Wie haben die Machthaber der DDR die Grenze begründet?

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9 Antworten

Erst einmal solltest Du hier im gutefrage.net suchen, diese Frage wurde schon mehrfach gestellt und mehrfach beantwortet und das etwas seriöser als hier. Nur ganz kurz: Die Grenze wurde geschlossen um die Existenz der DDR zu sichern und das unkontrollierte abwandern von Fachkräften und von Produkten zu beenden. Jedes Ding hat seine 2 Seiten, der eine wollte sch schützen (in dem Fall die DDR) und der andere fühlte sich ausgesperrt. Natürlich war die Grenzschließung mit persönlichem Leid verbunden und ganz sicher war in den Begründungen viel Propaganda, aber 1961 war es die einzige Möglichkeit die Existenz der DDR zu sichern und auch das sollte man nicht vergessen, die Westaliierten sind nicht dagegen angegangen weil das wahrscheinlich den nächsten Weltkrieg bedeutet hätte, dann wäre aus dem "Kalten Krieg" ein "heißer" Krieg geworden.

Kompliment! Kurz,aber prägnant. Weiter so!

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Hallo, am 13. August 1961, um Mitternacht, waren die Grenzen geschlossen. Die Reaktionen der Menschen waren natürlich sehr unterschiedlich. Erleichterung und Verständnis herrschte bei all den Bürgern unseres Landes, die mit Sorge den Mißbrauch der offenen Grenzen und die schwerwiegenden Folgen für die DDR sahen. Schon lange bewegte sie die Frage, wie lange man dem subversiven Treiben des Imperialismus noch zusehen wollte. Im ZK der SED gingen viele Schreiben ein, die dieser Sorge Ausdruck verliehen. Ja, die DDR-Bürger hatten Angst, daß die DDR ausverkauft wird. Sicher waren die meissten Menschen sehr betroffen, aber nach Angabe des ZK mußte die DDR geshützt werden. Siehe auch hier: http://www.berlinermaueronline.de/archiv/mauerbau.htm -

Hier ein Zitat aus der "Großen Sowjetischen Enzyklopädie":

"Am 13. August 1961 ergriff die Regierung der DDR Maßnahmen zum verstärkten Schutz und zur Kontrolle der Grenze zu Westberlin, die den Zugang von feindlichen und subversiven Elementen verhinderten. Die Regierung der DDR tritt konsequent für eine Normalisierung der Beziehungen zu Westberlin als selbständige politische Einheit ein".

Das war alles, was man damals zur Mauer schrieb.

Ist schon richtig - aber der Fragesteller meint wohl "die Grenze" insgesamt! Nicht nur die Grenzsicherungen 1961 und später.

Und hier liegt der "Hase im Pfeffer"! Denn mit der Trennung, also dem Vorläufer von Grenzen, haben zunächst die Alliierten, dann die Bundesrepublik angefangen! Und dazu bedarf es keiner wie auch immer gearteten Propaganda, um das exakt heraus zu stellen.

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@babulja

Die Trennung haben in der Tat die Alliierten angefangen, nicht die Bundesrepublik, denn die konnte keine eigenständige Politik betreiben und war politisch, wirtschaftlich und militärisch von den Westalliierten abhängig. - Ebenso die DDR von der SU. Ulbrichts versuche, sich von der Sowjetunion zu lösen, sind in weiten Teilen gescheitert. Ähnliche Versuche unternahm übrigens Rumänien unter Ceauşescu.

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@cherskiy

Nach Ansicht vieler Historiker ist HEUTE die "eigentliche Teilung" Deutschlands und Berlins auf die schnelle Einführung der D-Mark, also der westlichen Währung durch die Amerikaner zurückzuführen: Die treibenden Kräfte dazu waren der amerikanische Finanzexperte Edward. A. Tenenbaum und der Wirtschaftsprofessor Ludwig Ehrhard (späterer Bundeskanzler) Ehrhard hatte schon während des Krieges ein Konzept erarbeitet, wie es mit der Wirtschaft und der deutschen Währung nach dem Kriege weitergehen könnte. Natürlich brachte er sich damit in Lebensgefahr, wenn die Nazis das entdeckt hätten, weshalb er diese Papiere in einer schmalen Aktentasche unter gelockerten Dielenbretten in seiner Wohnung versteckt hatte.

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Die Grenze wurde begründet mit der zunehmenden "Abwerbung"von Fachkräften und den wirtschaftlichen Schaden für die DDR. Propagandistisch wurde daraus "Der antifaschistische Schutzwall".

Das war der "antifaschistische Schutzwall". Nach Auffassung der DDR, waren die alten Nazis alle im Westen und keiner im Osten.

Grins.... Und im Westen durften sie dann hohe Posten in der Politik bekleiden oder Parteien gründen.....

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Sie war ein "Schutz" vor "bösen" antikommunistischen Einflüssen.

Mauer = antifaschistischer Schutzwall (O-Ton DDR)

Sie wollten, dass die Luft sauber bleibt und keine westdeutschen Füchse, Krokodile und Blindschleichen rüber kommen

Der Sozialismus sollte vor dem ach so bösen Kapitalismus beschützt werden.

Die innerdeutsche Grenze hieß auch "anti-imperialistischer Schutzwall". Das sollte helfen...

Gegen den Einfluß der Monopolkapitalisten.

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@saltimbocca8

quatsch! gegen den ausverkauf subventionierter waren, die den ddr-bürgern das leben angenehm machen sollten und den unkontrollierten devisenhandel gegen den die ddr zeitlebens kämpfen mußte.

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