Wer hat Erfahrung mit Autogas LPG gemacht?

17 Antworten

Ich bin 5 Jahre lang einen Audi A3 Sportback Benziner (Baujahr 2010) insgesamt 120.000 km gefahren. Ich hatte die Prins Gas FSI Anlage bei PitStop für Brutto 2.000€ gekauft und einbauen gelassen. Später erfuhr ich, dass die Anlage nur aus billigen italienischen Teilen bestand und eine Umrüstung inkl. Anlage in einer freien Werkstatt nur 1.100€ gekostet hätte. Leider ging der PitStop Partner Prins Gas Anlagen nach kurzer Zeit in Insolvenz. Garantie-Ansprüche lehnte Pitstop ab, da ja Prins Gas als Vertragspartner für mich zuständig sei. In den 5 Jahren musste ich 3 x eine freie Werkstatt besuchen um Verschleiss-Teile austauschen zu lassen. Der Aufwand war jeweils ca. 1 Stunde und hätte auch selbst durchgeführt werden können. An Kosten hatte ich hierbei für das Material 200€ + 150€ Arbeitskosten und war im Nachgang froh, dass ich keine teure Markenanlage einbaut worden war. Sicherlich halten hier Verschleissteile länger jedoch hätte ich bei einem Austausch der nach 100.000 km ansteht mind. 600€ + 100€ Arbeitskosten gehabt. Gespart hätte ich jedoch zwei Werkstattbesuche. Im Nachgang würde ich wieder eine Autogasanlage einbauen, jedoch würde ich mir die Anlage für 300€ selbst kaufen und in einer Werkstatt für 600€ einbauen lassen.

Ich bin gut drei Jahre eine Chevrolet Aveo mit Autogas gefahren. Ich hatte die Anlage zum Zeitpunkt der Abwrackprämie als sog. Boni einbauen lassen. Also 2,5 TEuro gespart, aber nach drei Jahren Garantie kam der Knall! Motorschaden: kaum noch Kompression als Folge verbrannter Ventilsättel etc. = 2,1 TEuro Reparatur. Das Auto war dann "gasfest", aber die Angst fährt mit. Habe es gg. einen Adam (Benziner) eingetauscht. Tipp von der Werkstatt (nach der Reparatur) niemals Volllast fahren und nur mit Additiv

Ich fahre meinen Peugeot 207 mit 95PS seit 25.000km mit Autogas. Bin eigentlich zufrieden. Mehrverbrauch Autogas: ca. 25%. Vergessen darf man jedoch nicht die Kosten für Benzin, Filterwechsel, Dichtheitsprüfung alle 2 Jahre, Additiv. So kommt man umgerechnet auf 6,3 Liter Diesel. Der vergleichbare Diesel mit 90PS soll laut Herstellerangabe 3,8 Liter verbrauchen. Geht man von 4,2 Liter aus, so Lohnt sich der Diesel (bei 400 Euro mehr durch Steuern und Versicherung) gegenüber dem Gasfahrzeug bereits bei 16.000km/Jahr!

Viele Rechnen nur den Gasverbrauch aus und meinen dann sie geben ja nur so wenig aus. Aber Vorsicht, so lügt man sich nur selbst in die Tasche. Wenn man mal überschlägt: nach 10.000km 2x vollgetankt für 120 Euro, Additiv 50 Euro; das macht 170 Euro oder anders gesagt 1,70 Euro/100km die man unterschlägt! Das wären 2,5 Liter Autogas... rechnet man diese auf die 10 Liter drauf, die das Auto sowieso schon verbraucht, so sind es 12,5 Liter, bzw. 25% zusätzlicher Mehrverbrauch!

Kein Motor braucht das Additiv, das ist nur Marketing und füllt einige Geldsäckel.

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@winherby

Da hast Du leider unrecht. Additiv wird benötigt, falls das Auto nicht mit gehärteten Ventilsitzen ausgerüstet ist. Das ist bei etlichen älteren Fahrzeugen der Fall. Merke: Fahrzeuge die im Betrieb mit bleifreiem Benzin zum Schutz der Ventilé einen Zusatz brauchen, brauchen im LPG-Betrieb ebenfalls ein Additiv.

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