Wie wichtig ist es für euch, dass euer Partner/eure Partnerin bodenständig und zuverlässig ist, wenn ihr mit ihm/ihr eine Familie gründen wollt?

Das Ergebnis basiert auf 20 Abstimmungen

wichtig bis sehr wichtig 85%
ich will generell keine Kinder 10%
ich will generell keinen Partner/keine Partnerin 5%
mittelwichtig 0%
kaum bis gar nicht wichtig 0%

3 Antworten

wichtig bis sehr wichtig

Ich bin der Meinung dass für jede Beziehung, egal ob Kinder ein Ziel sind oder nicht, beide Partner so bodenständig sein sollten dass ein bürgerliches Leben möglich ist. Unter "bürgerlichem Leben" verstehe ich keine altdeutsche Spießigkeit mit Reihenhaus und Jägerzaun und Gesangverein ------> sondern lediglich ein Leben, in dem man sich an gesellschaftliche Regeln hält auch was das Zusammenleben und die Umgangsformen, die vernünftige Regelung von Finanzen, geregelte Jobs, seriösen und soliden menschlichen Umgang (keine dubiosen "Pseudofreunde" mit Hang zu semi-legalen Geschäften und keine 400 Partypeople auf Facebook die man sowieso nicht kennt ---> du wirst wissen was ich meine), das Pflegen einer eigenen Wohnung mit ordentlicher Haushaltsführung und ähnliche "Eckpfeiler" betrifft.

Ich (m, 30) könnte echt nicht mit einer Frau zusammen sein, die nur rumgammeln oder ihre Finanzen nicht im Griff hätte oder nicht bereit dazu wäre, in irgendeiner Weise zum Unterhalten und Pflegen der gemeinsamen Wohnung beizutragen. Da müssen immer beide gleichsam mitschaffen, damit es gut wird - egal ob Kinder da sind oder nicht. Wenn es Kinder gibt oder bereits Haustiere, die man ja auch versorgen und pflegen muss, ist das natürlich noch wichtiger. Für Kinder und auch Tiere sind Verantwortungsbewusstsein und Zuverlässig sowie Vorbildfunktionen sehr wichtig, sonst wird das nix und gibt es irgendwann Probleme: Tiere gehen ein, wenn man sie nicht füttert und pflegt; orientierungslose, von unreifen Eltern im Stich gelassene Kinder neigen zu Verhaltensauffälligkeiten, schlechten Schulleistungen und ecken einfach an.

und sie sollte natürlich kein CFS haben...

sorry, bin nachtragend

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@Liebello
 CFS

Chronicfatigue-Syndrom?

Wäre vielleicht eine größere Herausforderung, das stimmt, aber so etwas lässt sich über gute Therapeuten meist steuern. Ich kannte einen Lehrer, der das hatte.

Meine Partnerin hat selbst einige psychische Probleme durch eine schwierige Kindheit und nicht einfache Familienverhältnisse - ist nicht immer einfach, aber bisher hat es gut funktioniert.

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@rotesand

was genau meinst du mit "gutem Therapeuten"?

denkst du CFS ist psychisch?

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@Liebello

Nein, der Mann war in einer Spezialklinik gewesen und pausierte ein ganzes Schuljahr. Danach ging es ihm wieder relativ gut bzw. er hat dann bis zur Rente noch mit halbem Deputat unterrichtet - er war aber nicht mehr der "Alte". Man hat das gemerkt.

was genau meinst du mit "gutem Therapeuten"?

Ich meine damit letztlich gute Behandlung/gute Ärzte.

sorry, bin nachtragend

Ich weiß leider nicht mehr, was du genau damit meinst. Falls ich mich mal im Ton vergriffen haben sollte, bitte ich um Entschuldigung.

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@rotesand

es ging um eine Antwort, die du mal auf eine Frage geschrieben hattet (nicht von mir)

CFS ist eine chronische Autoimmunerkrankung mit genetischem Unterbau

du meintest, dass für dich eher eine Frau im Rollstuhl in frage käme als jemand mit CFS...

ich weiß, dass es dir leid tut, kränkt mich aber trotzdem

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@Liebello

Ich glaube mich zu erinnern, ja... ich wäre mal fast mit einer im Rollstuhl sitzenden Frau zusammen gekommen (sie war beidseitig Oberschenkelamputiert), vielleicht habe ich mich darauf berufen - ich meine, das könnte so gewesen sein.

Da bin ich aber ehrlich und muss sagen, ich erlebe eine chronische Erkrankung schon lang bei meinem Cousin mit und weiß, wie es ist. Ich bin seine Hauptbezugsperson und achte, dass er sein Leben halbwegs in den Griff kriegt. Deswegen wohnt er grundsätzlich in meiner Nähe.

Ein kranker Partner isoliert einen selbst und die ganze Familie. Mein Cousin war in unserer Heimat als Drückeberger verschrien, weil er mit Anfang 40 nicht mehr arbeiten konnte. Freunde, Bekannte, ehemalige Mitschüler usw. wollten keinen Kontakt mehr, er wurde auf Klassentreffen nicht eingeladen und mir wurde nahegelegt, ihn nicht auf öffentliche Feste usw. mitzubringen.

Ich weiß nicht, ob ich dieses ganze Leid, das damit verbunden wäre und auch den menschlichen/gesellschaftlichen Verzicht bzw. die ganzen Einschränkungen ein Leben lang 24/7 vor Augen haben und irgendwann vom Ehemann zum Pfleger degradiert werden würde. Das hätte auch damit was zu tun, dass ich fachlich jedem Pfleger haushoch unterlegen wäre (bin "nur" Industriekaufmann).

Das geht ja noch weiter: Ich kannte einen Mann, der eine behinderte Tochter hatte/zuhause pflegte so gut es ging und dessen größte Sorge war was passiert, wenn er stirbt und die Tochter überlebt? Am Ende kam es zwar andersherum und die Tochter starb als sie ca. 40 und er ca. 70 gewesen ist, aber trotzdem, solche Sorgen sind genauso quälend wenn der eigene Partner dahin siecht und nicht klar ist, was sein wird. Das wird ja mit den Jahren nicht besser.

Es tut mir leid, wenn ich dich verletzt habe - ich habe jedoch solche unschönen Erfahrungen gemacht, dass ich nicht wüsste ob ich es aushalten würde.

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@rotesand

nicht alle CFS-Kranken sind pflegebedürftig, es gibt die Erkrankung in verschiedenen Ausprägungen

mit der richtigen Ernährung und Nahrungsergänzungsmitteln sowie der richtigen mentalen Einstellung ist man mit CFS auch nicht bettlägerig, nur schnell erschöpft und nicht belastbar

und die Erkrankung verschlimmert sich auch nicht kontinuierlich, sondern es gibt gute und schlechte Phasen

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wichtig bis sehr wichtig

Das wären für mich im Bezug auf jede Beziehung so mit die wichtigsten Voraussetzungen und für eine Familiengründung dementsprechend ebenfalls als unerlässlich anzusehen!

wichtig bis sehr wichtig

Das sind Eigenschaften die für mich immer wichtig sind, auch ohne Kinder

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