Wieviel strom verbraucht ein 12 kW elektromotor mit Hydraulikpumpe im ducklosen Umlauf, ca.?

4 Antworten

Ich vermute, dass die Frage anders gemeint war, da nach dem Strom (und nicht der Leistung oder Arbeit) gefragt wurde. 12kW-Motor bedeutet, dass der maximal folgenden Nennstrom aufnimmt: I=P/U=12.000kW/U. Setze die Spannung ein (für U in Volt), und du hast den Strom. Aber eine Pumpe braucht natürlich viel weniger Strom, wenn das Hydrauliköl nur umgewälzt wird. Kommt stark auf die Temperatur drauf an (je wärmer, desto flüssiger, desto leichter läuft die Pumpe, desto weniger Strom wird benötigt). Außerdem ist natürlich die Förderhöhe (Druckdifferenz) und die Ölart entscheidend. Außerdem Leitungsdurchmesser etc.
Das kann mal also nicht wirklich abschätzen, ohne genaueres zu wissen.

Als Erfahrungswert würde ich annehmen, das Du ~5-10 % der Leistung für den drucklosen Umlauf brauchst, also ~1kW.

Die Stromaufnahme berechnet sich aus P = U * I * cos(phi). Cos(phi) ist bei Nennleistung ~0,8 - 0,9,  geht aber im Teillastbereich ziemlich runter, ich würde schätzen auf ca. 0,3. Als Spannung hast Du vermutlich 400 V. Um den Strom I zu errechnen musst Du die Formel umstellen:

I = P / (U * cos(phi) ) = 1000 W / (400 V * 0,2) = 12,5 A.

Das stimmt natürlich nur soweit, wie meine Annahmen richtig sind ;-)

Woher ich das weiß:Beruf – Seit mehr als 25 Jahren im Umfeld der Hydraulik tätig

Hallo!

Leider ist diese Frage nicht ganz einfach zu beantworten. Im "drucklosen Umlauf" muss die Pumpe auch Strömungswiderstände des Hydrauliköls überwinden. Üblicher Weise wird z.B. ein Druckventil elektrisch entlastet, um den Ventilkegel zu öffnen, welcher ja durch eine Feder zugehalten wird ( Gößenordnung 4-8 bar). Diese Federkraft muß überwunden werden, Dazu kommen Strömungswiderstände in Leitungen und auch Ventilen (ev. Rückschlagwentil in der Druckleitung), eines Umlaufventils und vielleicht eines Rücklauffilters.

Diese Widerstände addieren sich je nach Anlagenkonzept auf 5 bis 20 bar gegen welche die Pumpe fördern muß.

Zusätzlich hat auch die Pumpe vor allem Reibungs- aber auch Plantschverluste, welche je nach Pumpenbauart unterschiedlich sein können. Diese Widerstände müssen ebenfalls überwunden werden und sind je nach Drehzahl des Antriebsmotors sehr unterschiedlich (1500 oder 3000 UPM des Drehstrommotors) Diese Verluste kann der Pumpenhersteller angeben, sie sind Kurvenblättern oder Tabellen zu entnehmen. All das ist natürlich noch von der Ölviskosität (und damit der Öltemperatur) abhängig.

Rechnerisch lässt sich hier nicht wirklich viel machen. Am sinnvollsten wäre es die Leerlaufarbeit (kWh) zu messen. Eine Strommessung bringt hier auch nicht wirklich viel, da wahrscheinlich Drehstrom vorliegt.

Mir ist klar, dass ihnen diese Erklärungen nicht wirklich viel bringen. Daher ein aus der Effahrung resultierender Schätzwert. Wenn sie mit etwa 20% (das heißt ca 2,5 kW) "Leerlaufleistung" rechnen werden sie nicht so falsch liegen.

Dieser Link führt zu einer Formelsammlung - Hydraulik welche ihnen vielleicht eiter helfen wird.

http://www.boschrexroth.at/business_units/bri/de/downloads/hyd_formelsammlung_de.pdf

Hoffe damit etqwas geholfen zu haben

Karl

Ist 12kW die Eingangsleistung? Dann verbraucht er maximal 12kWh in der Stunde.

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