Wie (Jagd-) Hund an Meerschweinchen gewöhnen?

8 Antworten

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Du schreibst "Jagdhund". Das ist eine ganze Gattung von Hunden, die vom Charakter her absolut unterschiedlich sind. Das ist die gleiche Verallgemeinerung wie eine Antwort später "Jagdhunde neigen zum apportieren". Es gibt welche, die apportieren NIE (weil es nicht ihre Aufgabe ist) und es gibt welche, die adoptieren (NICHT apportieren!!) Meerschweinchen und beschützen sie wie den eigenen Nachwuchs. Ich hatte genau so eine Hündin, das war ein "Bayerischer Gebirgsschweisshund".

Genaue Angaben bitte, dann kann man mehr dazu sagen.

Gruß, Stef

LIEBE STEF! ENDLICH MAL EINE VERNÜNFTIGE ANTWORT!!! Also wir haben einen Weimaraner, aus nicht-jagdlicher Zucht. Und meine Freundin hat einen 8 Wochen alten Jack Russel Terrier, der die Größe eines Meerschweinchens hat und mit dem spielt er ganz, ganz vorsichtig. Das haben wir ihm auch beigebracht, dass der Kleine noch zerbrechlich ist. Und ich denke, da unser Hund noch jung ist, ist die Möglichkeit, ihn an Meerschweinchen zu gewöhnen noch möglich. Abgesehen davon kommt er von einem Reitgestüt (unser Weimaraner) und ist mit Katzen, Schildkröten und Pferden aufgewachsen...

Wie würdest du denn an die Sache rangehen?

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@Supermama2529

Hi Supermama,

Wie würdest du denn an die Sache rangehen?

LOB-LOB-LOB und nochmals Lob ;)

Meine hat auch Meeries ins Maul genommen und sie vorsichtig am Fell geknabbert. So wie sie es mit ihren Welpen gemacht hat. Na und? Ich verstehe daher die Reaktion, Dich als Troll zu beschimpfen nicht... kopfschüttel. Meine Hündin hatte damals sogar unsere Stallhasen regelrecht geliebt und wäre nie auf den Gedanken gekommen, denen was zu tun.

Weimeraner sind zwar schon eher die "Zupacker", aber da Dein Hund ja fast noch ein Welpe ist, kannst DU mit Lob und Familienzusammenführung unter Aufsicht bestimmt viel erreichen.

Also, nimm das Meeri auf den Arm, Dein Hund soll ruhig Kontakt dazu aufnehmen und schnuffeln. Und sprich beruhigend (das wirkt auf beide), strafe nicht sofort mit der Blumenspritze. Sonst bringt der u.U. das Meerschweinchen mit negativen Erfahrungen in Verbindung! Lobe, wenn er es anschnuffelt und ableckt. Das Meeri hat ja auch noch nicht Euren Rudelgeruch und ost noch neu und interessant. Je eher es vom Hund als was Alltägliches gesehen wird, umso schneller wird es auch uninteressant. Wegsperren bringt nichts. Das macht es nur wieder interessanter.

Frei laufenlassen würde ich es allerdings nicht, sofern Dein Hund in der Nähe ist. Jedenfalls noch nicht.

Viel Erfolg, lass mal hören, wie es klappt :-)

Grüße, Stef

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@Morpheus99

das mit dem positiven Verstärker hätte ich jetzt schon wieder fast vergessen. Stimmt, heut Morgen haben wir ihn auch gelobt und gestreichelt, als er geschnuppert hatte. Wir haben einen total sozialen Hund, der sehr sehr vorsichtig mit dem 2 Jährigen meiner besten Freundin umgeht. Natürlich nie ohne Aufsicht, aber wenn die zu besuch mit ihrem Kind ist, dann schläft der Kleine auf dem Bauch unseres Hundes und beide lieben sich sehr. Da hat unser Hund schon die Patenschaft übernommen. Er mag es auch nicht, wenn sein großer Bruder den Kleinen zum Heulen bringt, er leckt dann immer sein Gesicht. Daher denke ich, dass mit viel Übung und mit der richtigen Herangehensweise auch die Meerschweinchen adoptiert werden könnten...

Herzlichen Dank für deine Antwort!!!

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Jagdhunde neigen dazu Tiere von geringer Körpergröße zu aportieren. Das kann mit kleinen Hunden geschehen. Mit Meerschweinchen passiert das garantiert. Für einen Jagdhund ist das ein sogenanntes Grundnahrungsmittel. Wenn er daran kommt, wird er es fressen. Das ist als würdest Du einen Kanarienvogel mit einer Katze in einem Zimmer einsperren.

Also es gibt viele Beispiele, wo es klappt. Man muss nur mal Dr. Google fragen. Meine Frage war nicht, OB es klappt, sondern WIE es "eurer" Meinung nach am besten klappen könnte. Ich habe natürlich auch eigene Ideen und wollte einmal in die Community reinhören.

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jadghund ist nicht gleich jagdhund. schließlich gibt es genügend, die sich nicht zur jagd eignen. meiner ist wie morpheus´s ein schweißhund und behandelt alle tiere sehr freundlich, egal wie klein sie sind. der weimaraner ist da ein ganz anderes kaliber.

wenn dein hund sehr aufgeregt ist, kann es natürlich sein, dass sein jadginstinkt aufflackert, da er aber noch jung ist, würde er ihn wahrscheinlich nicht töten. nur mit samthandschuhen anfassen geht halt beim weimaraner nicht, von daher würde ich das ganze jetzt nicht mehr riskieren. wäre er drei monate alt, hätte man das probieren können. vor allem, solange er zitternd vor dem käfig sitzt, wäre mir das zu riskant, denn selbst "spielen" ist bei dem größenunterschied einfach zu gefährlich.

alleinlassen wäre sowieso von Anfang an nie die Option gewesen. Die Tiere dürfen NIE unbeaufsichtigt alleine in einen Raum. Das war uns schon VOR der Anschaffung klar...

Meinst du, dass das Zittern der Jagdinstinkt ist? Ich war unsicher und konnte es nicht genau deuten. Würde aber auch Sinn machen. Allerdings ist unser Hund seeeehr eifersüchtig. Ich hatte letztens Mal ein Baby auf dem Schoß und er ist total ausgeflippt, ich war daher unsicher, ob es eventuell Angst oder so sein könnte.

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