Angst beim Springreiten überwinden?

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Fang klein an....

Ich hatte vor 10 Jahren im Parcours einen üblen Sturz bei dem mich das damalige Pferd kopfüber im Sprung abgesetzt hat. Seitdem habe ich die ganzen Jahre einen riesen Bogen um jede Art von Sprüngen gemacht.

Als ich jetzt aber im Frühjahr mein RA endlich mal machen wollte, musste ich mich gezwungenermaßen auch wieder mit dem Thema beschäftigen. Ich habe mich ganz langsam erstmal an Schrittstangen und danach an Trabstangen ran getastet. Lege einfach im Rahmen der ganz normalen Dressurarbeit ein paar Stangen mit rein und bau die mit ein. Ganz ohne den Gedanken ans Springen. Wenn das klappt kannst du auch mal eine oder mehrere Galoppstangen mit einbauen. Nach und nach habe ich mir dann einfach die Galoppstangen minimal erhöht (vll. 10cm?) und habe mich so wirklich cm für cm vorgetastet.

Was mir extrem geholfen hat meine Balance wiederzufinden waren außerdem Sprungreihen zu stellen. Am Anfang nur in-Outs und danach auch ruhig 3er, 4er oder 5er Reihen. Auch hier habe ich mit 10cm Höhe angefangen und langsam erhöht.

Inzwischen haben wir zumindest einen E Parcours überstanden und ich kann mich inzwischen sogar überwinden wieder 1x die Woche regelmäßig zu hüpfen.

Das Ganze dauert aber eben einfach seine Zeit. Ich würde da wirklich die Springstunden erstmal streichen und wie beschrieben ganz klein wieder anfangen. Und wenn du den Reitpass eben erst nächstes Jahr machst ist das doch auch nicht so schlimm? Dafür kannst du dann irgendwann wieder angstfrei über ein Hindernis :)

Meine Antwort wird dir vermutlich nicht gefallen, aber mal ganz "dumm" gefragt: warum ist es dir so wichtig, deine Angst vor dem Springreiten zu überwinden (ist ja kein "MUSS") und hast du dich schon mal damit beschäftigt, wie sich evtl. ein Pferd beim Springreiten fühlt?

Beim Springen durchlaufen Pferd und Reiter einen Parcours, in dem die Pferde gezwungen werden, in kürzester Zeit über verschiedene Hindernisse zu springen. Springt ein Pferd nicht hoch genug und berührt mit den Beinen die Stange eines Hindernisses, sodass sie herunter fällt, gibt es Fehlerpunkte. Die Hindernisse sind in den höchsten Klassen bis zu 1,60 m hoch. Daher kommt es häufig vor, dass Pferde ein Hindernis „verweigern“ oder schwere Verletzungen davontragen, wenn sie in das Hindernis regelrecht hineinstürzen. Kommt es dabei zu einer Fraktur des Pferdebeines, ist das Tier für den Sport „unbrauchbar“ und wird häufig zum Schlachter gebracht. Immer wieder kommt es vor, dass sogenannte Sportpferde an einem Aortenabriss sterben. Zwei davon, Woodsides Ashby von der Vielseitigkeitsreiterin Bettina Hoy (15) und Hickstead von Eric Lamaze (16), starben während einer Prüfung. Mitte Oktober 2012 starb ein Pferd von Matthias Alexander Rath an der gleichen Todesursache.

Pferde zu zwingen, über derart hohe Hindernisse zu springen, entspricht in keiner Weise den natürlichen Bewegungsabläufen dieser Tiere. Denn in der Natur springen Pferde nur in ausweglosen Situationen über Hürden. Im Wettkampfsport werden Pferde gezwungen, bereits im Alter von drei Jahren über Hindernisse zu springen. Noch nicht einmal ausgewachsen, werden sie auch mit tierquälerischen Methoden wie dem „Barren“ dazu gebracht, höher zu springen. Beim sogenannten Blistern werden die Röhrbeine der Pferde mit einer chemischen Substanz eingerieben, die zu Schmerzen führt, sobald das Tier eine Stange berührt. Obwohl diese Methode verboten ist, kommt es immer wieder zu Verstößen, auch bei olympischen Spielen und auch in der deutschen Reiterequipe (Quelle Peta).

Wären es in den höchsten Klassen nur 1,60.... 2m sind das leider! :(

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Hast recht, es gibt wirklich so traurige Fälle. Das heisst aber nicht, dass es keine Pferde gibt, die Spass am Springen haben. Ich kenne ein Pferd, das wirklich gerne über niedrige Sprünge springt. (ca. 80 cm) Da muss man es nicht mal über den Sprung treiben, das Pferd springt einfach. Wenn es gerade richtig Lust zum Springen hat, dann kann man es fast nicht mehr halten.

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(Quelle Peta).


Hab ich mir doch gedacht. Neben wenigem Richtigen wird hier auch viel fachlicher Müll verbraten. Typisch für Peta.
Einen Aortenabriss kann ein Pferd übrigens auch auf der Weide bekommen. Shit happens.

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@Dahika

Manche " Tierschutzorganisationen" schaffen es eben, mit aufgebauschten Halbwahrheiten, das Geld mildtätiger Tierfreunde in ihre Taschen zu schaufeln...

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Ich muss auch etwas dazu sagen die Pferde die du oben genannt hast sind nicht wegem DEM springreiten gestorben. Hast du mal richtig gelesen an was sie gestorben sind. Die sind an einem Herzkammerriss gestorben könnte jedem Pferd in jeder Situation auf der Weide in der Box beim Schritt reiten jederzeit und Immer. Logisch ist das Springreiten heute viel viel zu hoch aber es gibt auch noch normale Leute auf dieser Welt die mit ihrem Pferd ein Team bilden und zusammen kleine Hindernisse überwältigen. Lass das Springreiten nicht so dastehen als wäre es der letzte Dreck wenn du selbst das Gefühl nicht hast wie es sich anfühlt mit einem Pferd das Spass an der Sache hat und ohne trense Sattel ect. über Hindernisse zu fliegen.

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@pferdewelt15

" heute(!) viel zu hoch"? Der Trend geht doch weg von den riesig hohen Mächtigkeitsspringen. Man begnügt sich doch inzwischen eher mit 160 cm. Zugegeben, das ist auch keine Kleinigkeit, aber man muss nicht immer alles noch so aufpuschen.

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Das ist eine relativ einfache Sache: mach dir klar, dass springreiten nun mal eine gefährliche Angelegenheit ist. Klingt unlogisch? Nein, ist völlig klar!

Du hast Angst, weil du dir einzureden versuchst, dass es nicht gefährlich sei, obwohl du ( auch aus eigener .Erfahrung!) genau weißt, dass dies nicht stimmt. Es IST beim  Springreiten nun mal die Wahrscheinlich, dass du fällst und dir wieder weh tust, ziemlich hoch.

Du mußt dir einfach darüber klar werden, ob es dir das wert ist. Mal ein extremes Beispiel: jede Frau weiß, dass Kindergebären sehr schmerzhaft ist. Aber wenn sie sich sehnlichst ein Kind wünscht, ist sie bereit, das auszuhalten.

Wenn du also springen willst, mußt du ebenso die Unfälle mit einkalkulieren. Nur, wenn du dazu bereit bist, willst du wirklich springen...

Andernfalls kannst du es gaaanz langsam und ergebnisoffen angehen lassen. Nur über Stangen im Schritt reiten. Eventuell irgendwann mal drüber traben, und so weiter. Nur so. Ergebnisoffen, und nur, so lange du Freude an dieser kleinen Herausforderung hast. 

Vielleicht dann irgendwann mal so ein caprili, chiron,  wie dahika vorschlägt. Aber auch dazu mußt du erst mal mental in der Lage sein.

Mit dem Druck im Nacken, etwas schaffen zu müssen, um ein Zertifikat  zu bekommen, überforderst du dich und provozierst regelrecht den nächsten Unfall.

Reite doch einfach zu deiner Freude, dann wächst du von allein mit der Zeit über dich hinaus! 😊

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