Philosophie-Abi: Wie erklärt sich die humesche Metaphysik physikalische Phänomene?

Wenn ich die humesche Metaphysik richtig verstehe, so kann man die doch auf einen Stift, den ich in der Luft loslasse, so anwenden, dass ich nicht sicher wissen kann, dass er hinunterfallen wird - es ist statistisch allerdings stark anzunehmen. Dennoch kann ich nicht ausschließen, dass die Gravitation plötzlich aussetzt - ein schwarzes Loch könnte sich zum Beispiel der Erde gerade nähern und den Stift verschlingen (wie wahrscheinlich ... ^^). Ist das jetzt ein gutes Beispiel oder meint Hume damit noch etwas ganz anderes?

Muss es laut Hume dann nicht immer eine Ursache für die Wirkung (Stift fällt nicht nach unten) geben, diese sich erklären lassen? Wie begründet er dies? Tut er es einfach pauschal als Phänomen ab oder führt er dafür die Maxime an, alle Erfahrung sei nur wahrscheinlich - wer nur aus Empirie einfaches Verständnis von den Dingen erlangt hat, sei nicht in der Lage, Phänomene zu erklären?

PS: Und wie kommt es überhaupt zu der Bezeichnung dieser Einstellung als Metaphysik? Ist Metaphysik nicht eher ein dualistisch/idealistisch geprägter Begriff, der annimmt, es gäbe noch etwas über den Dingen in der Außenwelt (vgl. Platon)?


(Übrigens, humesche Metaphysik ist doch kein Eigenname als Ganzes, oder? Kann kleingeschrieben werden?)

Schule, Abi, Abitur, Erkenntnistheorie, Metaphysik, Phänomen, Philosophie, David Hume, Erfahrungen
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Kann mir jemand die Kausalität laut David Hume erklären?

Hallo liebe Leute, ich soll bezüglich eines Referates etwas über David Hume herausarbeiten und verstehe in dem Wikipedia Artikel zu dem Punkt Kausalität nicht wirklich viel... wäre nett wenn jemand es in einfachen Worten erklären könnte :-)

Kausalität[Bearbeiten] Während die Probleme der Außenwelt und der personalen Identität schon von den Empiristen George Berkeley und John Locke diskutiert wurden, gilt Hume als eigentlicher Initiator des philosophischen Kausalitätsproblems. Zunächst stellte er die Wichtigkeit der Ursachen-Wirkungs-Relation für jede empiristische Erkenntnistheorie heraus: Die einzige Möglichkeit, Informationen zu erhalten, die über die eigenen Erfahrungen hinausgehen, liege in Kausalrelationen.[44] Zum Beispiel weiß ich von der Ermordung Julius Caesars durch Zeugen, die den Vorgang miterlebt und später aufgeschrieben oder in anderer Form weitergegeben haben, so dass dieses Faktum Eingang in neue Geschichtsbücher gefunden hat, von denen ich eines gelesen habe. Bei jedem dieser Schritte wird Information über die Ursache-Wirkungs-Beziehung weitergegeben, so dass man sagen kann, die Sätze in einem modernen Geschichtsbuch sind Wirkungen des Ereignisses der Ermordung Caesars, andernfalls wären sie nicht wahr.[45]

Hume stellte heraus, was nach seiner Ansicht das Gemeinsame an allen Kausalvorgängen ist.[44] Zunächst müssten Ursache und Wirkung immer räumlich benachbart sein. Zwar könnte ein Ereignis auch über eine gewisse Entfernung auf ein anderes wirken, aber nur, indem es eine Kette von benachbarten Ereignissen zwischen den beiden gibt. Dann erfolge die Wirkung immer später als die Ursache. Diese Bedingungen seien aber zusammen noch nicht hinreichend, es müsse ein drittes Element geben, eine Kraft oder Notwendigkeit, die vom einen Ereignis auf das andere wirke, so dass gewiss ist, dass die zweite Begebenheit auf der ersten beruht. Es zeigt sich aber, dass diese Notwendigkeit weder beobachtet noch erschlossen werden kann. Aus der Flüssigkeit und Durchsichtigkeit des Wassers könne z. B. nicht erschlossen werden, dass es einen Menschen ersticken kann.[46]

Ursache-Wirkungs-Abfolgen unterscheiden sich nach Hume dadurch von bloß zufälligen raum-zeitlich benachbarten Ereignissen, dass sich in ersteren viele ähnliche Fälle beobachten ließen. Und allein darin liege die als notwendig angesehene Verknüpfung. Hat der Mensch die Abfolge von ähnlichen Ereignissen oft gesehen, so forme er aufgrund von Gewöhnung angesichts des einen Ereignisses die Erwartung des anderen. Naturgesetze beschreiben demnach nur beobachtete Regelmäßigkeiten und keine notwendige Verknüpfung zwischen Ursache und Wirkung. Jede andere Wirkung sei vorstellbar und berge keinen logischen Widerspruch in sich. Hume war sich darüber im Klaren, dass seine Theorie, nach der die notwendige Verknüpfung nicht in der Natur der Kausalvorgänge, sondern eher im Geiste der menschlichen Betrachter liege, provozieren muss.[47] In diesem Zusammenhang spricht man auch vom Hume-Problem

kausalitaet, Philosophie, David Hume
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Thomas Hobbes und David Hume, Moralvorstellung, Staatsbildung

Hallo,

da ich bald, besser gesagt am Donnerstag, eine Ethik-Arbeit schreibe, über die beiden Philosophen Hobbes und Hume, hätte ich ein paar Fragen bezüglich der Beiden. Vor allem über die Staatstheorie von David Hume.

Nach Hobbes hat jeder Mensch das Bedürfnis nach Selbsterhaltung, wodurch der Krieg aller gegen alle entsteht und somit auch die Furcht, vor allem vor dem Tod. Daher schließen die Menschen einen Gesellschaftsvertrag, d.h. sie übertragen einen Teil ihrer Freiheit an einen Souverän/zentrale Autorität, unter der Voraussetzung die anderen tun dies auch. Die Menschen müssen also nach Regeln leben. Aber da der Mensch dazu neigt diese Regeln zu unterlaufen, müssen abschreckende Strafen eingeführt werden, die von einem Herrscher verhängt werden. - So hab ich die Staatstheorie von Hobbes bisher aufgefasst.

Aber was dachte Hume? Was ist außerdem mit der Hierarchie Humes von Wahrnehmen und Denken gemeint? Was hatte Hume für eine Moralvorstellung bzw. für ein Götterbild?

Eins weiß ich. Nach Hume ist der Mensch ein Gesellschaft suchendes Wesen (Grundbedürfnis) , sie bieten sich gegenseitigen Schutz und Beistand, außerdem sind sie wild/vereinsamt->elender Zustand.

Wäre für Hilfe wirklich dankbar!

LG Philipp

Freizeit, Freiheit, Philosophie, Hobbes, Staatstheorie, thomas hobbes, David Hume
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ich verstehe eine Aussage von David Hume nicht.

Mein Problem ist, dass David Hume Geometrie,Algebra und Aritmetik als (Vorstellungsbeziehung - Relations of Ideas) einordnen und er sagt, dass diese durch die reine Denktätigkeit entdeckt werden würde

(in meinem Schulbuch: Zugänge zur Philosophie2, Cornelsen, Seite 62, 4.3 Der Gewissheitsgrad der Mathematik und der Erfahrungswissenschaften)

Aber im vorherigen Text (auf Seite 62, 4.2. Die Assoziationen der Vorstellungen) sagte er, die Gedanken (Thoughts) oder Vorstellungen (ideas) unsicher seien, weil es ja im grunde bloß Abbilder unserer Eindrucke wären.

Und da er im folgenden die Mathematik eben zu den Vorstellungen zuordnet, hatte ich daraus geschlossen dass für ihn di eMathematik unsicher sei nur am ende des Textes 4.3 lautet seine Aussage "Insofern sich die Sätze der Mathematik auf die Wirlichkeit beziehen, sind sie nicht sicher, und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Wirklichkeit"

was mich total verwirrt, David Hume zufolge ist die sinnliche Wahrnehmung wie auch bei Locke die Erkenntnisquelle also müsste doch eigentlich, wenn die Mathematik sich auf die Wirklichkeit bezieht, sicher sein, und nicht umgekert, oder? Weil man sie doch dann mit den Dingen der Wirklichkeit beweisen würde, obwohl er sagt ja auch dass bekannte Tatsachen unsicher seien und Tatsachen beziehungsweise die Aussagen die wir schließen endeckt man durch die Sinne...

Irgendwie hab ich das gefühl dass das totaler Keks ist kann mich bitte jemand Aufklären? Am besten auch nicht mit all zu Philosophischen begriffen weil ich wirklich verwirrt bin im Augenblick.

Mathematik, David Hume
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