Wenn der Mensch tatsächlich ein Omnivore (Allesfresser) ist, warum kann er sich dann im Gegensatz zu Bären und Schweinen nicht auch von Aas ernähren?

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18 Antworten

grundsätzlich..... der mensch kann sehr wohl aas essen !  das aber nur solange im aas noch keine uns schädlichen verwesenungsgifte entstanden sind. in der regel riechen wir es ja wenn ein fleisch nicht mehr gut ist. unsere vorfahren hatten siche einen noch viel besseren geruchsinn.

ich möchte dich auch an die gammelfleischskandale erinnern. da wurde auch schon verdorbenes fleisch verarbeitet. daran muß man auch nicht erkranken wenn ......, das gammelfleisch nur ausreichend erhitzt wurde.....!!!

wir können ja auch keine anderen verdorbenen nahrungsmittel essen. z.b. verfaultes obst, oder verschimmeltes brot !!!

ein aas ist ja nur ein verendetes tier das nicht ausgeblutet und ausgenommen worden ist. deshalb ist das fleisch sehr schnell nicht mehr zu genießen.

es kommt also nur darauf an OB ein aas noch zum essen taugt oder nicht.
im sommer wird das sehr schnell nicht mehr zu essen sein. ein z.b. im winter totgefahrenes wild bei minustemperaturen wird noch nach wochen eßbar sein.

Weil seine Präferenzen anders gelegt sind. Ein Braunbär etwa ist ein opportunistischer Omnivore mit einer Präferenz auf Fleisch und Fisch. Das Schwein ist ein opportunistischer Omnivore mit der Präferenz auf Insekten. Der Mensch hingegen ist ein opportunistischer Omnivore mit der Präferenz auf pflanzliche Kost.

Die Mägen und die Verdauungstrakte dieser Tiere unterscheiden sich deutlich voneinander. Der Dünndarm eines Schweins ist länger, der eines Bären sogar deutlich länger als der eines Menschen, dafür haben beidere Tiere einen kürzeren Dickdarm. Sie sind damit imstande, vor allem tierische Eiweiße zu zerlegen und zu verdauen. Beim Menschen ist das Verhältnis umgekehrt, da er sich überwiegend pflanzlich ernährt und nur einen verhältnismäßig geringen Teil seiner Nahrung aus tierischen Eiweißen bezieht.

Einen noch besseren Vergleich bieten uns natürlich unsere engsten Verwandten: Ein Schimpanse, der sogar noch weniger Fleisch frisst als ein Mensch, hat einen noch kürzeren Dünndarm und längeren Dickdarm, während der Gorilla, der ein reiner Pflanzenfresser ist, den kürzesten Dünndarm, den längsten Dickdarm und den größten Magen unter den Menschenaffen hat. Alles natürlich im jeweiligen Verhältnis zum Körpervolumen, versteht sich.

Am Anfang der Entwicklungsgeschichte des Menschen hat allerdings tatsächlich noch vor allem Aas den Anteil an tierischer Nahrung ausgemacht. Aktiv gejagt haben die allerfrühesten Hominiden wie Australopithecus wahrscheinlich noch nicht, obwohl es auch nicht ganz ausgeschlossen ist, denn auch heuige Schimpansen können aktiv jagen. Am Aas hat sie dennoch weniger das Fleisch, sondern mehr die inneren Organe, das Hirn und das Knochenmark interessiert.

Im Laufe der Jahrmillionen hat der Mensch dann die Fähigkeit erworben, durch Feuer das Fleisch bekömmlicher zu machen, denn wenn man es zuvor brät, tötet man darin die Krankheitserreger ab, die unser Verdauungssystem heute überstrapazieren würden: wir sind nun nicht mehr an den Verzehr rohen Fleisches angepasst, waren es früher aber mal. Auch in vielen jagenden Naturvölkern wird Fleisch gelegentlich noch roh verzehrt, meist infolge von Kulthandlungen, bei denen Blut eine Bedeutung hat. Wenn das Fleisch jedoch länger liegt, vermehren sich die Keime darin zu stark, als dass wir das Fleisch (Aas) dann noch gefahrlos verdauuen können. Deshalb sind wir keine Aasfresser.

Übrigens sind auch nicht alle Karnivoren Aasfresser. Viele Hunderassen etwa können ebenfalls kein rohes Fleisch verdauuen, und auch einige wildlebende Arten wie die meisten Katzen verzehren in der Regel niemals Aas.

Ob eine Spezies Allesfresser ist oder nicht bestimmt nicht das was gegessen wird, sondern wie der Magen aufgebaut ist. Zumindest wird bei ausgestorbenen Spezies danach geurteilt. Unser Verdauungssystem kann alles verarbeiten insofern sind wir Allesfresser.
Aas ist quasi bereits verdorbenes Fleisch und das kann nur von Spezies gefressen werden, die relativ abgehärtet gegen die dann vorkommenden Keime sind. Katzen sind zb. Fleischfresser und essen auch kein Aas. Insofern hat die Frage Aasfresser oder nicht keine Relevanz für die Frage ob jemand Allesfresser oder Fleischfresser ist. Und totes Fleisch essen wir ja. Verdorbenes Fleisch könnten wir auch essen - allerdings wäre es nicht besonders schmackhaft und müsste vorher behandelt werden um "ungiftig" zu sein für uns.

Du brauchst nur in eine Metzgerei zu gehen, oder Ware aus dem Fleischfach eines Lebensmittelgeschäftes entnehmen und schon findest du reichlich Aas vor. Man nennt es nur nicht so, weil neg. konnotiert, dennoch sind wir bei jedem Fleischkonsum bloße Aasesser.

Warum? Nun, wir haben die gekauften Tiere schließlich nicht erlegt. Das wiederum ist das entscheidende Kriterium. Nur der Erbeuter ist kein Aasfresser.

da denkst du völlig falsch.  es werden nur gesunde tiere geschlachtet. also entblutet und komplett ausgenommen. durch kühlung oder andere verabeitung werden fleisch und fleischproduckte haltbar gemacht.

metzger verarbeiten ja keine tiere die wegen krankheiten verendet sind und tagelang beim bauern neben dem misthaufen vor sich hingammelten.... !  das wäre dann Aas und dieses holt sich der abdecker, nicht der metzger !

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Omnivore bedeutet lediglich, dass Pflanzen und Tiere gegessen werden.
Aasfresser sind da noch eine besondere Gruppe.
Der Mensch ist ein Allesfresser, aber Aas gehört nicht zu seinem Speiseplan aufgrund der Keimbelastung.
Veganer müssen aufgrund der fehlenden Nahrungsteile vom Tier entsprechende Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehem, um nicht zu erkranken (Mangelernährung).

Bären und Schweine sind ja auch Allesfresser, können aber trotzdem Aas fressen, ohne daran zu verenden. Wir können das nicht. Wären wir echte Omnivoren, würden uns die Keime doch nichts ausmachen, denke ich. Verstehst du, was ich meine?

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Nur zu deiner Information:

Auch Menschen, die "Nahrungsteile" vom Tier zu sich nehmen, supplementieren und das zur Genüge - sie merken es nur oft nicht, weil es über den Umweg Tier geschieht, das es sich per Futterzusatz einverleibt.

Die Pharmaindustrie verdient ihre Millis durch Nahrungsergänzungsmittel ganz sicher nicht an den vergleichsweise noch wenigen Veganern und auch nicht an den Vegetariern.

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warum kann er sich dann im Gegensatz zu Bären und Schweinen nicht auch von Aas ernähren?

Kann er doch?! Er hat es sogar industriell optimiert...

Durch im Fleisch enthaltene Enzyme löst sich die Leichenstarre nach
wenigen Tagen und die Muskeln entspannen sich zum zweiten und letzten
Mal. Diese enzymatischen Prozesse (Autoproteolyse)
sind die erste Stufe der Verwesung. Von hier an kann nun chemisch von
Aas gesprochen werden, obwohl das Fleisch für Menschen und andere Tiere immer noch essbar ist (siehe Abhängen).

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Aas#.C3.9Cbergang_zum_Verwesungsprozess

Mahlzeit !

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@Omnivore13

Ha! Ihr wisst, was gut ist! Wie schmeckt Euch eigentlich ein Straußen-Steak?

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@Schwoaze

Strauss hab ich bisher nur einmal gegessen, aber vom Spieß und nicht als Steak. Also wir haben selbst am Tier uns die Fleischstücken herausgeschnitten. Und ich muss sagen: Strauss schmeckt sehr gut!

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Omnivore bedeutet nicht, dass wir absolut alles vertragen. Wir können zum Beispiel Gras, Holz und Knochen nicht verdauen, obwohl es Tiere gibt, die das können.

Es bedeutet nur, dass wir sehr flexibel sind in dem, was wir essen können.

Menschen (außer solche die bewusst auf Fleisch und tierische Produkte verzichten) essen doch totes Tier.

Wir leben halt nur im Wohlstand und es wird schmackhaft zubereitet.

Unser Gebiss, unser ganzer Verdauungstrakt ist darauf ausgerichtet. Wir sind Allesfresser. Weil wir aber auch Menschen sind, haben wir gelernt, dass uns Aas nicht gut tut.

Worauf willst Du eigentlich hinaus?

Worauf willst Du eigentlich hinaus?

Veggie-Troll-Frage.

Bestimmt kommt glei "Der Mensch ist eigentlich Pflanzenfresser". Oder irgendjemand mit der Pflanzenfresser-These bekommt die HA

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Aufgrund der Keime und Salmonellen etc pp.

Das ist auch der Grund warum wir den Überwiegenden Teil unserer Lebensmittel (Ab)kochen müssen

Was bedeutet, dass wir keine richtigen Allesfresser sind, nicht wahr?

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@MrBurner107

Nein heißt es nicht denn: Wie essen ja totes Tier nur eben keines welches schon verwest ist. Dies haben wir aber, soweit ich das noch richtig weiß, nur ganz zu beginn unserer Entwicklung getan und schnell fest gestellt das wenn wir aas essen krank werden. Unser Magen ist für verdorbenes Fleisch nicht gemacht und das hat auch nichts mit Allesesser oder nicht zu tun. 

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@HikoKuraiko

Der Verwesungsprozess setzt immer unmittelbar nach dem Tod bzw. der Schlachtung ein - da beißt die Maus keinen Faden ab ! 

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hi,

MrBurner107,

interessante Frage, die du da stellst! :-))

Aas: Körper eines Tieres, wenn er in den Zustand der Verwesung übergegangen ist.

Enzymatische Prozesse sind die Gründe für Verwesung.

Erst wenn die Immunarbeit im toten Körper vollständig beendet ist, besiedeln Bakterien den Kadaver , beginnen ihn zu verdauen und sich selbst zu vermehren!

Das Aas wird durch bakterielle Gifte wie Tetanospamin und Botulinumtoxin mit der Zeit immer giftiger .

Hyänen und Geier sind spezialisierte Aasfresser.

Wenn sie sich auch überwiegend von Aas ernähren, so ergänzen sie ihre Nahrungsaufnahme doch auch stests durch Früchte, Eier und wirbellose Tiere.

In einer Untersuchung hat man bei Geiern 528 verschiedene Keimarten bei der Nahrungsaufnahme festgestellt, von denen noch 76 im Verdauungstrakt nachgewiesen werden konnten.

Der größte Teil dieser Keime wird also durch das Immunsystem der Geier in ihrem Magen und Darm abgetötet.

Man nimmt außerdem noch einen Schutzmechanismus an, der die Geier unempfindlich gegen solche Gifte macht (Wissenschaft aktuell, November 2014)


Meines Erachtens kommt es darauf an, wie man den Begriff "Aas" definiert...

Tatsächlich und unbestreitbar setzt bei jedem Körper (egal, ob Mensch oder Tier) nach dem Tod durch Versterben - wie auch immer dieser vollzogen wurde - unmittelbar der Verwesungsprozess ein...

Beim Fleisch wird die sofort einsetzende Leichenstarre (manche mögen lieber den Begriff Kadaverstarre...) rückgängig gemacht durch das sog. "Abhängen" des Fleisches...

Bestimmte Zugaben wie z. B. Nitritpökelsalz usw. geben dem Fleisch die schöne rote Farbe, ohne die es sehr schnell grau und widerwärtig aussehen würde, also wenig appetitlich.

Im Übrigen kann ein Mensch mit einigermaßen guter Konstitution so manches verdauen und überleben - von der Pferdelasagne über diverse Gammelfleisch-und andere unappetitliche Produkte...

Die meisten würden es wohl nicht mal merken, wenn man es ihnen nicht gesagt hätte - aus Verbraucherschutzgründen...;)

Fakt ist: Der Mensch war und ist ein Frugivore - ein Fruchtesser, das schließt neben Früchten, Gemüsen, Wurzeln, Saaten und Gräsern auch Samen und Nüsse mit ein...

Aufgrund der sog. "Evolution" hat sich der Organismus des Menschen an den eines Omnivoren angenähert - seine Wurzeln kann der Mensch dennoch nicht verleugnen, was man nicht nur an den sog. "Zivilisationskrankheiten" unschwer erkennen kann !

Der Mensch war und ist ein Frugivore

Keineswegs.

Der Mensch ist ein klassischer Omnivore, sowohl was unsere Zähne als auch was unseren Darm angeht. Unser Gebiss ist ein Kompromiss zwischen den Reißzähnen der reinen Fleischfresser und den Mahlzähnen der reinen Pflanzenfresser, unser Darm liegt in der Länge zwischen dem langen Darm der Pflanzenfresser und dem kurzen Darm der Fleischfresser.

Das bedeutet nicht, dass wir absolut alles verdauen können müssen. Gras ist für uns unverdaulich, obwohl Milliarden Weidetiere davon gut überleben können. Knochen können wir ebenfalls nicht essen, obwohl Löwen das können. Man kann nicht alles haben, nicht 100% Pflanzenfresser und 100% Fleischfresser gleichzeitig sein.

Es ist aber gerade die Vielseitigkeit, die unser Überleben im Wettlauf der Evolution so manches Mal gesichert hat. Wir finden fast immer etwas essbares, weil wir nicht so festgelegt sind.

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wieso kann er nicht? das ist eine Behauptung. es macht halt keiner. aber daraus zu schliessen, dass es nicht ginge, ist falsch.

Da würde er wohl nicht mehr lange leben wenn er das täte.

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@mulano

das ist auch nur eine behauptung. aas ist nicht per se giftig - in notzeiten probiert der mensch so manches aus- der eine überlebt es, der andere nicht.

klar sind wir daran gewöhnt, dass fleisch hygienisch ist. in anderen ländern wird jedoch nicht so hygienisch mit fleisch oder anderen lebensmitteln umgegangen- und die überleben das auch, zumindest der überwiegende teil.

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Da er einen längeren Darm als ein Fleischesser besitzt. Fleischesser haben einen kurzen Darm um Fleisch schnell verdauen und die Hinterlassenschaften ausscheiden zu können. Dieser fehlt beim Menschen gänzlich, weshalb auch davon auszugehen ist das der Mensch eher zu den Pflanzenfressern zu zählen ist.

Zudem empfindet der Mensch den Geruch von Aas als abstoßend und die Gefahr sich mit Keimen, etc. zu infizieren und möglicherweise daran zu sterben ist ziemlich hoch. Ganz anders sieht es wieder beim Fleischfresser aus, er fängt sich beim essen von Aas nicht so schnell etwas ein und besitzt auch den Körperbau und die entsprechenden "Werkzeuge" sein Opfer ohne andere Hilfsmitel als seinem eigenen Körper zu erlegen.

Ich glaube ich weiß, was Du meinst: n Allesfresser müsste ja per se "alles fressen", also auch Aas. Ist so aber nicht definiert. Omnivore heißt einfach, dass sowohl Produzenten als auch Konsumenten verzehrt werden...

Bin mir sicher als wir noch in Höhlen und Bäumen lebten
haben wir auch Aas gegessen. Mit der Zeit brauchten wir es  nicht mehr und unseren Körper hat sich
Adaptiert

Der Neandertaler und Cro-Magnon   Mensch
war sogar Kannibale.

Am zielführendsten ist der Blick auf die Schimpansen. Die sind sehr wohl wild auf tierisches Protein. Sie plündern alle Vogelnester und jagen auch kleine Tiere und kleine Affen.


Weil der Mensch sich auch evolutionär weiter entwiockelt.

Der Mensch IST ein Allesfresser!

Worin siehst du den evolutionären Vorteil kein Aas zu verspeisen?

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@Omnivore13

Nein danke, ich ernähre mich nicht ideologisch gegen meine Natur.

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