Wurden auch Juden die wie Arier aussahen vergast?

22 Antworten

Die Nazis schickten sogar dekorierte Soldaten vom Ersten Weltkrieg in die Gaskammern. Es gab keine Selektion von guten und schlechten Juden, es gab nur die Einteilung nach Erbmasse den Einachteljuden von Globke erstellt.

Die abschreckenden Bilder waren meistens Menschen mit mongolischen Gesichtszuegen, die machten sich damals fuer die Abschreckung, sehr gut.

Ist das wahr? Ich möchte dafür einen Beleg, dass dekorierte Soldaten vom Ersten Weltkrieg in die Gaskammern geschaft wurden.

Bisher bin ich der Meinung die Verhältnisse sind so gewesen:

http://www.spiegel.de/einestages/juedische-soldaten-im-ersten-weltkrieg-a-975473.html

Ich fühle mich übrigens nicht als Arier, obwohl ich deutsch, blond und blauäugig bin.

Meine Vorfahren aus Masuren/Ostpreußen waren überwiegend aus der slavischen Bevölkerung und auch nach dem Krieg als Pollacken beschimpft.

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@BVBDortmund

https://de.wikipedia.org/wiki/Holocaust

Es wurde kein Unterschied bei den Nazis zwischen den Juden mehr gemacht. Einzelne Ausnahmen waren handverlesen und fallen nicht ins Gewicht.

Ich brauche hier nicht einen Nachweis erbringen, den jeder aufgeklaerte User schon lange weiss. Ich hoffe du zweifelst diese Tatsachen nicht an, dann wuerde das unter Holocaustleugnung fallen.

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@zetra

Ich hoffe Dir ist das klar, dass Du vorschnell mit der Keule Holocaustleugnung kommst, obwohl ich dazu keinen Anlass gegeben habe.

Der "Reichsbund jüdischer Frontsoldaten" hat sich doch eindeutig dafür eingesetzt, dass Weltkriegsteilnehmer aus dem 1. Weltkrieg nicht Diskriminierungen ausgesetzt werden und, weil die häufige Gesinnung auch deutsch patriotisch war, hatte sie sogar Hoffnungen.

Die jüdischen Frontkämpfer, die im Verlauf des Novemberpogroms verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt worden waren, wurden wegen ihrer Frontkämpfereigenschaften wieder entlassen. Viele von ihnen wurden jedoch später erneut in Vernichtungslager verschleppt und dort ermordet.

https://www.kas.de/c/document_library/get_file?uuid=d6ce037e-05ec-38d0-5648-cd20c95bbdb7&groupId=252038

Und dieses Beispiel zeigt es, dass es diese Ansichten zur Verfolgung von jüdischen Soldaten gab, aber das möchte ich hinterfragen und prüfen, ob es wahr ist.

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@BVBDortmund

Ich greife einmal deinen Link auf. Auf Seite 14 steht klipp und klar, das diese Frontsoldaten ins KZ gingen und ermordet wurden, wie die Zivilisten.

Jetzt muesste eigentlich deine Frage damit beantwortet sein. Gruss zetra.

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@zetra

Meine Frage ist nicht beantwortet. Ich habe gefragt, ob es wahr ist. Niemand hat geantwortet.

Und Dein Käse zeigt nur, dass Du es nicht begreifst.

Kritik ist, wissen zu wollen was falsch läuft. Wenn niemand antwortet, läuft es weiter schief.

Diese Macher von Yad Vashem haben sich auch nichts zu jüdischen Frontsoldaten zu melden.

Sind sie zufrieden, wenn sie es ausblenden? Wahrscheinlich ja, sie pflegen ihre Ansichten weiter.

https://www.yadvashem.org/de.html

Was hast Du damit zu tun, wenn Du nicht nachdenkst`?

Nichts.

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Hitler hat nie persönlich einen Gashahn angefasst oder Menschen ins KZ getrieben. Er hatte auch niemals Kontakt zu Häftlingen. Und deswegen konnte er gar nicht sehen, ob arisch aussehende Juden mit dabei waren. Das Vergasen übernahmen natürlich andere, und die hatten eben ihre strikten Befehle. Und darin kam nicht etwa die Subroutine vor: "Verschont die, die wie Arier aussehen".

Davon mal ab wurden auch blonde und blauäugige Kommunisten und Kriegsgefangene ermordet. Die Rassenfrage spielte erst hinter der Gesinnungsfrage eine Rolle.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Studium der Geschichts- und Religionswissenschaften

Astreine Antwort 👍

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Wurde da wirklich mit Gashähnen operiert? Ich hatte verstanden, dass die Morde in der Gaskammer so zustande kamen, dass die Deutschen oder ihre Handlanger oder Menschen, die sie dazu zwangen, durch ein Loch in der Decke festes Zyklon B warfen, das dann im Raum zu Gas wurde...

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@Namegewaehlt123

Es gab tatsächlich beides. Außer Zyklon B würde auch Kohlenmonoxid eingesetzt, oft einfach durch KFZ-Abgase in die Gaskammet geleitet. Dann gab es Vergasungen mit festem oder flüssigem Grundstoff und auch elektrisch gesteuerte Schaltanlagen, durch die das Gas mittels einer Leitung in den Raum gelassen wurde.

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@MarkusPK

Da war aber auch kein Gashahn im Landläufigen Sinne im Spiel, sondern man lies im LKW den Motor rennen...

Mir scheint der Ausdruck "Gashahn angefasst" in diesem Zusammenhang völlig inadäquat, genauso wie übrigens auch der Ausdruck "vergasen", den viele User hier benützen.

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@Namegewaehlt123

Darf ich fragen, warum? Ist das Wort "Gas" jetzt auch bereits der sprachlichen Säuberung der Political Correctness zum Opfer gefallen? Bekomme ich in Zukunft keine Gasrechnung mehr?

Der Ausdruck bezeichnet doch die Tötungsmethode und ist somit faktisch zutreffend. Ob man vergast, erschießt oder erhängt, wo ist da nun das konkrete sprachlich inadäquate Problem? Fehlt die Schärfe? Soll man "Gasmord" schreiben? Und dann nicht "vergast", sondern "ermordet", um den verbrecherischen Charakter hervorzuheben? 

Im übrigen begrüße ich es immer sehr, wenn diejenigen, die Kritik üben, auch eine Alternative anbieten würden. 

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@MarkusPK

Wie gesagt: es war kein "Gashahn" im Spiel, also verstehe ich nicht, warum man inkorrekterweise einen Gashahn erwähnen soll. Das zeigt doch nur, dass jemand, der "Gashahn" gebraucht falsche Vorstellungen hat.

"Durch Gas ermorden" finde ich OK, wenn du nur diesen Teil der Ermordeten meinst.

Faktisch haben die Deutschen weniger als 50% ihrer jüdischen Opfer durch Gas ermordet.

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Die Ermordung der Juden wurde damit begründet, dass sie keine Arier waren.Ob das der wirkliche Grund für dieses barbarische Verhalten war, weiss ich nicht.

Die Juden die "rechtzeitig" unsere Stadt damals verliessen, ihre Häuser zum Kauf anboten, das waren alles Bürger die wirtschaftlich und finanziell einen gewissen Status hatten.

Andere die es sich nicht leisten konnten Deutschland zu verlassen, fielen diesem grauenhaften Schicksal zum Opfer.

Was mich sehr ärgert ist die Tatsache, dass bekannte NAZIS nach dem Krieg in Ämtern oder in der Politik Fuss fassen konnten und das an mitunter entscheidenden Stellen.

Die Aufarbeitung dieser Verbrechen und die Verurteilung all derer die da infrage kommen, wurde nie in dem Masse betrieben, wie es erforderlich wäre.

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also zuersteinaml gabe es verscheidene untergruppen von ariern. hitler selbst war ja z.B. auch nciht blond und blauäugig.

es ging hitler bei seinem judenhass, darum ein feindbild zu schaffen. einen buman. er wollte die rasse der juden als solche vernichten, da wird er sich nciht von ein wenig optik abhalten lassen

Blond war er nicht aber blaue Augen hat er gehabt.

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Wenn sie als Juden erkannt wurden ja. Manche haben es aber geschafft unerkannt zu bleiben. 

Es gibt z.B. diese Geschichte, wo in einem Klassenzimmer an einem blonden blauäugigen Jungen gezeigt wurde, wie ein Arier auszusehen hat, und die Unterschiede zu den Juden sollte deutlich gemacht werden. 

Was niemand wusste: Der Junge der als Beispiel für das ideale Arische Aussehen galt, war Jude...

1935 wurde ein jüdisches Mädchen zum schönsten arischen Baby in einem Wettbewerb einer Zeitschrift gewählt...

http://www.telegraph.co.uk/news/worldnews/europe/germany/10938062/Nazi-perfect-Aryan-poster-child-was-Jewish.html

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@Namegewaehlt123

Gibt bestimmt noch mehr Beispiele, die im Grunde zeigen, wie dumm das ganze war... 

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Wie sieht denn deiner Meinung nach ein Jude aus, und wie ein Arier?

Valtentin Senger schreibt in "Kaiserhofstrasse 12", dass er (jüdisch, seine Familie gab sich als nicht jüdisch aus und lebte in Frankfurt) im "Rassenkunde"-Unterricht "vermessen" wurde, und der Lehrer hat ihn nicht der Kategorie "jüdisch" zugeordnet. Valentin hatte aber grosse Angst, dass jetzt alles heraus kommen würde, es war ein riesiger Stress für das Kind.

Es war leichter, sich als nicht jüdisch auszugeben, wenn man weiblich war (nicht beschnitten) und "arisch" aussah.

Aber grundsätzlich wollten die Deutschen alle Juden in ihrem Hoheitsgebiet und sogar in ganz Europa ermorden, (sie planten, 11 Millionen Menschen zu ermorden), egal wie sie aussahen.

Etwas befremdet bin ich davon, dass du den Ausdruck "vergasen" so gedankenlos benützt. Warum tust du das?

Etwas befremdet bin ich davon, dass du den Ausdruck "vergasen" so gedankenlos benützt. Warum tust du das?

Allerdings werden die Begriffe „vergasen“, „Vernichtung“, „Häftlinge“ auch in der Geschichtswissenschaft benutzt. Ja, es gibt bessere Begriffe dafür.

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@StrohhalmimMund

Wenn er in einem Kontext benutzt wird, wo ganz konkret und präzise die Gaskammern oder Gaslastwägen gemeint sind, dann finde ich den Begriff auch schrecklich, aber das mag ja noch durchgehen.

Hier ist nicht konkret "vergast" gemeint, sondern allgemein "ermordet". Denn es ist ja bekannt, dass die Deutschen viele verschiedene Methoden hatten, um ihre Opfer zu ermorden.

In so einer allgemeinen Bedeutung finde ich den Begriff völlig inakzeptabel.

Für mich spricht daraus, dass die Leute sehr leger damit umgehen, was damals eigentlich geschah und keinerlei Respekt oder Empathie für die betroffenen Menschen haben, ja diese gar nicht als Menschen sehen. 

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