Wieso finden so viele Christen das Homosexualität keine Sünde ist?

42 Antworten

Es ist für mich halt Sünde - aber vieles ist Sünde. Es ist halt kein Ausschlusskriterium um Jesus zu treffen, es befreit aber auch nicht vor der allgemeinen Anklage vor der die ganze Welt steht: DU (Jeder) hat die Heiligen Gesetze Gottes gebrochen und wird deshalb in die Ewige Hölle gehen. Solange man darüber keine Reue vor Jesu zeigt, kannst Du die tollsten Pro- oder Contrareden halten - das Schwert schwebt über dir. Und außerdem muss man halt Jesu in sein Leben einladen. Meistens klappt das besonders gut, wenn das Herz zerbrochen ist und man ruft genau dann wenn es einem richtig schlecht geht: Jesu in sein Leben. (Jesus heißt Retter)

Und man muss folgendes Bedenken: Jede Droge, jede Sexualität ist eh nur ein Schatten im Vergleich zur Liebe, die nur von Gott kommt - wir Menschen haben Philio-Liebe (diese hängt immer von irgend was ab) - Gott hat Agape Liebe - diese Liebe ist größer als alle Sünden sobald man diese bereut. Es wird in der Bibel auch von der "Ersten Liebe" gesprochen.

Wie gesagt, ich finde das Thema LGBTQ ist aufgeblasen, weil wir eben alle die Heiligen Gesetze gebrochen haben und die Hölle nur durch echte Reue überwinden können - z.B. steht in der Bibel, dass ALLE Lügner in den See auch Feuer und Schwefel geworfen werden. ALLE - ja auch Du. Bei ALLE gibt es keine Ausnahmen. Nur das Blut Jesu am Kreuz von Golgatha kann das verhindern. Nichts anderes. Du kannst 1000 mal gute Taten tun, du kannst 1000 mal "irgend wie ja an Gott glauben" - nützt dir gar nichts.

Hallo Chris200131,

ein Christlicher Glaubensinhalt ist, dass Gott Liebe ist. Liebe eint mit Gott - und in der Folge sind alle Menschen, die eins mit Gott sind, eins.

Die Liebe kann in der Einheit nie diskriminieren, sonst würde die Einheit zerbrechen. Somit diskriminiert sie weder biologische Geschlechter noch geschlechtliche Identifikationen noch deren Neigungen zu einander.

Die Einheit drückt sich in Nähe aus. Die größte Nähe ist sicherlich Sexualität: näher geht nicht. Sexualität rein auf die Fortpflanzung einzuschränken, würde Freiraum einengen, ohne dass andere Freiräume sonst berührt wären. In der Einheit schafft Liebe auch Freiräume - und eine solche Einschränkung wäre außerhalb der Liebe.

Sexualität rein auf miteinander biologisch fortpflanzungsfähige Menschen einzuschränken wäre wieder Diskriminierung und damit wieder außerhalb der Liebe.

Egal, was irgendwo mal überliefert wurde, alle Menschen, was Christen einschließt, dürfen das an der Liebe bemessen - und Liebe könnte so manchen kulturell motivierten Religionismus deutlich machen, wo Einheit vermieden oder zerbrochen ist, wo Freiräume eingeschränkt werden, ohne dass durch diese Freiräume andere Freiräume eingeschränkt würden.

Mit vielen lieben Grüßen

EarthCitizen

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Sexualität hat mit Liebe nichts zu tun, dies also hier argumentativ einzusetzen ist wohl daneben. Nicht daneben ist natürlich die Liebe zu unseren Mitmenschen welche eine andere sexuelle Orientierung haben. Wer da richtet liebt nicht.

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@Viktor1

Seit wann darf Sexualität nichts mehr mit Liebe zutun haben.

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@DarkstarGI
Seit wann darf Sexualität nichts mehr mit Liebe zutun haben.

Falsche Frage. Essen kann auch etwas mit Liebe zu tun haben.

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@Viktor1

Man könnte sagen, dass rein archaisch Sexualität nur mit Fortpflanzung und alles drum herum mit deren Anbahnung zu tun hat. Liebe findet aber in Sexualität über diese Archaik hinausgehend Ausdruck.

So ist es gerne ein Moment der Liebe sich selbst gegenüber, wenn man z.B. die eigene Lieblingsspeise ist: sich damit einen wundervollen Moment schenkt.

Es ist beobachtbar, dass Liebe und Sexualität, wo es um Gott ging, voneinander separiert betrachtet wurden - auch wenn in dem Umfeld oft von Liebe landläufig gesprochen wird. Es waren da Begriffe wie "Agape" und "Eros" im Gebrauch. Heute kann man sagen, dass es um bestimmte Ausdrucksdimensionen von Liebe gegangen ist, wobei die Sexualität diskreditiert wurde.

Liebe bietet insbesondere den Freiraum, sie so oder so zu sehen: Überlieferungen zu folgen - oder ganz neu zu denken. Sie bietet auch den Freiraum, gemeinsame Freiräume einengen zu lassen oder in Anspruch zu nehmen.

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@EarthCitizen20
Man könnte sagen, dass rein archaisch Sexualität nur mit Fortpflanzung und alles drum herum mit deren Anbahnung zu tun hat.

Nein, i.R. mit Triebbefriedigung, kein Mensch denkt an Fortpflanzung außer wenn bewußt ein Kinderwunsch besteht. Die Einbindung der Sexualität in eine Liebesbeziehung ist natürlich ein Wunsch-Ideal und es wird partiell wohl auch so erzielt. Deine anderen Belehrungen/Darstellungen von "Liebe" sind zwar gut gedacht/angelernt, doch darum geht es hier nicht, auch nicht um irgendeine Gottesliebe,

Ich möchte behaupten, daß 99% der "Sexualakte" mit Liebe nichts oder nur bedingt zu tun haben, dagegen Verzicht auf mögliche Sexualbetätigung sehr wohl.

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@Viktor1

Möglicherweise ist die Häufigkeit von Sexualität "stand-alone" in dieser Größenordnung - sodass dies suggeriert, das Sexualität nichts mit Liebe zu tun hat. Was würde dann bleiben? Sexualität aus Liebe auszugrenzen. Das beobachten wir.

Es gibt dann vielleicht nur eine kleine Häufigkeit, wo Sexualität mit Liebe zu tun hat. Das beobachten wir auch.

Wollen wir Liebe verstehen, so findet sich dieses Modell, von dem ich sehr oft spreche, und das sich hier in der Beratungspraxis zu diesen Themen sehr oft anwenden lässt. Es ist auch auf ein Leben generell anwendbar - und liefert dort die Basis für Sexualität als Moment von Liebe - auch wenn Sexualität "stand-alone" sein kann.

In Beziehungen zwischen gleichen geschlechtlichen Identifikationen oder auch gleichen biologischen Geschlechtern, mag Liebe eine Rolle oder keine Rolle spielen. Das hindert nicht, dass Liebe über die Einheit das zwischen allen geschlechtlichen Identifikationen vom theoretischen Ansatz her ermöglicht.

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@EarthCitizen20
Was würde dann bleiben? Sexualität aus Liebe auszugrenzen.

Eine "was wenn Hinterfragung" belegt doch nichts. Eine Einbindung ist aber doch wünschenswert.

Das hindert nicht, dass Liebe über die Einheit das zwischen allen geschlechtlichen Identifikationen vom theoretischen Ansatz her ermöglicht.

So in etwa schon. Liebe ist nicht auf eine bestimmte geschlechtliche Indentifikation beschränkt, auch nicht die, welche die bekannten starken Gefühle bewirkt.Tatsache ist aber auch, daß erotische Gefühle oft der Liebe zugeordnet werden, weil dies oft nicht diffennziert erkannt wird. Ein Beleg dafür ist, daß entsprechende Zurückweisung oft aus "Liebe" Hass bewirkt.

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Homosexualität ist eine Lebensform, die man zu achten hat, egal ob Christ, Agnostiker, Atheist etc. Wer homosexuelle Menschen verpönt oder diskriminiert, handelt gegen die Grundrechte des Menschen und das Grundgesetz. Niemand hat das Recht einen Menschen wegen seiner Kultur, Hautfarbe, Sexualität oder einer Behinderung, zu verachten oder abzulehnen.

Aber wer sich als Christ ausgibt der sollte sich doch auch nach der Bibel ausrichten, oder?

Weil man sich nicht ganz an dem alten Dingsbums ausrichtet, sonst müsste man Ehebrecher ja auch steinigen oder töten, wen man für eine Hexe hält - was beides ziemlich schnell im Knast enden würde.

Und weil man irgendwo selbst als Christ weiß, dass der alte Scheibeissdreck größtenteils nur dummes Gelaber ist.

a) Weil sie nicht mehr in altertümlichen Vorstellungen leben

b) Weil Gott die Homosexuellen als solche geschaffen hat (oder hat er da Fehler gemacht?)

c) Weil sie sich nach den Gesetz richten

d) Weil sie tolerant gegenüber anderen Menschen sind, die niemand was antun

f) Weil sie die Bibel wg. widersprüchlicher Aussagen nicht als der Weisheit letzter Schluss ansehen