Alternative zu Hufeisen?

9 Antworten

Meine Stute hat auch ewig gebraucht, um sich auf das Leben als Barhufer zu einzustellen.

Wir waren dadurch fast ein Jahr nicht wirklich in der Lage, zu arbeiten, lange Strecken zu reiten, etc. Das hat einfach gedauert.

Wie alt ist denn dein Pferd? Wie lange war es auf Eisen unterwegs? Wie ist der Untergrund auf dem es jetzt steht? Habe festgestellt, das stabiler, fester Untergrund leichter zu stehen ist, als weicher, lehmiger, wenn du umstellst auf Barhuf.

Ja mit mindestens einem Jahr habe ich gerechent. Bis nächstes Jahr werden ich auch noch warten. Im Winter geht es auf jeden Fall ohne.

Sie ist 12 Jahre alt und hatte wahrscheinlich so ziemlich ihr ganzes Leben Hufeisen. Wiese oder Sandboden machen ihr nichts aus. Steinige Untergründe und Straße / Pflaster sind für sie schwierig. Bei uns gibt es aber leider fast nur steinige Böden. Also bei ihr ist es dann genau umgekehrt. Weicher Boden macht ihr nichts, aber harte Untergründe schon. (selbst beim Hufeauskratzen ist sie "kitzlig")

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@laurabu98

Kitzlig ist meine Dame auch und steiniger Boden (größerer Kies) ist auch heute nicht so ihr Ding und wenn die Hufe frisch gemacht sind, reite ich sie über den Untergrund auch nicht, sondern führe sie, da sie sonst leichter stolpert.

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@laurabu98

Habt ihr viel Sandboden? Das macht vermutlich eher den übermäßigen Abrieb aus. Vermeide Sand während der Umstellung oder geh da nur drauf mit Hufschuhen.

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@HeroHeel

Wenn dein Pferd nach der Hufbearbeitung leichter stolpert, dann taugt die Hufbearbeitung aber gar nichts.

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@friesennarr

Nein gar nicht. Nur unseren Sandplatz. Der Rest ist eher steinig.

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Wenn sie so lang brauchen, macht der Bearbeiter meist was falsch. Dass sie mal tapsen, ok, aber bei den DIfHO-Hurorthopäden laufen die alle sehr schnell zumindest ohne Reiter vernünftig. Ich sag nichts von Reitergewicht. Dafür muss man wirklich trainieren. Aber so ohne Mensch drauf liegt es fast immer an Bearbeitungsfehlern.

Und ja, die brauchen Untergrund der fest ist und Abrieb macht, denn nur Abrieb regt das Wachstum an und das braucht man, um die neue Hufform her zu bekommen. Unsere Huforthopäden freuen sich immer über das Betonpflaster im Aktivstall, da ist es meist eine Sache von Tagen, wohingegen sie Pferde, die nur Box und Koppel kennen, auf Asphalt spazieren schicken müssen, damit sich da was tut.

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@Baroque

Uuups, das sollte Zusammenhang zu laurabu98s Kommentar haben und nicht zu meinem.

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a) Hufschuhe: laß dich von einem Fachmann beraten, der mehrere Sorten mitbringt und anpasst

b)kunststoffbeschlag, der ist elatisch

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Reiten-Haltung-Zucht-Ausbildung n.LTJ u.ä.

Hallo,

suche dir einen guten Hufbearbeiter bzw. Huforthopäden. Dazu kannst du dich an der DIfho und DHG orientieren. Die können dich auch zu Hufschuhen beraten oder sie kriegen das Problem sogar wieder in den Griff, da es sich evtl auch um einen Bearbeitungsfehler handelt.

Eisen sollten so oder so nicht drauf. Schon gar nicht wegen sowas. Stattdessen abwarten bis der Huf wieder wächst, schauend dass das Pferd solange möglichst weich steht, Asphalt, Schotter etc meiden.

Mit freundlichen Grüßen

Vany

Mein Pferd hatte nie Eisen und braucht trotzdem einen Hufschutz. Wir haben sehr viel groben Schotter und ohne kommt er vorne nicht zurecht. Wenn man keine Eisen will gibt es zwei alternativen Schuhe oder Klebebeschlag. Ich hab mich für Schuhe entschieden. Da das Pferd dann nur einen schutz trägt wenn es ihn wirklich braucht. Hatte einen Hufschuberater da. Der hat mir dann die passenden Schühchen verkauft. Ist wirklich wichtig das die Schuhe richtig passen. Würde davon abraten selbst auszumessen und zu kaufen. Wird nämlich oft falsch gemessen. Also am besten mit dem Hufbearbeiter ausmessen oder eben einen Fachmann kommen lassen. Ich bin sehr zufrieden. Die Teile sind einfach an zu ziehen und auch in schwierigen Gelände hatte ich bis jetzt keine Probleme.

Ich würde mir als allererstes zur Bearbeitung eine zweite Meinung einholen, denn zu 90% liegt es am Bearbeiter, wenn die ohne tapsig sind.

Dann ist es natürlich Trainingssache.

Und dann ist ein Hufschuh auch nichts schlechtes. Die meisten von uns reiten in einer normalen Woche, die ja 24 Stunden / Tag x 7 Tage = 168 Stunden hat, nicht mehr als 7 Stunden über Schotter - und dafür 168 Stunden Hufschutz pro Woche drauf? Noch dazu einen, der Nebenwirkungen (die Nagellöcher, den Klirrfaktor, den fehlenden Abrieb im Zehenbereich, die Enge, ...) hat? Definitiv würde ich nie mehr ein Pferd beschlagen. Sollte es mich in eine Gegend verschlagen, wo es keinen empfehlenswerten Huforthopäden gibt, mache ich selbst notfalls die Ausbildung. Die Huforthopäden, die ich kenne, bei denen laufen alle Pferde gut und gerne barhuf. Ich kenne dazu aber Pferde, die von Schmieden, Hufpflegern diverser Schulen (leider auch solche, die "mal ein Buch gelesen" haben) oder anderen betreut werden, haben alle keine Chance barhuf. Zufall? Ich glaube nicht.

Beim Schuh ist absolut wichtig, dass man das richtige Modell für die Anatomie des Pferdes aussucht. Eigener Geschmack, was einem vom Handling her angenehm erscheint, kann da trügerisch sein. Das wissen die Huforthopäden. Wenn Dein Pferd allerdings grade barhuf nicht besonders toll läuft, hat es sicher nicht den für es individuell physiologisch passenden Huf, sonst würde es laufen. Das heißt, wenn Du den Hufbearbeiter wechseln solltest, ändert sich die Hufform komplett und der Schuh, den Du jetzt kaufst, passt spätestens in einem halben Jahr nimmer. Deshalb löse erst das aktuelle Hufproblem und kaufe dann Schuhe. Ob und wie gut Du gebrauchte Schuhe los bekommst, kann ich mir nicht sagen. Ich habe selbst schonmal gebrauchte kaufen wollen, aber das war Unsinn und seitdem beobachte ich den Markt nicht mehr.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durchgenend Pferdeerfahrung seit 1981

Es ist mittlerweile der 2. Schmied der mir zu Hufeisen geraten hat. Beide meinten allerdings auch das sie im Winter welche braucht. Und ab da war es für mich schon klar das ich gerne eine andere Meinung hören würde.

Eine Freundin aus dem Stall will sich eventuell auch Hufschuhe zulegen. Wir werden auf jeden Fall einen Huforthopäden kommen lassen. So wie ich das verstanden habe hat er wohl Hufschuhe zum ausprobieren dabei.
Selbst würde ich mir keine aussuchen,  weil ich natürlich will das sie gut passen. Wenn es um Hufschutz geht sind wohl Hufschuhe die einzige Variante, den Schutz nur in Anspruch zu nehmen, wenn es unbedingt erforderlich ist. (In meinem Fall nur beim ausreiten oder evtl. spazieren.) Ansonsten braucht sie es ja nicht. Und so ab ich die Möglichkeit mit ihr zu "üben" um vielleicht irgendwann doch ohne laufen zu können :) Bis nächstes Jahr will ich so oder so warten. Vielleicht tut sich doch noch etwas.

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@laurabu98

Ich hab seinerzeit, als es drum ging, ob meinem Pferd noch geholfen werden kann, viele Schmiede "verschlissen". Da waren auch welche dabei, die in der Ausbildung arbeiten, wo man meinen möchte, die wissen es so gut, dass sie es anderen beibringen. Die kamen zum Teil einmal und haben dann gesagt, den machen sie nicht mehr, da ist nichts mehr zu machen.

Für mich war es sehr lehrreich, dass die Huforthopädin kam, mir alles genau erklärt hat, warum das nicht funktionieren kann, was die Schmiede gemacht haben und dann eine erste Bearbeitung gemacht hat, wo sie mangels Material nicht wirklich was bearbeiten konnte. Innerhalb von zwei Wochen hörte ich die Hufe auf Asphalt plötzlich klappern, weil das Horn schön fest wurde und als sie nach vier Wochen wieder bearbeitet hat, war die lange, lange Sorgenzeit komplett vorbei. Beobachte ich so zügig allerdings nur bei HOs vom DIfHO. Ich kenne schon auch zwei top HOs von der DHG, aber es wäre schon Zufall, wenn Du direkt bei denen wohnen würdest.

Und schau unbedingt ins Register, ob der HO auch verzeichnet ist. Das ist kein geschützter Beruf, es gibt welche, die behaupten das einfach und sind eben nicht so gut ausgebildet.

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@Baroque

Dann werde ich mich mal umsehen und hoffenltich jemanden finden der kompetent ist. :)

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