wie erkläre ich einen ausbildungsabbruch in einem vorstellungsgespräch?

3 Antworten

Ich hatte 2006 ein ähnliches Problem als mich auf einen Ausbildungsplatz in der Krankenpflege beworben habe und einige Jahre zuvor meine erste Ausbiildung (im Büro) wegen zu vielen krankheitsbedingten Fehlzeiten abbrechen musste (damals nach erneuter Vorladung und Untersuchung bei der Betriebsärztin und anschließend bei einem "Vertrauens"arzt/Amtsarzt, der für mich echt ätzend war).

Beim Vorstellungsgespräch später war das gar kein großes Thema, die wollten nur kurz wissen was war und meinten dann nur dass ohnehin wieder der BÄD entscheiden wird ob ich die neue Ausbildung machen kann. Und da hatte ich dann die viel größeren Probleme, weil die Betriebsärztin da dann alles haargenau wissen wollte wie es zum Abbruch meiner vorigen Ausbildung kam, mich dann entsprechend gründlich untersucht hat (hat bei mir mind. doppelt so lange gedauert wie bei meinen Kurskolleginnen) und mich dann auch noch zu drei weiteren Untersuchungen in der Klinik (Magen-Darm-Arzt zur Abklärung auf M. Crohn, Hautklinik wg. V.a. Melanom und Chirurgie zur Untersuchung/Abklärung wg. Nabelbruch) geschickt hat. Dennoch hätte verbergen bzw. lügen in meinem Fall erst recht geschadet.

Daher rate ich grundsätzlich bei der Wahrheit zu bleiben, damit kommt man immer am weitesten, glaube ich. Ich denke persönliche Gründe kann man nennen und werden einem nicht nachteilig ausgelegt.

Bewirbst Du Dich jetzt für einen völlig anderen Beruf? - Dann kannst Du sagen, daß Du festgestellt hast, daß Dir der andere nicht zugesagt hast.

Bewirbst Du Dich jetzt im gleichen oder einem ähnlichen Beruf? - Dann ist es ein bißchen schwieriger. Wenn Du die Gründe jedoch nicht zu vertreten hast, kannst Du sie möglicherweise auch nennen. - Ohne konkretere Details läßt sich das nun schwer beurteilen. Du kannst aber vielleicht mal mit jemandem, der Dich persönlich kennt, drüber sprechen: Eltern, ehemalige Lehrer, (erwachsene) Freunde... Auch ein Berufsberater beim Arbeitsamt könnte vielleicht raten.

Das kommt ganz darauf an. Haben die Gründe mit einem persönlichen Schicksalsschlag zu tun, würde ich es auf den Tisch legen, dafür hat jeder Verständnis.

Gab es am vorherigen Ausbildungsplatz Ärger mit Chef und Kollegen, so würde ich eher versuchen, die gesamte vorherige Ausbildung unter den Tisch fallen zu lassen. Gibt es ein freundlich-unverbindliches Zeugnis des vorherigen Ausbildungsplatzes, kann man das ganze immer noch zum unverbindlichen Praktikum erklären.

Der zukünftige Ausbilder muss sich jedenfalls die Lücke im Lebenslauf erklären können und muss daraus absehen können, ob er Vor- oder Nachteile durch den Auszubildenden zu erwarten hat.

Schöne Antwort! DH! :) (Nur das mit dem "Praktikum" leuchtet mir nicht ein)

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