20 € für Einzelreitstunde auf gutem Pferd zuviel verlangt?

Das Ergebnis basiert auf 24 Abstimmungen

Nein, völlig okay. 96%
Ja, zuviel. 4%

22 Antworten

Nein, völlig okay.

Ich finde das nicht nur okay, sondern super. Dieses Pferd ist nehme ich an ein Privatpferd. Ich wohne in der Schweiz und ja ich kann mir durchaus vorstellen, dass hier alles etwas teurer ist, aber in meinem Reitstall zahlt man für eine 60-minütige Reitstunde alleine 105 CHF, was etwa 80 Euro ausmacht. Und das auf einem Schulpferd. Ich würde also zugreifen bei deinem Schnäppchen

Also ich habe vielleicht noch vergessen zu erwähnen, dass dies ein normaler Preis in der Schweiz ist....

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Nein, völlig okay.

Hey ich finde das völlig angemessen:) Mir ging es früher immer so, dass ich die Pferde während der reitstunde zurecht geritten hab. Jetzt habe ich reitlehrer gewechselt und merke auf einmal was ich alles noch nicht kann, außerdem reite ich ein pferd, das mir beibringt, was falsch und was richtig ist. Und es ist einfach toll, zu merken wie man schon nach kurzer Zeit große Fortschritte macht:) Man muss es ja auch im Verhältnis Sehen was du im einen Unterricht und im anderen Unterricht lernst:) wenn der neue Unterricht richtig gut ist, lernst du in einer Stunde mehr, als in 2 reistunden im anderen:) Hört sich ein bisschen kompliziert an, aber vllt verstehst du ja wie ich das meine;)))) lg:))))

Nein, völlig okay.

bei uns im Stall kosten 30 Minuten Einzelunterricht auch 20 Euro, ich finde das völlig okay, wenn der Reitlehrer angemessenen Unterricht macht. Irgendwo müssen die doch auch bleiben, der RL muss bezahlt werden und das Futter für die Schulpferde etc. Günstiger wird es meist, wenn man mit mehreren Leuten Unterricht nimmt, vllt gibts die Option bei euch ja auch im Stall und deine Mutter lässt sich darauf ein?

Nein, völlig okay.

Zu viel?

Du bist alleine da drin und der Unterricht wird hoffentlich keine 60 min lang sein. Nehmen wir mal an, das sind 30 min.

Pferde, die nur noch resigniert ihre Runden drehen, werden bis zu 3 mal täglich eingesetzt, an 30 Tagen im Monat, d.h. die gehen 90 Einsätze im Monat. Pferdehaltung kostet auch den Betrieb selbst mindestens 300 Euro im Monat pro Pferd, d.h. ein Pferd muss, wenn es dreimal täglich geht, 3 Euro pro Einsatz verdienen. Wirklich guten Unterricht bekommst Du aber eher auf einem Pferd, das einmal täglich geht und somit 10 Euro pro Einheit einbringen muss.

Also bleiben von Deinen 20 Euro noch 10 für die Lehrkraft - die anderen 10 sind ja für das Pferd. Oder nehmen wir an, das Pferd geht zweimal täglich, dann bleiben 15 für die Lehrkraft. Das ist aber brutto. In einem solchen Betrieb fallen hohe Versicherungskosten an - weit mehr als für eine Bürokraft, da sich jemand, der körperlich und auch noch im landwirtschaftlichen Bereich (Großtiere, Maschinen etc.) arbeitet, auch leichter Betriebsunfälle erleidet. Das heißt, wir rechnen 45 bis 60% des Geldes für Nebenkosten. Rechnen wir mal im Sinne Deiner Mutter, also nur 45% Lohnnebenkosten für den Betrieb. Dann bleiben der Lehrkraft pro Einheit 8,25 Euro. Nun kann kaum eine Lehrkraft den ganzen Tag unterrichten, 8 Stunden täglich geben, denn dafür ist Voraussetzung, dass auch Schüler immer Zeit haben. Aber selbst bei 8 Stunden täglicher Arbeitszeit ergibt sich ein Jahresbrutto von 17.160 Euro. Davon bleiben der Lehrkraft, wenn sie Glück hat, 1.000 Euro im Monat. Das wäre ein geringer Verdienst, aber Reitlehrer verdienen ja auch nicht so viel. Ein eigenes Pferd halten UND Miete zahlen und womöglich noch ein Auto brauchen, um zum Dienst zu kommen, ist für die meisten da nicht drin.

Wenn wir nun eher nicht so großzügig rechnen, sondern reell, müssen wir die 10 Euro für das Pferd ansetzen und 55% Lohnnebenkosten betriebsseitig, es bleiben also 4,50 pro Stunde für die Lehrkraft und realistisch ist, dass sie täglich 4 Stunden hält und somit auf 4,680 Euro im Jahr kommt. Da das unter 400 Euro pro Monat liegt (nämlich 390), hat man arbeitnehmerseitig noch keine Nebenkosten, aber es ist auch keine Wohnung zu bekommen, die darunter liegt. Die Lehrkraft braucht also noch einen Nebenjob, um überhaupt überleben zu können.

Und dafür soll es dann guten Unterricht geben? Das ist ein Witz!

Normal kostet guter Unterricht 25 Euro für die Lehrkraft pro 30 min plus 10 Euro für's Pferd! Nur dann ist es auch möglich, die Qualität zu halten ohne irgendwo eben doch zu Lasten der Pferde und / oder der Schüler sparen zu müssen.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Durchgenend Pferdeerfahrung seit 1981

Oha o.O das stimmt nicht ganz mit meiner situation. Ich bekomme eine Rb auf dem tier, die besi (reitet bis m* springen) möchte das ich damit ordung in der geschichte bleibtdas ich 1 mal in der woche bei ihr ru nehme. Sie wohnt ja auf dem hof. Für die rb muss ich nichts bezahlen, nur den vereinsbetrag (16€ im jahr) und dann halt die reitstunden. Die stunde dauert 60 minuten (ohne lösen und trockenreiten)

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@Miss0FranziB

Ah, das Modell kenn ich ... Das ist aber nichts anderes als eine Schulpferdesituation, der Vorteil an der Beteiligung ist für den Anbieter, eine regelmäßige Kundschaft zu haben und ein bisschen weniger Steuern etc. zu zahlen. Machen viele so, die nicht gleich einen großen Schulbetrieb aufziehen wollen. Inzwischen ist das schon fast üblich. Die Schüler haben damit auch den Vorteil, dass sie mit einem bestimmten Pferd mal weiter kommen, sich nicht dauernd umstellen müssen (falls ein Anbieter mehrere Pferde hätte). Aber wirtschaftlich muss sich das auch rechnen. Du musst darüber quasi die RB mit zahlen. Das macht keiner aus karitativen Gründen, das kann sich heute kein Pferdehalter leisten. Also gibt sich halt eine Gesamtkalkulation daraus und auf welche Leistung dann der Betrag geschrieben wird, ist eben meist die, wo es steuerlich günstiger wird.

60 min OHNE lösen und trockenreiten ist aber schon abartig. Wenn man davon ausgeht, dass man heute weiß, ein Mensch kann 17 min am Stück durchschnittlich hochkonzentriert arbeiten und sitzt den Rest halt ab, ein Pferd kann sich maximal 12 min konzentrieren und braucht dann eine längere Pause ... dann vergeht viel Zeit für nix. Deswegen machen die meisten heute 30 min und innerhalb derer zwei Arbeitseinheiten und der Rest ist Pausenzeit.

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@Baroque

Guck dich mal in den schulpferdeställen um, da gehen die stunden überwiegend 44-60 minuten

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@Miss0FranziB

Ja, aber das Pferd sollte 15 bis 20 min erst mal im Schritt weitgehend gradeaus gehen - grade, weil die meisten Schulpferde in bewegungsarmer Haltung leben. Dann sind 15 bis maximal 30 min Arbeitszeit und anschließend wird 15 min wieder gedehnt, freier Schritt vorwärts gradeaus gegangen.

Das ist nicht alles Unterrichtszeit. Wenn meine Lehrerin zu mir kommt, reite ich auch erstmal 30 min im Gelände, lasse mein Pferd frei gehen, dann kommt sie und wir machen 30 min Unterricht und dann wird abgeschnauft, wieder draußen. Du hast ja gesagt ohne lösen und trockenreiten. Im Schulbetrieb geht das halt nicht so, weil die Lehrer eine Aufsichtspflicht haben, schon alleine deswegen, weil die Tierchen oft eine Schulpferdehaftpflichtversicherung haben, die das alleine draußen reiten nicht einschließt, deshalb muss die Zeit mit bezahlt werden, der Lehrer kann in dieser Zeit ja keine anderen Einnahmen haben. Da der kaum im Gelände nebenher tappen will, wird das halt auch in der Halle bzw. auf dem Platz gemacht.

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Nein, völlig okay.

Ist das dann eine ganze Stunde Einzelunterricht? Das ist nicht teuer, bei uns kostet die 1/2 Stunde bei unserem besten RL 30 Euro (mit eigenem Pferd) und 35 ohne (glaube ich), natürlich reitet man selber warm und trocken. Wenn es WIRKLICH GUTER Unterricht ist, ist der Preis völlig angebracht.

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