Empathie - wie geht es das sich manche Menschen in andere so hineinversetzen können & andere nicht?

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ich bin der festen überzeugung, dass sich vor allem menschen, die selber einiges mitgemacht haben bzw. leid erfahren haben, besser in andere hineinversetzen können als leute, die sowas z.b. nur studiert haben. deshalb finde ich auch selbsthilfegruppen sehr sinnvoll, denn nur, was man selbst einmal erlebt hat, kann man besser bei anderen nachempfinden

Jeder Mensch ist unterschiedlich und fühlt demnach auch anders, dass hat wie vieles auch mit unseren Genen zu tun. Es kommt aber auch auf die Elterliche Prägung an, so wie auf die eigene Entwicklung und Erfahrungen (Biologische Faktoren, Soziokulturelle Faktoren, Psychische Faktoren). Es gibt auch verschiedene Neuronale Erkrankungen, die zu einer zuhnahme oder abnahme von Empathischen Empfindungen führen. ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung) ist ein Beispiel dafür, neben den vielen schlechten Eigenschaften der Erkrankung, wie Konzentrationsstörungen, gibt es auch viele Positive, so hat der Erkrankte ausgeprägtere Empathische empfindungen, sowie einen erhöhten Gerechtigkeitssinn. Es gibt natürlich noch vieles mehr aber ich hoffe das genügt dir vorerst und konnte dir etwas helfen. Im übrigen fühlst du nicht 100% was die anderen fühlen, du kannst es nur sehr gut einschätzen und dir selber ihren Schmerz etc vorstellen.

Mitleid ist keine Empathie. Mitleiden macht hilflos und ist in schlimmen Situationen eher kontraproduktiv, Empathie ist die Fähigkeit, die Situation eines anderen Menschen nachempfinden zu können, ohne in gleicher Weise zu leiden. Empathie macht einen nicht handlungsunfähig, Mitleid jedoch oft.

Notfallhelfer, egal welcher Art, können Empathie empfinden und trotzdem einen klaren Kopf behalten. In Notsituationen sind sie oft die einzigen, die kompetent und sachlich bleiben können. Mitleidende Menschen können in extremen Situationen eher sehr störend sein weil sie rein gefühlsmäßig reagieren und keinen Blick mehr haben auf das, was dringend nötig ist.

Ein ausgeprägtes Helfersyndrom kann einen auslaugen zumal man selbst nur ungern und schwer Hilfen annimmt und das Mitgefühl von anderen nur schwer erträgt.

Man muss den goldenen Mittelweg finden.

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