Wie entsteht ein Geadanke oder was ist ein Gedanke.

10 Antworten

Diese Frage ist - wie ich in einen Kommentar schon andeutete - ein bislang ungelöstes Problem der (Gehirn-)Biologie. Bis heute kann Dir das (noch) kein Mensch beantworten.

Es gibt natürlich verschiedene Theorien. Sowohl biologische als auch geisteswissenschaftliche als auch psychologische. Die meisten davon verstehe ich nicht hinreichend, um sie "in Kürze" hier darzustellen. Aber ich versuch mal eine zusammengefasste Darstellung.

Ein Gedanke ist, der Lernprozess den dein Gehirn einer Handlung hinterherschiebt, um sie in den jeweiligen Kontext einzuordnen. (Ja, ich sage damit das die Handlung dem Gedanken üblicherweise vorauseilt.) ich geb mal ein paar Beispiele:

Du liest einen Satz, danach denkst Du darüber nach. (Versuch mal während des Lesens über das was Du grade im Moment liest nachzudenken^^) Tu tust etwas -irgendetwas- und dann fällt dir auf, das Dir irgendwas fehlt um weiterzumachen ... und schwupps denkst Du: "Ach son Mist, da hätte ich vorher dran denken sollen!"^^

Die Liste ist beliebig erweiterbar. Die Kernaussage ist aber dieselbe: Bei den allermeisten Dingen handeln wir zuerst, und denken dann darüber nach.

So und jetzt zu dem etwas komplizieren Vorgangs des "Nachdenkens - im Sinne von Planen". Auch da wollen wir Handeln, oder ein Problem besteht, das wir lösen wollen (und das geht nur in dem wir was tun, also wieder "Handeln"). Wir haben schon gelernt - die einen mehr die anderen weniger - das es für manche Sachen nicht reicht, einfach loszulegen. Darum benutzen wir unser Gehirn um "Modelle der Realität" aufzubauen. Die üblicherweise nach dem Muster "Was will ich tun, wie kann ich das erreichen" ablaufen. (Du siehst auch in unserem Denken, funktioniert das fast immer so, das unser Modell die gewünschte Handlung VOR das Denken setzt ... das ist also fast ein universelles Muster^^)

Lange Rede kurzer Sinn: Denken und Handlung sind eng miteinander verknüpft, und -anders als allgemein angenommen wird- die Handlung ist der Auslöser für den Gedanken, nicht umgekehrt^^

A) Gedanken sind etwas Geistiges und Bestandteil wie Ergebnis eines Denkvorgangs.

Ein Gedanke ist:

1) ein Vorgang des Denkens (Denkhandlung)

2) ein Denkinhalt, das Ergebnis des Denkens

Manchmal wird auch der Sachverhalte, auf den sich das Denken bezieht, als Gedanke bezeichnet.

In Philosophielexika stehen Begriffserklärungen, ausführlich z. B.:

Ludger Oeing-Hanhoff, Gedanke. In: Historisches Wörterbuch der Philosophie. Band 3: G – H. Basel ; Stuttgart : Schwabe, 1974, Spalte 52 - 54

B) Entstehung von Gedanken

Das Gehirn ist eine notwendige physische (körperliche) Seite für das Denken der Menschen und eine zugrundeliegende Tätigkeit kann in ihm festgestellt werden. Die neuronalen Prozesse sind allerdings nur notwendige Bedingung (Gedanken als Bestandteile der Innenwelt können wohl nicht einfach auf ihre physische Realisierung reduziert werden, weil ihre inhaltliche Bedeutung damit nicht erschlossen werden kann; welches Verhältnis mentale Akte zu ihren neuronalen Korrelaten [Entsprechungen] haben, ist nicht abschließend geklärt).

Denken ist eine Tätigkeit der Erkenntnisvermögen und daraus entstehen Gedanken.

Die Grundhandlung des Denkens ist, etwas als Bestimmtes und von anderem Unterschiedenes zu erfassen. Denken in einem weiten Sinn kann vielfältiger Art sein, z. B. erinnern, meinen, eine Absicht haben, sich klarmachen, in einen Plan einbeziehen(bedenken), zu verstehen/begreifen suchen, sich besinnen, erwägen, sich vorstellen, urteilen, abstrahieren, reflektieren, schrittweise erfassen (durchdenken), Schlußfolgerungen ziehen.

Gedanken sind Gehirnaktivitäten innerhalb des Bewusstseins, die sich von anderen Leistungen desselben nicht grundsätzlich unterscheiden. Es werden verschiedene Inhalte des Gedächtnisses intern aufgerufen und miteinander in Beziehung gesetzt, ohne dabei auf aktuelle Wahrnehmungen angewiesen zu sein und Muskeln (Sprache, Bewegung) einsetzen zu müssen. Die fehlenden Verbindungen zur Realität werden durch Vorstellungen ersetzt. Dadurch spart der Mensch nicht nur viel Zeit und Energie, sondern ist auch in der Lage, Möglichkeiten durchzugehen, die ihm ohne diese Fähigkeit vollkommen verschlossen blieben. // Gedanken zu haben setzt ein recht großes Gehirn voraus. Die Erregungen müssen genügend freie Schaltstationen zur Verfügung haben, damit sie nicht zu schnell verebben oder in Aktionen übergehen. // Gedanken entstehen nicht anders als das Bedürfnis, sich zu kratzen. Gehirnbereiche werden aus welchem Grund auch immer aktiv und beziehen andere in ihre Aktivität mit ein.

Echt übertrieben interessant, aber wir mache ich, das mein Gehirn sehr gut funktioniert?

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Es gibt kein Denken ohne etwas, das das Objekt des Denkens ist. Das kann man als Einheit sehen oder als Dualismus. Manche sehen auch eine Dialektik darin. Geschmackssache.

Es braucht einen Impuls, damit ein Gedanke entsteht.

Der kann auch von aussen kommen, wie von innen. Ein Gefühl kommt hoch und schon überlegst du was und wie. Du siehst etwas, du hörst etwas, usw. und schon bist wieder am Denken.

Gedanken sind Schwingungen, so wie Musik auch. Jemand zupft an der Seite einer Gitarre und schon hörst du einen Ton. Eigentlich schwingt nur die Seite.

Dass es denkt, da hat auch irgend wer an der Gedanken- Seite gezupft.

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