Wenn euer/eure Lebenspartner/in plötzlich wegen einem Unfall etc. Zum pflegefall wird würdet ihr ihn/sie verlassen?

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13 Antworten

  • Das ist eine sehr schwierige und viel komplexere Frage, als man auf Anhieb denkt.
  • Einfach so mal eben damit konfrontiert, sagt quasi jeder sofort "natürlich nicht", weil es einfach so richtig und anständig klingt.
  • In der Praxis dagegen ist die Trennungsquote bei jungen Menschen nach einem Unglück weit über 90%. Schaut den Tatsachen in die Augen!
  • Die allermeisten Menschen können sich eben gar nicht vorstellen, wie das wirklich ist. Der entscheidende Punkt ist im allgemeinen, dass Menschen sich durch so einen Unfall, eine plötzlich eintretende Behinderung oder chronische Krankheit, massiv persönlich verändern. Und Veränderung ist eben immer ein Grund für Trennungen. Manche werden wütend, verzweifelt, verbittert, depressiv, aggressiv, melancholisch oder was auch immer. 
  • Hinzu kommt, dass sehr viele andere normale Trennungsgründe ja nicht plötzlich verschwinden. Natürlich kann man sich entlieben, kann sich neu verlieben, kann man genug vom Partner haben. Das ist bei einem Pflegefall nicht seltener als bei einem gesunden Partner.
  • Bei jungen Menschen kommt hinzu, dass die Partnerschaften oftmals ohnehin noch nicht lange bestehen oder für die Ewigkeit angelegt waren. Man lernt sich kennen, verliebt sich, kommt zusammen und man dann vielleicht nach einigen Monaten, dass man halt doch sehr verschiedene Interessen oder Ansichten hat oder die Sexualität nicht so harmoniert. Da sind Trennungen ganz normal.Wenn nun ausgerechnet während dieser Phase das Unglück passiert, muss man deswegen nicht ewig beieinander bleiben, sondern darf sich genauso entlieben wie sonst auch.
  • Ich antworte daher differenzierter auf diese schwierige Frage: Solange man seinen Partner liebt, wird man auch bei ihm bleiben. Liebe ist stark und überwindet sehr viel. Umgekehrt kann es aber passieren, dass man sich entweder unabhängig von oder gerade wegen der Veränderungen entliebt -- und niemand sollte  bei einem Partner bleiben, den er nicht mehr liebt. Auch und erst recht nicht bei einem Pflegefall. Schaut den Tatsachen in die Augen! Kein Geheuchel, sondern die harte Wirklichkeit zählt hier!
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Jetzt so rein ohne es erlebt zu haben würde ich nein sagen.

Das ändert ja nichts an meiner Liebe.

Ich habe auch schon mit verschiedenen Behinderten gearbeitet, egal ob geistig oder körperlich behindert. Mir macht das nichts aus.

Mein Freund hatte mal eine OP und konnte sich danach kaum bewegen. Für mich war es selbstverständlich ihn zu waschen, da er nicht alleine duschen konnte vor Schmerzen bei Bewegung.

 

Oft ist es so, dass sich der betroffene Partner trennt. Gründe sind vielseitig. Angst der Partner bleibt nur aus Mitleid, man schränke den anderen zu sehr ein, man kann sich selber damit nicht abfinden und wird so noch mehr daran erinnert,...

 

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Viele schreiben jetzt erst mal nein, aber vergessen was das alles für Konsequenzen mit sich zieht.

Ich als Krankenschwester würde meinen Partner nie verlassen, aber ich kenn mich mit Pflege aus und weiß was alles auf mich zu kommt, wie sich das Zuhause verändern muss, wie viel Anträge man ausfüllen muss und mir ist durch aus bewusst das es auch heißt sein Partner sauber machen zu müssen wenn er eingestuhlt hat usw.

Ich denk einfach, das viele unterschätzen was zu einer Pflege daheim gehört. Im Krankenhaus hat man so oft Angehörige die daheim pflegen und sich bei uns auskotzen, dass sie es körperlich und psychisch einfach nicht mehr schaffen und sich am liebsten wegräumen würden. (wurde mir wirklich schon öfter so gesagt) 

Und man unterschätzt auch das es wirklich ein 24 Stunden Job ist jemand daheim zu pflegen und es wirklich das komplette Leben einnimmt.

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Ich würde sie nicht verlassen, aber alles in meiner Macht stehende tun, um eine Pflegekraft zu bekommen... Auch wenn man anfangs denkt, es wäre kein Problem, nagt es an einem, und du bist innerhalb kürzester Zeit, nicht nur körperlich sondern auch geistig Kaputt... Aber ich würde sie niemals verlassen, wenn ich sie richtig liebe

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Alle schreiben hier aus moralischer Sicht, dass sie es niemals tun würden. Ich bin allerdings der Meinung, wenn man in solch eine Situation grät, kann man nicht wirklich sagen, wie man dann tatsächlich reagieren wird.

Ähnlich wäre es, wenn plötzlich ein Hausbrand ensteht. Jeder würde natürlich sagen, er würde in das brennende Haus rennen, um seine Angehörigen zu retten. In der Realität würden aber wohl oft eher Angst und Panik regieren und viele würden versuchen die eigene Haut zu retten.

Die Wahrheit ist in der Hinsicht vielleicht hart, aber es gibt sicherlich wenige, die es dauerhaft schaffen würden, einen extremen Pflegefall, bis zum Schluss die treue zu halten. Auch wenn jeder etwas anderes behauptet.

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Ein klares NEIN.....denn ich hatte den Fall.

Mein inzwischen verstorbener Mann wurde durch Krankheit von heute auf morgen aus dem Arbeitsleben gerissen, mit 50 Jahren.

Erst wurde ein schwerer, schlecht einzustellendr Diabetes  und eine Herzschwäche festgestellt, 2 1/2 Monate bekam er einen schweren Herzinfarkt, 4 Wochen danach wurden 4 Bypässe gelegt......wo er nach der Op. fast nicht mehr aufwachte. Nach der Reha konnte er nicht mehr arbeiten, war schwerbehindert mit einem Grad von 70. 2 Jahre danach bekam er durch einen Abzeß eine Blutvergiftung und einen Herzstillstand, wurde mehrmals reanimiert, war danach zu 100 % schwerbehindert, hatte durch den Herzstillstand eine Fußheberparese und konnte nicht mehr richtig laufen.Gehwagen und Rollstuhl mußte angeschafft werden. Durch seine Herzschwäche, die immer mehr zunahm, konnte er das Wassr im Körper nicht mehr ableiten, er wurde dialysepflichtig.Ab diesem Zeitpunkt war er bettlägerig und konnte vor Schwäche nicht mehr laufen.......ein Mann von einer Größe von 1,86 m und zu seinen Spitzenzeiten einemGewicht von 130 kg.Ich habe ihn 7 Jahre lang gepflegt, bis er dann 3 Tage vor seinem 58. Geburtstag starb. Zu dem Zeitpunkt waren wir 35 Jahre verheiratet.

Ich weiß, das war jetzt ein wenig viel geschrieben, aber mir ist zu keinem Zeitpunkt in den Sinn gekommen, ihn zu verlassen.Die Zeit der Krankheit und der Pflege waren sehr schwer, für ihn und für mich ebenfalls.

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Kommentar von Mignon5
05.08.2017, 05:22

Du hast meinen allerhöchsten Respekt! DH!

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Nein definitiv würde ich meine Frau in einem solchen falle nicht verlassen!

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Nein. Ich hab mich so schon immer um meinen Partner gekümmert, selbst wenn ich ihm den Hintern abwischen musste. Das würde mich nicht annähernd dazu bringen, ihn zu verlassen

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Nein es heißt in Freud und Leid bis das der Tod uns scheidet.

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Ganz klar nein!

Das wird zwar keine leichte Zeit, aber ich habe es ihr auch nicht immer einfach gemacht und habe meine Macken.

Feige wäre es, sie deshalb zu verlassen.

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ganz klar Nein

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niemals da braucht er mich mehr als zuvor.

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100% .... nein...

Sind ja schon gegenseitig in ähnlicher Lage gewesen , wo man nicht sicher wahr , ob sie oder ich .... diese schweren Krankheiten überlebe.

In guten und in weniger guten Zeiten...

VG Yazz12

 

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