Wieso habe ich kein Mitgefühl für andere?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich glaube, dass bei deinen Gefühlen etwas aus dem Ruder geraten ist, du aber sonst normal bist. Wie sieht es bei dir mir mit "negativen" Gefühlen wie Wut und Hass aus? Wir alle haben diese Gefühle und es sind für mich Kraftquellen. Ich finds nicht gut, dass du Leute schlägst, aber ich glaube, der Hintergrund sind die verdrängten Gefühle. Und dass du nichts spürst ist eigentlich, dass du wütend auf die Person bist.. Ich glaub nicht, dass du nichts fühlen kannst. Deshalb ermuntere ich dich  Wut als etwas Gutes und einen Teil von dir anzusehen. Du sollst es nur spüren und es geht nicht darum es auszuleben. Vielleicht geht's dir dann besser.

 Empathie ist auch ein Schlagwort, was oft so rausgehauen wird. Ich denke man muss nicht empathisch sein. Damit entfernt man sich von sich selbst. Es ist im Grunde eine Selbstentfremdung, weil man spüren soll, was der andere empfindet.

 Bei den Todesfällen ist es so, dass allgemein gedacht oder erwartet wird, man müsse traurig sein, wenn jemand stirbt. Aber es ist genauso okay, wenn man nichts fühlt. Das hat nichts mit Gefühlskälte zu tun. 

Für mich persönlich ist der Verstorbene auch nach dem Tod noch da. Es kann sein, dass du diese geistige Verbindung auch spürst, und es deshalb nicht so dramatisch für dich ist. 

Ich finde es schonmal ein gutes Zeichen,dass dir überhaupt bewusst ist,dass da emotional etwas nicht stimmt und du es gerne ändern würdest.

Du schreibst,dass das bei Dir im Alter von 5 Jahren anfing.

Erinnerungen in den ersten 2-3 Lebensjahren sind im Normalfall auch nicht vorhanden. Entweder hast du in diesen Jahren etwas erlebt,was dir nicht bewusst ist-oder aber es ist irgendetwas im Alter von 5 Jahren vorgefallen,was Dich zu diesem kompletten Rückzug Deiner Gefühle veranlasst hat.

Meistens sind das psychische oder physische Missbräuche,die da stattfinden.

Du schreibst,du hast eine Therapie mitgemacht,die Dir scheinbar nicht wirklich geholfen hat.

Da es unabdingbar ist,in einer Therapie zunächst mal die Ursache rauszufinden bevor ich meine Verhaltensmuster entsprechend ändern kann, würde ich Dir,zu einer inzwischen wissenschaftlich anerkannten, Hypnosetherapie bei einem seriösen und guten Hypno-therapeuten raten.

Diese Therapien haben nicht das Geringste mit Hokus-Pokus zu tun,wie man dies allgemein aus der Showhypnose kennt, sondern sie arbeitet direkt mit dem Unterbewusstsein und holt Ereignisse ins Bewusstsein,die man längst verdrängt hat und nicht zulassen kann oder mag.

Ein erster nötiger Schritt,um dann therapeutisch weiterarbeiten zu können.

Seriöse Hypnotherapeuten findest du über Dachverbände. Z.B. unter DVH,

dem Deutschen Verband für Hypnose.

Alles Liebe!

Ist in der fünften Klasse passiert, also 10-11 Jahren.

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@unangebracht98

Dann weißt du vermutlich den Auslöser ja bereits dafür. Wir denken sehr oft,dass emotional vieles verarbeitet ist, was Jahre später dann doch wieder hochkommt und verarbeitet werden muss,weil es von uns verdrängt wurde oder eben nicht richtig verarbeitet wurde.

Lass Dir helfen und vertraue darauf,dass Dir geholfen werden kann;achte aber bitte unbedingt darauf,dass du einen Therapeuten findest,dem Du vertraust. Eventuell wäre ein Traumatherapeut genau das richtige für Dich.......

Alles Liebe!

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Empathie istdenke ich nicht bei allen Menschen vorhanden. Es ist sehr schwer zu erlernen und ich für meinen Teil habe es aufgegeben. Ich habe ein paar Freunde die sich auch öfters schwer tun mit mir und sogar eine funktionierende Beziehung auch wenn es tierisch nervt das jemand eingeschnappt oder sauer ist und es dir noch erklärt als wäre es das normalste der Welt und du einfach nicht verstehst warum derjenige nun sauer ist oder sonst was. Mit Freude ist es genauso nervig da das Gefühl bei anderen wohl anstecken ist wie Niesen. Wenn man nicht emphatisch ist freut man sich allerdings nicht mit Menschen. Man teilt keine Gefühle und das kann einsam machen :/

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