Wie kann man als reicher Mensch leben (Millionäre)?

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9 Antworten

Millionen "verdient" man nicht durch harte Arbeit. Das ist ein Märchen im Dienst der Millionäre.

Durch sinnvolle Arbeit, d. h. durch sinnvolle Verausgabung unserer Lebenszeit, werden Werte geschaffen. Was derjenige, der sie geschaffen hat, ist aber nicht dem gleichwertig, was er geschaffen hat.

Wenn man z. B. durch seine Arbeit einen Wert von, sagen wir, 100 € schafft, kann entweder leer ausgehen (indem er um seine Arbeit betrogen wird o. ä.), mit einem Bruchteil abgespeist werden (das sind die abgängig Beschäftigten oder vom "Markt" abhängige Produzenten), oder den erschaffenen Wert gegen Gleichwertiges tauschen (indem er sein Werk für 100 € verkauft), oder aber für einen weit höheren Wert verkaufen.

Letzteres ist bei den Herrschaften in den oberen Etagen der Fall. Es interessiert sie nicht, ob ihr "hartes Arbeiten" 100 € an Wert erschaffen hat. Wenn sie die Macht und die Gelegenheit haben, dafür 100.000 € zu kassieren, tun sie es ohne die geringste Gewissensbisse. Und behaupten, so viel sei ihre Arbeit eben wert. Aber würden sie einem Angestellten, der die gleiche Arbeit mit dem gleichen Ergebnis ausführt, 100.000 € zahlen? Wohl kaum.

So, und nicht anders, werden Millionen "verdient".

Nun zur Wohltätigkeit.

Es ist ein Privileg, für seine Arbeit mehr einnehmen zu können, als der neu erschaffene Wert es rechtfertigen würde. Um dieses Privileg zu schützen, noch besser, auszubauen, braucht man Macht in verschiedenen Formen: Politik, Medien, Geld. lassen wir die ersten beiden mal außer Acht - Um die Millionen zu schützen, braucht man noch mehr Geld; und um diese zu schützen, natürlich noch mehr.

Deswegen gibt es keine Obergrenze, wo etwa ein Millionär sagen könnte, er habe genug. Denn auch der reichste Mensch der Welt kann sehr schnell an den Bettelstab kommen, wenn er nicht aufpasst. So ist das System eben.

Die Wohltätigkeit, das Mitgefühl, die Entwicklungshilfe, das Sponsern von Sportlern usw. usf. sind in erster Linie Instrumente, um die angehäuften Reichtümer abzusichern.  (Nicht zu verwechseln mit dem Otto Normalverbraucher, der mal etwas für einen guten Zweck spendet.)

Wer reich sein will, braucht keine Millionen. Wirklich reich ist nur derjenige, der mehr hat als er braucht. Wer aber mehr braucht als er hat, ist mit Hunderten von Millionen noch lange nicht reich.


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Ich weiß es ist ein bisschen spät aber ich war mal in genau der selben Lage wie du und darum habe ich mich viel damit auseinandergesetzt. Damit wir diese Menschen verstehen könnten  müssten wir selbst einmal soviel Geld haben und vor allem müssten wir  wissen wie es ist ,sich das alles erarbeitet zu haben.

Du bist gerade in einer Situation /finanziellen Lage ,in der du dir nicht vorstellen kannst wie es ist soviel Geld zu haben.Darum tu mir den Gefallen und mach einen kurzen gedanklichen Versuch. Von deinem Lebensstandard aus gesehen, ist ein Millionär reich !! für ihn ist ein Milliardär reich!! für jemand der am Tag vllt 2-3$ zum Leben hat ,bist du reich!! Du findest ein Millionär hat viel mehr Geld als er eigentlich bräuchte ,oder? Damit du dir das besser vorstellen kannst,Übertrag das bitte mal in Dimensionen die zu deiner Situation passen  :
Du arbeitest eine Woche in den Ferien und bekommst dafür 100€ !! da du ja ein Dach über dem Kopf ,Essen ,Bildung ..alles umsonst kriegst ,benötigst du diese eigentlich nicht unbedingt ,du hast also viel mehr als du eigentlich bräuchtest ! selbst wenn du die Hälfte davon abgeben würdest (also 50€)hättest du ja immer noch mehr als genug ...würdest du es machen ???
Sobald so etwas in eine realistische Situation für einen selbst kommt ,ist es auf einmal meistens nicht mehr so selbstverständlich ,dass man so viel abgeben würde ....
Du verstehst was ich meine ? Und das geht nicht nur dir so ,das geht auch mir so und fast allen anderen menschen,weil man es immer auf die weiterschiebt ,die ja noch mehr Geld haben als wir, "sollen die doch mal was abgeben die haben ja ich viel mehr wie ich " naja und "die" machen natürlich genau das gleiche ...
Wir sind zwar keine Millionäre ,aber gewissermaßen sind wir auch reich,verglichen mit anderen Menschen .
Also bevor du selbst nicht von deinen Ersparnissen mal über die Hälfte o.ä gespendet hast ,bitte erwarte nicht von jemand anderem dass er das tut nur weil er mehr Geld hat!!!
Bekommst du Taschengeld ? Wenn ja ,spendest du einen Teil davon? Wenn nicht ...wie kannst du ,als jemand, der Geld bekommt ohne dafür zu arbeiten und es trotzdem für sich selbst verwendet ohne es in irgendeiner Weise zu brauchen ,erwarten dass jemand, der für sein vieles Geld lange und hart gearbeitet hat (ja :D reiche Menschen sch****n das Geld auch nicht ,die müssen auch arbeiten :) ) dies zu tun ???

Du siehst ,wir als Mittelschicht sehen uns selbst nicht finanziell in der Lage großartig zu spenden ,aber ist das eine Entschuldigung dafür es gar nicht zu tun?Gibt es uns deshalb das Recht jemand anderen als geizig zu bezeichnen weil er etwas dass er sich erarbeitet hat nicht einfach komplett anderen schenkt ???

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Kommentar von Lilas33
14.11.2015, 16:37

 Danke für deine Antwort. Du versuchst mir hier aber nicht meine Einstellung auszureden oder? Denn ich werde nicht aufhören, so zu denken. Geld bedeutet Macht, und wer mehr davon hat, könnte auch etwas damit anfangen, tut mir leid.

Du arbeitest eine Woche in den Ferien und bekommst dafür 100€ !! da du ja ein Dach über dem Kopf ,Essen ,Bildung ..alles umsonst kriegst ,benötigst du diese eigentlich nicht unbedingt ,du hast also viel mehr als du eigentlich bräuchtest ! selbst wenn du die Hälfte davon abgeben würdest (also 50€)hättest du ja immer noch mehr als genug ...würdest du es machen ???

Also die Situation trifft leider überhaupt nicht auf mich zu, sorry.

Bekommst du Taschengeld ?

Nein, habe ich nie wirklich bekommen. Ich erklär dir mal meine Situation: Bisher habe ich in meinen "Ferien" immer so gearbeitet, dass ich für das kommende Jahr wieder ausreichend verdient habe, sprich für Ausbildungsgebühren, Zugbillett, Bücher, Handy, Arztkosten, sonstige Ausgaben im Leben. Es hat immer genau für ein Jahr gereicht. Jetzt habe ich neuerdings zwei Nebenjobs, also es kommt laufend etwas rein, allerdings muss ich auch das so anhäufen, dass ich mir mein ÖV-Ticket und die Uni auch die nächsten beiden Semester wieder leisten kann. Ich würde es nicht Leben am Limit nennen, aber fast, viele in meinem Alter könnten das so nicht und sind sich gewohnt, von Mami und Papi alles zu bekommen. Das Einzige wo du recht hast, dass ich es "umsonst" bekomme, ist mein Dach über dem Kopf und Essen,wenn ich gerade zuhause bin. Aber das ist ja mein gutes Recht als Tochter und solange ich meine Ausbildung noch nicht fertig hab.

jemand, der für sein vieles Geld lange und hart gearbeitet hat

Ich glaube, ich definiere harte Arbeit anders als du. Mir ist klar, dass keinem das Geld einfach so zufällt. Aber für mich arbeitet beispielsweise ein Bauer, der unter anderem Nahrungsmittel liefert (essen muss ja schliesslich die ganze Gesellschaft, sofern sie sichs leisten können, und irgendjemand muss auch dafür sorgen, dass dieses Essen überhaupt vorhanden ist), härter, als jemand, der mit Aktien spekuliert. Ich finde, wenn einer von den beiden Boni verdient hätte, dann wohl eher der Bauer! Verstehst du jetzt mich?

Und ich meine ja auch nicht einfach schenken, aber wenn man ein Herz und Mitgefühl hat, wie kann man dann einfach auf seinem Geld sitzen bleiben und den wirklich Armen (ärmer als ich, ich brauche das Geld von einem Reichen nicht, das ist mir klar, ich meine die wirklich wirklich Armen!) zusehen. Oder noch schlimmer, wegsehen. Das ist schon irgendwie Geiz. Ich glaube nicht, dass ich das könnte, wenn ich so viel Geld hätte. Mein Gewissen würde es mir nicht erlauben, egal wie lange ich für das Geld gearbeitet hätte. Eine gewisse Summe würde ja reichen (auch für einen Superreichen), um schön zu leben ohne je wieder im Leben hart zu arbeiten. Mehr bräuchte man nicht und auf diesem zusätzlichem Rest aber sitzen zu bleiben kann ich einfach nicht nachvollziehen.


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Um diese Situation ganzheitlich betrachten zu können, müsstest du mit allen reichen Menschen dieser Welt reden und ihr Leben durchleuchten. Kontrollieren ob sie spenden und wenn ja wieviel, sowie wenn nein, dann warum nicht. Unterschiedliche Lebenssituation und Erziehungen prägen den Charakter und auch den Umgang mit Geld. Moral liegt immer in jedem selbst. Deine Moralvorstellungen können nicht die Gleichen sein wie meine, beispielsweise. Demnach ist es für einen Millionär vlt durchaus moralisch vertretbar, wenn er jeden Monat 500€ an eine Menschen- oder Tierschutzorganisation spendet. Vlt spendet ein Anderer nichts, weil er hart für sein Geld gearbeitet hat und es seinen Kindern vererben will, damit die es leichter haben. Beides ist moralisch nachvollziehbar, aber nicht jeder würde damit konform gehen.

Letzten Endes ist es so, dass die Moralfrage nicht die Entscheidungsgrundlage sein kann, denn jeder hat andere Moralvortstellungen. Eine gesetzliche Grundlage ist für Moral ebenfalls undenkbar. Niemand lässt sich sagen, was er mit dem selbst verdienten Geld zu tun hat. Außerdem würde das die wirklich Reichen und Mächtigen angreifen. Das wird nie geschehen ;)

Belaste dich nicht zu sehr mit diesem Thema. Es ist wichtig zu helfen und es ist wichtig dieses Verständnis nicht zu verlieren. Aber du solltest daran denken, dass es bereits damit beginnt, andere nicht für ihre Entscheidungen und Hadlungen zu verurteilen. Lerne die Menschen zu verstehen und handle selbst in bestem Gewissen. That's all you can do ;) <3

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Kommentar von Lilas33
25.10.2015, 21:24

Ich weiss, dass jeder eine eigene Moral hat. Aber einem Menschen in der dritten Welt, der kurz vor dem Hungertod steht, könnte man ja nicht einfach sagen "Entschuldige, dass du verhungern musst und ich mein Geld behalte. Ich habe halt dafür gearbeitet und bin so erzogen worden.". Das ist doch keine Rechtfertigung, dafür, dass der andere wirklich leiden muss, auch wenn wir hier so denken.

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Naja so ziemlich jeder ist doch mehr oder weniger egoistisch. Wenn du zu Unmengen von Geld gekommen bist, auf welche Weise auch immer, willst du es doch auch behalten, schließlich hast du es dir erarbeitet. Klar sollte jeder "reiche" Mensch einen gewissen Teil spenden, aber man kann nicht jeden zwingen, es bleibt freiwillig. Wenn ich im Lotto gewänne, wäre ich auch wie fast jeder andere "egoistisch" und würde nicht die Millionen direkt spenden. Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, es ist natürlich lobenswert zu spenden. Ob es wenig oder viel ist. Und vielleicht spenden manche Millionäre ja etwas, nur wird daraus keine große Sache gemacht.
Man kann nicht die ganze Welt retten, man sollte versuchen Gutes zu tun, aber wie viel man investiert, bleibt eine persönliche Entscheidung. Jeder ist egoistisch, manche mehr, manche weniger.

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Kommentar von Lilas33
26.10.2015, 19:25

Nein, da stimme ich dir nicht zu. Nicht fast alle Menschen sind Egoisten. Nur leider zu viele.

Wenn du zu Unmengen von Geld gekommen bist, auf welche Weise auch immer, willst du es doch auch behalten, schließlich hast du es dir erarbeitet

Ich hab doch geschrieben, dass ich das Geld nicht behalten würde, mein Gewissen würde mich umbringen. Das nächste Problem wäre die Entscheidung, wo ich mit dem Geld was tun würde, denn es gibt ja soviele Menschen, die es bräuchten. Ausserdem würde ich es nicht einfach "spenden", wenn ich soviel Geld hätte, könnte ich mir ja auch locker "frei nehmen" und da hinfahren, mit den Einheimischen zusammenarbeiten, ohne ihnen unsere Mentalität aufdrücken zu wollen, und an den Punkten was investieren, wo sie es wirklich brauchen, z.B. dass sie fliessend Wasser haben.

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Berechtigte Frage. Ich bin leider kein Millionär, oder Milliardär, aber ich denke, das ist tatsächlich einfach nur Egoismus. Ich glaube, dass viel Geld einfach gierig macht, und deinen Charakter mit der Zeit irgendwie verdirbt. Das kann man natürlich nie pauschal sagen, es gibt ja auch viele reiche Menschen, die etwas Gutes mit ihrem Geld tun. Aber wenn wir an Leute wie die Geisens denken, dann ist das schon echt traurig.

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Kommentar von justwannaask1
25.10.2015, 14:16

Achja: und wenn du nicht die Möglichkeit hast Geld zu spenden, dann kannst du auch anders etwas Gutes tun. Zum Beispiel alte Kleidung spenden.

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Kommentar von Lilas33
25.10.2015, 14:32

Ja die Geissens sind ja auch einfach bekannt. Aber es gibt ja soviele Leute, zB in der Schweiz, die Boni in schwindelnder Höhe verdienen, oder es gibt bestimmte Orte wie St.Moritz, wo sich reiche Russen an extravaganten Galas tummeln. Das bedeutet ja, dass es ziemlich viele sehr reiche Menschen gibt, wenn man nur mit solchen ganze private Feste veranstalten kann... Das viele Geld. Was man damit alles tun könnte. Ich verstehe nicht, warum man soviel Geld überhaupt für sich allein behalten darf, es sollte so eine Obergrenze geben.

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Kommentar von Swiftie123
09.11.2015, 00:15

Also sind nur reiche Menschen geizig ? Eine Person in Führungsposition bekommen mehr Geld als eine Putzfrau ,das ist uns allen klar ...aber glaubt ihr nicht die Putzfrau würde das Geld auch annehmen wenn sie die Möglichkeit dazu hätte?

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Kommentar von justwannaask1
09.11.2015, 07:08

Ich wollte damit nur sagen: Geld zieht Eigennutz an und verführt zum Mißbrauch.

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Es hängt mit der Habgier zusammen. Sehr schön ist diese negative Charaktereigenschaft bei 4:25 in folgendem Video dargestellt...

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Nun ja das ganze ist ein sehr komplexes Thema doch finde auch ich das zumindest Menschen ,die genug haben um z.b. Wie Donald Trump für mindestens 11000 Jahre über dem Durchschnitt leben zu können,einen ,,kleinen Teil" abgeben könnten.

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Geld verdirbt den Charakter ... mehr sag ich dazu nicht!

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Kommentar von Lilas33
26.10.2015, 19:26

Das stimmt wohl leider. Ich hab zB seit Neustem Insta (eigentlich finde ich es voll unnötig ist sowas wie ein Experiment naja egal) jedenfalls sieht man da haufenweise möchtegern-Reiche oder Leute, die nur auf "Erfolg" und "Millionär werden" aus sind und sich selber feiern, das ist so geschmacklos, ernsthaft.

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Leben war, ist und wird immer ungerecht bleiben. 

Die Welt ist so, dass zu ändern ist UNMÖGLICH, Menschen sind Arbeitswesen.

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Kommentar von Lilas33
25.10.2015, 21:22

Aber wenn das alle sagen und denken, dann ändert sich nie etwas.

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