Wie hört man nachzudenken, was der Sinn des Lebens ist?

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Die Frage nach dem Sinn des Lebens kann ich nicht beantworten. Oder ich sage mal so: Ich kann sie für mich so beantworten, dass ich mir sehr sicher bin, dass es keinen Sinn des Lebens gibt. Ich finde aber, das hört sich schlimmer an als es ist. Normalerweise denkt man ja, es erdrückt einen, wenn kein Sinn vorhanden ist. Aber so ist bei mir nicht. Zumindest meistens. Denn wenn ich mich von den gesellschaftlichen Vorstellungen einholen lasse, plagen mich schon die ein oder anderen beunruhigen Gedanken. Aber diese verschwinden wieder, sobald ich mich darauf konzentriere schlicht und einfach zu leben. Denn dann ist mir auch egal, ob die Frage beantwortet werden kann oder nicht oder welche Antwort ich für mich selbst darauf gefunden habe. Ich lebe einfach und es geht immer weiter, ohne dass es mir unbedingt schlecht gehen muss aufgrund einer nicht vorhandenen persönlichen Sinngebung

Und ich bin mir auch gar nicht so sicher, ob ein Sinn für das Leben wirklich notwendig sein muss. Denn es ist auch ohne so etwas möglich, Momente zu genießen und sich von Neuem überraschen zu lassen (positiv und negativ). Spannend ist das Leben ohne Zweifel oft genug.

 

Ich kann dir aber leider die eventuelle Enttäuschung nicht ersparen, dass du darüber wohl nie aufhören wirst nachzudenken. Das ist eine Frage, die sich vermutlich jeder Mensch sein Leben lang immer wieder stellt. Mag es die pure Neugierde sein oder die Hoffnung, dass das eigene Leben viel wert ist und einen Nutzen hat für sich selbst und andere. Wird man beispielsweise in einer Gruppe oder Gesellschaft nicht gut aufgenommen und bringt vielleicht auch keine Leistung, die von ihnen anerkannt werden könnte, neigen die meisten von uns schnell dazu, ihr eigenes Leben in Frage zu stellen. Früher (also vor mehreren tausend Jahren) hätte nämlich fehlende Akzeptanz und Anerkennung den Tod bedeuten können. Heute kann es das in einigen Kulturkreisen vermutlich immer noch bedeuten. In unserem Kulturkreis bedeutet das eventuell Isolation, was für einen Menschen einer Qual gleichen kann, denn er ist auf soziale Kontakte angewiesen. Es wird nicht umsonst behauptet, dass der Mensch ein soziales Wesen ist. Das hieße nämlich, dass das betreffende Individuum keinen Nutzen für sich und andere hat und dabei der Lebenssinn (falls vorhanden) ins Wanken gerät oder, dass auffällt, dass diese Sinnfrage nicht so leicht geklärt werden kann. Jedoch ist so ein drastischer Zustand nicht immer nötig, um sich diese Frage zu stellen. Natürlich taucht sie oft in Krisensituationen auf. Das kann aber auch in unspektakulären Situationen passieren, was heißt, dass es einem nicht unbedingt schlecht gehen muss.

 

Wenn du einfach in den Tag (bzw. in das Leben)  hinein lebst, wird sich die Frage nach dem Sinn des Lebens höchstwahrscheinlich seltener in deinen Gedanken ausbreiten. Wenn du nicht beschäftigt bist und du nichts mit dir anzufangen weißt, so hört sich das bei für mich an, treten dieses Gedanken bei dir auf. Ich weiß nicht recht, aber entweder fühlst du dich in einem Moment der Ruhe nicht sicher, weil keiner um dich herum ist und dich somit auch nicht beschäftigen kann (wodurch du dich mit dir selbst beschäftigen musst) oder du bist Abends einfach unterfordert und dein Gehirn sucht sich alleine eine "anspruchsvolle" Beschäftigung, da du dies nicht selbst zu machen scheinst. Du hast dann die Möglichkeit, dich mit der Frage zu beschäftigen (der Neugierde nachgehen) oder zu lernen, die Ruhe zu genießen. Oder aber dich mit was anderem zu befassen. Zu gutes Letzt könntest du jedoch auch ein unterbewusstes Problem haben. Dann müsstest du herausfinden, was dir auf der Seele liegt. Und gebe dann die Varianten, dass du über die Frage versuchst auf die Lösung zu kommen oder du diese beseite schiebst und einfach mal abwägst, was dir in stillen Augenblicken Probleme macht.

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Alles in Alllem ist aber völlig ok, etwas in Frage zu stellen und sich selbst Fragen zu stellen, die nicht leicht lösbar sind. Nur wenn es einen zermürbt, kann man vielleicht mal darüber nachdenken, woran das eventuell liegen könnte.

Ohne es groß zu analysieren, stimme ich dir zu, dass es kein Sinn gibt.

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das ist eine gute fragen. ich habe mir auch immer gedanken darüber gemacht. ich denke, das ganze ist ziemlich komplex.

ich glaube einerseits, jedes leben hat seinen ganz individuellen sinn -- und vielleicht kann er sich auch ändern. vielleicht ist der sinn eines lebensabschnittes dieser, eines anderen lebensabschnittes ein anderer.

vielleicht ist es gerade dein sinn der lebens, dich genau mit dieser frage zu beschäftigen -- und dir darüber klar zu werden, was dir wirklich wichtig ist, was du einfach machen musst!

aber vielleicht hat das leben auch viele sinne gleichzeitig.

bei den meisten dingen, die wir machen (oder die uns wiederfahren), werden wir wahrscheinlich lernen. vielleicht kann man sagen, dass ein teil des lebenssinnes das lernen ist -- lernen im positiven sinne. ein besseres wort ist vielleicht wachsen. zu verstehen, wie das leben läuft. zu erkenntnis gelangen.

aber meiner meinung nach haben wir auch die aufgabe, abgesehen davon,,dinge zu erkennen, auch nach unseren erkenntnissen zu handeln und etwas licht in die welt zu bringen. die zentrale frage ist doch: was ist es, das für dich auf der welt fehlt? vielleicht bist du hier, um genau diese lücke zu füllen.

das ultimative ziel ist es glaube ich, dank seiner erkentnisst und dank des eigenen handelns (dank des verstehens und umestzens) zu frieden zu gelangen. zufrieden zu sein -- mit sich, mit der welt, mit allem. denn ich denke, dieser frieden ist der himmel.

ich finde es übrigens gut, dass du dir eine solche frage stellst :) vergiss darüber hinaus nur nicht das leben -- denn die antwort auf deine frage kann dir nur dein leben geben!

ich möchte hinzufügen: ich glaube dieses gefühl des himmels ist ein wunderbarer zustand des seins. und sein ist ganz grundsätzlich sinn des lebens, die erkenntnisse und das lernen sind meiner meinung nach der weg zum "besten/schönsten" sein. und ich meine mit himmel daher nicht nur das, was nach dem tod kommt! ich bin der meinung, man kann auch auf der erde den himmel fühlen.

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Der sinn des Leben ist zu Leben denn er ist der einziegste Schatz den wir Menschen haben indem wir niemals aufgeben egal was auch passiert man muss nur den mut haben sein eigenes Leben zu führen, man ist immer frei man ist aber nicht mehr frei wenn man nicht daran glaub

 

von mir : Christangel

Sorry, aber die Existenz von etwas mit der Existenz selbst erklären ist etwa so, als würdest Du starten und wärst bereits am Ziel angekommen. Alles hat Ursache und Wirkung. Diese Grundweisheit sollte man auch nicht vergessen, wenn einem nichts einfällt, oder nichts gescheites. Das Ziel zum Weg erklären, ist auch nicht besonders weise, denn nichts einfacher als das. Ist's Ziel weg, ist der Weg s' Ziel. Lustig, mehr aber auch nicht.

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hm? Ich hab auch darüber nachgedacht früher, aber irgendwann damit aufgehört. Weiß nicht mehr wann das war. Wahrscheinlich war ich so mit dem Leben selbst beschäftigt, dass ich mir nicht mehr die Sinnfrage gestellt habe.

Meiner Meinung nach gibt es nur einen Sinn des Lebens: Und der besteht darin, dass du ihm einen Sinn gibst.

Rein praktisch gesehen kann man sagen, es gibt keinen Sinn, denn am Ende ist man eh tot. Was hat man also davon? Nichts. Man kommt aus dem Nichts, man geht zurück ins Nichts.

Was nun der Sinn ist, entscheidest du, denke ich, selbst. Das kann man allgemein nicht sagen.

Vielleicht möchtest du meine Theorie hören? Der Sinn meines Lebens besteht in erster Linie darin, dass ich einfach lebe. Ich kann denken, ich kann sehen, ich kann so viel, was für uns schon selbstverständlich ist. Aber gerade das sollte man schätzen. Man sollte sich glücklich schätzen, dass man geboren ist, und das man ein gesunder Mensch ist.

Ich finde es immer wieder beachtlich, wie Menschen mit unheilbaren Krankheiten damit umgehen können. Ich spreche diesen Leuten meinen größten Respekt zu. Wenn ich mir vorstelle, wegen welchen Kleinigkeiten ich mal deprimiert bin oder worüber ich mich ärgere - das ist ja schon fast beschämend, ehrlich. Was du auch meintest mit "Dir fehlt eine Freundin"... Für mich klingt es so, als ob du weißt, dass das natürlich nur ein klitzekleines Manko ist, und das finde ich auch richtig. Ich meine, ist es nicht eigentlich erbärmlich, wenn man rumheult, weil man jemanden liebt, und der einen nicht? Wenn man sich vorstellt, dass ein Mensch, der behindert ist, schon das Problem hat, nicht normal gehen zu können, oder akzeptiert zu werden... diese Leute haben es schwer; aber nicht wir.

Um zurück auf die Frage zu kommen: Mein Sinn besteht einfach darin, dass ich glücklich lebe, und in meinem Leben das mache, was ich machen will, und das ich so viel sehe, wie ich sehen kann... Es gibt soviel auf der Welt; man kann gar nicht alles sehen, man kann gar nicht alles bedenken. Gerade daher sollte man sich auf irgendetwas einigen.

Und wie man aufhört, darüber nachzudenken? Indem du einfach weißt: Du bist glücklich. Was willst du mehr? Lebe einfach. Ich kann ganz einfach aufhören, darüber nachzudenken, indem ich mir sage: Gut, irgendwann sterbe ich, ist ja logisch... aber die Zeit bis dahin möchte ich ja nutzen. Also mache ich das, was mir gefällt, ich lebe einfach.

Um es vielleicht deutlicher zu machen: Wenn das Leben keinen Sinn hat, kann man sich ja direkt umbringen. Was spricht dagegen?... Für mich, dass du leben willst, und alles, was dazugehört.

Wenn ein Mensch keinen Sinn im Leben sieht und auch nicht mehr leben will, spricht  nichts dagegen sich umzubringen?

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@JackySmith

Das ist natürlich eine andere Sache. Ich bin jetzt von der Position ausgegangen, dass man leben will.

Wenn das nicht so ist, dann wäre man wohl wieder bei der Frage, ob Selbstmord eine Lösung ist... Ich sage mal, vom Prinzip spricht nichts dagegen, sich umzubringen, wenn man nicht mehr leben will... allerdings denke ich, dass es da ganz schöne Probleme geben kann, in Bezug auf den Lebenswillen... Ich denke, manchmal ist es einfach die Situation, die einem zu Selbstmordgedanken bringt, aber man kann sich eventuell aus der Situation befreien... Was für mich das Problem darstellt, ist, dass meiner Meinung nach jeder Mensch einen Lebenswillen hat, und das ein Selbstmord oft "voreilig" wäre... Falls du verstehst, was ich meine^^

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@Pinky95

Verstehe ich. Sind ja auch recht einfach formuliert deine Gedanken :-)

Ok. Danke für deine Antwort mir deiner Sicht der Dinge.

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