Wo oder bei wem beichtet ein Papst?

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Der Pater R. Cantalamessa ist der Beichtvater des Papstes.

Quelle:

Wolfgang Bühne Auch der jetzige Prediger des Vatikan und Beichtvater des Papstes, der kath. Theologe R. Cantalamessa bezeichnet sich als Charismatiker und ist ein ... www.chiesacristiana.info/deutsch/

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MarcSu wird richtig liegen. Natürlich beichtet der Papst, aber als Theologe nicht 0-8-15. Er hat einen privaten Beichtvater. Seine Art der "Beichte" wird eher eine Art des "das Leben im Angesichte Gottes überdenken" sein, denn in der Beichte geht es nicht, wie die Beichtspiegel unterstellen, nur darum, seine "Sünden" zu suchen. Es geht darum, sein Leben im Angesicht Gottes und in Verantwortung vor ihm zu überdenken. Diese Art der "Beichte gegenüber Freunden" - sprich immer wieder das eigene Leben überdenken - haben bereits die Epikureer gekannt und die Stoiker (evtl. bei den Epikureen abgekupfert) - von den Stoikern hats dann dich Kirche übernommen (die Taufe des Johannes war etwas anderes, dem lag keine individuelle Selbstmeditation zugrunde). Von der Kirche ist es dann für Untergebene als Herrschaftsgebaren auf das reine "Schuldbekenntnis" reduziert worden. Noch verlogener ist das Gruppenschuldbekenntnis. Übrigens hat auch Luther - noch nach der Reformation - einen Beichtvater gehabt, was nur zu verständlich war, bei der Vielzahl der Anfechtungen und Entscheidungen, denen er nicht ausweichen konnte.

Wie jeder (gute) Katholik, beichtet auch der Papst. Er hat seinen eigenen Beichtvater.

Ein Papst, der Pontifex Maximus, ist in Sitten- und Glaubensfragen UNFEHLBAR; das habe ich als Schulkind gelernt.

Welche Sünden seine Heiligkeit menschlich begehen könnte, kann ich mir nicht vorstellen. Ob er es überhaupt nötig hat, zu beichten, ist fraglich im Gegensatz zu "den armen Sündern".

Als Stellvertreter Gottes auf Erden, wie er von der Katholischen Kirche bezeichnet wird, steht er in seinem hohen Amt unter ständiger Beobachtung und kann es sich sicherlich nicht leisten, unbemerkt zu sündigen.

Unfehlbar ist er nur in eigens gekennzeichneten Lehraussagen (das ist seit dem Dogma 1870 genau EINMAL passiert, 1950). Natürlich sind Päpste nicht frei von Sünden, das hat genau nichts miteinander zu tun.

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Sicher beichtet er auch. Bei einem vertrauten Kardinal aus seinem unmittelbaren Umfeld.

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