Wie steht ihr zum sogenannten Gendern?

Das Ergebnis basiert auf 70 Abstimmungen

männlich, negativ 59%
weiblich, negativ 20%
weiblich, positiv 16%
männlich, positiv 6%

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Weder noch, in Fällen wie aus Mitarbeiter, Mitarbeiter*innen zu machen kann ich es verstehen und habe nix dagegen.

Wenn aber versucht wird an der Grammatik rumzupopeln oder lächerliche Aktionen wie "Amen and Awoman" finde ich das nicht gut.

männlich, positiv

Ich bin generell für eine gendersensiblere Sprache, also für das s.g. "Gendern". Dabei suggeriert der Begriff "Gendern", dass die deutsche Sprache erst dann "gegendert" wird, also das Geschlecht der jeweiligen Personen explizit wird, wenn man gendersensible Sprache nutzt. Das stimmt so allerdings nicht, da das Deutsche generell Genera kennt - es ist also i.d.R. immer irgendwie "gegendert". Außerdem hat das generische Maskulinum, welches durch gendersensible Sprache als Standard abgelöst wird, einen maskulinen Bias, d.h. es werden i.d.R. zunächst und überwiegend Männer assoziiert.

Gekonntes Gendern besteht dabei für mich aus einer Kombination der verschiedenen Möglichkeiten und nicht aus dem strikten Einsatz einer einzigen Variante. Außerdem finde ich Gendern nur dann "notwendig", wenn es im Kontext sinnvoll ist. Man muss nicht in jedem Kontext, und auch in entsprechenden Kontexten nicht jedes Wort gendern. Gendersensible Sprache ist auch keine "Lösung für alles", sondern ein Baustein von vielen für eine Gesellschaft, in der Nicht-Männer sichtbarer sind als in unserer heutigen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Doktor der Englischen Sprachwissenschaft
Gendersensible Sprache ist auch keine "Lösung für alles", sondern ein Baustein von vielen für eine Gesellschaft, in der Nicht-Männer sichtbarer sind als in unserer heutigen.

Gendern ist keine organische Anpassung und Fortentwicklung, sondern ideologisch motivierte Verhunzung der deutschen Sprache.

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@David

Vielen Dank für die Mitteilung deiner Meinung. Einen schönen Tag noch.

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Von Experte Kajjo bestätigt

Hallo,

das auf das (Gender)Sternchen oder sonstige Zeichen reduzierte Gendern sowie das Gendern durch substantivierte Partizipien (Studierende, Mitarbeitende, Lehrende usw.) sowie andere "Wortungetüme" sind in meinen Augen so unnötig, wie ein Kropf!

Zeit und Tinte für Studentinnen und Studenten, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Lehrerinnen und Lehrer usw. sollte immer sein.

Deshalb gendere ich auch nicht, spreche und schreibe auch nicht den Genderstern, und es nervt mich ungemein, wenn ich Nachrichtensprecher und Fernsehmoderatoren ihn aussprechen höre - was heißt aussprechen, es ist ja vielmehr eine Kunstpause.

Ganz ehrlich komme ich mir mit diesem Gegendere ziemlich vera....t vor. [Sie A...h, ist auch nicht höflicher als Du A...h.]

AstridDerPu

männlich, negativ

Kommt darauf an, wie es umgesetzt wird. Wenn man beide Formen verwendet, dann stört es mich nicht(z.Bsp. Lehrerinnen und Lehrer).

Sternchen, Unterstriche, Binnen- I, Schrägstriche und Ähnliches finde ich persönlich lächerlich. Es macht Texte unlesbar und sieht bescheiden aus. Gesprochen klingt es auch einfach nur albern.

Und es ist nicht barrierefrei, durch das Gendern werden Teile der Bevölkerung ausgeschlossen.

https://www.netz-barrierefrei.de/wordpress/barrierefreies-internet/barrierefreie-redaktion/texte/gender-gerechte-sprache-und-barrierefreiheit/

Zum Glück muss man so was ja nicht mitmachen. Gegenderte Texte lese ich nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt.

Besonders beliebt scheint das in der Bevölkerung eh nicht zu sein:

https://www.haz.de/Nachrichten/Politik/Deutschland-Welt/Deutsche-haben-keine-Lust-auf-Gendern

weiblich, negativ

Ich finde es unnötig. Hab gegen niemanden was der es tut aber meiner Meinung nach ist es trotzdem Schwachsinn, ich mach da nicht mit