Wie fühlt sich ein Taucher, wenn er seine volle Ausrüstung trägt?

8 Antworten

Was Du beschreibst ist eine Kaltwasser-Ausrüstung, die von Tauchern getragen wird, die in hiesigen Gewässern ganzjährig oder z.B. in Nordeuropa tauchen gehen.
Dies sind in etwa nur 10% der deutschen Tauchscheinbesitzer! Deshalb kommen hier solche Antworten wie: "Reissverschlüsse vom Neoprenanzug lässt man so lange wie möglich offen" ,-)

Ja, es es kann manchmal sehr anstrengend sein, mit der Ausrüstung vom Parkplatz zum Wasser zu kommen und wieder zurück. Besonders wenn man wie z.B. an der niederländischen Küste über einen Deich klettern muß, denn deine Ausrüstung kann bis zu 35-40 KG schwer sein! (Ich habe auch Leute schon gesehen die einen Schwächeanfall auf der Treppe am Deich hatten) Ja, Du schwitzt relativ stark, je nach Außentemperatur. Ein Trockenanzug kann aus Neopren sein, muß aber nicht es gibt auch welche aus sog. Trilaminat das sind dünne Schichten (Cordura, Gummiertes Textilien,..) ohne Eigenisolation, d.h. hier muß unbedingt darunter ein spezieller wärmeisolierender Overall getragen werden.

Die Flossen zieht man, wenn man es kann, erst im Wasser an, d.h. Du gehst bis brusttiefen Wasser, wenn möglich, zu Fuß. (Ausnahme natürlich Du tauchst vom Boot) Im Wasser ist man dann üblicherweise schwerelos, aber in seiner Beweglichkeit, Sichtfeld(Maske), Hörvermögen(Haube) und Haptik(Handschuhe) natürlich eingeschränkt.
Ein größeres Problem ist eher der Austieg wenn man dann pötzlich nicht mehr schwerelos ist, und an Land klettern muß!

Man muß das selbständige, selbstorganisierte Kaltwassertauchen, (ohne billigen, willigen Helfer aus einem Dritte Welt Land) schon lieben. Als gute Vorbereitung sehe ich persönlich eine Kombination aus Ausdauer und Krafttraining als optimal an!

Gruß Michael

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Es macht einen UNterschied bei welchen Aussentemperaturen und , ob man vom Boot oder am Strand ins Wasser geht.

Grundsätzlich richtet man zuerst alle Geräte und Flaschen, dann stellt man diese so nahe wie möglich ans Wasser. Dann zieht man den Anzug an. Es gibt Trocken- und Nass-Anzüge. Wenn es heiss ist, taucht man die Nass-Anzüge vor dem Anziehen ins Wasser, damit es einem beim Anziehen nicht zu heiss wird. Dann kommen alle Geräte und die wichtigste Sache, die gegenseitige Kontrolle, ob alles am richtigen Ort ist und funktioniert.

Mit den Flossen geht man überhaupt nicht. Auf dem Boot zieht man die Flossen erst kurz vor dem Wassergang an. Am Strand geht man meist bis zum Bauch ins Wasser und zieht dann (mit Hilfe vom Buddy) die Flossen an.

Beim Rausgehen ist es umgekehrt. Man zieht zuerst im Wasser die Flossen ab, legt die ins Boot und klettert erst dann die Leiter hoch oder geht zu Fuss an Land.

Gut Luft mary

Reine Gewohnheit - man muss sich den Gegebenheiten etwas anpassen, sprich den Außentemperaturen, und vorzugsweise Taucheinstiege wählen, die leicht zu erreichen sind, man also nicht sehr weit laufen muss - dann geht's.

Allerdings ist es zweifelsohne zu Beginn eher unangenehm so beengt zu sein, denn mit 7mm dickem Neoprenanzug (für kalte Gewässer) ist man schon stark bewegungseingeschränkt.

Naja, es sind schon ein paar Kilo. Aber normalerweise taucht man von einem Boot aus. Also man legt die Ausrüstung erst im Boot kurz vor dem Tauchgang an und springt dann ins Wasser oder lässt sich rückwärts über die Reling fallen.

Wenn man von Land aus ins Wasser geht, kann man die Ausrüstung ja auch in mehren Schritten an die Wassergrenze bringen. Reissverschlüsse vom Neoprenanzug lässt man so lange wie möglich offen.

Es ist angenehm die komplette Ausrüstung zu tragen an der Oberfläche ist es war etwas Gewicht das streite ich nicht ab aber im Wasser merkst du das Gewicht nicht so, unt Unterwasser wird dir automatisch kühler als am Land

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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