Wohin kommen die menschlichen Knochen?

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11 Antworten

Du stellst eine Frage, die schwer zu beantworten ist. Nicht von der Sache her, sondern von Seiten der Pietät.

Wenn ein Grab aufgegeben wird, ist meisstens niemend mehr da, den es interessiert, was noch darin sein könnte.

Derjenige, der ein abgelaufenes Grab neu mietet, stellt sich diese Frage normalerweise nicht. Und als Bestatter oder Friedhofsarbeiter wirst Du niemanden darauf hinweisen.

Es ist so, dass "Altlasten" einfach wieder mit eingegraben werden - und keiner, der beruflich damit zu tun hat, macht sich irgendwelche Gedanken darüber. Wenn er damit anfangen würde, könnte er seinen Beruf nicht lange ausüben.

Das einzige, was ein Totengräber berücksichtigen sollte, ist, dass niemand die Knochen sieht (eben aus Pietätsgründen).

Und wenn wir mal ehrlich sind und die Sache vom Glauben (oder der Realität) aus betrachten: es sind Knochen. Das, was den Menschen ausmacht, nämlich die Seele oder sein Geist, war niemals in diesem Grab.

Das Grab ist die "Anlaufstelle" für die Hinterbliebenen, wo sie ihre Trauer bewältigen zu können. Und die wollen und sollen sich nicht mit dieser Frage beschäftigen. Die haben andere Probleme.

Hallo zusammen, es mag ja derart geschilderte, wirklich pietätlose Handlungsweisen geben, aber normal ist: Sollten in einer bereits einmal belegten Grabstelle beim Gruften für eine spätere Beerdigung (übrigens beträgt die Ruhefrist bei weitem nicht überall 25 Jahre, je nach Friedhofsgesetz (Ländersache) oder auch sogar Friedhofsatzungen (in besonderen Lagen) auch nur 20 oder sogar 15 Jahre) noch Knochenteile gefunden werden, sind diese nach Aushub der neuen Gruft am Boden in einer noch etwas tiefer auszuhebende "Grube" wieder beizusetzen und mit Erdreich zu überdecken. Und das alles so, daß die Angehörigen der aktuellen Beerdigung damit natürlich nicht behelligt werden - ist ja auch völlig überflüssig bei der geschilderten, pietätvollen Abwicklung.

Totengräber und Friedhofgärtnereien sind in allen mir bekannten Fällen von den komunalen Behörden angewiesen worden, die (Rest)Knochen wieder zu vergraben.

Es ist so dass es auf den Friedhöfen Gebeinskisten gibt, dort werden Überreste des menschlichen Skeletts hereingelegt und etwas weiter unterhalb begraben, mehr ist das garnicht :-) Ich mein das kommt ja hin und wieder vor das Knochen o.ä. überbleiben, dabei kommt es insbesondere auf die Bodenbeschaffenheit an.

Diese Frage wurde hier schon öfter gestellt. Ich glaube, hier findest du ein paar ganz gute Antworten darauf:

Was passiert eigentlich mit den knochen auf friedhöfen?

Genau aus diesem Grund finde ich normale Erdbestattungen total pietätlos.

Nolti 21.11.2010, 17:32

Und sowas kann dann leider auch mal passieren:

http://www.postmortal.de/Redaktion/Knochenfund/knochenfund.html

Mit meiner Oma war es ähnlich. Als sie starb, fand mein Vater auf dem Weg zum Familiengrab einige Knochen meines Opas auf dem Weg liegend. Diese standen während der Beisetzung in einem Eierkarton(!) hinter dem Busch und wurden, nachdem die Trauergäste weg waren einfach mit ins Grab geschüttet. Ganz schön makaber!

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alletallright 21.11.2010, 17:33

Schon, aber widersprüchliche Antworten. Die website ist aber supi ("Der letzte Wagen ist immer ein Kombi")

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Die Gebeine des Verstorbenen sind auch noch nach 1000 Jahren im Grab zu find. Nach den 30 Jahern der Ruhefrist wird die nächste Belegung für 30 Jahre als Urnengrab vergeben. Da ist ein Kontakt mit den alte Gebeinen nicht gegeben da Urnen nur 80 cm tief liegen. Sollte eine erneute Erdbestattung nach nun vergangenen 60 Jahren erfolgen kommt man auch auf Reste der großen Knochen. Diese werden im Grab tiefer gelegt und mit Erde bedeckt, so dass die nächste Beerdigung stattfinden kann. Das ist keinesfalls pietätlos wie hier einige schreiben, das ist nur natürlich.

Liebe grüße von einem Bestatter aus Thüringen.

Die Ruhezeit auf den Friedhöfen ist unterschiedlich und hängt in erster Linie von der Bodenbeschaffenheit ab. Die höchste mir bekannte Ruhezeit beträgt auf vielen Friedhöfen 30 Jahre. Es ist generell so, dass Knochenfunde von etwaigen vorherigen Beerdigungen in der Grabstelle zurück ins offene Grab gelegt und mit einer Schicht Erde versehen werden. Jedoch muss man auch sagen: Ausnahmen bestätigen die Regel. Das ist dadurch bedingt, dass heute die Gräber fast überall mit einem Bagger ausgehoben werden (nicht mehr wie früher von Hand). Dabei können durchaus schon einmal einzelne Knochen übersehen werden. Es sollte jedoch nicht vorkommen, dass diese dann sichtbar sind. In der Regel wird ja auch der Erdhaufen des Aushubes mit grünen Matten abgedeckt. Soweit dazu aus meiner Berufserfahrung als Fachgeprüfter Bestatter.

Bei entsprechender Bodenbeschaffenheit (kein luftdichter Abschluss durch Grundwasser, Lehm etc). sind auch die Knochen nach der Ruhezeit - die sich ja auch nach der Bodenbeschaffenheit richtet - aufgelöst. Immer ist dies aber nicht der Fall und was mit ausgegrabenen Knochen passiert, hängt nicht zuletzt vom Engagement des Friedhofspersonals ab. Gewöhnlich werden solche Knochen wieder zurück ins Grab gelegt und mit Erde bedeckt.

Falsch,die Gebeine kommen vor der neuen Beisetzung recht oben (Kopfseite)in einer etwas kleineren Gruft(Loch)dann Mutter Erde drauf,und dann wird der Neue Sarg Berdigt,Fertig.

die knochen (die nach 25 jahren noch übrig sind) werden bei einer neuen beerdigung wieder mit eingegraben

jennyblomma 21.11.2010, 17:20

Was? In ein fremdes Grab?

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veita 21.11.2010, 17:23
@jennyblomma

in das loch welches die "alten" knochen enthielt!

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FreundGottes 21.11.2010, 17:23

So kenn ich es auch.

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alletallright 21.11.2010, 17:24

an der selben Stelle, wo einst der/die Tote begraben wurde? Unter dem "neuen" sarg?

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veita 21.11.2010, 17:33
@alletallright

die kommen neben den sarg wenn die trauergemeinde weg ist und das grab geschlossen wird!

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