Wie setze ich mich im Kindergarten richtig durch?

11 Antworten

Du kannst nicht eine Rolle einnehmen, du musst sie füllen! Das heisst, solange die Kinder deine Unsicherheiten spüren, werden sie dich nicht für voll nehmen und das ist auch ganz normal. Die kriegen auch mit, dass du noch nicht ausgebildet bist und im Team der Erwachsenen hinter denen zurück stehst. Was du machen kannst ist, üben, üben und nochmals üben. Sei klar und konsequent, sei erwachsen und Grenze dich ab. Kinder reagieren sehr gut auf Vorbilder und lassen sich gerne von denen anleiten. Gib dir Zeit und verliere nicht den Mut.

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wenn sich die Jungs prügeln, gehe einfach hin und sage "STOPP". Keiner schlägt mehr den anderen, das musst du unbedingt verhindern. Nehme die Jungs zu dir und frage jeden, warum er gehauen hat, was der andere gemacht hat, wie es dazu kam, wer was falsch gemacht hat???? Bekomme es heraus, das ist wie ein Detektivspiel.

Dann erkläre den Kindern, dass man nicht hauen darf, dass man den anderen nicht verletzen darf, weil das nämlich wehr tut. Und keiner will selbst, dass er gehauen wird, also darf man auch andere Kinder nicht hauen.

Zeige ihnen auf, welche anderen Möglichkeiten sie haben. Z.B. sagt ein Junge, der hat mir das Auto geklaut, darum habe ich geschlagen, weil das ist meines und er darf es mir nicht wegnehmen. Dann musst du ihm einen besseren Weg aufzeigen und evtl. sagen: du könntest anstatt zu hauen ihn ja auch bitten, dir das Auto wieder zu geben, weil du es als erstes gehabt hast. Er kann sich auch ein anderes Auto nehmen oder etwas ganz anderes spielen.

Du musst Streit schlichten, wenn es die Kinder nicht selbst machen können und bessere Möglichkeiten aufzeigen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Bin ein erfahrener und vielseitiger Sozialpädagoge

Ich war immer einer der wenigen, die im Kindergarten kein Problem hatten, sich bei den Kleinen durchzusetzen. Sind also nur persönliche Erfahrungen.

Wichtig ist erstmal ein ruhendes Gesicht, wenn du lachst oder grinst während du versuchst eine klare Ansage zu machen, wird das garnichts.

Das zweite ist laut und deutlich zu sprechen. Dabei muss der Ton richtig aus der Lunge, bzw. dem Bauch rauskommen.

Schau die Person die am meisten Ärger macht oder laut ist mit weit offenen Augen an und beweg dich kein bisschen.

Klingt vielleicht erstmal dumm, aber aus meiner Erfahrung raus klappt das ganz super. Alles was für die Kinder fremd und ungewohnt ist klappt gut, um die Aufmerksamkeit zu verschaffen und dich durchsetzen zu können. Du darfst davon natürlich keine Sekunde abweichen und musst auch selbst von dir überzeugt sein.

Ich beginne bald ein Praktikum, habe da also noch nicht viel Ahnung.. Aber macht man so den Kindern nicht eher angst?

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@xXBigAnimeFanXx

Nein ! Denn was Erw. meist vergessen oder nicht wissen: Kinder suchen nach einer Orientierung, auf die Verlass ist ! z.B. wenn sie in einer beängstigenden Situation sind, wie in einem Gruppenchaos z.B.

Ihre evtl.Aggressionen kommen sehr häufig aus dieser Überforderung, nicht zu wissen, wie man solchen (neuen) Situationen begegnet. Kinder sind dann dankbar für einen ernsthaften und authentischen Erwachsenen.

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Nicht durchsetzen versuchen. Einfach bei der Sache bleiben. Wird was nicht weggeräumt - dabeibleiben und darauf beharren. Auch Kindern wird das irgendwann zu blöd und sie machen es. Gibt Kinder, die da schneller einlenken und welche die mit richtig starkem Willen etwas länger brauchen. Ab und an hilft auch etwas Humor oder Selbstironie. "Ich will weil ich Betreuer bin" hilft bei Kinder nicht viel wenn man die Konflikte nicht bis zum Ende durchsteht.

Die Erfahrung hab ich auch schon gemacht

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@kev111

Vergiss einfach mal das Wort "durchsetzen" - es hat so einen negativen Touch (für mich). Wenn du versuchst MIT den Kindern zusammen zu arbeiten anstatt gegen sie weil sie tun sollen, was du willst wird das nichts. Versuch sie als Partner zu sehen. Wenn sie was richtig machen, gut loben aber auch dabei nicht übertreiben. Zu viel wirkt unauthentisch und bei der richtigen Dosis WOLLEN sie dich einfach dann "beglücken".
Gibt viele Wege nach Rom. Sieh es einfach nicht zu negativ. Manchmal ist es auch ein Weg zum Beispiel dem Kind etwas "durchgehen" zu lassen - sich überreden zu lassen vom Kind - weil das, worum es geht einfach nicht so wichtig ist. Habe mal eine Mutter erlebt die zb. ihr Kind gemaßregelt hat, weil es bei der Pizza zuerst den Mittelteil und am Ende den Rand gegessen hat - es solle "ordentlich" essen. Ich meine entschuldige - es gibt Schlimmeres. Sowas meine ich. Kinder spiegeln unglaublich viel. Bist du oft stur werden sie es dir gegenüber auch. Bist du wandelbar, kann man mit ihnen reden. Und wenn du bei einem Kind partout nicht ankommst kannst ihm immer noch sagen es hätte einen starken Willen. Man kann alles von 2 Seiten betrachten. "Nein" zu sagen ist zum Beispiel nicht nur negativ. Es ist wichtig für jeden von uns Nein sagen zu können.

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Hallo, bei Konflikten ist es ratsam, nicht zu viel zu reden und die streitenden Parteien erstmal zu trennen. Z.B. mit einem beherzten "Jetzt ist Schluss" die Streithähne auseinander ziehen und sich dazwischen stellen. Wenn sich die Lage dann beruhigt hat, kann man versuchen zu erörtern, was zu dem Streit geführt hat, aber manchmal ist es auch angebracht, die Kinder einfach weiter spielen zu lassen.

Ja finde ich auch. Die anderen Erzieher geben dann Spiel Pause. Währenddessen macht das Kind gar nichts. Ich finde das nicht Sinn der Sache

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@kev111

Stimmt, das ist so wie "stille Treppe" bei der Supernanny. Völliger Blödsinn.

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@kev111

Warte mal ab, bis die "problematischen" Kinder den ganzen Tag in der Ecke sitzen müssen, da merkst du wie irsinnig das ganze System ist.

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@kev111

Super, die Anfängerin die nichts auf die Reihe krieg kommt zu diesem Urteil..

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@Goodnight

Ich bin männlich, heißt auch nicht, dass ich nichts auf die Reihe kriege. Ich kann mich nur schlecht um alle gleichzeitig kümmern

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