... weil sie sich gegen die nationalsozialistischen Machthaber ("Menschen") stellte, um Gottes Gebot der Nächstenliebe zu verbreiten; insbesondere dass man Juden nicht verfolgen darf, weil sie Menschen wie wir sind, unsere "Nächsten".

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Wenn man es so angeht, muss man doch feststellen, dass Gott alle Menschen umbringt, denn er lässt sie ja ausnahmslos sterben ;-))

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"Merkmale" als Form nicht. Nur kann man in den Fällen so ein Wort auf zwei verschiedene Arten interpretieren, einmal als Substantiv; zum anderen als Adjektiv, wobei das folgende Subjekt fehlt.

Bei Verben gibt es auch so einen Fall:

Man denke an "R/reden ist Silber, S/schweigen ist Gold."

Einmal interpretiert man "(zu) reden/(zu) schweigen" als einfache Infinitive (Kleinschreibung), einmal "(das) Reden/(das) Schweigen" als Substantive (Großschreibung).

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Die Umschreibung von Prädikaten mit "tun" hat den grammatischen Vorteil, dass man sich um Konjugationsformen, außer denen von "tun", nicht kümmern muss.

Statt "esse", "isst", "isst", "esst" usw. sagt man einfach "tu essen, tust essen, tut essen, tun essen".

Das ist wahrscheinlich die Ursache, dass einige Deutschsprachige sich so ausdrücken.

Manchmal ist es auch Dialekteinfluss: "Tus mich das tun?" ('Gibst du mir das?' in breitestem Westfälisch).

In jedem Fall klingt es in den Ohren eines Deutschmuttersprachlers primitiv.

Bekanntlich umschreibt das Englische bestimmte Fragen mit "do" ('tun'). Ich habe irgendwo gelesen, dass das nicht etwa eine alte Form ist, sondern auch erst ca. 200 Jahre alt. Eine Erklärung, dass die Umschreibung mit "tun" (oder "do") also eine ältere Form der Verbkonjugation darsellt, kann nicht bestätigt werden.

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Eigentlich nur die eigene Muttersprache.

In seltenen Fällen soll es das auch für eine Fremdsprache geben, habe aber noch niemanden getroffen, der keinen Akzent hatte, obwohl er nicht Muttersprachler war.

Ich sehe nur eine Chance: Man wechselt als Kind in eine neue fremdsprachliche Umgebung und wächst darin auf. Das bedeutet aber gleichzeitig, dass man die Muttersprache wechselt, und dann ist die neue Sprache keine "Fremdsprache" mehr.

Eine andere seltene Möglichkeit ist, zweisprachig aufzuwachsen, mit gleicher Wichtung beider Sprachen im Alltag, d.h. dass man sie gleich häufig und jeden Tag spricht (fast unmöglich). Ich las hier mal von zweisprachigen Kindern, mit denen die Eltern aber regelmäßig nach Wohnort von einem Land ins andere verlegten und zurück. Da mag sowas gelten.

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Das ist Blödsinn

Ich denke, dass sich mancher von einer strikten Religion angezogen fühlt, der bislang nur Lauheit und windelweiches Gerede kennt.

Dabei rate ich jedem, der einer Glaubensgemeinschaft beitreten will:

Überprüfe zwei Dinge:

  • Wie reden die über die anderen, die nicht zu ihnen gehören?
  • Und wie verhalten sie sich zu denen, die bei ihnen austreten möchten?
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Es wäre hilfreich, wenn man wüsste, welche Sprachen du denn schon kennst. Denn dann kann man Deutsch im Vergleich schildern.

Ich würde dir gern einen langen Vortrag halten, aber dafür ist hier nicht der Platz.

Es gibt zwei Methoden, eine Fremdsprache zu lernen:

1) die, wie Kinder lernen: Die (guten!) Muttersprachler einfach nachahmen. Das geht sehr langsam, aber nach einiger Zeit immer schneller. Dazu musst du viel Kontakt mit (guten!) Muttersprachlern haben.

2) die, wie in der Schule Fremdsprachen gelehrt werden: Man lernt zuerst die Struktur: Lautevorrat, Wortarten, (im Deutschen) Genus, die Schemata für Deklinationen der Nomen und die Konjugation der Verben, Steigerungsformen der Adjektive, danach Satzbildung usw.

Da fängt man mit kurzen Beispielsätzen, die hoffentlich im Alltag nützlich sind, an. Dann zerlegt man den Satz in seine Satzteile, die Wörter in ihre Wortteile, besonders die Endungen für Deklination und Konjugation. Viele neue Wörter immer in ganzen Sätzen lernen, nie aus 1:1-Vokabellisten. Nur zur Kontrolle aus der Muttersprache hin- und herübersetzen, aber möglichst bald sich davon lösen. Sonst lernt man die Fremdsprache nur mit den Ausdrucksformen, die parallel zur eigenen Muttersprache sind.

Wenn du Englisch kannst, kann ich dir zum Deutschlernen für den Anfang www.duolingo.com empfehlen. Da lernt man viele deutsche Wörter und Brocken, aber leider keine Dialoge. Dazu brauchst du wieder die Muttersprachler.

Wenn du einen Deutschsprachigen findest, der deine Sprache lernen will, so kann man sich evtl. gegenseitig helfen. Das ist die Tandem-Methode.

Die höchste Motivation, Deutsch zu lernen, ist, sich in ene deutsche Person zu verlieben ;-)) Viel Erfolg!

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Ah, "Schwarm" wie "Angebete(r)", ich hatte schon an einen Vogelschwarm gedacht.

Ach, diese Modeanglizismen entfalten im Deutschen immer schnell ein Eigenleben mit immer kürzeren Halbwertzeiten für eine bestimmte Bedeutung.

Ich denke, wer eine andere Person "meinen Schwarm" nennt, wird im Deutschen immer noch zuverlässig verstanden, während man bei "crush" aufpassen muss, ob der Begriff nicht inzwischen für etwas anderes gebraucht wird.

Vgl. etwa "deal", "ticket", "city", "pool" usw.

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Ohne den Doktortitel gibt es in der akademischen Laufbahn kein Weiterkommen. Wie dick eine Doktorarbeit ist und wie viele Zitate verwendet werden, hängt vom Fach ab. Bei meiner Arbeit in der Medizinischen Informatik hat die Fakultät die Nase über meine "nur" 80 Zitate gerümpft. Die hatten von meinem Spezialfach natürlich keine Ahnung. Wenn man im Neuland forscht, gibt es eben nicht so viel Literatur.

Jedenfalls muss man nachweisen, dass man die einschlägige Literatur zu seinem Thema gelesen (und verstanden!) hat. Eine kritische Auseinandersetzung und eigene, darauf aufbauende Ergebnisse sind normalerweise wünschenswert.

Zu meinem Beruf gehörte es viele Jahre lang, die Autoren medizinischer Doktorarbeiten und Veröffentlichungen statistisch zu beraten.

Bei meiner zweiten Arbeit in den Sprachwissenschaften erfuhr ich den Unterschied: Dort bekam man ohne Mühe hunderte von Zitaten zusammen. Ließ sich ja mit Excel usw. ohne Schwierigkeiten verwalten. Meiner Erfahrung nach werden Doktorarbeiten ab 300 Seiten kaum mehr von jemandem aufmerksam gelesen. Sie sind am Ende ihrerseits vor allem wieder als "Zitate-Steinbruch" nützlich :-))

Außer zum beruflichen Fortschritt dient die Doktorarbeit auch dazu, ein bestimmtes wiss. Niveau bestätigt zu bekommen. Damit kann man ganz anders auftreten, und es befriedigt einen auch selbst, von außen diese Anerkennung bekommen zu haben.

Indirekt wirkt jemand mit Doktortitel auch deswegen schon seriös, weil ihm der Titel auch wieder aberkannt werden kann, wenn er straffällig wird. Ein Promovierter läuft also mit einer Art polizeilichem Führungszeugnis rum ;-))

Bei der heutigen Inflation von z.T. abenteuerlichen Titeln frage ich aber in der Regel nach, in welchem Fach der/diejenige promoviert hat. "Heutzutage wird ja jeder Idiot promoviert, ich war früher einer der ganz wenigen" ;-))

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Das Christentum ist die rationalste Religion der Welt, denn es lässt sich in 4 Sätzen umreißen, von denen nur der letzte typisch christlich ist:

Essenz des Christentums:

1) Es gibt einen einzigen Gott, der alles geschaffen hat, der seinen guten Plan für die Schöpfung verwirklichen wird und zu dem alles zurückkehrt.

2) Sein Prinzip ist die bedingungs- und grenzenlose Liebe, an der all unser Handeln zu messen ist, denn dadurch lieben wir ihn wieder.

3) Es gibt ein Leben nach dem Tode mit Platz für jeden.

(Bis hier sind die meisten Muslime und Juden wohl einverstanden!)

4) Gott ist als Jesus Christus in der Welt erschienen, um seinen Geschöpfen durch die Auferstehung zu zeigen, dass jedes Unheil und selbst der schlimmste Tod durch Gottes guten Plan am Ende überwunden werden.

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Ich sehe das genauso, habe das auch schon in anderen Varianten dargestellt. Ich wurde hier auch schon als Rassist bezeichnet, weil ich darauf bestand, dass man blonde Babys niedlicher finden _darf_ als schwarze.

Dabei habe auch ich vergebens darauf hingewiesen, dass einem das Vertraute automatisch näher ist als das Fremde.

Was heute vielfach als "Rassismus" bezeichnet, ist oft nur die Tatsache, dass man _Unterschiede_ macht. Etwa das Probem mit "Racial Profiling". Wenn die Polizei weiß, dass sich die Automatensprenger in Nordrhein-Westfalen aus Kreisen farbiger Einwanderer aus dem Raum Utrecht-Amsterdam rekrutieren und deshalb 50 Farbige nach diesen Kriterien überprüft: muss sie dann pro forma auch noch 50 Weiße kontrollieren, um nicht rassistisch zu sein?

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Das mit dem Teufel und den abgefallenen Engeln war wohl ein alter Erklärungsversuch, warum die Schöpfung offensichtlich (noch) nicht heil ist.

Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand angesichts Gottes und damit der Einsicht in das Gute sich dagegenstellen will. Auch innerhalb des Guten gibt es genügend viele Wahlmöglichkeiten, um einen "freien Willen" zu haben.

Die Einsicht, dass es für das Gute allgemein (und z.B. auch die Existenz Gottes) keine Alternative gibt, ist keine Einschränkung des freien Willens. So wie ich mit dem Auto auch nicht bockig vor den Baum fahre, nur, weil die Entscheidung, das nicht zu tun, meinen freien Willen einschränken würde. ;-))

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Ein adjektivisches Partizip hat wie ein Adjektiv immer ein zugehöriges Substantiv, auf das es sich bezieht: Das ist das Bezugswort.

Bezugswort und Partizip stimmen in Genus, Kasus und Numerus überein (Kongruenz). (Das reicht aber nicht immer zur eindeutigen Bestimmung, weil viele Flexionsendungen im Deutschen gleich sind.)

Beispiel:

Die _betrunkenen_ (adj. Part.) Passanten mussten der _kontrollierenden_ (Adj. Part.) Polizistin ihre Ausweise zeigen. Einer war / einige waren _abgelaufen_ (Part. in präd. Stellung).

Das ist jedenfalls der häufigste Fall. Es gibt auch adverbiale Partizipien und solche in prädikativer Stellung. Da gilt das oben Gesagte nicht immer.

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Natürlich. Wir haben keine Ahnung, was ein entschlossener Geist alles bewirken kann.

Siehe Bibel: Der Glaube versetzt Berge.

Mir wurde von mehreren Zeugen glaubwürdig erzählt, dass ein "Besessener" (Anfallsleiden?) in ihrem Beisein mit einer Hand ein Sofa zur Zimmerdecke hochstemmte, und das Beste war, dass ein Skeptiker darauf saß, der immer murmelte: "Das bilde ich mir nur ein, das kann nicht sein." :-))

Meine "Erklärung": Levitation (die Fähigkeit, einen Gegenstand mental anzuheben,

denn mit Muskelkraft war das gar nicht möglich.

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Hm, ich würde sagen, dass an Eigennamen im Genitiv überhaupt kein s angehängt wird, wenn ausnahmsweise der bestimmte Artikel davorsteht (und den Genitiv schon anzeigt).

Also "Arturs", aber "des Artur", wobei letztere Form sehr exotisch ist.

Etwa in einem Titel: "Die letzte Tat des Artur Meyer" oder so

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Es sind beides keine Sätze.

Richtig ist

1.) Die notwendigen Parameter zur Bestimmung des thermischen Komforts ...

und

2.) die zur Bestimmung des thermischen Komforts notwendigen Parameter_

(ohne das letzte "n")

Je nachdem, wie der Satz weitergeht, ist die eine oder die andere Formulierung als stilistisch besser vorzuziehen. Die 2. Version ist eine "weit gespannte Nominalphrase", die allgemein als schwerer verständlich gilt. Denn nach dem ersten "die" muss der Kurzzeitspeicher aufnehmen, dass da noch eine Ergänzung folgen muss, und die ("Parameter") kommt erst ziemlich spät, später als in der 1. Version.

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Eigentlich fast für jeden, der in großer Not ist. Ich habe ja mein Leben schon zum größten Teil hinter mir, und da wär's zur Rettung von Jüngeren wohlfeil.

Theoretisch! Ob das nicht nur spontan, sondern auch bei der Möglichkeit zu überlegen dann so abläuft, kann ich natürlich vorher nicht sagen.

Jedenfalls glaube ich, dass ich durch den Tod ins Jenseits gehe, und wer sein Leben für seine Freunde hingegeben hat, steht dann ziemlich gut da. Auch wenn man sich damit den Himmel damit immer noch nicht "verdient" hat.

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Ich habe da schon einige Dinge erlebt, aber halte mich meistens zurück.

Da der Fragesteller aber an solche Geschichten interessiert ist, bitte:

Als mein Vater im Sterben lag, hielten meine Frau und meine zwei Geschwister abwechselnd bei ihm Krankenwache. Er lag ab dem zweiten Tag im Koma. Nach einer schlimmen Nacht wollte ich mich am dritten Tag ablösen lassen, aber es stellte sich heraus, dass die anderen das an diesem Tag aus verschiedenen Gründen nicht konnten. Ich sagte also im Krankenzimmer in mein Mobiltelefon: "Nun, dann halte ich heute noch bis 21:30 Uhr durch. Dann kann ich nicht mehr und fahre nach Hause."

Mein Vater ist nach meiner Armbanduhr und nach dem Zeugnis der Nachtschwester genau um 21:30 Uhr gestorben. So steht's auch auf dem Totenschein. Ich stand an seinem Bett, hielt seine Hand und verfolgte seinen letzten Atemzug. Ich vermute, er hat mich beim Telefonieren gehört und ist "pünktlich" gegangen.

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Ich glaube nicht an ernsthafte Reformen, weil

Der Vatikan ist noch ganz in der Hand ewig Gestriger. Dem konnte sich Franziskus bislang nicht entziehen.

"Am Ort", d.h. in der kath. Heimatgemeinde regelt man sowas längst selbst, ohne sih von Rom gängeln zu lassen.

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Falsch

Früher galt die Regel, dass _erweiterte_ Infinitive durch ein Komma abzutrennen waren. Da im angegebenen Satz der Infinitiv nicht erweitert ist, setzte man also kein Komma. Auch heute wohl noch nicht.

Das Umgekehrte scheint nicht mehr zu gelten, d.h. auch erweiterte Infinitive müssen (dürfen?) heute nicht mehr durch ein Komma abgetrennt werden.

Ich mache das aber trotzdem noch so wie früher. Dadurch wird die Satzstruktur deutlicher, z.B.

"Ich glaube meinem Bruder helfen zu müssen." kann bedeuten

(1) "Ich glaube meinem Bruder, helfen zu müssen."

(2) "Ich glaube, meinem Bruder helfen zu müssen."

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Teile das deinen Eltern auf jeden Fall mit. Wenn sie nicht engstirnig sind, wird sie das nicht umwerfen.

Mit den absoluten Wahrheiten ist es aber etwas schwierig: Ich neige eher dazu anzunehmen, dass in allen Religionen besondere Teile der Wahrheit erkannt wurden, aber keine von ihnen die gesamte Wahrheit für sich beanspruchen kann.

Wenn du also von einem Weg zu Gott auf einen anderen wechseln willst, dann kannst du das machen. Vielleicht findest du einen, der für dich tatsächlich besser ist, aber das Ziel ist immer dasselbe.

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Beides geht, aber es gibt m.E. eine kleine Bedeutungsdifferenz:

  1. Die Tatsache, dass ich viel Freizeit habe, ist Ausgangspunkt. Der wird beurteilt.
  2. Der Schwerpunkt der Aussage liegt darin zu sagen, was wichtig ist.
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"Moin" für einen Gruß zu jeder Tageszeit im Norddeutschen

"Gueten!" für "Gueten dag!" im Plattdeutschen

"Daag!" für "Guten Tag / goeie dag" und "Tschüss / tot ziens" im Niederländischen

"Venga" (eigentlich 'komm') (auch) für "hasta luego" usw. im Spanischen

"Sal'!" für "Saluton!" im Esperanto

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Den Leuten soll ein Unterschied zwischen Wahlen und einem Flohmarkt deutlich gemacht werden. (Sonntags dürfte streng genommen gar nicht gehandelt werden.)

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Da ist noch ein Fehler in deinem 1. Satz:

Warum ist er eifersüchtig auf seine_ Kollegen? (auf wen? Akkusativ)

Wenn aber "seinen" in der Vorlage richtig ist, gibt es nur entlegenere Lösungen wie

Warum ist er eifersüchtig gegenüber seinen Kollegen?

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Hm, wenn mich meine alten Lateinkenntnisse nicht im Stich lassen:

Iis verbis (Ablativ des Grundes) motus: durch diese Worte bewegt

timore (Ablativ des Grundes) oppressus: von Furcht überwältigt (?)

Der deutsche Text darüber passt überhaupt nicht zum Inhalt. Der müsste eher "Publius und der Bär" heißen.

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Man kann in vielen Bezeichnungen etwas Negatives finden, wenn man nur lange genug nachdenkt. Denn jede Bezeichnung drückt dem Bezeichneten einen Stempel auf und wird ihm deshalb nicht (völlig) gerecht.

Wenn man so empfindlich ist wie du, müsste dich auch schon die Bezeichnung "Tiere" ärgern, weil "Tier" auch abwertend verwendet wird. Deshalb könntest du auf "Mitgeschöpfe" bestehen. Aber da könnte man einwenden, wird allzu sehr das Passive herausgehoben, geschaffen worden zu sein, wo es sich doch um selbständige Lebewesen handelt.

"Lebewesen" geht nun gar nicht, denn damit stellt man Tiere auf eine Stufe mit den Pflanzen, von denen sie sich ernähren.

usw. usf.

Wäre es nicht doch einfacher, es bei den bestehenden Begriffen zu belassen und sie positiv zu gebrauchen?

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Am besten funktioniert die Herleitung noch innerhalb der indoeuropäischen Sprachfamilie. Als Quellen für Ableitungen sind immer noch Latein und Altgriechisch am häufigsten, während Anglizismen wegen ihrer anderer Laut-Lautzeichen-Zuordnung nicht so gut für Ableitungen geeignet sind.

Als Anwendung dieser Erkenntnisse kann man die internationale Sprache Esperanto ansehen, die zu 95% international (auch im Deutschen) bekannte romanische Wortwurzeln verwendet, außerdem einige Prozent germanische und wenige slawische.

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Das kann man nicht erklären oder nachempfinden. Bildung und Oberschichtzugehörigkeit sind offenbar kein Schutz gegen Gehirnwäsche.

So handeln nur Menschen, die von einer Doktrin so überzeugt sind, dass sie alles andere, das sich der Doktrin nicht beugt, vernichten müssen, unter Einsatz des eigenen Lebens.

Dagegen kann die Gesellschaft kaum etwas ausrichten. Evtl. beobachten, wer solche Menschen indoktriniert und sie damit nicht allein lassen.

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Ich habe eine andere Version, die ich darlegen werde.

Die angebotenen Optionen schließen einander nicht aus.

So glaube ich, dass Christus auferstanden ist, d.h. nach seinem Tod ging sein unsterblicher göttlicher Teil ins Jenseits zurück. Eigentlich löste sich nur seine materielle Projektion im Diesseits auf.

Da Jesus außer Gott auch ganz Mensch war, ist sein Leichnam zerfallen wie der anderer Menschen. Ich vermute: Josef von Arimathäa fürchtete, die jüdische Priesterkaste würden den Leichnam beschlagnahmen lassen und gezielt vernichten, und setzte deshalb den Leichnam heimlich anderswo erneut bei.

Alternativ könnte bei der Auferstehung die Materie des Körpers Jesu in reine Energie umgesetzt worden sein. Ein starker Hinweis darauf ist, dass das Turiner Grabtuch die Abbildung des Leichnams eines Gekreuzigten zeigt, das durch unterschiedlichen Versengtheitsgrad der Leinenfäden zustande gekommen ist. Eine wissenschaftliche Erklärung hat man dafür bislang nicht gefunden. Die dazu erforderliche Energie ist als ungeheuer groß berechnet worden.

Die Erscheinungen des Auferstandenen waren echt, nicht nur in der Erinnerung der Jünger und Jüngerinnen. Kein Historiker konnte nämlich bislang glaubwürdig erklären, wie aus verstörten, tumben Fischern und sonstigen einfachen Leuten urplötzlich glänzende Redner und Propagandisten wurden, die sich nicht mehr hinter verschlossenen Türen versteckten, sondern lautstark an die Öffentlichkeit gingen. Etwas muss ihre Persönlichkeit gründlich umgekrempelt haben.

Die Auferstehung hat die Befreiung des Menschen aus der Sinnlosigkeit des Daseins bewirkt. Wir wissen seitdem, dass alles Unheile in der Schöpfung überwunden werden wird. Wir werden auferstehen, d.h. einfach dahin zurückkehren, woher wir - geschaffene Geistwesen - gekommen sind. Deshalb freut euch des Lebens! Das ist die Osterbotschaft.

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Ich nehme an, dein Freund ist alphabetisiert. d.h. hat mit Lesen und Schreiben von Texten keine Schwierigkeiten.

Alles Gelernte soll nämlich immer (teils mehrfach) geschrieben werden, danach immer wieder durch lautes Lesen wiederholt werden.

Was für eine Muttersprache hat er? Welche Femdsprachen kennt er? Davon hängt die Methode etwas ab, vor allem, was man evtl. beschleunigen kann. wenn seine ihm bekannten Sprachen z.B. einen Artikel kennen, kann man ein schwieriges Kapitel fast ganz überschlagen.

Tipp: Wende dich an Einrichtungen, die Deutschkurse für Flüchtlinge anbieten. Die kennen sicher Lehrbücher, die im Gegensatz zu den üblichen ganz auf die praktische Anwendung im Alltag ausgerichtet sind. Müsste leicht zu ergoogeln sein. Ich habe schon solche Lehrbücher gesehen und fand sie sehr gut.

Muss dein Freund auf irgendein Niveau hinarbeiten (A1, A2, B1, B2)? Dann ist es leider so, dass für B1 und B2 auch viel Grammatik verlangt wird, die teilweise auch von Muttersprachlern nicht (bewusst) beherrscht wird.

Diu kannst mir gern Rückfragen stellen.

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Die Anfangsgründe vieler Sprachen lernt man kostenlos bei www.duolingo.com

Man muss anfangs seine Muttersprache angeben. Als Deutschsprachiger kann man Englisch, Französisch und Spanisch lernen.

Als (angeblich) Englischsprachiger auch noch viele andere Sprachen, darunter Esperanto.

Ich habe als Deutschsprachiger Englisch und Spanisch durchgearbeitet, als (angeblich) Englischsprachiger Niederländisch, Portugiesisch und Esperanto. Dabei hatte ich die meisten Schwierigkeiten mit Englisch :-))

Wie immer, kann bei einem System mit automatischer Antwortkontrolle nicht jede mögliche richtige Antwort vorgesehen sein. Man kann aber eine weitere richtige Antwort reklamieren, und sehr viele meiner Vorschläge wurden einige Wochen später eingearbeitet.

Was man nicht lernt, sind Satzgefüge mit mehr als einem Nebensatz, Texte oder auch freies Sprechen. Insofern lernt man wirklich nur die Grundlagen, vor allem den Wortschatz und einiges an Redewendungen. Als Einstieg sehr nützlich.

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Wie so oft, ist es im Deutschen schwer, allgemeine Regeln der Grammatik zu formulieren.

"Bedingungssätze können nicht in der Vergangenheit stehen." Hier ist mit "Vergangenheit" wohl das Präteritum gemeint, nicht das Perfekt mit "haben".

Falsch wäre die folgende Verwenung des Präteritums:

  1. Meine Mitarbeiter werden gelobt, falls sie sich besonders für die Firma *einsetzten.
  2. Man könne erst über Lohnerhöhungen nachdenken, wenn sich die Produktivität in unserem Unternehmen *verbesserte.
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Im Himmel trifft jeder auf jeden, sofern beiderseitig der Wunsch danach ist oder der liebe Gott es für einen für gut hält. Ausschließende Beziehungen wie die in einer Ehe auf der Erde gibt es nicht. Jeder versteht jeden, und primitive Gefühle wie Eifersucht, Neid, usw. sind durch die Einsicht in alles erledigt. Wer den anderen vollkommen versteht, kann nicht mit ihm böse sein. Das ist ja schon auf der Erde so.

Im Übrigen gehe ich davon aus, dass wir sowieso vom Himmel gekommen sind (dazu gibt es einige Anklänge in der Bibel) und als Geistwesen nur eine Art "Abenteuerurlaub mit Bewährungsmöglichkeiten" hatten. Weil es im Jenseits keine Bewährungsmöglichkeit gibt: Wenn man nichts falsch machen kan, kann man auch nichts richtig machen.

Als Geistwesen sind wir im Himmel auch nicht mehr Mann oder Frau, das gehört zum Irdischen.

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Sonstiges:...

Ein aktiver, d.h. nicht Taufschein-Gläubiger steht mir natürlich näher, aber ansonsten ist es mir egal, wovon die Menschen persönlich überzeugt sind. Sie sind unterschiedslos meine "Nächsten", Kinder Gottes wie ich, und so versuche ich auch jeden zu behandeln.

Ich missioniere nicht, aber sachliche Streitgespräche über weltanschauliche Themen sind oft ja spannend, und natürlich lernt man selbst auch immer wieder dazu. Und sei es auch nur, den eigenen Standpunkt schärfer abgrenzen zu können.

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"Erspart" sagt man in folgenden Zusammenhängen:

1) Du hast dir einiges an Ärger erspart (= Belastendes vermieden).

2) Wenn du jeden Monat nur 10 Euro zurücklegst, hast du in einigen Jahren dir ein kleines Vermögen erspart (Ergebnis eines Sparprozesses).

"Gespart" sagt man, wenn man eine Möglichkeit gefunden hat, einen Teil eines Aufwandes nicht leisten zu müssen.

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Pro: Der Busverkehr ist ohnehin ein Zuschussgeschäft. Dann sollte er gleich in der Hand der Kommune sein, damit die private Gewinnabschöpfung die Preise nicht noch höher steigen lässt.

Pro: Nur die Kommune kann es sich leisten, auch unwirtschaftliche Linien zu bedienen. Freie Unternehmen picken sich nur die Rosinen raus.

Contra: Kommunale Einrichtungen neigen zur bürokratischen Aufblähung. Nur der freie wirtschaftliche Wettbewerb sorgt für sparsamen Einsatz von Personal und Ressourcen.

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In sehr beschränktem Maße ist das wohl möglich. Das Gehirn ist während des Schlafens ja in Aktion, und der Schlafende bekommt über das Gehör auch im Schlaf unbewusst einiges mit.

Ich spreche auch in meinen Träumen regelmäßig irgendwelche Fremdsprachen. Wenn ich mich daran erinnere, merke ich manchmal, dass mein Unterbewusstsein Vokabeln aktiviert hat, die ich bewusst schon vergessen hatte. Diesen Prozess kann man sicher durch Hörangebote während des Schlafens stimulieren.

Die Grenzen sind schwer abzuschätzen, aber ich vermute, dass man hauptsächlich Wörter, Satzbruchstücke und kurze Sätze lernen kann. Genaueres müsste die praktische Forschung ergeben.

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Zitat: "Morgen müssen sie zu einem Termin, da unser Ärztlicher Dienst sie untersuchen möchte."

Wenn das eine höfliche Siez-Anrede sein soll und kein Hinweis auf eine Gruppe bestimmter Leute, dann muss das "sie" beide Male groß geschrieben werden:

"Morgen müssen Sie zu einem Termin, da unser Ärztlicher Dienst Sie untersuchen möchte."

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Funktion: sich sprachlich von den Erwachsenen abheben (Identitätsfindung), Prestigegewinnung unter Gleichaltrigen

Phänomene: u.a.

  • semantische Verschiebungen im Deutschen: früher: toll, heute: geil
  • Ausweichen auf (Quasi)Synonyme anderer Sprachen, früher Latein, Französisch, heute meist Englisch, seltener Spanisch/Italienisch (claro, ciao) in jüngster Zeit auch Arabisch, teils in Lehnübersetzung (kuckst du, ich schwör)

Keine "Sprache" im sprachwiss. Sinn, auch kein Dialekt, sondern Jargon.

Sehr instabil, keine Norm, schneller Sprachwandel.

Einiges wird in die allgemeine Alltagssprache aufgenommen.

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Das unpersönliche (!) "es" ist in solchen Sätzen nur formal ein Personalpronomen. Das Deutsche setzt das Wörtchen als Verlegensheitssubjekt an den Anfang des Satzes, es ist ohne Inhalt. Deshalb wird es in den meisten nichtgermanischen Fremdsprachen auch einfach nicht wiedergegeben.

Man schaue sich mal die Wendung

"Es gibt ... ." (Im Spanischen "hay ...")

an. Da gibt es normalerweise keinen "Geber". Aber das Deutsche will immer eine Handlung und einen Handlungsträger (Subjekt): "Es regnet" usw. Da tut keiner was. Andere Sprachen drücken sowas besser nachvollziehbar als Zustand aus.

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Die Anrede "Fräulein" wurde recht früh abgeschafft, ich vermute, in den 60er Jahren.

Das war auch berechtigt, denn es geht keinen etwas an, ob man verheiratet ist oder nicht. In früheren Zeiten war das "Fräulein" ein Aushängeschild, dass diese weibliche Person "noch zu haben" war. Alleinstehende Frauen hatten "keinen mitbekommen" oder waren "Blaustrümpfe" (die Vorläuferinnen der weiblichen Feministen).

Die Anrede "Fräulein" für Lehrerinnen stammt aus der Zeit, als Lehrerinnen nicht heiraten durften, ohne ihre Arbeit zu verlieren. Ja, das gab's!

Also hat die Anrede ihre gesellschaftlich überholten Funktionen verloren und gehört damit in die Rumpelkiste der Sozialgeschichte.

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Aber (Konjunktion)

zwei junge Männer, (Subjekt)

die das Gymnasium abgeschlossen hatten, (Relativsatz, der das Subjekt ergänzt)

gingen (Prädikat)

der Sache (indirektes Objekt)

auf den Grund (prädikative Ergänzung)

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Korrekt ist immer noch:

"Ich kaufe eine Dose Bohnen, weil ich diese gern esse."

Die Version 2 enthält damit einen Kommafehler (Verstoß gegen die Interpunktionsregeln) und einen Wortstellungsfehler (Verstoß gegen die Syntax).

Es ist aber zu erwarten, dass im Zuge des Sprachwandels irgendwann der Gebrauch von "weil" auch am Anfang von Hauptsätzen zugelassen wird. Wenn der Fehler nur genügend lange und häufig gemacht wird.

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Ich bin da konservativ, da Abstand oft sehr wichtig ist. Fremde (ab dem Jugendalter) sollte man siezen.

In einer Umgebung, wo man gemeinsam was macht (Kurs, Sport, usw.) duzen sich gewöhnlich alle, aber auch das sollte am Anfang explizit vereinbart werden.

Mit Duz-Freunden meiner Frau mache ich gewöhnlich schnell ebenfalls das Duzen aus, wenn man sich mehr als einmal trifft.

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Nur Freunden erzählen

So jemand kann ja absehen, bei wem er dann gleich in eine bestimmte Schublade geschoben wird. Ich würde deshalb darüber nur mit guten Freunden reden, die mich ernst nehmen. Allenfalls noch als Autor unter einem Pseudonym. Alles andere wäre Perlen vor die Säue geworfen.

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Normalerweise bin ich ein Gegner der Todesstrafe, da diese endgültige Fakten schafft, auch dann, wenn es ein Justizirrtum war.

In manchen, sehr extremen Fällen muss man sich allerdings fragen, ob nicht der Schutz weiterer Opfer der Gesellschaft keine andere Möglichkeit lässt. Etwa bei "Tat gestanden/bezeugt" und "grausame Tat" und "mangelnde Einsicht" und "Wiederholung wahrscheinlich". So könnte ich mir in sehr begründeten Ausnahmefällen eine Todesstrafe vorstellen. Das Ziel ist dann keine Strafe für den Täter, sondern eine Schutzmaßnahme für potentielle Opfer.

Diese Meinung hat praktisch nichts mit meiner Religion zu tun, es sind rein humanistische Erwägungen.

Als Christ kann man gut vergeben, aber dazu muss man das Opfer sein; für einen Dritten ist es leicht. Im Neuen Testament kommen auch nur reuige Sünder vor, denen vergeben wird. Die würden nicht unter meine "begründeten Ausnahmefälle" fallen.

Selbst Christus sagte, dass jemandem, der einem Kind was tut, besser geschähe, wenn man ihn im Meer ertränkte, als sich so schuldig zu machen. (Mat 18,6 und Luk 17,2) Danach wäre für einen Täter also eine Hinrichtung ein besseres Schicksal, als wenn sich (erneut) an einem Kind zu vergreifen. Hart.

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Rechtschreibung ist eine Sache der Vereinbarung.

Nach der neuen Regel, wann man "ß" und wann "ss" setzt, ist die Schreibung "das" eine Ausnahme. Insofern ist das Aufbegehren des Fragestellers berechtigt.

Diese Ausnahme hat man wohl gelassen, um das Pronomen "das" von der Konjunktion "dass" von der Schreibung her unterscheiden zu können. Das macht die Satzstruktur deutlicher.

Diese Motivation, nach der der Fragesteller fragte, ist ein Spezialfall des allgemeinen Prinzips: Gleichlautende Wörter verschiedener Bedeutung sollten (möglichst) auch verschieden geschrieben werden.

Siehe weitere Beispiele wie "seid - seit", "Mohr - Moor", "Wagen - Waagen", usw.

Ich bin kein Freund dieses Prinzips, denn dadurch wird die Regelhaftigkeit der Rechtschreibung und damit die leichte Erlernbarkeit beeinträchtigt.

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Nach dem Grabtuch von Turin trug Jesus das Haar bis zum Kinn. Das muss damals nicht als "lang" gegolten haben.

Die Priester richten sich heute nach der Norm.

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Der Dozent ist doch sicher einem Institut zugeordnet, und da gibts einen Institutsdirektor (m/w). Übergeordnet ist der Studiendekan (m/w) zuständig.

Zunächst würde ich aber meinen Protest dem Dozenten vortragen und eher meine Leistungen positiv herausstellen, als die seinen als negativ. Nur wenn das alles nicht fruchtet, kann man sich einen Termin bei dem Vorgesetzten des Dozenten geben lassen.

Wennn du aber ohnehin nichts beweisen kannst, würde ich dringend von allem, was wie ein Klageweg aussieht, abraten, denn damit macht man sich negativ bekannt.

Ich bin selbst im Leben sowohl Student als auch Dozent gewesen und kenne die Situation aus beiden Perspektiven. Es geht nichts über ein sachliches Gespräch direkt zwischen Student und Dozent. Nur in der Mathematik gab es damals unter den Assistenten nur arrogante A...er. In allen anderen Fächern war man sachlich-fair.

Später haben einmal Medizinstudenten beim Studiendekan Vorwürfe gegen ein-zwei von meinen Kollegen und auch gegen mich als Übungsleiter erhoben. 1. seien wir zu alt (über 60), das sei nicht zumutbar, und mein Kollege trüge die ganze Woche dasselbe Oberhemd. :-)) Der Studiendekan hat die angehenden "Herrgötter in Weiß" achtkantig rausgeschmissen.

Es gab auch eine anonyme Bewertung unserer Veranstaltung (sog. Evaluation) durch die Studenten am Semesterende. Einige der abgegebenen Bemerkungen (die meisten waren aber ok) erfüllten Strafbestände. Ich wurde z.B. als "nölender Gartenzwerg" bezeichnet. :-))) Wir haben uns mit solchen Ergüssen einen fröhlichen Institutsabend gemacht.

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Duolingo

Duolingo ist nicht schlecht, hat aber enge Grenzen. Leider werden für den Deutschmuttersprachler nur wenige Fremdsprachen angeboten. Auf der Basis des Englischen andere Fremdsprachen zu lernen, führte bei mir immer dahin, dass ich die Schwierigkeiten im Englischen hatte, nicht in den anderen Sprachen :-)

Wer Esperanto "komplett" lernen will, also wesentlich umfangreicher als in Duolingo und mit Grammatik, Wörterbuch, usw., der kann das mit meinem Lehrprogramm "Esperanto en dialogo" im Netz. www.esperanto.de/lehrbuch

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Du hast wohl Deutsch als Umgebungssprache, deshalb ist der Druck, deutsch zu sprechen, groß. Deutsch als Umgebungssprache ist bei dir sozusagen "voreingestellt".

Wenn du mit deiner Mutter Ungarisch sprichst, unterdrückst du am Satzanfang die Voreinstellung "deutsch", aber im Laufe des Satzes schwächt sich diese Unterdrückung ab, bis dir dein Gehirn die weiteren Formulierungen wieder in der voreingestellten Sprache Deutsch liefert.

Der umgekehrte Vorgang: du fängst deutsch an und fällst etwas später ins Ungarische, kommt nach dieser Erklärung natürlich nicht vor.

Es ist bekannt, dass die Umgebungssprache nach einiger Zeit zur Muttersprache wird.

Was ist also mit dir los? Du bist dabei, Deutsch als deine Muttersprache zu etablieren. Wenn du Ungarisch nicht durch Verwendung lebendig hältst, wird es auf Dauer "verblassen", d.h. du wirst es wie eine Fremdsprache, etwas mühsam und mit Fehlern sprechen.

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Was du im Alter bis zu 4 Jahren erlernt hast, lässt sich jetzt nicht mehr aktivieren.

Ansonsten die üblichen Ratschläge:

  • Anfänge im Netz z.B. unter duolingo.com
  • Kontakte zu Niederländischsprechenden suchen
  • In den Niederlanden Urlaub machen
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Themenvorschlag:

"Evolutionstheorie und Schöpfungsbericht: Schließen sie wirklich einander aus?"

Die Evolutionstheorie ist eine wissenschaftliche Theorie, die auch noch große viele Fragezeichen aufwirft, aber _wissenschaftlich_ die Entstehung der Arten erklären will.

Die Schöpfungsberichte (bitte beachten: es gibt zwei) sind keine wissenschaftlichen Theorien, sondern mythische Erzählungen, die die Schöpfung auf einen Schöpfer zurückführen. Als nichtwisenschaftliche Erzählungen können sie überhaupt nicht mit der Evolutionstheorie verglichen werden.

Ein unüberbrückbarer Konflikt entsteht nur dann, wenn man fanatisch nur auf die "Wahrheit" der einen oder der anderen Seite pocht. Die Wirklichkeit ist wie meist viel komplizierter. Man könnte das daran untersuchen, in wieweit auch in (einer der vielen Varianten) der Evolutionstheorie Platz ist für die Initiative eines Schöpfers.

Diese paar Gedanken müssten als Einstieg in das obige Thema reichen.

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Fälle kann man im Prinzip nicht erklären, sie werden einfach durch bestimmte syntaktische (grammatische) Muster erfordert. So muss man bei jeder Präposition auswendiglernen, welchen Fall sie "regiert" (erfordert). Evtl. auch mehrere je nach Bedeutung. Dass man mit "wen" oder "wem" fragt, erklärt ja nichts, sondern kontrolliert nur das syntaktische Muster.

Eine annähernde Erklärung ist, dass ein "direktes Objekt", auf das die Handlung direkt wirkt, normalerweise im Akkusativ steht.

Außerdem gibt es oft ein "indirektes Objekt", das an der Handlung beteiligt ist, nicht aber ihr direktes Ziel ist. Das steht dann normalerweise im Dativ.

"Normalerweise", denn wie bei allem im Deutschen, gibt es Ausnahmen und Grenzfälle, aber mit dem vorstehenden Ansatz kann man die meisten Fälle erklären.

Beispiel:

Ich gebe meinem Bruder (er ist beteiligt, aber nicht das Objekt des Gebens) ein Buch (dieses ist das Objekt des Gebens). Also "meinem Bruder" im Dativ (dem "Gebefall"), "das Buch" im Akkusativ ("Anklagefall", blödsinnige Bezeichnung).

Ich beantworte dem Polizisten (indirektes Objekt) die Frage (direktes Objekt).

Ich antworte dem Polizisten (nur indirektes Objekt, kein direktes, denn was ich antworte, wird ja nicht gesagt).

Beispiel für einen Satz, der sich nicht so erklären lässt:

Ich schneide mir in den Daumen.

"mir" ist hier nur mit Hebeln als indirektes Objekt zu deuten, denn "ich" bin ja durchaus Objekt des Schneidens ;-)) "Daumen" müsste das direkte Objekt sein, wird hier aber in Form einer prädikativen Ergänzung formuliert.

Das liegt wohl daran, dass "schneiden" hier die spezielle Bedeutung von "mit einem Schnitt verwunden" hat, denn der Daumen wird (hoffentlich) nicht in Scheiben geschnitten.

"Schneiden" mit normaler Bedeutung und daher direktem Objekt:

Ich schneide Tomaten. Ich schneide Brot. usw.

Ich schneide Daumen. (Nur im Sägewerk Bad Segeberg ;-))

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Die Frage stellt sich nicht, weil es nur den Einen gibt.

Auch wenn ursprünglich die Juden das Volk waren, das ihn ins Bewusstsein der Menschheit gebracht hat, so ist Gott als Jesus Christus doch für alle Menschen auf die Welt gekommen. Pech für die meisten Juden, dass sie das nicht erkannt haben und in ihrem religiösen Schmollwinkel blieben.

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-er am Ende eines deutschen Wortes wird eben nicht /er/ ausgesprochen, sondern mit einem zerquetschtem "a" (dem sog. A-Schwa). Geschrieben wird der Laut als umgedrehtes "a". Da "r" hört man gar nicht.

Das ist eine Ausspracheregel des Deutschen, die den Muttersprachlern weitgehend unbekannt ist. Trotzdem schaut jeder amüsiert, wenn mein Name "Fischer" von jemandem als "Fischär" ausgesprochen wird. Daran erkennt man sofort den Nichtmuttersprachler.

Also auch nicht "Wuppärtal".

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Entfernung ca. 500 km, d.h. 20 Tage bei durchschnittlich 25 km.

25 km hört sich für Außenstehende recht machbar an, bedeutet aber, dass man Tagesetappen zwischen 15 km und 35 km, je nach Unterkunft.

Ich bislang nur in Spanien gelaufen, weiß aber von Frankreich-Pilgern: Es gibt wenig spezielle Pilgerunterkünfte, meist Gite d' Etappe, die man sich mit normalen Wanderern teilen muss. Da ist telefonisches Reservieren vorher dringend anzuraten.

Für weitere Ratschläge, was das Pilgern allgemein angeht, stehe ich gern zur Verfügung. Hier findet sich z.B. meine Packliste:

https://www.rudolf-josef-fischer.de/pilgerseiten/packliste.html

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Welche Sprache gilt als Moderne Fremdsprache fürs Lehramsstudium?

In knapp nem Monat gehts auf zur persönlichen Immatrikulation fürs Lehramsstudium. Ich hab vor Gymnasiallehramt English zu studieren - alle benötigten Hürden dafür habe ich bereits bewältigt.

In einigen (vielen) Semestern steht jedoch das Staatsexamen an - und als Voraussetzung für die Teilnahme sind bestimmte Sprachkenntnisse vorzuweisen. Latein ist abgedeckt, fehlt noch eine weitere moderne Fremdsprache auf dem Level A1. Nun frage ich mich welche Sprachen "anerkannt" bzw. akzeptiert werden wenn immer nur die Rede von modernen Fremdsprachen ist. Eine Liste konnte ich nirgends finden, erst recht nicht speziell für die LMU.

Als Erweiterungsfach habe ich unter anderem Didaktik des Deutschen als Zweitsprache gewählt und als Partnersprache dabei Kroatisch gewählt (da ich das schon spreche). Reicht die Belegung des Kurses als Nachweis? Bzw. wird Kroatisch als moderne Fremdsprache anerkannt in diesem Kontext?

Und ist es möglich dass ich gar keine weitere moderne Fremdsprache brauche da ich selber Deutsch nicht als Erstsprache hatte, mein Abitur aber auf Deutsch abgelegt habe? (Diese Ausnahmeregelung habe ich bisher nur ein mal entdecken können - ob ich sie richtig verstanden habe oder nicht, weiß ich leider nicht). Beziehungsweise wie soll man nachweisen was für eine Sprache daheim gesprochen wurde?

Fragen über Fragen .... ich weiß :P Falls hier nichts gescheites rum kommt erkundige ich mich sobald ich wieder in DE bin bei der Fachschaft selbst, hier wäre es mir allerdings deutlich lieber :D

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Kroatisch sollte als moderne Fremdsprache anerkannt werden.

Selbst Esperanto ist schon anerkannt worden, auch wenn es wenig gesprochen wird.

Mit dem Zusatz "modern" will man wohl nur Sprachen ausschließen, die nicht mehr gesprochen werden. Etwa Sanskrit :-)))

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Kein Problem, gilt auch für den Wein. Ich bin katholisch.

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Natürlich gibt es sportliche Gründe und auch allgemein, dass man zum Nachdenken über einfaches Leben usw. kommt. Das geht eigentlich aber auf allen Wanderwegen.

Deswegen sollten diejenigen, die in keiner Weise etwas mit der Suche nach Gott zu tun haben wollen, die Jakobswege den Suchenden überlassen.

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Mein Freund und Kollege Detlev Blanke ist am 20.8.2016 beim Baden in einem See der Mecklenburger Seenplatte infolge eines Herzanfalls ertrunken. Herr Blanke hat sich sehr um die Interlinguistik, die sich mit der internationalen Verwendung von Sprachen, speziell Plansprachen, beschäftigt, verdient gemacht.

Bild von Detlev Blanke:

http://www.interlinguistik-gil.de/wb/pages/neuigkeiten.php

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Lautverschiebungen gehören zum Thema des Sprachwandels. Über Gründe tappt man meistens im Dunkeln. Man kennt nur einige generelle Prinzipien, z.B. dass Laute, die mehr Aufwand beim Aussprechen erfordern, durch weniger aufwendige ersetzt werden. Ein Beispiel ist die Aussprache von "Ph", früher ein behauchtes "p", wie man es heute noch schreibt, das etwa ab dem 11. Jahrhundert zum weicheren "f" in der Aussprache wurde. Deshalb schriftlich noch "Philosophie", obwohl "Filosofie" gesprochen wird.

Auch kennt man Folgen von häufigen Änderungen, etwa, dass lange Vokale auf die Dauer zu Diphthongen (Doppellauten) werden, etwa langes "i" zu "ei": plattdeutsch "Piepe" zu hochdeutsch "Pfeife".

Für die Verbreitung sprachlicher Phänomene gibt es den Imitationsdrang, d.h. dass man andere nachahmt, um bei ihnen besser Gehör zu finden. Manches war sicher auch Mode. So soll sich das Zäpfchen-R uvulares R) in Deutschland durch Nachahmung der Aussprache durch eingewanderte Hugenotten verbreitet haben, als französische Kultur zum Vorbild diente.

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Es gibt eine ganze Reihe Gründe dafür, dass Niederländisch im Durchschnitt besser Englisch sprechen als die deutschen und französischen Nachbarn. Man sieht es vor allem an den Framzosen: Die glauben, dass sie es gar nicht nötig haben, Englisch sprechen zu müssen.

Niederländer leben in einem kleinen Land und sind sich bewusst, dass sie Englisch können müssen, um irgendwo in der Welt mitreden zu wollen. Außerdem sind die Niederlande voll mit Ausländern, die zum großen Teil kein Niederländisch sprechen. Damit ist Englisch im niederländischen Alltag die inoffizielle Hilfssprache.

Fremdsprachenkenntnisse erwirbt man vor allem mit häufigem Gebrauch. Da mögen auch nichtchronisierte TV-Sendungen einen Effekt haben, obwohl man damit ja kaum die Standardsprache lernt. (Jedenfalls sollte man im deutschen Sprachraum um Gotteswillen weiter synchronisieren, da die Deutschkenntnisse bei den Bürgern in Deutschland auch so schon ständig an Niveau verlieren.)

Was die Niederländer allerdings kaum lernen, ist eine gute Aussprache des Englischen. Ich muss nur 1 Satz hören und identifiziere gleich den niederländischen Akzent. Man ist dann bass erstaunt, wenn ich dann gleich auf Niederländisch (mit deutschem Akzent ;-) antworte.

Dieselbe Motivation, Englisch zu lernen, gilt für alle kleinen Staaten in Europa. Deutsch lernt man kaum mehr, da alle Deutschen ja gleich auf Englisch losradebrechen, wenn sie von einem offensichtliche Nichtmuttersprachler des Deutschen auf Deutsch angesprochen werden.

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Es gibt auch die Möglichkeit, dass "schlimmer wie" richtig ist. Das hängt eben vom Kontext ab.

A: "B hat mir erzählt, dass er in letzter Zeit nicht mehr so gut schläft wie früher. Inzwischen schläft er wesentlich schlimmer als früher. Ist das bei dir anders?"

C: "Ist bei mir genauso. Ich schlafe schlimmer wie er."

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Falsches Gebiet:

Du bewegst dich auf dem Gebiet der Handlungen/FaktenVorgänge.

"Pleonastisch" bezieht sich allein auf sprachliche Mittel, wenn etwas "doppelt gemoppelt" ausgedrückt wird.

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Die Denkweise, die Weltsicht usw. legen die Sprache fest, nicht umgekehrt, da Sprache kein selbständiges Agens ist. Wie jedes Kulturprodukt wird Sprache durch den Menschen erzeugt und kann ohne ihn nicht existieren.

Ein Bild von Sprache als "lebendem Wesen" ist längst sprachwissenschaftlich ad acta gelegt. Dennoch hat man entsprechende Ausdrucksweisen wie "Sprache wächst natürlich" beibehalten. Dabei gilt in Wirklichkeit: Die Sprachteilnehmer bewirken einen weitgehend zufallsprinzipgesteuerten Sprachwandel.

Beispiel: Warum "weil" auf einmal das "denn" ersetzt, weiß kein Mensch. Dass sich das durchgesetzt hat, ist Zufall, wie eine plötzliche Mode.

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alle drei

Die Zuordnung zu einer bestimmten Genusart lässt sich nicht zwingend erklären. Sie läuft wohl durch Genusübernahme verwandter Begriffe: "der" evtl. von "Quark", "die" evtl. von "Sahne", "Butter", "Margarine", "das" von unspezifischen Oberbegriffen wie "Lebensmittel", "Zeug".

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Um ein Kind zur Mündigkeit (zur Fähigkeit eines eigenen Urteils) zu erziehen, muss man von einem bestimmten Modell von Unabhängigkeit ausgehen. (So wird behauptet.) Dieses Modell sei das Bewusstsein der eigenen Persönlichkeit (Identität). Dieses Bewusstsein äußere sich darin, dass sich das Kind mit gesellschaftlichen Strukturen (den Regeln seiner Alltagsumwelt) auseinandersetzt.

Mit einfacheren Worten:

Wenn ein Kind in der Lage ist, Regeln und Grenzen seiner Umwelt zu entdecken und sich ein eigenes Urteil darüber zu bilden, kann man es darin bestärken und so zur Selbständigkeit erziehen.

(Aber so klingt's ja banal und nicht mehr geheimnisumwittert-wissenschaftlich. ;-)

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Nein, Religion ist mir zwar wichtig, aber nicht so wichtig.

Die Gedanken sind frei!

Ich würde mich in so einer extremen Situation nicht umbringen lassen, sondern vordergründig meiner Religion abschwören. Gott sieht auf das Innere und fordert keine Märtyrer wegen Äußerlichkeiten.

Die meisten Christen im Römischen Reich haben es ebenso gehalten, auch wenn immer nur auf die Märtyrer hingewiesen wird.

Die Begründung für das "Nein" der Auswahlmöglichkeit gilt also für mich nicht: Meine Religion ist mir durchaus wichtig.

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Beten ist das bewusste Antenneausfahren zu Gott. Man möchte in Harmonie mit seiner Liebe leben, und das Gebet verstärkt diese Harmonie.

Gott funktioniert nicht wie ein Automat: Gebet rein, Schutz raus

Wir wissen alle, dass wir - ob mit oder ohne Gebet - nicht vor Krankheit und Unglück gefeit sind. Das Gebet erinnert uns aber daran, dass alles, was geschieht, letzten Endes zu unserem Besten ist und dass wir immer von Gott aufgefangen werden.

Auch der Empfang der Kommunion / des Abendmahles ist so zu verstehen. Nur ist der Effekt noch stärker, da Gott sogar über Materie momentan mit uns eins wird. Voraussetzung ist, dass wir das glauben können.

Man kann ihn aber nicht in geweihter Materie einfangen, so dass er sogar Gewalttaten - Hostienschändung oder Raubzügen der Kirchenmaus - ausgesetzt ist, wie das die kath. Kirche lehrt. ;-))

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Es gibt eine Himmlische Cloud, die alles notiert, was war.

Wenn wir noch daran Interesse haben, werden wir uns sicher daran erinnern. Vielleicht an mehrere irdische Aufenthalte. Da im Jenseits alles möglich ist, kann man evtl. auch die Vergangenheit ändern, Schlimmes ungeschehen machen und so an der Vollendung der Schöpfung direkt teilhaben.

Da wir alle untereinander verbunden sind, ist das Bild der "Cloud" wohl zutreffender als eine individuelle Erinnerung - oder gar das Bild von Gott als dem griesgrämigen Krämer, der alle unsere Sünden im großen Buch notiert, um uns das nach unserem Tod um die Ohren zu hauen. ;-))

Gott versagt uns nichts. Unser Glück ist bei ihm in den besten Händen. Lassen wir uns überraschen! Aber man darf jetzt schon fantasiereich träumen, die Fantasie ist die beste Hilfe, die Gott dem Menschen gegeben hat.

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Offiziell verboten wie viele andere Sachen, über die man als in die Freiheit und Verantwortung entlassener Christ nur den Kopf schütteln kann.

Eigentlich sollte das Prinzip der Liebe gelten: Es ist alles erlaubt, mt dem sich beide Partner gegenseitig erfreuen. Gott empfiehlt, Liebe fließen zu lassen, natürlich nicht nur durch Sex, aber auch dadurch.

Sex nur unter dem Zwang zu erlauben, Kinder in die Welt setzen zu müssen, ist angesichts der Weltbevölkerungsexplosion nicht nur weltfremd, sondern weltgefährdend.

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Ich habe keine Ahnung, was für ein Problem du hast.

Bist du wirklich nur deshalb ganz aus dem Häuschen, weil du einmal eine Arbeit nicht mit der Bestnote und auch nicht mit der besten Note geschrieben hast? Das ist statistisch völlig normal und spricht auch nicht gegen die gerechte Leistungswiedergabe durch Noten oder Bewertungen. Es kann einfach kein Mensch dauernd der Beste sein.

Sobald du auf einer Universität ausschließlich mit Leuten zusammenbist, die Bestleistungen in diesem Fach hatten, wirst du erleben, dass du evtl. unter dieser Elite nur relativer Durchschnitt bist. Darauf solltest du dich rechtzeitig psychisch einstellen.

Sei zufrieden, dass du in Deutsch in einer Spitzenleistungsgruppe bist, und tue alles dafür, dass das so bleibt. Aber setze nicht als Maßstab, immer unerreicht die Beste zu sein.

Und zuletzt: Dein Deutsch ist durchaus noch verbesserungsbedürftig. "was mittels meinen Ergebnissen von mehreren Deutscholympiaden und sehr sehr vielen Klassenarbeiten bewiesen sein kann" versteht man zwar, ist aber kein korrektes Deutsch (falsche Idiomatik, d.h. Ausdrucksweise). Tröste dich damit, dass kaum jemand diese höchste Ebene der Fremdsprachenbeherrschung erreicht, ich jedenfalls in meinen fünf Femdsprachen nur in einer.

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Tja, "lohnenswert" ist ein Beispiel, bei dem man sein Sprachwissen um korrekte deutsche Wortgrammatik ausschalten muss, um es durchgehen zu lassen. Das Wort ist einwandfrei falsch zusammengesetzt, eigentlich doppelt-gemoppelt wie *"nützlichswert".

Denn "lohnend" drückt ja schon "wert" aus:

"Die Sache ist es wert, die Sache lohnt / ist lohnend."

Der Zwiebelfisch-Artikel im Spiegel hat da völlig Recht.

Nun schleifen sich mit der Zeit auch wortgrammatisch falsch zusammengesetzte Begriffe in der deutschen Umgangssprache ein. "Nichtsdestotrotz" ist so ein Beispiel, ursprünglich eine scherzhafte (absichtliche) Fehlkonstruktion aus "nichtsdestoweniger" und "trotzdem". Vor 50 Jahren wurde das als falsch angestrichen, heute steht es (als "umgangssprachlich" markiert) im Duden.

Die Duden-Redaktion hat sich eben nicht zum Ziel gesetzt, gutes Deutsch zu verbreiten, sondern sie registriert nur den Gebrauch und nimmt auch falsch zusammengesetzte Wörter wie "lohnenswert" und "nichtsdestotrotz" auf, sobald sie genügend häufig (in der Presse) vorkommen.

Dieses Vorgehen ist immer umstritten gewesen. Heute finden so Unmengen von Anglizismen (natürlich auch solche, die deutsche Begriffe verdrängen) den Weg in den Duden.

Fazit: "lohnenswert" ist zwar falsch, darf aber (da im Duden) verwendet werden. Wem etwas an gutem Deutsch liegt, bleibt bei "lohnend".

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Schwierig, selbst für einen Muttersprachler, weil man beim täglichen Sprechen kaum auf solche Feinheiten achtet.

Meiner unmaßgeblichen Meinung ("Sprachgefühl") nach:

1a ist richtig, aber die Konstruktion mit "jemandes" klingt sehr konstruiert. Besser wäre:

Der Schüler hat sich durch die gefälschte Identität von jemandem täuschen lassen.

Die Satzstruktur ist jetzt nicht mehr eindeutig (deshalb wohl das gekünstelte "jemandes") , denn "von jemandem" kann von "Identität" abhängen, oder aber zu "täuschen" gehören, nämlich den Urheber der Täuschung nennen. Spielt inhaltlich aber keine Rolle.

1b ist falsch

2a richtig: Sven konnte die Gelegenheit nutzen zu schwimmen.

2b richtig: Sven hat mal schwimmen gekonnt, jetzt hat er gemerkt, dass er es nicht mehr kann. (andere Bedeutung von "können": imstande/fähig sein, wissen zu)

3a richtig: indirekte Rede

3b richtig: aber keine indirekte Rede, sondern Aussage des Sprechers:

Er ist ehrlich (Ansicht des Sprechers). Er hat das selbst auch gesagt.

3c: hört man wohl, ist aber falsch, da auf jeden Fall indirekte Rede, daher

Er hat gesagt, dass er ehrlich gewesen sei (als er seinem Vermieter sagte, er könne die Miete nicht bezahlen).

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Das Plusquamperfekt ("mehr als abgeschlossen") braucht man in Erzählungen, die in der Vergangenheit spielen, wenn zwischendurch noch etwas nachzutragen ist, was sich noch früher ereignet hat.

Beispiel: zeitliche Reihenfolge der Ereignisse:

1) Peter zahlt eine große Summe für sein neues Auto.

2) Er bringt das Auto dann zum TÜV, wo es technisch durchfällt. Er ist entsetzt.

=> Peter war entsetzt, als sein Auto durch den TÜV fiel. Er hatte eine große Summe dafür bezahlt.

Oder: Peter war entsetzt ..., obwohl er eine große Summe dafür bezahlt hatte.

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Die größte (d.h. geografisch verbreiteste) Sprachfamilie der Welt ist die indoeuropäische.

Trotzdem kann man nicht sagen, von welcher Sprache aus man möglichst viele Fremdsprachen innerhalb dieser Sprachfamilie erlernen kann. Allenfalls erschließt man sich einen Zweig, z.B. vom Slowakischen aus die slawischen Sprachen, vom Deutschen aus die germanischen, vom Spanischen aus die romanischen ...

Aber alles sehr diskutierbar.

Niederländern und Schweden hilft es, dass sie wissen, dass sie Fremdsprachen lernen müssen, um sich in der Welt zu verständigen. Engländer haben das nicht nötig, Franzosen glauben, dass sie das nicht nötig haben. Ergo hat man den Eindruck, dass Niederländer und Schweden am besten Femdsprachen lernen.

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"Boswash" bezeichnet eine geographische Einheit. Diese (Städte, Länder) erhalten die Genusart Neutrum.

(Falls der Name nicht sprechend ist und sein letzter Teil eine andere Genusart erfordert.)

Die Genusart wird oft erst sichtbar, wenn man ein Adjektiv davorsetzt:

DAS große Berlin, DAS schöne Bayern, usw.

(Aber: DER Schwarzwald, weil "Schwarzwald" ein sprechender Name ist; hier ein Kompositium, dessen letzter Teil "Wald" die Genusart Maskulinum erfordert.)

"Boswash" ist kaum als sprechend anzusehen. Aber auch wenn man es als Kompositum deuten würde, mit letzten Teil "wash(ington)", käme man zur Genusart Neutrum.

Also: DAS Boswash

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Es ist eine seltsame Vorstellung, dass Gott das ganze Universum um die Menschen auf dem hinterletzten Planeten herum geschaffen haben soll. Natürlich geht die Bibel noch von einer solchen erde-zentrischen Sicht aus, da man damals einfach nichts von den astrophysikalischen Verhältnissen wissen konnte.

Die meisten Forscher nehmen heute an, dass der Mensch nicht allein im All ist, d.h. dass es irgendwo andere Wesen mit Vernunft gibt (hoffentlich mit mehr als der der Menschen). Auch sie sind dann Gottes Geschöpfe, und es wäre schön, wenn er in deren Gestalt auch zu ihnen gekommen wäre wie in Jesus Christus zu den Menschen.

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Die erste Todesstrafe verhängte Gott, als er Adam und Eva aus dem Paradies vertrieb, denn vorher mussten sie nicht sterben.

Du willst ja Bibel, nicht Historie.

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Notwendige Kriterien sind

  • die Sprache hat (oder hatte) Sprecher
  • das Sprachsystem hat eine Norm hat, die durch ein Bildungssystem (z.B. durch Lehrbücher, Wörterbücher, Grammatiken, aber auch mündliche Weitergabe) verbreitet wird.

Keine notwendigen Kriterien sind:

  • 1. Sprache der Bewohner eines bestimmten (zusammenhängenden) Territoriums (Gegenbeispiele: Romanes, Jiddisch, Kisuaheli, Esperanto, ...)
  • Existenz von Literatur oder überhaupt einer Schriftform (Gegenbeipiele: Indigene Sprachen in manchen Weltgegenden)
  • Dass die Sprache noch gesprochen wird

Plattdeutsch ist in dem Sinne keine Sprache, sondern eine Familie von Dialekten. Niederländisch ist eine Sprache.

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Das Niederländische ist nach der Staatsgründung 1648 bewusst als neue Staatssprache geschaffen worden, wobei zunächst die niederländischen und die flämischen Dialekte überkuppelt werden mussten. Die Einführung des Unterschieds von Dativ und Akkusativ ist dabei nicht gelungen (es gibt nur bei den Pronomina einen kläglichen Rest mit "hun" und "hen"), aber z.B. wurde das deutsche Reflexivum (als "zich") per Planungsentscheid übernommen.

Niederländisch hat damit eine recht klar definierte Norm (Algemeen Beschaafd Nederlands).

Ob das Analoge auch für Schwizerdütsch gesagt werden kann, weiß ich nicht. Ich vermute mal, nein. Ich denke, auch da geht es um eine Familie von alemannischen Dialekten.

Auch Plattdeutsch hat keine definierte Norm, sondern ist eine Familie von Varianten des Niederdeutschen. Ebenso gibt es keine Norm des Flämischen, weshalb Belgien das Niederländische als eine seiner Staatssprachen angenommen hat.

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Ja, ein "Horn" ist in diesem Zusammenhang eine Beule am Kopf ...

Nebenbei: Es muss "Riesenhorn", allenfalls "Riesen-Horn" geschrieben werden, denn "riesen" ist kein Adjektiv.

Das zugehörige Adjektiv wäre "riesig", also "ein riesiges Horn".

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