Wieso fallen Planeten nicht in die Sonne?

15 Antworten

Einige (erschreckend wenige...) Antworter haben die Sache ja schon richtig erklärt. Man kann diese Antwort aber ganz direkt an Deinen eigenen Worten anknüpfen:

Woher bekommen die Planeten die Energie um es nicht zu tun?

Sie bekommen diese Energie nicht, sondern sie haben sie schon, VERLIEREN sie aber nicht. Genau wie im Beispiel Deiner Murmel im Trichter, die anfängt im Trichter zu kreisen (wenn sie nicht genau ins Zentrum gerollt wurde). Anfangs ist dies tatsächlich die Situation, in der sich auch die Planeten befinden, nur dass der "Trichter" eben kein normaler Trichter ist, sondern der Schwerkrafttrichter, der durch die Sonnenmasse gekrümmten Raumzeit.

Die Murmel hat bei ihrer Bewegung aber sowohl einen Luftwiderstand zu überwinden, als auch einen Rollwiderstand (beides wegen Reibung; einmal an den Luftmolekülen, und zum anderen durch das Aufliegen der Murmeloberfläche auf der Trichteroberfläche). Dadurch VERLIERT die Murmel ihre anfängliche Bewegungsenergie, wird langsamer und nimmt eine kontinuierlich entsprechend kleinere Kreisbahn um die Mitte des Trichters ein.

Würde man einen Planeten bis zum Stillstand abbremsen, würde er direkt in die Sonne fallen, genau wie es auch im Beispiel mit der Murmel geschehen würde, wenn Du sie ihm Trichter anhalten würdest.

Was @Remelken zur Orbitalbahn sagte, ist auch sehr wichtig zu wissen und so auch richtig und veranschaulichend ausgedrückt, wie er es sagte:

Die Planeten fallen ständig in die Sonne, nur das sie sich zusätzlich so schnell senkrecht zur Fallrichtung bewegen das sie die Sonne ebenso ständig verfehlen.

Die Planeten - oder auch ein Satellit in einer Erdumlaufbahn - fallen zur Sonne (bei den Satelliten im Erd-Orbit natürlich zur Erde), weil sie sich in ihrem Schwerkraftfeld befinden. Sie haben aber außerdem auch eine Vorwärtsbewegung, weshalb sie in einem Bogen fallen, genau wie auch ein Stein, den Du auf der Erde von dir weg nach vorne wirfst, in einem Bogen zur Erde fällt.

Wirfst Du den Stein stärker, wird der Bogen flacher, der Stein trifft den Boden also weiter erst entfernt von Dir. Würdest Du den Stein nun so stark werfen, dass sein Fallbogen so flach würde, dass er der Erdkrümmung gleichen würde, und wäre da keine Atmosphäre, die den Stein abbremsen würde, dann hättest Du ihn durch diesen extrem starken Wurf tatsächlich in einen super niedrigen Erdorbit geworfen, wo er in Abwurfhöhe um die Erde fallen würde, ohne sie je zu treffen, da der Bogen, mit dem er fallen würde ihn zwar dauernd nach unten ablenken würde, die Erdoberfläche sich aber im selben Maß unter ihm krümmen würde.

Der Vergleich mit dem Trichter ist nur ein Modell. Er hinkt.

Modelle bilden immer nur einen Teil der Realität ab, darüber muss man sich bei einem Modell immer im klaren sein.

Murmeln, die in einem Trichter im Kreis rollen, unterliegen der Reibung. Sie verlieren dadurch allmächlich an Bewegungsenergie, darum werden die Kreise immer kleiner und irgendwann mal fallen sie ins Loch.

Planeten bewegen sich im Weltraum - und das auch im "Schweretrichter" einer Sonne - ohne Reibung. Sie verlieren keine Bewegungsenergie.

Wenn der Trichter keine Reibung hätte, würden die einmal angestoßenen Kugeln ewig weiterrollen.

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Die Planeten fallen ständig in die Sonne, nur das sie sich zusätzlich so schnell senkrecht zur Fallrichtung bewegen das sie die Sonne ebenso ständig verfehlen. Da die Reibung im Planetaren Raum sehr gering ist werden sie kaum abgebremst und wandern so kaum nach innen.

Die Energie für den Ortbit kommt tatsächlich aus der Anziehung zwischen Sonne und Planet, der Drehimpuls war schon immer vorhanden.

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