Wer spricht Esperanto?

Das Ergebnis basiert auf 37 Abstimmungen

Nein, ich denke Englisch ist viel wichtiger 51%
Ich spreche Esperanto 32%
Ich glaube, dass Esperanto wichtig ist 8%
Ich würde es gerne erlernen, weil... 8%

21 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Ich spreche Esperanto

Zur den Möglichkeiten der Abstimmung:
Natürlich ist Englisch heute wichtiger als Esperanto, das ist überhaupt keine Frage. Aber warum muss man das denn als ausschließende Alternative ansehen?
Es reicht doch, wenn man sagt: "Englisch ist für den Beruf unverzichtbar", aber man darf gern andere Fremdsprachen dazulernen, u.a. Esperanto.
Dabei darf man nicht vergessen, dass Esperanto sehr viel leichter ist als andere Fremdsprachen. "Lern lieber Spanisch" bedeutet, sich Jahre damit abzumühen (habe ich gemacht), um einigermaßen damit auf der Straße in Spanien klarzukommen. Man bleibt der radebrechende Ausländer.
Im Gegensatz dazu bei Esperanto: Im letzten Jahr habe ich Studenten unterrichtet. Sie hatten nach 12 Doppelstunden A2-Niveau des Europäischen Referenzrahmens für Fremdsprachen erreicht, nach weiteren 12 Doppelstunden sprachen sie wie ich Spanisch nach 11 Jahren (immer nur im Urlaub angewendet). Ich habe seinerzeit innerhalb von 2 Jahren Esperanto absolut fließend gesprochen, nicht mehr "radebrechender Ausländer". Das geht in keiner anderen Fremdsprache.

Nein, ich denke Englisch ist viel wichtiger

esperanto ist/war zwar eine ganze nette idee, aber mittlerweile hat sich englisch als "weltsprache" doch durchgesetzt.

ausserdem, ist es nicht richtig, dass esperanto für alle gleichermassen leicht erlernbar ist, es orientiert sich doch stark an slawischen und romanischen sprachen.

ich hab mal ein bisschen esperanto gelernt, da ich aber nie jemanden getroffen haben, der das auch konnte habe ich es wieder aufgegeben.

man müsste vermutlich auf spezielle esperantisten-treffen gehen, und das ist ja nicht sinn und zweck der sache.

verbesser lieber dein englisch opder lern zusätzlich eine andere sprache (französisch, spanisch, russisch, chinesisch, ...)

"ausserdem, ist es nicht richtig, dass esperanto für alle gleichermassen leicht erlernbar ist, ..."

Wer hat das denn behauptet?

Es ist sprachtheoretisch nicht einmal denkbar, eine Sprache zu entwerfen, die weltweit zu allen Sprachen gleichen "Abstand" hat.

Esperanto ist dabei ein Kompromiss: Es bevorzugt klar die Sprecher indoeuropäischer Muttersprachen (und die sind in der ganzen Welt verbreitet). Das ist vernünftig, weil die indoeuropäischen Sprachen die einzige Sprachfamilie der Welt ist, deren Sprachen relativ ähnlich sind. Bei anderen "Sprachfamilien" (über deren Zusammensetzung man sich ohnehin streitet) ist das nicht der Fall.
Wer unbedingt das Perfekte fordert ("gleichen Abstand"), will eigentlich keine Verbesserung der Qualität der internationalen Verständigung. Denn, als Alternative, Englisch, Französisch, Spanisch, usw. sind ja wohl nicht einmal graduell gleich gut weltweit erlernbar.

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Nein, ich denke Englisch ist viel wichtiger

Ich habe nichts gegen Plansprachen; im Gegenteil: Ich finde die Idee unheimlich gut. Esperanto ist aber überhauptnicht eine "gute" Plansprache, sprich: Ziel der Sprache war es, dass ALLE sie EINFACH erlernen können. Wer sich lange mit romanischen Sprachen beschäftigt hat, wird keine Probleme haben, aber ein Finne, ein Chinese, ein Araber, Leute die sich nie mit romanischen Sprachen beschäftigt haben und deren Sprachen komplett anders aufgebaut sind?! Falls du Spaß am Sprachenlernen hast, lern Spanisch, Japanisch oder Italienisch! Diese sprachen sind relativ einfach und schnell zu erlernen (bei Japanisch beschränke ich mich auf die Sprache; die Schrift ist nicht sehr simpel…). Oder du erfindest selber eine Sprache, z. B. mit http://www.mindpicnic.de/course/eine-eigene-sprache-erfinden/

Ich spreche Esperanto

Gern hätte ich die Möglichkeit gehabt, auch für die Option "Ich glaube, dass Esperanto wichtig ist" zu stimmen. Ich spreche nicht nur Esperanto, ich finde die Sprache so unkünstlich und reich, habe viele Freunde in aller Welt gefunden, dass ich auch Esperanto unterrichte. Es würde mich freuen, wenn noch mehr Menschen Esperanto lernten, anwendeten und so ihre Scheu davor überwinden könnten. Vielleicht war ich mit meiner Neugier im Vorteil, als ich zum ersten Mal mit Esperanto konfrontiert war und ähnliche Vorbehalte hatte, wie sie hier und in ähnlichen Foren geäußert werden.

esocom.de

esocom.de - (Sprache, Weltsprache, Esperanto)

saluton kaj malgrandan peton - ne estu tro modesta. Esperanto nur vivas ankoraŭ per aktivecoj kiel via ESOCOM. Cetere, mi uzas, kompreneble, 'oklo'. 'Vursto', por ekzemplo, ne.estas uzota. Altestime, eleteroj

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Nein, ich denke Englisch ist viel wichtiger

Ich beschäftige mich lieber mit Sprachen, die wirklich entstanden sind, nicht entworfen wurden und Muttersprachler haben. Unregelmäßigkeiten machen doch die Schönheit einer Sprache aus, außerdem sprechen meiner Meinung nach die meisten Esperantosprachler auch noch Englisch (wer beschäftigt sich denn mit Esperanto? Sprachbegabte Menschen!), weshalb man sich immer auch anders verständigen kann...

Es mag ein Spaß sein, sich auf Esperanto verständigen zu können, wie man sich auch auf Latein verständigen kann. Das sei auch niemandem vergönnt. Aber im Gegensatz zu anderen Sprachen habe ich persönlich Esperantokenntnisse nie vermisst.

Sorry, niemandem missgönnt, jedem vergönnt :)

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