Wenn man beim Beichten Straftaten beichtet, darf der Pfarrer dann zur Polizei oder muss er es geheim halten?

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9 Antworten

Das Beichtgeheimnis ist unverletzlich. So regelt dies das Kirchenrecht in Canon 983.

Selbst wenn ein Priester mit dem Tod bedroht würde, darf ein Priester keinerlei Informationen über das weitergeben, was er in der Beichte erfahren hat. Für die sakramentale Beichte gilt eine strengere Regel, als es das gesetzliche Zeugnisverweigerungsrecht gewährt. 

Das Beichtgeheimnis reicht kirchenrechtlich noch weiter. Bricht es der Priester, ist er automatisch exkommuniziert, was eine äusserst schwere Strafe für einen glaubenden Priester wäre. Er würde sich von Christus und Kirche sozusagen abschneiden.  Nur durch die absolute Geheimhaltung kann gewähr­leis­tet werden, dass der Beich­tende sich darauf ver­lassen kann, dass alles vertraulich bleibt. 

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Das Beichtgeheimnis darf auf keinen Fall verletzt werden. Der/die Pfarrer/in, egal ob katholisch oder evangelisch, darf das was ihm* anvertraut wurde, auf keinen Fall weitererzählen. Im Kirchengesetz steht auch, dass er selbst vor Gericht oder bei der Polizei die Aussage über Sachverhalte, die ihm* bei der Beichte anvertraut wurden, verweigern darf, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen.

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Der Priester darf nichts sagen. Aber die Beichte ist nur gültig, wenn du deine Taten bereust. Diese Reue schließt ein, dass du die Straftat so weit irgend möglich, wieder gutmachst. Dazu gehört auch, dass du dich selber der Polizei stellst.

Das wird der Priester dir sicher bei der Buße auch nahelegen. Ohne Reue kommt das Sakrament der Beichte gar nicht erst zustande.

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Er sollte darüber schweigen. Ob der das tut,ist Seine Sache! Warum gehst Du beichten? Plagt Dich Dein schlechtes Gewissen? Ich halte gar nichts von der Beichte,aber darüber denkt jeder anders! 

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Kommentar von DiColonna
06.03.2017, 02:30

Der Priester hält sich an das Beichtgeheimnis. In jedem Fall.

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Der Pfarrer muss sich an das Beichtgeheimnis halten und darf nichts von dem was Du ihm anvertraust weitergeben.

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Er muss sogar schweigen bei Mord und Totschlag. Das ist ein Kirchengesetz. Aber Absolution beommst du nur, wenn du aufrichtig bereust.


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Er darf nichts sagen! Aber je nach dem wird er dir raten z.b. bei Mord es zu melden

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Straftaten, die dich oder andere gefährdet haben (oder noch gefährden werden) muss er melden.

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Kommentar von DiColonna
06.03.2017, 02:36

Nein, das darf der Priester nicht und wird es auch nicht tun. Selbst wenn das jetzt schwer nachvollziehbar ist.
CCC 983 legt das so fest. 
Das Beichtgeheimnis ist unumstösslich und untersteht auch noch einem besonderen staatlichen Schutz.

Unter Beichte versteht man aber nicht, wenn ein Mensch kommt und eine Straftat ankündigt. In diesem Fall hat die Sünde noch nicht statt gefunden, ist also noch keine. Hier kann der Priester im eigenen Ermessen entweder so auf den "Beichtenden" einwirken, dass er von seinem Vorhaben ablässt, oder er informiert tatsächlich die Behörden. Wobei das Erstere dem Letzteren vorzuziehen ist.

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er muss es für sich behalten. er sieht dich beim beichten auch nicht.

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