Das ist nicht mehr mein Deutschland!
Ich bin Deutscher und habe mich bis vor neun Jahren wohl gefühlt. Die Weihnachtsmärkte waren nicht verbarrikadiert, die Stände vielfältig und nicht überwiegend Fressbuden und die Gesellschaft freundlicher. Heute hingegen vermeide ich es, in der Dunkelheit draußen zu sein. Das Stadtbild hat sich ins negative verändert. Wir diskutieren über rechtsextreme, während Menschen durch Messerstiche verletzt oder gar getötet werden. Auch die Wehrpflicht lehne ich ab. Meine Kinder werden nicht das ausbaden, was die Politiker verkackt haben. Auch in Sachen Jobs nehme ich eine negative Haltung wahr. Wir arbeiten um uns halbwegs über Wasser halten zu können und haben keine Freizeit mehr. Einen neuen Job zu finden ist für viele Deutsche unmöglich.
8 Antworten
Vielleicht ist nicht das Land das Problem, sondern dein Blick darauf.
Es läuft schon auch was schief, aber das liegt nicht an deinen Mitmenschen, sondern an einer Politik, die sich hauptsächlich an Reiche richtet.
Bei der Wehrpflicht bin ich ganz bei dir.
Deshalb muss man sich auf den Weg machen und sich etwas suchen, wo man sich wohlfühlen kann. Es ist so herrlich, jeden Tag einfach nur Wärme und Sonne zu genießen.
Ich kann sehr gut nachvollziehen, was du beschreibst.
Dein Beitrag klingt für mich nicht nach Wut oder Feindseligkeit, sondern nach etwas viel Tieferem – nach Verlust und Angst.
Nach dem Gefühl, dass sich die Welt, die man kannte, still verändert hat, und dass das Vertrauen, das man früher in Menschen, Orte oder das Zusammenleben hatte, brüchig geworden ist.
Das darf man aussprechen.
Leider begegnet einem in solchen Momenten oft Spott statt Verständnis – so wie hier in manchen Kommentaren.
Viele reagieren sofort mit Gegenargumenten oder Abwehr, weil sie Angst haben, dass ein persönliches Empfinden eine politische Richtung bedeuten könnte.
Aber Angst ist keine Ideologie. Sie ist ein Schutzreflex.
Und sie wird nicht kleiner, wenn man sie lächerlich macht.
Ja, vieles hat sich verändert – Sprache, Umgang, Werte, auch die Form, wie Menschen miteinander reden.
Das heißt nicht, dass früher alles besser war, aber es heißt, dass sich heute viele innerlich entwurzelt fühlen.
Man spürt das in deinen Worten, und ich finde es traurig, dass kaum jemand darauf eingeht.
Was du hier beschreibst, ist nicht „gegen Deutschland“, sondern Ausdruck von Liebe zu dem, was man verloren glaubt.
Wer so spricht, hat nicht aufgegeben – er sehnt sich nur nach einem Land, in dem man sich wieder sicher und menschlich fühlen darf.
Ich wünsche dir, dass du dieses Gefühl irgendwo wiederfinden kannst – ob in Begegnungen, Orten oder Gesprächen, die dich an das erinnern, was du vermisst.
Denn das, was du beschreibst, ist im Kern keine politische, sondern eine menschliche Frage:
Wie bleibt man sich selbst treu in einer Welt, die sich dauernd verändert?
Ich verstehe dich völlig und sehe es ähnlich. Auch wenn jetzt die linke Schwurbel-Woke-Szene entrüstet aufschreit....Deutschland hat sich verändert und das nicht zu seinem Vorteil.
Kriminalität ist gestiegen, egal was die Statistiken sagen, denn wir bekommen nur die Zahlen, die wir bekommen sollen.
Die Weihnachtsmärkte sind nicht mehr ansprechend, das Leben überteuert , das Land hoch verschuldet für unrealistische Projekte.
Die Menschen untereinander sind gespalten, jeder wirft sich Doppelmoral vor, Nächstenliebe stirbt allmählich aus, viel Hass und Hetze..
Man arbeitet gefühlt permanent, Gesundheitssystem und Bildung sinken in ihrem Niveau, Unterstützung für nahezu jeden, nur nicht die Landsleute.
Ich will keinen Krieg, werde aber mit hineingezogen. Wehrpflicht per Lotto...wo sind wir nur gelandet...
Selbst wenn ich auswandern wollte, wohin? Geld ist kaum da, trotz ständigen Arbeitens, der Familie gegenüber hat man auch eine Verpflichtung, meine Tiere kann ich keine tausende Kilometer umher zerren...
Also erträgt man Deutschland und hofft auf bessere Zeiten
Vor 9 Jahren war noch nicht so viel Blabla auf Gutefrage; aber ansonsten hat sich seitdem eigentlich nicht so viel verändert. Außer dass wir Basketballweltmeister geworden sind vielleicht.