Welpen zurückholen, wie am besten machen?

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Also wenn ich mir diese Einschätzung eines Anwalts ansehe: http://www.frag-einen-anwalt.de/Vorkaufsrecht-Hund-Ueberpruefung-eines-Vertrages-__f68639.html

Finde ich sogar, dass die Karten in deinem Fall gar nichtmal so schlecht aussehen!

Als Rückkaufpreis hast du ihr den ursprünglichen Kaufpreis angeboten. Rechtlich gesehen müsste das vollkommen in Ordnung sein, denn anders als in dem im link beschriebenen Fall hast du 1. wie schon gesagt keinen niedrigeren Preis für den Hund verlangt und 2. ist der Hund, anders als im beschriebenen Fall, ja nicht in seinem Marktwert gestiegen, weil er nicht zuchttauglich geschrieben werden kann, richtig? Du hast also nicht versucht einen Vorteil aus der Rückkaufklausel zu ziehen.

Sollte es also zu einem Verfahren kommen, weil sie gegen die Vertragsauflagen verstoßen hat und den Hund verkauft hat, kannst du vor Gericht eine Entschädigung verlangen die dem aktuellen Marktwert des Hundes entspricht - vermutlich also in Höhe seines ursprünglichen Kaufpreises. Selbst wenn sie also versuchen würde den Hund "gewinnbringend" an irgendwelche ahnungslosen Menschen zu verkaufen, wird ihr das nichts bringen wenn sie die Strafe zahlen muss. Es kommt hier wieder auf die Formulierung an. Wenn es sich bei dem Rückkaufrecht um eine unter dutzenden Klauseln handelt, es also für einen Normalverbraucher undurchsichtig ist, dass der Züchter das Rückkaufrecht hat (siehe § 305ff BGB) - im Einzelfall wird das Gericht entscheiden. Da du ihr aber sofort ein Rückkaufangebot in Höhe des Kaufpreises (der dem Marktwert des Hundes entspricht) gemacht hast und sie sich aus Gewinngründen dagegen entschieden hat, würde ich die Chancen als gar nicht mal so schlecht ansehen, dass sie zumindest Schadenersatz zahlen muss (im schlechtesten Fall nur das Geld, dass sie durch den Verkauf gewonnen hat), was ihr natürlich weh tun wird, von den Gerichtskosten mal abgesehen... Vielleicht kalkuliert sie ja nochmal um wenn du ihr die Sachlage darlegst ob es sich wirklich lohnen würde den Hund an irgendeinen anderen Ahnungslosen zu verschachern...

Und da du Zeugen hast die bestätigen können, dass du ihr alle Bedenken bezüglich seiner angeblichen "Mängel" offen gelegt hast, kann sie dir noch nichtmal mit Betrugsvorwürfen beikommen (wobei das vor Gericht in Bezug auf den Vertragsverstoß wohl eher belanglos ist).

Och Zeugen hab ich genug. Der Hund ist 12 Wochen alt, davon jetzt schon auszugehen, ob er zur Zucht geeignet ist oder nicht ist doch Irrsinn! Vor dem 14. Monat kann man ihn sowieso nicht zur Zucht zulassen. Bis dahin kann noch viel passieren. Bei Klein und Mittelspitzen ist es üblich hoch oder runterschreiben zu lassen. Es wurde ein Vorkaufvertrag gemacht als der Hund 3 Wochen alt war, zu dem Zeitpunkt kann keiner vorraussagen wie groß der Hund mal wird. Jasmin würde in jedem Fall für mich aussagen, sie habe ich ja auch beraten, bei ihrem war es schnell klar, daß er wohl ein Mittelspitz wird und darüber hab ich sie auch sehr schnell in Kenntnis gesetzt, warum sollte ich mit zweierlei Maß messen. Ich gebe niemanden eine Garantie auf die Endgröße, vor allem weil es bei Klein und Mittelspitzen keine Zuchtwerteinschränkung gibt nur weil sie größer oder kleiner werden. Schlechter gestellt wäre sie, wenn der Hund als Kleinspitz eingetragen wird und er die Mindestgröße nicht erreicht, denn dann ist umschreiben nicht möglich.

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@pebbles08

Danke für das Sternchen :)

Ich weiß zwar nicht wie genau sie sich ausgedrückt hat, aber irgendwie scheint mir, dass sie sich eher ärgert, dass sie ihn nicht als Deckrüden für ihre Hündin "nutzen" kann (wahrscheinlich wusste sie das vor der Anschaffung nicht - ihre neuste Erungenschaft zeigt ja, dass sie nicht sonderlich viel Ahung haben kann...)

Was die Zeugen angeht, weiß ich leider nicht wieviel sie dir vor Gericht bringen werden, außer dann wenn sie versucht dir irgendwas reinzuwürgen.

Auch den Hund wird dir eine Gerichtsverhandlung leider nicht zurückbringen. Wenn du aber eine Rechtsschutzversicherung (oder genügend Kleingeld übrig) hast und die Betreffende Dame hoffentlich nicht, dann könnte dir der Gang vor Gericht selbst dann etwas bringen wenn du einen besonders holzköpfigen Richter abbekommst. Wie schon gesagt, das mit den Schutzverträgen und den Vorkaufverträgen ist schwierig. Zunächst mal muss dick und fett drin stehen, dass du ein Vorrecht hast. Wenn sie dir den Hund, trotz angemessenen Angebotes, nicht verkaufen will, steht dir als Schadenersatz zumindest ihr "Gewinn" (wenn nicht sogar der komplette Verkaufspreis zu). Jetzt muss man allerdings hoffen, dass es der Frau in erster Linie um´s Geld geht und es ihr die Mühe einer Gerichtsverhandlung und Schadenersatzzahlung nicht wert ist. Wenn sie aber ne richtig gehässige Kuh ist, die dir unbedingt eins reinwürgen will, seh ich schwarz (aber vielleicht kriegst du zumindest den Namen des Neu-Käufers über eine Gerichtsverhandlung heraus?)

Aber mal ne andere Frage: Kann die überhaupt vom VDH zugelassen sein, wenn sie mit ner Bluemerlehündin züchten will?

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@niska

Sie wohnt in Luxemburg, ist also nicht im VDH. Merle ist ein zuchtausschließender Fehler, zumindest in Deutschland, andere Länder sehen das lockerer. Mit meinem Rüden hätte sie ihre Hündin auch nicht decken können, er wäre, wenn überhaupt, als reiner Ausstellungshund in Frage gekommen, ich hab ihn als Liebhaber- und nicht als Zuchthund verkauft. Ihre 2. Hündin ist andersfarbig, Schwarz und andersfarbig dürfen sowieso nicht miteinander verpaart werden. Da Morchen aber ein weißes Abzeichen hat, ist an Zucht mit ihm überhaupt nicht zu denken, und der Fleck war schon am Tag seiner Geburt deutlich sichtbar. Inzwischen ist er ja wieder bei mir, Liebhaberinteressenten hab ich auch schon für ihn, ich werd diesmal genau hinschauen wohin er geht, habe die Interessenten natürlich sofort über sein Schicksal aufgeklärt und daß der Kleine Zeit braucht um wieder richtiges Vertrauen aufzubauen. So langsam wird das wieder, ich behandel ihn im Moment wie ein rohes Ei und berühre ihn nur sanft, bei Zwang reagiert er sofort mit knurren und kreischen (z.B. wenn man versucht ihn festzuhalten). Zumindest lässt er sich aber wieder an den Seiten streicheln und bekommt keine Panik mehr wenn man auf ihn zukommt. Was ich ganz schlimm finde ist seine Tierarztpanik, früher saß er geduldig auf dem Tisch und ließ alles über sich ergehen und jetzt findet er den Tisch richtig blöd... Morgen kommt der erste Besuch zu uns, ich bin mal gespannt wir er reagiert.

Die ist übrigens nicht nur gehässig sondern quält Hunde, so wie es sich jetzt herausstellt, schon seit mehreren Jahren. Ich habe gestern abend noch jemanden kennengelernt, der diese Person kennt und einen Chihuahuarüden von 4 Jahren abgekauft hat. Dem Hund mussten 17! Zähne gezogen werden, er wurde als Deckrüde immer rumgereicht (ständig weiterverkauft!), hatte 14 Besitzer, der Züchter unerreichbar, er wurde geschlagen,getreten und wer weiß was noch alles mit ihm gemacht wurde. Er ist scheu, ängstlich und das besonders bei Männern. Inzwischen ist er kastriert, also "wertlos". Seine Papiere stimmten vorne und hinten nicht, Chip und Impfausweis gehörten eindeutig nicht zusammen. Wir sind hier nun alle dran ihr so schnell wie möglich das Handwerk zu legen, damit sie nicht noch mehr Hunde unglücklich machen kann. Morgen ist Beratungstag wie wir vorgehen sollen um die 5 Hündinnen da raus zu bekommen. Ich glaub ich hab gerade ne neue Frage ;-)

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@pebbles08

Also Sachen gibts...

Was ich von Vermehrern und Hobbyzüchtern und Leuten, denen Erbdefekte oder Gendefekte und gesundheitliche Probleme ihrer Hunde egal sind, solange sie sich besser verkaufen lassen oder noch "hübscher" sind, halte, brauch ich hier wohl nicht auszuführen. Aber nachdem ich zweimal über deine Antwort nachgedacht habe: Ein blue-Merle-Kleinspitz!? Braucht man den Schwachsinn denn auch noch bei Spitzen!? Wie hoooohl ist das bitte!?

Ich kenn die Frau ja nicht, aber ich könnte mir echt vorstellen, dass es sich dabei um so eine realitätsentfremdete Person handelt, die Hunde tatsächlich gern hat, aber in erster Linie einen lukrativen Freizeitvertreib darin sieht und eigentlich keinen blassen Schimmer von Hunden hat (denn wenn sie was über Hunde lernen würde bzw. wollte, würde sie die unangenehme Erfahrung machen, dass sie alles was sie bisher gemacht hat ändern muss - inklusive sich selbst). Und das sag ich deshalb, weil ich eben Leute kenne, die ein ähnlich intensives Verhältnis zu ihren Hunden haben wie ich als Kind zu meinen Kuscheltieren (wenn überhaupt)... Aber wenn die es innerhalb weniger Wochen schaffen einen Hund derart zu versauen, kann ich dir wirklich nur absoluten Erfolg wünschen. Der Frau gehört ein Haltungsverbot verpasst und generell hätte ihr ein verpflichtender Sachkundenachweis für Hundehalter auch echt gut getan bzw. vor allem ihren Hunden...

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jemand, den sie nicht kennt könnte dort mal vorbei schauen und nachsehen, wie es dem hund geht. wenn du angst hast, oder einen verdacht, dass er nicht gut behandelt wird, würde ich schauen, das ich mich davon überzeuge, dass es so ist oder eben nicht. auch einen "käufer" kannst du hin schicken. falls du hören solltest, dass sie ihn los werden will. ansonsten sieht es wohl nicht so gut aus, ihn zurück zu bekommen. viel glück!!!!

Hmm die Idee ist nicht schlecht, jemanden hinzuschicken den sie nicht kennt...

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Das ist wirklich eine traurige Geschichte. Wenn Du aber nicht nachweisen kannst, dass es dem Hund da schlecht geht, wirst Du leider auch nichts unternehmen können. Ich verstehe aber auch nicht, was die Frau jetzt von Dir will, wenn sie den Hund nicht zurückgeben will. Frag sie doch noch mal, ob es nicht eine andere Möglichkeit gibt. Anscheinend hat sie ja kein Herz für den Hund, sonst würde sie über "evtl." Makel des Hundes hinwegsehen.Solche Menschen kann ich nicht verstehen. Ich suche derzeit selber nach einem kleinen Hund. Diese Frau kann ich aber nicht verstehen!

Das habe ich ihr auch auf den Kopf so zugesagt, daß sie den Hund nicht liebt...darauf kam keine direkte Reaktion, was mir noch mehr Angst macht...

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