Wieso sind im Winter morgens unsere Fenster von innen nass?

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Wenn die Fenster gekippt sind, werden sie nicht nass. Sie müssen also in einem gewissen Zeitraum geschlossen sein. Feuchtigkeit wird rund um die Uhr produziert. Wenn sich der Raum auf über 16° aufwärmt, nimmt die Luft diese Feuchtigkeit auf. Beim Lüften entweicht diese. Wenn Deine Räume ständig zu kalt sind, kann auch durch Lüften keine Feuchtigkeit hinaus.

richtig lüften heißt nicht: auf kipp - das ist total falsch.

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@guterwolf

Das ist jetzt wohl versehentlich unter meiner Antwort gelandet :-)

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das wirst du nicht ganz verhindern können. Das liegt an dem Taupunkt. Kalte Luft kann weniger Luftfeuchtigkeit "speichern" wie warme Luft. Wenn es außen sehr kalt ist und innen warm kondensiert das Wasser an der kälteren Scheibe. Wenn du 3 fach verglaste Fenster hast und zweifach verglaste (wie ich) wirst du den Unterschied deutlich merken. Es kommt also immer auf die Temperatur an der Scheibe an. Natürlich hilft da Stoßlüften damit die Feuchtigkeit in der Wohnung so gering wie möglich gehalten wird un feuchte Luft z.B. vom Wäschetrocknen und kochen abgeführt wird. Meiner Meinung nach liegt es größtenteils an der Qualität der Fenster. In unbeheizten Räumen sollte man möglichst die Türen schließen, da dort die Fenster kälter sind und die Scheiben schneller beschlagen wie in beheizten Räumen. Daher bringt man unter anderen die Heizung auch unter den Fenstern an. Das liegt aber auch an den Kältevorhang (herabfallenden Kälte) der sich bei schlecht isolierten Fenstern bildet. Ein großes Thema. Denke da kann man ein Buch schreiben.

Elune lüftet offenbar antizyklisch: tagsüber und nachts sind die Fenster geschlossen. Im Prinzip ist das aber verkehrt herum. Tagsüber soll es in der Wohnung wärmer sein als nachts.

Die warme Luft am Tage kann auch mehr Feuchtigkeit (Wasserdampf) aufnehmen, woher die auch immer kommen mag (z.B. Kochen, Bewohner, Tiere und Pflanzen). Diese feuchte Luft muß durch Stoßlüften für 5 Minuten (Durchzug!) schnellstens aus der Wohnung, mehrmals am Tag. Dadurch kommt kalte Außenluft rein, die weniger feuchtigkeitsgesättigt ist. Wenn diese sich nun im Raum erwärmt, dann kann sie noch zusätzliche Raumfeuchtigkeit binden. Beim Stoßlüften kühlen auch die Wände, Möbel etc. nicht aus. Die Wärme bleibt dort gespeichert.

Die Türen zu wenig beheizten Räumen (Schlafzimmer) sollten tagsüber geschlossen bleiben. Dort sind die Wände kalt. Wenn ich dann warme Raumluft (mit höherer Feuchtigkeit) reinlasse, kondensiert die Feuchtigkeit an den Wänden und Scheiben; gerade so als wenn man die kalten Scheiben anhaucht!

Richtig Lüften ist eigentlich ganz einfach. Nachts die Fenster auf Kipp lassen, morgens kurz richtig aufmachen und am Tage zu und die Heizung ein bisschen an, damit die Wohnung eine Chance hat, richtig zu trocknen. Dann abends noch mal kurz weit aufmachen und nachts wieder wie vorher beschrieben. Wenn die Wohnung dauernd kalt ist, bzw. das Fenster immer auf, kann sie nicht trocknen, denn von aussen kommt immer nasse Luft rein und nachts dunstet man selbst auch jede Menge Flüssigkeit aus.

Nachts immer auf Kipp kannst du im Winter nicht machen. Stoßlüften ist immer das Beste damit die Wände nicht auskühlen und nur die feuchte Luft nach außen transportiert wird. Dann braucht man im Winter nur die Luft aufheizen. Das ist wesentlich Energiesparender

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@coro1970

Nicht alle Fenster auf Kipp, aber im Schlafzimmer schon.

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"Auf Kipp" lüftet man nicht, das ist falsch.

Die Fenster sollen richtig auf sein, 10 Min. Stoßlüften, ggf. in allen Räumen gleichzeitig.

Darüber streiten sich die Geister. Die eninen sagen, dass in verschiedenen Bereichen des Zimmers die Luft nicht ausgetauscht wird und die Bereiche um das gekippte Fenster im Gegenzug zu weit abgekühlt werden. Dadurch scheinbar das Schimmelrisiko an diesen Stellen erhöht wird. Pauschal läßt sich das aber nicht behaupten, da hier sehr viele Dinge (Einrichtung, Fensterposition, Position der Heizung, usw.) eine Rolle spielen. Befindet sich die Heizung beispielsweise unter demm gekippten Fenster scheidet dieses Risiko aus, da die Heizung bei zu starker Raumabkühlung angeht und somit den Bereich um das Fenster erwärmt. Aber wie gesagt, man kann da Stunden diskuttieren ohne wirklich zu einem Ergebnis zu kommen.

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@Manne67

eine ausreichende Lüftung kann logischerweise nur bei weit geöffneten Fenstern entstehen und bei Lüftung sollte man die Heizung auch so lange abdrehen.

Ich erreiche jedenfalls einen guten Luftaustausch wenn ich in allen Räumen 10 Min. bei offenen Fenstern lüfte und nicht stundenlang ein Fenster auf Kipp stelle.

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@guterwolf

Für den reinen Luftaustausch geht auch ein gekipptes Fenster. Pauschal sagt man, dass es vier bis fünfmal so lange dauert. Rechnet man als Beispiel eine Reduzierung von 65% auf 55% in ca. 8 Minuten bei geöffnetem Fenster, dauert es ca. 40 Minuten bei Gekippten. Das lässt sich mit einem Hygrometer sehr schön nachvollziehen. Für mich selbst macht das gekippte Fenster nur deshalb wenig Sinn, da alles Zusammengenommen der Energieaufwand zum Luftaustausch zu groß und zu teuer ist. Wäre das Fenster Rund um die Uhr gekippt, wäre allerdings im Winter der Luftaustausch ebenfalls gegeben. Die Fenster wäre nicht nass und die Feuchtigkeit käme so gut wie nie über 55%. Das aber macht niemand. Ein Thema über das man stundenlang diskuttieren könnte :-)

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