Wie schafft es eine E-Lok soviele Güterwagen zu ziehen?

... komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Hallo nike5899

Bei älteren E-Loks mit Stufenschaltwerk musste vorsichtig aufgeschalten werden. Jedes mal beim Aufschalten erfolgte ein Ruck der eventuell zum Schleudern der Räder führen konnte. Bei elektronisch gesteuerten E-Loks regelt die Elektronik die Kraft so dass die Räder gerade nicht durchdrehen.

Bei Dampflokomotiven war das Anfahren viel schwieriger, da gab es nämlich kein Stufenloses schneller werden, bedingt durch die Dampfzylinder erfolgte das Anfahren immer ruckweise, daher musste oft gesandet werden um die Reibung zwischen Schiene und Rad zu vergrößern

Gruß HobbyTfz

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Das Anfahren ist heute kein Problem. Eine E-Lok hat eben sehr viel Kraft im Vergleich zu einem Auto, ein Mittelklassewagen hat vllt. 200 PS, eine BR185 hat 7200PS, dies ist auch im Durchschnitt moderner E-Loks.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Sagen wir mal so: Das eigentliche In-Bewegung-Setzen geschieht von selbst. Aber einfach den Fahrschalter nach vorne schmeißen, sprich Vollgas, damit ist es auch nicht getan.

Auch mit modernen Drehstrom-Lokomotiven muss man den Zug langsam strecken, bevor man eine große Zugkraft aufschaltet. Wenn man zu schnell zu viel aufschaltet, kann man sich den Zug auseinanderreißen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo

Bei den alten Loks mit Stufenschalter konnte man anhand der Motorenstromamperemeter abschätzen, wie gross die Zugkraft ist. Heute beim Drehstrom, hat man in der Regel eine Zugkraftanzeige.

Die Anhängelast ist so ausgelegt, dass die Loks sie wegziehen können und selber nicht überlastet werden. Grob gesagt kann eine Lok etwa einen Drittel ihres Gewichtes als Zugkraft ausüben. Pro Tonne Anhängelast brauchst du mit allen Widerständen, konservativ gerechnet,  etwa 5 kg Zugkraft. Dazu kommt noch pro Promille Steigung ein Kilogramm pro Tonne Anhängelast dazu. Also am Gotthard mit 27 Promille Steigung, rund 32 Kilogramm Zugkraft pro Tonne Anhängelast.

Wenn die Schienen schmierig sind, kann es passieren, dass die Lok die Kraft nicht mehr auf die Schienen bringt und schleudert. Dann hilft nur, Zugkraft reduzieren, bis das Schleusern aufhört und eventuell sanden.

Alle modernen Loks (und auch viele ältere) haben einen Schleuderschutz der die Zugkraft dem tatsächlichen Schienenzustand anpasst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Anfahrzugkraft wird je nach Belastung so geregelt ,damit die Räder gerade nicht durchdrehen. "Schlupf"

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?