Wie schaffe ich es Hijab zu tragen?

17 Antworten

bin (leider) im Sinne Deiner Frage, ein Mensch, der mit Islam "nicht viel am Hut" hat... in dem Sinne, dass ich eben kein Moslem bin....

....ansonsten habe ich "viel am Hut" mit moslemischen Mitbürgern, und einem seit rund 4 Jahren bestehenden "islamisch-christlichem" Gesprächskreis.....der rund 26 mal im Jahr "tagt"... ( aber nicht alle immer teilnehmen)

Zudem ist mein ehemaliger Schulkamerad ( liegt rund 40 Jahre zurück) mittlerweile der 2. Imam einer Moschee.....

( wir unterhalten uns auf verschiedenen "Ebenen"... mal ist er ganz "Imam"... mal auch einfach nur mein ehemaliger Schulkamerad...

und selbst finde ihn "nur gut".. "saugut" sogar.....und umgekehrt ist es wohl auch so....mal bin ich ganz "Mesner" einer Kirche... mal auch nur ganz einfach "Schulkamerad...." ).....

OK, das zur Erklärung, WESHALB ich überhaupt antworte.....

1.) meine Erfahrung ist NICHT, dass Hijab tragende Frauen NICHT an Diskussionsrunden teilnehmen könnten, eher, dass sie gerne gesehene Gäste und Teilnehmerinnen sind.....

2.) überlege Dir bitte, ganz für Dich selbst... WESHALB Du Hijab tragen willst.....( da habe ich schon diverse Aussagen von (moslemischen) Frauen gehört....).... 

3.)WENN ! du gläubige und praktizierende Moslema bist... dann sollte bei Dir die Vorgabe "Allahs" an höchster Stelle stehen.... aber keinesfalls Überlegungen... ob und wo DU teilnehmen kannst....

4.) Du wirst nur dann eine Lösung finden (können)... wenn Du Dich klar positionierst.....und dich damit identifizieren kannst... ( mit voller Überzeugung)

als "Kontrapunkt"... noch folgender link:

http://www.deutschlandfunk.de/islam-und-emanzipation-teil-6-als-wuerde-sich-der-staat-ein.886.de.html?dram:article_id=351206

Wenn nicht schon diese Frage und dieser account ein Troll sind - immerhin taucht diese Frage hier zum 1001. Mal auf, und wiedermal von einem brandneuen account - dann ziehe bitte in Betracht, dass Dein vermeintlicher Wunsch, Hijab zu tragen, nicht wirklich DEIN Wunsch ist, sondern der Wunsch der muslimischen umma. Dies vermischt mit der Angst bzw. dem Bedenken, Du könntest in den Anfangsverdacht von zina/Unzucht geraten, wenn Du keinen Hijab trägst, führt zu dem manipulativ entstandenen Bedürfnis.

Es wäre also eigentlich ganz einfach: Trag ihn einfach, und gut.

Warum Dir das so schwer fällt, ist, weil Dein Unbewusstes es nämlich besser weiss. Dein Unbewusstes weiss von dem Druck durch umma, Familie und dem Kopfkino, das sich junge Muslima selbst bereiten. Im Endeffekt glauben viele, dass sie gerne Hijab tragen, obwohl der Hijab keine koranische Pflicht ist. Dein Unbewusstes sorgt dafür, dass Du immer wieder in Konflikte gerätst, wenn Du etwas Ungutes tust. Und jedes getragene Kopftuch ist ein weiterer nonverbaler Bestandteil des Druckes der umma auf junge verunsicherte Muslima.

Wenn aber Muslima Kopftuch tragen müssten, um Muslime davon abzuhalten, unzüchtige Gedanken zu denken oder Handlungen zu vollziehen, dann reduziert das die muslimische Frau auf ihre Sexualität, was per se diskriminierend ist.

Wie wäre es denn, wenn stattdessen die Männer, die sich nicht im Griff haben, einen Keuschheitsgürtel trügen?

Was wir Muslime vielleicht von den Deutschen lernen könnten, wäre eine gewisse sexuelle Gelassenheit. :-) Deutsche Männer und Frauen können sich problemlos NACKT in gemischten Saunen begegnen, ohne dass es zu irgendwelchen Übergriffigkeiten käme. Sind muslimische Männer so schwach, dass sie das nicht können? Ich behaupte, wir können das genau so gut. Nur leider erlauben sich viele Muslime Übergriffigkeiten mit der Ausrede, dass die betatschte Frau zu freizügig gewesen sei.

Hey, wenn ich abnehmen will und an einem Stück Torte nicht vorbeigehen kann, ist niemals die Torte schuld.

Offen getragenes Haar einer Frau sollte wohl ertragbar sein für die unausgelastete Libido eines Muslimen. So kann er Allah doch am besten seine Stärke und seinen Glauben zeigen, oder?

hi Vinibi - "Menschen die nicht viel mit dem Islam am Hut haben"  ich zb hab mitm Sunnitenislam nicht viel am Hijab, und sag dir meine Gedanken, ganz unpolemisch.

Dass du das Hijabtragen als Repression, Einschränkung deiner Handlungsfreiheit wahrnimmst, heisst ja nicht: du bist n schlechter Mensch, sondern im Gegenteil: dein von Gott geschaffener Verstand tut seine Pflicht und unterzieht das, was du glaubst bzw glauben sollst, einer Plausibilitätskontrolle.

Tatsächlich ist der Hijab oder was immer Sunna und Schi'a zur weiblichen Vermummung sagen, nachweislich kein Gebot Gottes. Es sind zusammenphantasierte Vorschriften sehr menschlicher, islamischer Autoritäten, die in den vergangenen 1000 Jahren nun ja wirklich keinerlei Anzeichen haben erkennen lassen, dass sie den Willen und die Gesetze Gottes besser erkennen können als der Rest der vernunftbegabten, zivilisierten und ethisch-bewussten Menschheit.

Der Hijab hat mit Religion nichts, aber auch gar nichts zu tun, er ist vielmehr eine Demonstration des gesellschafts-politischen Islam, Menschenwerk, Menschenvorschrift, Symbol der freiwillig-bewussten oder andressierten Unterwerfung der Frau unter den Mann, wie es die Sure 4 ("Die Weiber") fordert.

Aus diesem Grund hatte die von Kemal Pascha Atatürk geformte laizistisch-säkulare Türkei ein Kopftuchverbot verfügt für alle öffentlichen Einrichtungen wie Schulen oder Unis. Dieses fast 100 Jahre lang gültige Verbot wurde erst 2015 von Erdogan aufgehoben, der die Re-Islamisierung der Türkei betreibt.

Wenn du nun den Hijab ablegst, demonstrierst du nicht deine Abkehr vom Islam als Religion, sondern du demonstrierst bestenfalls, dass du als selbstbewusste, emanzipierte Frau dir nicht von Generationen selbsternannter patriarchalischer Autoritäten Kleider- und andere Vorschriften machen lässt.

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