnliches... nach ein paar minuten war der spul tatsächlich so gut wie vorbei... allerdings war sie immernoch rastlos. Klar, für sie ist auch alles noch fremd... ich habe sie dann wieder in ihr kennel gelegt und offen gelassen. Habe sie gestreichelt und innerhalb von 3 minuten ist sie auch eingeschlafen - und schläft bis jetzt! Wenn sie kurz aufwacht, erkundigt sie sich, ob ich noch da bin und wenn sie mich gesehen hat, entspannt sie wieder und schläft ein. Wenn ich sie streichele, wenn sie mal aufwacht, dann legt sie sich gleich auf den rücken und lässt mich ihr bäuchlein streicheln :) 

Also wenn sie erstmal drinne ist, dass ist sie wirklich sehr entspannt :) nur alleine kommt sie wirklich nicht auf die idee, sich hinzulegen um zu schlafen 🤷🏽‍♀️

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@schaha

Heute früh hatte sie wieder ihre 5minuten... zwar etwas weniger, aber vom prinzip schon... ich habe sie einfsch machen lassen und sie auch nicht versucht zu beruhigen oder ähnliches

Achte nur darauf, dass sie sich nicht verletzt. Ansonsten: Einfach machen lassen.

... allerdings war sie immernoch rastlos.

Was meinst du mit "immer noch rastlos"? Dieses Verhalten ist kein "On-Off"-Verhalten. Vielmehr beginnt es (ziemlich) plötzlich und klingt nur allmählich ab. Es ist also völlig normal, dass sie nach ihrem Herumtollen noch eine ganze Weile unruhig ist. 

Stelle dir vor, du hättest dich über eine Spinne aufgeregt: Du siehst die Spinne, du schreist und springst sofort los. Und deine Aufregung klingt nur ganz allmählich ab, obwohl die Spinne längst außer Sicht ist. So ungefähr geht's deiner Lütten.

Das Toben ist übrigens nur "Überdruck ablassen". Es macht sie mit zunehmendem Alter immer weniger so müde, dass sie danach schlafen muss.

ich habe sie dann wieder in ihr kennel gelegt und offen gelassen. Habe sie gestreichelt und innerhalb von 3 minuten ist sie auch eingeschlafen - und schläft bis jetzt!

Gut so! Behandle sie aber nicht wie eine Puppe. Bringe ihr vielmehr bei, dass sie in der Box wunderbar und sicher pennen kann. Sie soll lernen, allein(!) reinzugehen, wenn sie müde ist oder Ruhe haben will.

Hochnehmen und reinpacken oder reinschieben ist also etwas, das du möglichst gar nicht machen solltest. Es gibt Ausnahmen; sollte aber nicht Normalität sein; auch nicht nach einem Tobe-Anfall. Locke sie stattdessen auf eigenen Füßen hinein. Und behandle sie in der Box IMMER mit ausgesuchter Ruhe und Gelassenheit. (Mache alle Bewegungen und Interaktionen mit ihr in Zeitlupe und sei NIEMALS laut, wenn sie in der Box ist und du mit ihr interagierst.)

Also wenn sie erstmal drinne ist, dass ist sie wirklich sehr entspannt :)

Schön zu lesen.

nur alleine kommt sie wirklich nicht auf die idee, sich hinzulegen um zu schlafen 

Nur Geduld. Sie ist gerade einmal den dritten Tag bei dir. Alles ist neu. Und es gibt tausend, ach, was sage ich, Trilliarden Dinge zu entdecken, zu fangen, zu beobachten, zu jagen, zu kosten, ... Es braucht Zeit, bis sich Gewohnheit und Routine einstellen. Gib ihr diese Routine, indem du sie immer und immer wieder geduldig in die Box lockst, damit sie dort - möglichst ungestört und idealerweise ohne allzu starke Außenreize - ruhen und pennen kann.

Sobald sie die Box sicher annimmt, reduziere die Zeit der Interaktion mit ihr, solange sie in der Box ist, auf ein Minimum. Sie soll lernen, dass das IHRE SICHERE BURG ist, dass sie hier also jederzeit Ruhe (auch vor dir) bekommen kann.

Im Übrigen: Wenn du die Reize auf ein Minimum reduzierst; das Zimmer, in dem sie sich (und zweifellos auch du dich) momentan hauptsächlich aufhält, also möglichst wenig veränderst, wirst du schnell feststellen, dass sie durchaus "von ganz allein" müde werden kann. 

Sie muss nur erst mal mit ihrer neuen Umgebung warm werden. Und du hilfst ihr dabei, indem du möglichst wenig "Neues" schaffst, das es zu beobachten, zu jagen, zu bekämpfen, zu beschnuppern, ... gibt. (Kurz gesagt: Räume erst mal so wenig wie möglich auf. Mache bis auf Weiteres nur das Allernötigste und lasse möglichst viel unverändert. Das hilft ihr, sich an all die Dinge zu gewöhnen, weil sie sich nicht verändern und damit oft sogar ganz neu aussehen können.)

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@Unsinkable2

Danke!! Das beruhigt mich alles irgendwie... nur wenn ich sie in die box locke, dann schnappt sie sich das futter und rennt dann raus 😅

Und wenn wir raus gehen, muss ich sie an die leine nehmen, weil sie draußen ihre eigenen erkundungen macht... soll ich das zulassen, oder dauernd animieren mit mir mitzugehen? Weil sie nicht immer auf meine lockungen zu mir rennt (was auchc verständlich ist) und sich dann auch eher gegen die leine stemmt und genau in die andere richtung möchte...

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@schaha

nur wenn ich sie in die box locke, dann schnappt sie sich das futter und rennt dann raus

Locke sie mit "Leckerlie aus der Hand" in die Box. Und sei geduldig, auch, wenn sie anfangs immer noch mal rausrennt, sobald sie das Futter geschnappt hat. Warte einfach ab, bis sie das Stück aufgegessen hat und gib ihr das nächste wieder nur in der Box.

Und wenn wir raus gehen, muss ich sie an die leine nehmen

Yoa, isso; wenn's nicht anders geht. 

weil sie draußen ihre eigenen erkundungen macht

Aussie halt. Du hast dir einen Hund ausgesucht, der rassetypisch eigenständig arbeitet und eine sehr niedrige Reizschwelle hat. Lebe damit. Es wird sogar noch sehr viel "schlimmer".

soll ich das zulassen, oder dauernd animieren mit mir mitzugehen? ... und sich dann auch eher gegen die leine stemmt und genau in die andere richtung möchte...

Du hast ein FRISCHES KLEINKIND zu Hause. "Anschnallen" kann man nicht vermeiden, wenn es keine andere Möglichkeit der Kontrolle (umzäuntes Gebiet) gibt, aber gängeln? 

Aussies haben eine extrem niedrige Reizschwelle. Für sie ist jede Veränderung, und sei sie noch so klein, erst mal was besonderes. Das bekommst du auf Dauer nur kontrolliert, wenn sie dir vertraut und deine Einschätzung "Unwichtig! Ignorier's halt so weit es geht." versteht und akzeptiert (@Einafets2808: respektiert ;) --- Noch'n Insider. Ignoriere es, schaha!).

Finde ein gutes Mittelmaß zwischen "Ich will dahin! Das ist spannend." und "Naja, aber der Spaziergang sollte schon wenigstens ungefähr in diese Richtung führen." mit dem ihr beide leben könnt. Lasse ihr dabei anfangs weitgehend die Führung, auch, wenn du kreuz und quer über den Weg stolpern musst. Grenze sie aber im Laufe der nächsten Monate(!) systematisch immer weiter ein. Gestatte ihr im Gegenzug, dass sie nach solchen Eingrenzungen "angepflockt" erkunden darf. (Lange, leichte Leine; du stehst/sitzt einfach herum, und sie kann auf 10 oder 15 Meter im Umkreis in aller Ruhe alles allein erkunden.) Suche dir dafür aus Hundesicht(!) spannende Orte aus; etwa Wiesen mit vielen Büschen.

Idealerweise hast du also für deinen Spaziergang einen Weg gefunden, der folgende Bedingungen erfüllt: Möglichst selten krasse, neue Reize und abwechselnd Weg - Wiese - Weg - Wiese - Weg - Wiese - ... Auf den Wegen beginnst du ganz allmählich, ihre Aufmerksamkeit spielerisch(!) auf dich zu lenken. Dafür gibt's auf den Wiesen das "angepflockte freie Erkunden" und zusätzlich in den nächsten Wochen und Monaten zunehmend gelenkte Spiele.

Dabei hilft es dir sehr, wenn der Weg möglichst "monoton" ist, also wenig neue Reize bietet und jedes Mal "der gleiche, langweilige Weg" ist. Dann konzentriert sie sich mit der Zeit ganz von allein auf dich, weil sie gefordert werden will (und du sie fordern musst). 

Weil sie nicht immer auf meine lockungen zu mir rennt (was auchc verständlich ist)

Natürlich. Ihr kennt euch erst drei Tage. Euer Verhältnis beginnt erst. Gestehe ihr durchaus zu, dass du kein Diktator sein willst. Aber lasse auch keine totale Anarchie zu.

Sie soll lernen, dass du der sichere Hafen bist, wo es immer - und wirklich AUSNAHMSLOS IMMER - Schutz, Aufmerksamkeit, Aufgaben, Spaß, Spiel, Spannung und natürlich Leckeres gibt, wenn ihr draußen seid. Sei also ganz besonders draußen nie harsch zu ihr, aber setze durchaus hartnäckig (das bedeutet "(sanft + geduldig)^konsequent"!) deinen Willen durch.

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Und was das "gelenkte Spazierengehen" betrifft: Wenn sie in die Gegenrichtung losläuft, bleibe einfach stehen. Nicht an der Leine ziehen, nicht locken, nicht kommandieren; nur stehenbleiben, warten und den Hund nicht anschauen. Irgendwann kommt sie schon wieder zurück, weil sie in die Richtung nicht weiterkommt und in Reichweite alles erkundet hat. In dem Moment, also sobald sie wieder in deine Richtung steuert, guckst du sie mit deinem liebsten Baby-Gesicht, das du machen kannst an, rufst du einmal mit sanfter, ruhiger und leiser Stimme ihren Namen ("Pipi, komm!") und gehst weiter, als sei nie etwas anderes passiert. Das machst du jedes Mal so; ganz egal, wie oft du das machen musst.

Anfangs kommt ihr so nur sehr langsam voran. Aber es wird mit jedem Tag ein bisschen besser. Und irgendwann hat sie es kapiert: Es ist deutlich lustiger und spannender, mit dir zu laufen, als sich selbst zu begrenzen. Dann wird sie sich nur noch bei besonders interessanten Sachen absondern; und selbst das nur in deiner Reichweite. Und wenn ihr erst mal so weit seid, ist die Leine eher ein Schmuckstück, das du selbst nur für den Fall der Fälle mitschleppen musst.

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@Unsinkable2

Danke danke daaaanke!! 

Also was soll ich sagen, ich habe alles befolgt was du mir geraten hast und was soll ich sagen? Sie schläft schonmal freiwillig auf meinem schoß neben der box!! 

Jetzt muss ich mir nur noch was überlegen, damit ich sie runter kriege 😂😂


Weißt du, mir ist das sooo peinlich, solche doofen fragen zu stellen. Theoretisch weiß ich das alles, aber praltisch ist immer neandere sache 🙈 danke! Ich sehe langsam wieder licht!

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@schaha

et voila, sie schläft in ihrer box mit offenem "gitter" oben und  an der langen seite :)

Also, ich lerne: geduld ist die devise und sie macht sich nicht selber kaputt, wenn sie etwas wilder wird.

das einzige was mir jetzt noch sorge bereitet ist, dass sie manchmal ihren schwanz jagt, wenn sie ihre 5 minuten hat... aber das legt sich mit sicherheit auch noch

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@schaha
et voila, sie schläft in ihrer box mit offenem "gitter" oben und  an der langen seite :)

Siehste! :)

Jetzt muss ich mir nur noch was überlegen, damit ich sie runter kriege

Warum? Ist es nicht wunderbar, dass sie dir so sehr vertraut?

Ansonsten: Einfach runterschieben. Sie wird kurz aufwachen, sich neu sortieren, umfallen und weiterpennen, als wäre nix geschehen. Es ist für sie völlig okay, "mal kurz aufgeweckt" zu werden, wenn sie gleich weiterratzen kann. 

Würde sie in einem Hunderudel schlafen wollen, wäre es für sie auch völlig normal, immer mal wieder herumgeschoben, weggedrängt oder angestoßen zu werden. Ganz besonders, wenn sie sich bewusst für "Körperkontakt beim Schlafen" entschieden hat.

Weißt du, mir ist das sooo peinlich, solche doofen fragen zu stellen. Theoretisch weiß ich das alles, aber praltisch ist immer neandere sache

Mache dir keine Sorgen über die "dummen Fragen". Mache dir lieber Sorgen, einmal zu wenig gefragt und damit ein Problem, das sich nicht so leicht lösen lässt, ausgelöst zu haben.

Denke immer dran: Dein Aussie braucht - und zwar genau in dieser Reihenfolge - wahnsinnig viel Ruhe, Geduld und Konsequenz von dir. Wann immer du mit ihr ein Problem bekommst, erinnere dich an diesen Ablauf:

  1. Ruhe - Was passiert hier gerade? Du wirst Probleme NIEMALS mit Hektik oder laut schreiend lösen können. NIE. Also denke erst mal über die Situation nach; und wie du sie ggf. umlenken oder auflösen kannst. Gehe dann immer planvoll und zielgerichtet ans Werk.
  2. Geduld - Dein Aussie lernt zwar schnell, aber auch "schnell" ist eine Zeitspanne. Verliere nicht die Nerven, sondern wiederhole, wiederhole, wiederhole, ... bis es sitzt.
  3. Konsequenz - Das gilt zwar generell für alle Hunde, doch dein Aussie ist ein Hütehund. Hüten ist eine spezielle Art des Jagens. Gewöhne sie systematisch und konsequent daran, dass sie nicht immer ihren Instinkten und Interessen folgen darf. Dann habt ihr beide es leichter.

Damit lassen sich in fast jeder Situation fast alle Probleme kleinkriegen. Dafür bekommst du einen genialen und mega-treuen Weggefährten, mit dem du unglaublich viel anstellen kannst.

das einzige was mir jetzt noch sorge bereitet ist, dass sie manchmal ihren schwanz jagt, wenn sie ihre 5 minuten hat... aber das legt sich mit sicherheit auch noch

So isses. Das muss dir keine Sorgen bereiten, solange es nicht Überhand nimmt. Auch das ist nur ein Spiel, das irgendwann langweilig wird. Ganz besonders, wenn du sie mit noch spannenderen Spielen ablenken kannst.

Nur, wenn sie regelmäßig über Wochen und Monate hinweg und mehrfach am Tag ihren Schwanz jagt, könnte es zu einer Verhaltensstörung auswachsen. Doch davon ist sie noch weit, wirklich sehr weit, entfernt...

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@Unsinkable2

Sie hat ein wenig auf meinem schoß geschlafen und dann musste ich sie leider runterschieben, weil ich im schneidersitz saß und meine beine eingeschlafen sind 😄

Ich schätze sie schläft jetzt noch 2 std (wie sonst auch ca.) und wird dann mal raus müssen :)

Vielen dank für die tollen tips und deine zeit! 

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Jeder Welpe hat diese verrückten 5 Minuten oder sagen wir mal die meisten. Ließ mal das dazu. Ich sage immer nach müde kommt doof. 

http://www.tgz-muenchen.de/welpen-5-minuten-beim-hund/

***bisher habe ich sie dann in ihre große Box gelegt und mich daneben gesetzt... dann hat sie 5 Minuten gejault und gemeckert und ist dann letztendlich eingeschlafen...***

Und das zeigt, das der Hund NICHT positiv an die Box trainiert wurde. Er resigniert , das ist alles andere als schön. 

Was bleibt ihm auch anderes übrig? 

Und das jaulen und winseln ist kein meckern (bitte nicht den Hund vermenschlichen) das ist purer Frust. 

Eine Box ist etwas tolles als Rückzugsort, wenn sie offen bleibt und der Hund frei entscheiden darf , ob er jetzt Ruhe haben möchte oder nicht. 

Kann das beim besten Willen nicht nachvollziehen, wie man einen Welpen untrainiert da einsperrt und dann noch das Verhalten vollkommen falsch fehlinterpretiert. 

Kein Übersprung diesmal? Stattdessen Verweis auf "höhere Auslastung" als Gegenmaßnahme? ;) 

@schaha: Das ist ein Insider-Augenzwinkern, das nix mit der Qualität der Antwort von Einafets2808 zu tun hat. Im Gegenteil: Ich stimme ihm/ihr durchaus zu.

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Erst einmal ist die kleine 2 Tage bei Dir, zwar eigentlich zu jung um überhaupt bei Dir zu sein aber gut, das lässt sich nun nicht mehr ändern. 

Aber warum ist der Hund übermüdet? Wie sieht denn Euer Tagesablauf aus? Wie viel Gassi ist da drin? 

Ja das es Dir das Herz bricht ist auch gut so, denn das ist m.M.n. nicht der richtige Weg. Man sperrt einen Hund nicht ein, denn das was dann folgt ist keine Beruhigung sondern die 3. Phase von Stress die sich Erschöpfungsphase nennt. 

Versuchs doch mal mit der konditionierten Entspannung. Ein konditioniertes Entspannungssignal trainiert man kleinschrittig auf und das ist wie alles im Leben eines Menschen oder Hundes eben lernen und das braucht ein wenig Zeit. 

Zur konditionierten Entspannung findest Du hier: 

http://www.ulrikeseumel.de/konditionierte-entspannung-im-hundetraining/

sehr nützliche Informationen. 

Die Box sollte als Entspannungsort dienen und sollte aufgebaut werden. Jetzt habt ihr sie schon negativ belegt, d.h. entweder es wird der Entspannungsort gewechselt oder aber Du mußt die Box in mühseliger Kleinstarbeit gegenkonditionieren. Das einsperren und das schon jaulen in der Box hat eine Verknüpfung beim Hund hergestellt, wie schon oben beschrieben hat das leider nichts mit Entspannung zu tun, sondern ist Dein Hund dann erschöpft. Somit lernt der Hund da dann auch nichts mehr sondern schläft nur noch um sich zu erholen. 

Aber noch wichtiger als das alles wäre erst einmal zu wissen, wie viel Du so mit ihr machst, denn 1. ist sie erst seit 2 Tagen bei Dir was heißt sie ist noch total vom Trauma der Trennung gestresst (eine Trennung ist für Hunde immer ein traumatisches Erlebnis) und 2. weiß man nicht anhand Deiner Beschreibung ob da nicht ein Teil Überforderung zu diesem Verhalten führt. 
Nach Überdrehtheit folgt tot. Also erst hoch drehen, jaulen in der Box, wegschlafen um wieder Energie zu tanken. Das kann in Folge und bei anhaltendem Stress auch zu physischen Krankheiten führen.  

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