Wie kann man tiefe Verzweiflung beschreiben (Buch)?

3 Antworten

Doch plötzlich spürte sie, wie ihr Fuß gegen etwas stieß… - ...stürzte den Abgrund hinunter. Champ kam auf sie zugerannt….

Da gibt es eine inkonsistenz, deine Choreographie ist nicht stimmig. Cassie will die Führungsrolle nicht aufgeben, setzt sich also an die Spitze. Champ fühlt sich "berechtigter" die Leute zu führen. Laufen Cassie und Champ da nicht in eine Richtung, Cassie voran? 

Wie in Zeitlupe fiel sie hin und spürte dabei einen Widerstand, der auf
einmal nachgab, dazu das Geräusch einer reißenden Schnur. „Mist!“,
hörte sie Champ noch wispern

Sehr schön, allerdings sollte der Spannungskiller >„Mist!“, hörte sie Champ noch wispern< raus. Man kann nur eine Schnur reißen hören oder sich an gesprochene Worte erinnern. Was ist spannender?

Dann stürzt vor Cassie der Weg weg. Champ müsste also schon dicht hinter Cassie sein, läuft dann also nicht auf Cassie zu, sondern schließt von hinten auf, und bremst eigentlich schon ab, kommt dann auch an der Stelle an.

Zu Gefühlen: Willst du die innersten Gefühle einer Person besser schildern, musst du perspektivisch ganz nah an sie heran, in ihrem Kopf sein.

Verzweiflung ist eine Mischung aus Angst, Hoffnungslosigkeit, Selbstzweifel und Selbstvorwürfen. Um die zu fühlen müssen erst einmal die Fakten nach und nach erfasst und deren Bedeutung für die nahe und unmittelbar nächste Zukunft erkannt werden, das schlägt nicht einfach wie ein Blitz im Kopf ein.

Der Weg war einfach weg! Wie die Lücke überwinden? Sie hatte das ausgelöst... und gerade zuvor hatte sie noch gemeint, nur sie, und sie allein könne alle anführen.. und jetzt klaffte vor ihnen eine unüberwindliche Lücke… Hatte Champ doch Recht? Und was soll jetzt passieren? Warum hatte sie die Stolperschnur nicht gesehen? Die Ränder schienen nicht einmal stabil zu sein. Da kommen wir nie rüber! Alles weil ich so unvorsichtig war…

Man denkt bei Angst nicht in langen Sätzen, sondern in kurzen Fetzen. So etwas kannst du sich steigernd aneinander reihen und in den Moment übergehen, wo sie sich umsieht nach Champ und den anderen.

Jetzt kommt das Schuldgefühl den anderen gegenüber: Ich habe diese unschuldigen Menschen alle (aus Stolz, Dummheit, Machtgier) verraten (ins Verderben geführt)... Die Träne passt dort nicht hin, wirkt Heulsuse.

Jetzt liegt die "Machtfrage" wieder an: Cassie hat beim nun notwendigen "Kampf um die Führung" die noch schlechteren Karten als kurz zuvor.

In solchen Ausnahmesituationen wird immer der als Anführer anerkannt, der "am häufigsten Recht hat", "häufiger die bessere Lösung hat", fair und ehrlich ist. Wie bei Jägern und Sammlern wollen sie einen erfolgreichen Führer festlegen, keinen Titelträger nominierten.

Vielen Dank für die tolle Antwort! :)

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Ergänzend zu den Tipps von den anderen: Das, was du geschrieben hast, kommt der Verzweiflung schon sehr nahe, allerdings hört sich das für mich eher nach Panik/ Übertreibung an. Verzweiflung ist, wenn Cassie jede ihr zur Verfügung stehende Kraft genutzt hat, sie absolut keine Idee mehr hat, sie möchte ihr Volk beschützen, aber es auf keinen Fall von diesem Champ "anführen" lassen. Das machst du dem Leser am besten nochmal klar, damit sie wissen, in was für einem Durcheinander sie selbst (tief in sich) sich gerade befindet. Wenn du schreibst: "Sie werden alle sterben!" ist das eher Panikmacherei und es könnte dazu führen, dass das Volk dann sagt: "Dann tu was dagegen!" Verstehst du, worauf ich hinaus will? Für einen fühlt sich Verzweiflung an, wie eine Anspannung, die einen so sehr in verschiedene Richtungen denken lässt, bis man gar nicht mehr weiß, wie man handeln soll. Und das ist der Punkt. Man WILL etwas tun, aber der Verstand stellt alles als ein hoffnungsloses Szenario dar. Man fühlt sich wie ein Häufchen Elend und obwohl man selbst es nicht will, fängt man aus Wut (meistens Wut auf sich selbst) an zu weinen.

Verzweiflung, ein kleines Beispiel:

Fervency glitt zu Boden. Dann überkam sie eine Welle von Emotionen und schlug mit aller Kraft verzweifelt auf den Schnee ein. Tränen liefen ihr über die Wangen und sie begann, leise zu schluchzen. Ihr Leib krümmte sich wegen der nicht enden wollenden Weinkrämpfe. Fervency sank in den Schnee und blieb weinend liegen.

Das ist ein kurzer Ausschnitt aus dem Buch, das ich momentan schreibe.

Ach ja, kleiner Tipp: Statt "Seine Augen wurden riesig" könntest du schreiben "Er riss seine Augen vor Entsetzen auf".

Traum vom eigenen Tod ?

Hi

Ich will mal ein bißchen die Schwarm Intelligenz nutzen

Also wie schon im Titel erwähnt habe, habe ich bisher zwei mal von meinem Tod geträumt das an sich finde ich nicht sonderlich ungewöhnlich ich träume öfter mal komisches zeug doch diese beiden träume fühlten sich anders an der Inhalt ist relativ egal interessant war das ich in beiden Träumen wußte das ich gleich sterben werde als beispiel im ersten Traum hatte ich eine zeit Bombe am Herzen und im zweiten fall stand die welt kurz vor einem Asteroiden Einschlag. Also ich wusste das ich sterben würde aber im Traum kümmerte mich das nur wenig es war einfach so so weit so unspektakulär als Dan der moment der Katastrophe eintrat spürte ich wie sozusagen das leben aus meinem Körper wich um meine augen im Traum waren geschlossen und es umfing mich eine leuchtend weiße leere und es fühlte sich an als ob ich durch diese leere fließen würde ich wusste das definitiv tod war aber es fühlte sich gut an oder sagen wir positiv gleichzeitig wusste ich irgendwie das es ein Traum Zustand ist das bizarre daran ist das ich irgendwie die Wahl hatte weiter in diesem Zustand zu bleiben oder die augen in der Realität zu öffnen ich habe mich dann auch bewusst dazu entschieden die augen zu öffnen nun war ich wach doch ein besseres gefühl in meinem Körper ist geblieben (jetzt wird es etwas schwer zu beschreiben aber ich gebe mir mühe) es fühlte sich so an als sei ich wirklich in so einem Szenario gestorben so als wäre es wirklich passiert und durch meine Entscheidung die augen zu öffnen nachdem ich in der leere war das ich in einer anderen Realität erwacht bin so als wäre der Traum ein Fragment einer anderen Realität gewesen in der ich starb und mit meinem Tod hatte ich die Wahl in der Leere zu bleiben oder an einer neuen Stelle weiter zu machen oder wieder einzusteigen (ich bitte um Verständnis ist echt hard zu beschreiben)

naja jedenfalls stelle ich mir so den Tod vor wen ich ihn halbwegs verständlich beschreiben habe

(einige sachen mögen an luzides träumen erinnern ist auch ähnlich nur wenn ich den Vergleich ziehe ist es doch irgendwie anders)

Nun zu meiner Frage.

Hattet ihr auch schon mal etwas vergleichbares erlebt?

Was haltet ihr von meiner Idee das man nach dem tod die Wahl bekommt weiter zu machen oder neu anzusetzen?

P.s. Gebt gerne eure Meinung zum traum kund.

Danke

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