Wie läuft das Studium an einer FH (Fachhochschule) ab?

6 Antworten

Mit einer Schule hat das nicht viel zu tun.

Der wesentliche Unterschied ist, dass du im Rahmen des Studiums dort ein praktisches Semester absolvierst und das Studium daher ein Semester länger dauert.

Generell sind die Inhalte auch etwas weniger theoretisch und Praxisnäher. Vorlesungstechnisch bedeutet das, dass man mehr Projekte und Praktische Einheiten hat und weniger klassische Vorlesungen wie an einer Uni. Auch sind die Gruppen deutlich kleiner und der Kontakt zu den Professoren viel persönlicher.

Anwesenheitspflicht ist generell keine. Ausnahmen können aber Projekte sein. Wann du diese Projekte absolvierst ist dir aber natürlich freigestellt. Nur weil das eine Projekt A für das 2te Semester vorgeschlagen ist heißt das nicht, dass du es nicht genausogut im 4ten Semester machen kannst.

Es gibt Veranstaltungen mit Anwesenheitspflicht (und verpflichtendem Anteil an "Heimarbeit"), wie Seminare.

Da musst Du beispielsweise zu Hause einen Vortrag und eine schriftliche Ausarbeitung (Seminararbeit) ausarbeiten, während der Seminartermine anwesend sein, den Vorträgen der anderen Teilnehmer zuhören, Dich in die fachliche Diskussin einbringen, und zu einem bestimmten Termin eben Deinen Vortrag halten (quasi wie ein Referat in der Schule, nur eben mit höherem fachlichem Anspruch ;-) ) und in der Regel etwas später Deine schriftliche Ausarbeitung einreichen.

Bei mir gab es sowohl in meinem Bachelor- als auch meinem Masterstudium kaum ein Modul ohne "Präsenzanteil". Selbst die Module, die eine Klausur als primären Leistungsnachweis hatten, hatten eine "seminaristische Komponente" während des Semesters, oft sogar mit wöchentlichen kleinen Ausarbeitungen, die dann natürlich weniger Umfang haben, aber dadurch entsteht eben ständig Termindruck.

Ich habe meinen Bachelorabschluss an einer ehemaligen Fachhochschule gemacht, meinen Masterabschluss an einer Universität. Diese "seminaristische Komponente" war in beiden Studiengängen (und somit an beiden Hochschulformen) Bestandteil nahezu jedes Moduls.

Normalerweise gibt's da keine Anwesenheitspflicht. Unterricht ist nicht wie in der Schule: Prof steht vorn und erzählt. Das wars.

Und wenn du halt nie zu den Vorlesungen kommst wird sich das vermutlich in den Noten bemerkbar machen... So sehr, dass du nach 1-2 Semestern von der FH fliegst :)

Nein ich frage weil ich von vielen hörte das es keine Anwesenheitspflicht gibt und die Vorlesungen dann aus dem Internet heruntergeladen werden können und man teilweise von zuhause aus lernen kann und nur ab und zu hin fährt für praktische sachen oder anderes etc

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@DaTweKev

Nicht alles wird online gestellt. Außerdem: Die Erfolgsquoten bei denen, die kommen, sind wesentlich höher... Weil "ich lern zu Hause" bei den allermeisten ja nicht wirklich funktioniert ;)

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Bei Vorlesungen besteht üblicherweise keine Anwesenheitspflicht. Allerdings gibt es an vielen ehemaligen Fachhochschulen und auch einigen Universitäten in nahezu jedem Modul auch seminaristische Komponenten, an denen man regelmäßig teilnehmen und auch regelmäßig (während des Semesters) kleinere Leistungsnachweise erbringen muss.

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Bodenständig und nicht so Etepetete wie an der Uni. Einer der Profs beim Tag der offenen Tür war Handwerksmeister. Super locker im Blaumann im Hörsaal meinte er, hier läuft alles praktischer als in der Uni. Dann waren wir noch einen trinken mit ihm in der eckkneipe.

Ja, das ist so, Deine Anwesenheit wird geführt!

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