Stimmt dieser Satz?
Wer Furcht verbreitet, ist selbst nicht ohne Furcht.
- Epikur
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3 Antworten
Dieses Zitat bezieht sich auf ein berühmtes Paradoxon Epikurs. Nur wer Furcht selbst erlebt hat, kann wirklich begreifen, wie man sie in anderen erzeugt. Denn um Angst effektiv zu verbreiten, muss man ihr Wesen verstehen. Doch Furcht ist ein grundlegender Teil des Menschseins. Jeder fürchtet sich vor etwas, auch wenn er es nicht offen zeigt. Wer behauptet, keine Furcht zu kennen, lügt entweder sich selbst oder andere an. Tatsächlich ist es gerade das eigene Wissen um Furcht, das die Fähigkeit verleiht, andere gezielt zu verängstigen und sie so zu manipulieren.
Danke! Mir fällt in diesem Zusammenhang noch Kierkegaard ein, der strikt zwischen Angst und Furcht unterscheidet. Angst bezieht sich auf etwas Unbestimmtes, das den Menschen überfällt, ohne dass er dessen Ursache genau benennen kann. Furcht hingegen richtet sich gegen etwas Konkretes. Sie ist „gezielt“, weil der Mensch sich vor einem bestimmten Objekt oder einer erkennbaren Gefahr fürchtet.
Sicher, weil jeder vor irgendwas Angst hat
Man fürchtet um die andere Person.
Es muss nicht immer "gezielt" sein. Angst erzeugt immer Feindseligkeit, und es kann auch einfach nur diese sein, die auf andere bedrohlich wirkt und Furcht erzeugt.