Wieviel Zeit sollte ich mit meinem Pferd verbringen?

10 Antworten

Meiner Meinung nach spielt nicht die Zeit eine Rolle, sondern das, was du in der verbleibenden Zeit mit dem Tier machst, also Qualität statt Quantität.

Bei mir ist´s ähnlich: Hab meine beiden Kids, das Büro unserer Firma, unsere Landwirtschaft, mein Holzrücke"geschäft", meinen kleinen Offenstall natürlich auch den Haushalt und ich hab manchmal schlicht und ergreifen für jedes meiner Pferde grade mal ne Stunde Zeit. Achso, einen Hund und einen lieben Ehemann hab ich auch noch ;-)

Macht mir aber nichts aus, dafür wird in der Zeit konzentriert und effizient gearbeitet und eben in kleinen Schritten zum Erfolg hin gearbeitet, was ich persönlich als sinnvoll empfinde, da ich keines meiner Pferde überbeanspruchen will, womit dann auch gleich die Motivation hinüber wäre.

Sofern deine Hafi-Stute im Offenstall/Aktivstall steht, sehe ich da kein Problem, denn für Bewegung und soziale Kontakte ist dann gesorgt. Ein Pferd ist kein Hund, der seinen Menschen ständig und immer am liebsten um sich rum hat. 

Wichtig wäre eben, in der Zeit etwas sinnvolles und nachhaltiges zu machen: Vertrauensarbeit, Gelassenheitstraining, Führtraining, Zirzensik, gute Longenarbeit usw. Das alles ist nicht zeitgebunden. Ich trainiere lieber 30-40 Minuten intensiv, lobe frühzeitig und beende eine Lektion/Aufgabe lieber mal 5 Min. früher, als das Pferd zu demotivieren.

Die Frage ist eher: wieviel zeit kann ich erübrigen für mein Pferd und wieviel Zeit will ich mit meinem Pferd verbringen.

Und dann kommt es darauf an, wo das Pferd steht, ob in Vollpension, wo einem der Allerwerteste hinterhergetragen wird oder ob man selbst misten muss. Selbstmisterställe fordern mehr Zeit von einem.

Im Winter verbringe ich weniger Zeit mit meinem Pferd als im Sommer, wo die Ausritte länger sind. Drei bis vier Stunden mit dem Pferd muss man nicht täglich verbringen. Das will das Pferd auch nicht. Es will nämlich auch in Ruhe gelassen werden und nur Pferd sein dürfen.
Heute - Sauwetter - war ich 2 Stunden im Stall. Ich bin eine halbe Stunde ausgeritten, zu mehr war mir das Wetter zu fies. Dann habe ich dem Pferd sein Kraftfutter gegeben und es dann wieder in den Offenstall zurückgebracht. Mit Hereinholen und Satteln habe ich also ca 1 Stunde mit ihm verbracht. Den Rest habe ich im Reiterstübchen verquatscht. 

Zu Anfang tut man natürlich mehr mit dem Pferd als später, wo man es schon lange hat. Das ist die Neulust, die Verliebtheit. Manchmal verbringe ich mit meinem Pferd mal gerade 5 Minuten. Ich gehe  hin, schüttel ihm den Huf, gucke, ob dem Tier was fehlt, das war´s. Das dürfte so zweimal in der Woche vorkommen.

Und wenn das Pferd vernünftig gehalten wird, dann kann man es auch ruhig mal "stehen" lassen. Warum denn nicht. Ok ,wenn das Pferd leistungsmäßig geritten werden soll, muss man mehr Zeit investieren, damit es nicht an Kondition und Muskelmasse verliert. Aber einem Freizeitpferd schadet es nichts, wenn es auch mal 3 Wochen nichts tut. Ich habe eine Freundin, die mit ihrem Mann dreimal im Jahr in Urlaub fährt. Ihre Vollblutstute tut in der Zeit nichts, sie ist auf der Weide. Und da das Pferd jetzt gesunde 24 Jahre alt ist und sie es seit 20 Jahren hat, wird ihm das auch nicht schaden. Sie ist zudem eine hingebungsvolle Mutter von zwei Töchtern. Wenn in der Schule Elternabend ist oder eine andere Schulveranstaltung ist sie immer dabei. Und kann dann ihr Pferd nicht reiten. Macht nichts, das Pferd bewegt sich in seinem Offenstall selbst.

Ein Freund von mir hält seinen Tinker in einem großen Offenstallreitstall. Sündhaft teuer. Er arbeitet viel im Ausland, ist zur Zeit in Australien. DAs Pferd wird zur Zeit also nicht geritten. Und da er sowieso vom Hallenreiten nichts hält und auch kein Dressurreiter ist, wird das Pferd im Winter praktisch nur am Wochenende geritten. Klar, das Pferd ist mit dem Training nicht gerade ideal bemuskelt und einen Distanzritt könnte es nicht durchstehen. Das will mein Freund aber auch nicht. Am Wochenende ist er sicher 4 Stunden und länger am Stall. MIt seinem Pferd reitet er meistens zwei Stunden aus, die restliche Zeit bastelt er am STall rum, fotografiert sein Pferd und redet mit anderen Leuten. Oder schmeißt den Grill an.

Dann wiederum kenne ich eine Frau, die extrem ehrgeizig ist und mit ihrem teuren Warmblut groß herauskommen will. (Das wird sie zwar nicht schaffen, weil sie talentlos ist. Aber egal...). Sie investiert viel Zeit in das Pferd. Unterricht, Beritt des Pferdes, wo sie zuguckt, im Sommer Turniere . Mit dem Pferd verbringt sie im Schnitt so anderthalb bis zwei Stunden am Tag. Danach wird halt gelabert und im Reiterstübchen Kaffee getrunken.



Das wird das Leben zeigen.

Pferde können bei artgemäßer Haltung ja ganz gut selbst leben. Die brauchen uns nicht. WIR wollen sie nutzen, WIR wollen für unser Wohlbefinden die Zeit mit ihnen verbringen - also ist es in unserer Hand wie wir uns die Zeit einteilen. Ich habe manchmal Wochen, da nervt es mich, dass mir die Zeit grade mal reicht für hin fahren, kurz am Fell riechen, wieder weg fahren - weil ich ganz genau weiß, je länger ich im Stall sein kann, desto besser geht es mir. Aber manchmal geht's halt nicht. Mal, weil ich vielleicht krank bin, mal, weil ich beruflich zu eingespannt bin. Wenn ich gar nicht hin kann, bin ich genervt. Nicht, weil meine Pferde davon einen Nachteil hätten, sondern weil ich sie schließlich habe, um mich mit ihnen zu erholen und nicht, um nur zu zahlen und sie leben in der Herde vor sich hin ;-)

Wichtig ist halt, dass man sich Zeit frei schlagen kann, wenn irgendwelche Behandlungen anstehen. Auch Pferde müssen mal mehrmals täglich ein Medikament nehmen oder brauchen mal einen Verband gewechselt.

Und wenn wir von ihnen Leistungen verlangen, die ein Training erfordern, müssen wir halt die Zeit aufbringen, sie zu trainieren.

Außerdem braucht man die Zeit, um Termine mit Hufbearbeiter, Sattler, manuellem Therapeuten oder, oder, zu koordinieren, sich mit Ausrüstungsfragen ausführlicher befassen zu können, um nicht schon bald einen Schrank voller Fehlkäufe zu haben, um sich bzgl. Fütterung und vielem mehr weiterzubilden. Welche Themen wie relevant sind, bringen uns unsere Pferde oft selbst bei.

Dass Du im Stall noch Stallarbeit zu erledigen hast, hab ich ganz überlesen ... da hilft nur genau anschauen, wieviel da wirklich anfällt und wie es mit Werkzeug etc. aussieht. Einen gut gebauten Aktivstall für 35 Pferde kann man in einer Stunde gut abmisten, wenn es recht verwinkelt ist, man mit der Schubkarre Hindernisse überwinden muss und die Böden keinen Einsatz von Schieber und Schaufel zulassen, braucht man ungleich länger bei weitaus weniger Pferden.

Für mich wäre das keine Option zur Pferdehaltung. Ich würde meine immer nur in Vollpension halten, wo sich die Welt auch weiter dreht, wenn ich spontan mal zwei, drei Wochen keine Chance hätte, auch nur irgendwas zu machen. Ich weiß schließlich nicht, wann ich krank werde und ich weiß auch nicht, ob ich mal beruflich kurzfristig verhindert bin. Woher dann Ersatz für meine Arbeitskraft nehmen. Daher war ein eigenes Pferd für mich erst eine Option, als ich es zahlen konnte, mich von all dem "freizukaufen".

Auch macht ein routinierter Angestellter die Stallarbeit deutlich besser als wenn da jeden Tag eine andere "Handschrift" tätig ist. Der eine verprasst Einstreu, passt nicht auf, dass das Heu ordentlich in der Raufe ist und die Hälfte davon landet dann hinterher am Mist, weil zertrampelt und nicht mehr gefressen. Der andere spart an allem, arbeitet extrem genau und vorsichtig, fühlt sich dann aber auch betrogen, weil er damit viel länger braucht als die anderen ... ich kenne diese "Selbstversorger"-Haltung langfristig von niemandem verdrussfrei. Immer führt das zu Ärger.

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