Wieso haben so viele Russen deutsche Nachnamen und so viele deutsche russische?

13 Antworten

Die heute als Russlanddeutsche bekannten Menschen waren vor rund 300 Jahren mehrheitlich Sklaven ihrer Landesherren. Sie wurden im Austausch gegen Geld für Waffen nach Russland geschickt.Dort sollten sie helfen, das Land aufzubauen, erst mal bewirtschaftbar zu machen. 

Gerade wer den Briefwechsel Katharinas der Großen online liest wird feststellen, dass sich diese Sklaven weigerten, mit der einheimischen Bevölkerung zusammen zu arbeiten. Sie bleiben unter sich, weigerten sich vehement, die landeseigene Sprache zu erlernen, sich mit landestypischen Sitten vertraut zu machen. 

Ein geringer Teil jener Russlanddeutschen waren ausgebildete Handwerker. In D hätten sie keine Arbeitschance gehabt. Denn noch nie in der Geschichte unseres Landes haben wir solchen Wohlstand gehabt wir heute.

Auch die Sklaven waren Hungerleider, die deshalb verkauft wurden, damit der verbleibende Rest der Bevölkerung satt werden konnte. - Auch nachlesbar online. 

Als Adenauer dann das Stalin besuchte, bot Stalin an, alle Kriegsgefangenen UND ALLE Russlanddeutschen kostenlos bis an die deutsche Grenze zu bringen. Adenauer lehnte ab. Er war nur bereit, etwas mehr als 100.000 Kriegsgefangene zurück nach Hause bringen zu lassen. 

Nach dem Mauerfall dann kam Kohl auf die Idee, allen Russlanddeutschen eine Kopfgeldprämie von unseren Steuergeldern finanziert anzubieten, die bereit waren hierher zu kommen. Sie erhielten 20.000,- DM bzw. später 10.000,- Euro pro Person. Es lässt sich online nachlesen, wann dieses Kopfgeld eingestellt wurde. Es lässt sich auch online nachlesen, wie vielen Menschen unsere Steuergelder als Lockmittel gezahlt wurden. 

Für diese Russlanddeutschen wurde dann zum ersten Mal in deutscher Geschichte Deutschunterricht zugelassen. Auch über diese interessante Tatsache lässt sich nachdenken und online recherchieren. 

Mittlerweile ist eine Rückwanderungswelle dieser Russlandeutschen im Gange. Hier haben sie sich von deutschen Behörden massiv fördern lassen um gut bezahlte Jobs zu bekommen. Manche Ortsverwaltung hat für sie extra sogenannte Sozialarbeiter gehabt, die nur für diese Menschen auf Arbeitssuche waren. 

Nun passt diesen Menschen einerseits unser Rechtssystem nicht. Da sind ihnen zu viele Vorschriften. Andererseits mussten sie hier feststellen, dass die Kinder und Enkelkinder unserer Gastarbeiter tatsächlich nicht als Untermenschen zu behandeln sind. Auch dazu wirst Du online fündig. 

Deutscher ist, wer einen deutschen Vorfahren nachweisen kann. So ist es geltendes Recht. Geworden im Rahmen dieser Zuzugswelle. 

Da also ausreicht, eine deutsche Mutter gehabt zu haben, also eine Mutter mit deutschen Wurzeln, versteht sich von selbst, dass eben auch Menschen anerkannt wurden, die einen typisch russischen Nachnahmen haben. 

Es geht hier also um ein wenig deutsche Geschichte. Schadet nicht, sie zu kennen. Durchaus auch detaillierter als ich hier zusammen gefasst habe. Einfach mal die Suchfunktion des Browsers nutzen

Denn wer seine eigene Geschichte nicht kennt, kennt seine Wurzeln nicht. Wer seine Wurzeln nicht kennt, hat keine Identität. 

Adenauer wurde ja recht alt, aber 300 Jahre hat auch er nicht geschafft. Auch ansonsten ist deine Geschichtsinterpretation ziemlich eigenwillig. Ein klitzekleiner Link  würde dem User vielleicht nützen, etwas Ordnung in das Wirrwarr von Sklavenhaltern, Hungerleidern und Kohlhändlern zu bringen. Zum Beispiel beim Briefwechsel Katharinas: Mit wem? Mit den Skaven oder mit Stalin?

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@Wurzelstock

Ich habe in der Schule Textverständnis gelernt. War es bei Dir verboten, diese Fähigkeit zu vermitteln? Scheint so. Oder Du hast sie verloren. 

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@teafferman

Wir lernten seinerzeit, uns klar und unmissverständlich auszudrücken. Im großen und ganzen gab es dafür zwei Wege: Entweder mit Hilfe der Mathematik und Geometrie, oder mit Hilfe von Grammatik und Synthax.

Beide Wege führten zum gleichen Ergebnis: Der Fähigkeit, mit Hilfe der Dialektik eine eigene Sicht der Dinge geordnet zu Papier zu bringen. Wenn einer so einen Stuss ablieferte wie Du, wurde das vor der Klasse genüsslich zerfleddert. Mehr konnte man damals wie heute nicht damit anfangen - egal, worum es ging.

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@Wurzelstock

Rund 300 Jahre Geschichte hier unterzubringen auf eine Weise, dass auch Oberflächenleser mitkommen, hätte mindestens einen Kommentar von mir noch erfordert. Und dann geht das Gejammere los, es wäre zu viel Text. 

Aber vielleicht habe ich ja auch zu viel verlangt als ich davon ausging, dass es jedem Menschen mit einem Mindesansatz an Allgemeinbildung bekannt sei zu wissen, wann die von mir genannten Menschen gelebt haben. 

Gekrähe nach Links finde ich übrigens abstoßend. Wir alle sitzen an der größten Informationsmaschine der Menschheitsgeschichte. Die darf jeder selbst nutzen lernen. 

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@teafferman

Es geht um die Herkunft von Familiennamen. Nicht um ein Gekrähe nach links oder rechts. Wenn das aber einer mit Gewalt unterbringen möchte, obwohl nicht danach gefragt ist, soll ers wenigstens ordentlich tun. Das heißt in einer logischen Abfolge. Ansonsten, Genosse: Thema verfehlt. Probiers beim nächsten Mal besser zu machen.

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@Wurzelstock

Das Aufzählen von Fakten führt nicht automatisch zu irgendeiner Richtung. Denn Fakten sind unabhängig von irgendwelchen Hirngespinsten. 

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Zephyra hat Recht. Es ist nicht nur bei Russen und Deutschen so, sondern in allen Völkern. Es gab immer Zeiten mit verstärkter Migration, die meistens auf einem ökonömischen Gefälle beruhten. Die sozialen Bindungen, die es natürlich auch immer gab, wurden und werden dagegen selten zum augenfälligen Phänomen.

So finden sich bei uns in Deutschland italienische Familiennamen, die auf die Bänker des 18. Jahrhunderts zurückgehen. Polnische Namen, die auf Bergleute des 20. Jahrhunderts zurückgehen. Französische Namen, die auf die Kolonisierungen Friedrichs des Großen zurückgehen. Und englische Namen, die von englischen Wollhändlern stammen. Das sind nur ein paar Beispiele.

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