Das wird eher schwierig, da es keine eine "Roma-Kultur" gibt. Es gibt nicht "die" Roma, sondern viele "Romvölker" und noch mehr Untergruppen mit teils ganz unterschiedlichen "Kulturen". Du kannst kaum rumänische Kalderash mit spanischen Kalé vergleichen.

Wie schwierig das ist kann ich dir am Beispiel des Chakra darlegen. Das Speichenrad wurde beim ersten Kongress der Romanes sprechenden Menschen 1971 als Symbol für eine gemeinsame "Flagge" der Roma gewählt. Das Rad symbolisiert nicht nur die durch Jahrhunderte durchlebte Lebensweise von (Halb-)Nomadität und Verfolgung, sondern auch die ursprüngliche Herkunft in Indien, denn Chakra ist ein Wort aus dem Sanskrit und bedeutet Rad. Es ist auch auf der indischen Flagge zu finden und ein wichtiges Symbol im Hinduismus und Buddhismus. Auf dieses Symbol haben sich hauptsächlich westeuropäische Roma geinigt, wobei es auch in der Ukraine und Russland verwendet wird. Viele Roma lehnen es allerdings ab, weil das Rad als solches das Nomadentum als gemeinsame Lebensweise der Roma stilisiert - für viele trifft das aber bereits seit Jahrhunderten nicht mehr zu. Ebenso wird der Verweis auf Indien als "exotisierend" und als Fortschreibung der Zuschreibung von Roma und Sinti als "Fremde" kritisiert. Trotzdem verwenden auch viele Roma das Symbol. Aufgrund der breiten Bedeutung (Im Buddhismus/ Hinduismus steht das Rad auch für das Lebensrad, den achtfachen Pfad zur Erleuchtung, verschiedene Qualitäten des Menschen etc.), wäre das aber vielleicht etwas worauf du zurückgreifen könntest.

Einfach irgendwelchen Schmuck oder Amulette würde ich nicht kaufen - vieles davon ist exotisierender Klimbatsch und sich einfach die Symbole einer Kultur "anzueignen", wenn man nichts darüber weiß - weder die Bedeutung entsprechender Symbole kennt, noch die Lebensweise und Lebensansichten der entsprechenden Volkgruppe versteht, ist kritikwürdig. Insbesondere wenn man bedenkt wie Roma über Jahrhunderte hinweg (und immer noch) behandelt werden.

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Im "Schichtbetrieb" ist das sehr wohl möglich. Nicht alle Menschen arbeiten im 8-Stunden Tagestakt.

Ich wohne zur zeit noch zu Hause. Daher kümmern sich auch meine Eltern und Geschwister um den Hund. Unter der Woche sind meine Eltern vormittags oft zu Hause. Sie sind selbstständig und arbeiten Schicht. Mein Bruder studiert, macht aber zur Zeit ein Praktikum und ist den ganzen Tag über weg - abgesehen davon kann er sich aber regelmäßig um den Hund kümmern. Und meine Schwester ist als Schülerin fast jeden Nachmittag zu Hause. Ich bin drei Mal die Woche vormittags für vier bis fünf Stunden aus dem Haus und bin zwei Mal in der Woche ab mittags weg. Dazu kommen einige Samstage an denen ich arbeite. Mein Freund wohnt derzeit auch bei mir, studiert ebenfalls und muss zwei Mal die Woche auch erst mittags bzw. nachmittags weg. Hin und wieder kann ich meinen Hund sogar mitnehmen und ich plane das in Zukunft regelmäßig zu tun. Dazu müssen die Umstände natürlich passen (ich arbeit mit Kindern und Jugendlichen) aber wie sich erfreulicherweise gezeigt hat, klappt das gut, wird von meinem Arbeitgeber gefördert und ist auch noch gut für den Hund. Insgesamt kommt es selten vor, dass der Hund überhaupt mal allein ist und wenn dann nie länger als fünf Stunden. Und selbst wenn es mal vorkommen sollte - Oma wohnt um die Ecke und könnte im Falle des Falles einspringen.

Ich persönlich behaupte nicht einmal, dass es nicht so wäre, dass manche Hunde es besser vertragen alleine zu sein als andere. Aber der Hund an sich ist ein Rudeltier. Und ob man nun 15 Minuten oder zwei Stunden weg ist - allein sein ist für einen Hund immer schlimm. Für den einen eben mehr als den anderen. Aber das weiß man nicht bevor man sich eben genau diesen Hund anschafft. Und das ändert nichts daran, dass ein Hund prinzipiell nicht gern allein ist. Selbst wenn er nicht permanent am Rockzipel hängt. Man muss kein Genie sein, um zu erkennen, dass es nicht einfach nur darum geht ein konstruiertes "Richtlinie" von 5 Stunden zu überschreiten, sondern darum dem Hund kontinuierlich Führung zu geben. Die 4 bzw. 5 Stunden die häufig angegeben werden sind nicht als Richtlinie, sondern als Maximum zu sehen. Ein Hund sollte nach Möglichket nicht nur nicht mehr als 4 oder 5 Stunden allein sein, sondern er sollte nach Möglichkeit gar nicht allein sein. Das ist natürlich kaum in der Realität zu gewährleisten und da Hunde zudem auch Gewohnheitstiere sind, ist es für den Hund unter Umständen auch leichter wenn er regelmäßig alleine ist - aber prinzipiell gilt nunmal: Je weniger der Hund allein sein muss, desto besser. Wer weiß, dass er oder sie regelmäßig 8 Stunden außer Haus ist und keine andere Möglichkeit hat dem Hund Gesellschaft anzubieten muss nunmal auf einen Hund verzichten. So ist es eben nunmal, man kann im Leben nicht alles haben.

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Ja das kann vorkommen. Beobachten solltest du den Hund aber trotzdem.

Eine kleine Anmerkung zur Wurmkur, da dein Hund ja scheinbar schon empfindlich reagiert:

Wurmkuren sind nicht zu unterschätzen, denn sie zerstören die Darmflora des Hundes und die ist wichtig für die Immunabwehr. Wer nicht gerade einen Hund hat der wirklich permanent Exkremente von der Straße futtert (etwas das man mit Erziehung schonmal generell sowieso in den Griff bekommen sollte), der kann definitiv darauf verzichten. Die Entwurmung an sich ist übrigens keine Vorbeugung gegen den Wurmbefall - Kaum ist der Hund entwurmt kann er also gleich wieder welche erwischen. Die angegriffene Darmflora trägt dazu sogar noch bei.

Viele Tierärzte bieten mittlerweile auch an, nur den Kot des Hundes zu untersuchen, bevor man entwurmt.

Daneben gibt es viele natürliche Mittel: Kokosflocken, gemahlene Kürbiskerne oder geriebene Möhren sind die bekanntesten. Meine Hündin bekommt regelmäßig einen Esslöffel Kokosflocken zu fressen (Kokosöl innen wie außen hilft ürbigens auch bei der Zeckenabwehr)

Meine ist übrigens ein absolut renitenter Staubsauger. Daher wird sie nach dem Winter prinzipiell einmal entwurmt (sie liebt gefrorene Häufchen) und je nachdem wie der Sommer lief auch nochmal im Herbst - trotzdem vermeide ich die Wurmkur nach Möglichkeit. Und die Kokosflocken liebt sie sowieso

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Mein Freund interessiert sich ebenfalls für das Thema und an sich könnte man zwar behaupten: Nee braucht man nicht. Mit massig Talent, Kreativität, Grips, den richtigen Förderern und einem hohen Maß an Selbstdisziplin und Können zur Selbstvermarktung. Aber mal ehrlich: Wer hat das schon? Die wenigsten haben die Chance, die richtigen Leute zur richtigen Zeit kennen zu lernen und dann auch noch mit den eigenen großartigen Fähigkeiten und tollem Charisma von sich zu überzeugen. Der Weg in die Branche führt zwar auch über popelige Praktika und ambitionierte persönliche kleine Projekte. Aber trotzdem muss man einen gewissen Background in Richtung Informatik und Design besitzen. Die Leute die einen später bezahlen gehen nämlich ungerne Risiken ein. Und dafür braucht man in der Regel Abi und später auch nen Studienabschluss.

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Das hängt auch davon ab, wie strikt deine Eltern das sehen. So wie sich das anhört, erlauben sie dir wenigstens eine Beziehung - vermute ich zumindest. Wenn nicht sieht das nochmal anders aus. Meine Antwort gebe ich eher unter der Prämisse, dass sie die Beziehung dulden.

In jedem Fall wirst du mit dem Zusammenziehen ja sowieso noch warten. Und das kannst du auch, ist auch nicht die dümmste Entscheidung. Du bist schließlich erst 16. Je nachdem wie du deine Eltern in dieser Hinsicht einschätzt kannst du das Thema aber "einschleichen", indem du deine Ernsthaftigkeit, Vernunft und gute Absicht in Bezug auf das Thema betonst.

Damit meine ich, dass du argumentieren könntest, dass du sowieso nicht ausziehen möchtest, bevor du finanziell auf eigenen Beinen stehst. Vorausgesetzt du möchtest eine Ausbildung machen und nicht studieren. Und was das angeht kannst du auch noch weiter ausführen, dass du sowieso lieber abwarten, dich im Job etablieren und Geld verdienen würdest, bevor du eine eigene Familie gründest - denn darum geht´s letztlich beim Heiraten. Wenn ein paar Jahre ins Land gegangen sind, du deinen Job hast und schon ein paar Jahre mit deinem Freund zusammen bist. Kannst du auch anfangen über´s Ausziehen zu sprechen. Dabei kannst du auch betonen, dass ihr schon so lange zusammen seid und du diesen Mann heiraten möchtest, es dir also ernst ist - du aber erst herausfinden möchtest wie es ist mit ihm zu leben, bevor du dich an ihn bindest. Dazu muss aber auch dein Freund ein gutes Bild bei deinen Eltern hinterlassen.

Eine weitere Möglichkeit wäre der "Kompromiss" sich zu verloben. Damit kannst du deinen Eltern vielleicht noch nachdrücklicher beweisen wie ernst es dir ist.

Wenn du studieren möchtest, kann es - je nachdem welche Möglichkeiten sich einem bieten, leichter sein "hinter dem Rücken" der Eltern viel Zeit mit dem Partner zu verbingen. Zumindest wenn du in einer anderen Stadt studierst und nicht auch noch gerade bei Verwandten unterkommst. Ansonsten gilt aber prinzipiell dasselbe, wobei du hier noch eher argumentieren kannst, dass du nicht Heiraten möchtest bevor du deine Ausbildung abgeschlossen hast.

Versuche das Ganze aus der Perspektive deiner Eltern zu sehen. Meiner Erfahrung spielt da häufig die "Sorge" darum was "die Leute denken" werden eine ganz große Rolle hinter dem Verhalten der Eltern. Wenn du ihnen Argumente an die Hand geben kannst, mit denen sie sich vor vermeintlichem Gerede rechtfertigen können, wird es ihnen vielleicht einfacher fallen dir mehr Freiheiten zu lassen. Dabei ist ein "tadelloses" Verhalten oft das beste Argument.

Das gilt aber zugegebenerweise in erster Linie bei Eltern, die ohnehin etwas kommunikativer und leichter zugänglich sind. Wenn deine Eltern nichts von deiner Beziehung wissen und du dich schon damit in Gefahr bringst von deinen Eltern zur "Rehabilitierung" zur Oma in die Türkei geschickt zu werden, dann musst du das Ganze anders angehen. Dann wirst du dich mental damit auseinandersetzen müssen, dass deine Freiheit immer von dem Willen deiner Familie bestimmt sein wird. Der beste Kompromiss der dich in diesem Fall erwarten könnte wäre, dass du es lange genug zu Hause aushältst, um deinen Freund tatsächlich zu heiraten und dein Leben dann mit ihm so zu leben wie du es für richtig hältst. Oder du gehst keinen Kompromiss ein, sondern stellst dein persönliches Glück über die Erwartungen deiner Familie. Das ist schwer, aber je nach Situation kann es so aussehen, dass ein Ende mit Schrecken besser ist als Schrecken ohne Ende.

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Zunächst mal muss man auch bedenken, dass die Hunde die man auf Google sieht, sehr oft "Showzüchtungen" sind. Also Hunde bei denen die Rassemerkmale besonders übertrieben "hochgezüchtet" wurden. Wenn du dir die chinesischen Vorbilder der Rasse mal ansiehst, dann sieht man das genauer.

Was Fellfarbe und Ohren angeht schaut das für mich in Ordnung aus. Die runden "Löwenohren" sind meines Wissens auch wieder so ein Ideal, aber eben kein Muss. Was stimmt ist, dass das Gesicht "offener" aussieht. Die Gesichtsfalten sind bei deinem Hund kaum ausgeprägt und da kann man dann schon die Frage stellen ob da noch jemand anderes mitgemischt hat. Muss aber nicht sein. In dem Fall würde ich aber behaupten, dass das ganz positiv ist. Ein Hund der zumindest äußerlich gesehen ganz normal sehen, atmen, hören kann und nicht ständig Probleme wegen zu tiefer Hautfalten hat, ist nichts schlechtes.

An sich lässt sich deine Frage aber ganz, ganz einfach beantworten.

Woher hast du den Hund?

Wenn du den Hund von einem beim VDH eingetragenen Züchter hast, hast du eigentlich die Garantie, dass der Hund reinrassig ist. Wenn du den Hund von irgendeinem Vermehrer oder Hobbyzüchter hast, dann natürlich nicht.

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  1. Intelligenz ist nichts dass man auf den ersten Blick erkennen kann. Und Intelligenz bedeutet nicht, dass ein Mann sich nicht auch wie niveauloser Vollpfosten verhalten kann. Auch intelligente Menschen können sich so verhalten.

  2. Intelligente Menschen machen nunmal eben nicht einfach auf gut Glück wildfremde Frauen an. Und wenn, dann nur in der passenden Situation. Dementsprechend ist es nur logisch, dass es einem so vorkommt, als würde man nur von niveaulosen Personen angesprochen - weil das eben diejenigen sind, die es auf diese Art und Weise versuchen. Und das öfter vorkommt. Wobei es in der Regel ja noch nicht einmal darum geht. Denn so dumm sind nun wirklich nicht viele Männer, dass sie glauben ein besoffenes "Ey Du! Du has geile... hicks Glocken hee hee..." würde ihnen was bringen. Das hat mehr mit Machtkomplexen als mit echtem Interesse zu tun.

  3. Angesprochen werden zu wollen bringt nix. Man muss auch mal selbst die Initiative ergreifen.

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Offensichtlich ist dein Hund der Meinung, dass du deine Führungsposition nicht erfüllst.

Vermutlich hat sie dazu noch einen ordentlichen Wachtrieb. Was du dagegen tun kannst? Gar nicht erst zulassen, dass sie schnappt. Wenn sie sich Besuchern gegenüber aversiv verhält, gar nicht erst hin lassen. Sie muss auf ihrem Platz bleiben und wenn Sie es versucht körperlich abgedrängt werden, nicht mit Genörgel, Nein-Monologen oder Gefummel. Sie darf erst zu Besuchern hin, wenn du es ihr erlaubst.

Zudem auch positive Erlebnisse mit Besuchern verbinden, d.h. Besucher als Ressourcenhalter vorstellen. Personen die regelmäßig kommen, sollten ihr als Belohnung für ordentliches Verhalten Leckerlis oder wahlweise Streicheleinheiten (wenn das geht) anbieten.

Bei alledem: den Hund nicht bedrängen, sondern zeigen, dass sie nicht bedroht wird und sich jederzeit auf ihren Platz zurückziehen kann ohne belästigt zu werden.

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Da ich selbst auf eigene Faust ein Projekt gesucht habe, kann ich nichts dazu sagen, wie gerade diese Organisation ist. Der "Markt" an Entsenderganisationen scheint sich aber in den paar Jahren auch sehr entwickelt zu haben. Als ich vor 5 Jahren nach Organisationen gesucht habe kam eigentlich nur weltwärts in Frage - das ist eine vom Bund getragene Zusammenstellung von verschiedenen Entsendeorganisationen. Alles andere was ich sonst noch finden konnte war "Tourismus +" und da gab´s auch nicht viel. Das scheint in den letzten Jahren in Mode gekommen zu sein.

Jedenfalls kommt es auf´s Detail an: Gesetzlich ist es so, dass ein Freiwilligendienst vom Bund unterstützt und auch anerkannt wird, er muss auch eine gewisse Mindestdauer betragen (3 Monate so weit ich mich erinnere) um anerkannt zu werden. Dafür bekommt man einen Zuschuss (ein Teil der Kosten wird vom Bund übernommen) und bei der Bewerbung an einer Uni wird er gehandhabt wie der Zivildienst auch. Freiwilligenarbeit wiederum wird von Reiseunternehmen angeboten - es handelt sich also um Tourismus mit Wohltätigkeitsfaktor. Wer richtig arbeiten will ist da nach meinem Verständnis also nicht ganz richtig aufgehoben. Dafür wird man rundum betreut und neben der Freiwilligenarbeit auch noch unterhalten (mit Safaritouren, Bergwanderungen, etc.). Kriegt aber auch kein Geld zurück, sondern zahlt in der Regel mehr als beim normalen Freiwilligendienst. Freiwilligenarbeit wird meinem Verständnis nach auch teurer je länger man bleibt - beim Freiwilligendienst ist das nicht so. Man zahlt für die Vermittlung an sich das meiste und hat dann meist auch noch einen Sprachkurs, der ebenfalls ordentlich kostet. Die Kosten für die Unterbringung sind meist geringer. Und dann wird ein Teil ja noch vom Bund bezahlt. Wer gerade aus der Schule kommt und zwischen Schule und Uni ins Ausland will ist m.E. mit einem Freiwilligendienst besser bedient - es sei denn man will nur Urlaub machen.

Generell weiß ich von anderen Leuten, dass sie sich mit Organisation einfach sicherer gefühlt haben. Wenn man sich in seiner Gastfamilie unwohl fühlt, krank wird oder überfordert ist kümmern die sich um einen. Wer auf eigene Faust ein Projekt sucht, hat diese Sicherheit eben nicht. Kommt also darauf an wo man seine Prioritäten setzt.

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Die Frage ist nicht ob ein Hund ein "Familienhund" ist, sondern ob eine Familie "hundegeeignet" ist. Eine Familie mit sehr viel Zeit, Engagement und Wissen kann problemlos Huskies halten (Huskies und zwar alle sollten idealerweise im Rudel gehalten werden). Eine Familie die vollkommen unrealistische Vorstellungen von Hunden hat, kommt nicht mal mit nem netten Labrador zurecht...

Huskies brauchen wirklich derart viel Bewegung. Und derart viel Bewegung heißt in diesem Fall, dass das absolute Mindestmaß an Bewegung eine 10km Runde ist. Das fährt unser Nachbar mit seinem Malamute im Sommer am Trike. Jetzt im Winter trainiert er für den Schlitten mit 40km täglich...

Natürlich bedeutet das nicht, dass jeder Husky, der seine tägliche Wanderung nicht bekommt zum hauptberuflichen Sofaschredderer wird. In vielen Fällen sind solche Hunde dann einfach nur innerlich komplett zerstört, vegetieren vor sich hin und lassen ihren Frust an sich selbst raus. Durfte erst demletzt mal wieder einen komplett apathischen Stadthusky auf dem Weihnachtsmarkt bemitleiden. Das machen übrigens viele Hunde vieler Rassen. Allerdings sind Huskies nicht gerade bekannt dafür die "konformsten" Hunde zu sein, d.h. während andere Hunde sich eher mit einem Schicksal gähnender Langeweile und lebenslanger Unterforderung abfinden, schaut ein Husky was es so im Kühlschrank gibt und dekoriert regelmäßig die Wohnung um (Mehl eignet sich dafür z.B. hervorragend).

Ein Husky ist übrigens ganz und gar kein Hofhund. Es sei denn ihr habt dabei an einen Hund gedacht, der euren Hof zur Selbstbeschäftigung nutzt, Hühner, Hasen und was sonst alles so um euren Hof herum kreucht und fleucht jagt und sich wie ein Maulwurf durch den Gemüsegarten buddelt... Ein Husky braucht auch sehr viel geistige Auslastung, das ist kein Hund der damit zufrieden ist in der Hofeinfahrt rumzuliegen und die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen. Einen Husky sich selbst zu überlassen bedeutet, dass man den Hund auch gleich auswildern könnte, denn genau das wird er mit seiner vielen Freizeit anfangen: Wildern. Wenn es euch nichts ausmacht, dass eure Nachbarn euch anzeigen, weil euer Hund die Kanninchen verspeist hat, könnt ihr´s gerne mal versuchen... Ansonsten werdet ihr dem Hund ein großes, ausbruchsicheres Gehege bauen müssen und mehrmals täglich um die 10km laufen müssen und den Hund nebenbei noch mit geistig anspruchsvollen Tätigkeiten bespaßen müssen.

Bei Polarhunden generell gibt es da nur geringe Unterschiede. Es sind allesamt sehr selbstständige Hunde. Wenn ihr in der Richtung etwas sucht, könntet ihr euch eher in der Richtung Spitze umschauen oder besser gleich bei den typischen Hofhunden. Aber auch Spitze brauchen vor allem einiges an Fellpflege und sind trotzdem keine entspannten Lämmer, sondern brauchen auch Hirnfutter.

Generell gefällt mir übrigens die Einstellung: "Der Hund hat soviel Auslauf wie er möchte" nicht. In Deutschland hat ein Hund niemals so viel Auslauf wie er möchte oder habt ihr einige Hektar eingezäuntes Land? Hunde können bei uns einfach nicht frei durch die Gegend spazieren. Mal abgesehen davon, dass allein schon die Gefahr zu groß ist, dass der Hund überfahren oder vergiftet werden könnte, landet der Hund ganz schnell im Tierheim wenn er unbeaufsichtigt rumläuft oder irgendwer ruft die Polizei... und nur den ganzen Tag im Garten rumzulungern ist für einen Hund eben nicht ausreichend, sondern langweilig - auch wenn´s ein großer Garten ist.

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Zunächst mal: Menschen wandern nicht erst seit es Räder gibt. Sesshaftigkeit ist ein relativ neues Phänomen. Daher ist es auch kein Ding der Unmöglichkeit wenn vermeintlich "typisch europäische" Merkmale auch mal woanders auftreten können. Es gibt nach heutigem Stand z.B. nur eine einzige Genmutation die für blaue Augen verantwortlich sein soll und die trat ursprünglich am schwarzen Meer auf. Das bedeutet, alle Menschen die blaue Augen haben (mal abgesehen, von Betroffenen Waardenburgsyndroms vermute ich) eine genetische Verbindung zum ersten Träger dieser Mutation nordöstlich vom schwarzen Meer haben.

Wie diese Verbindung beim jeweilgen Individuum letztendlich zustande kam kann man wohl kaum jedes Mal nachvollziehen, in einem Land wie Honduras in dem unterschiedlichste Gruppen von Menschen leben ist es natürlich wahrscheinlich, dass bei einer blauäugigen Person, ein paar blauäugige Europäer mitgemischt haben. Und natürlich kann ein Tanzanier mit extrem blauen Augen auch einfach unter dem Waardenburgsyndrom leiden. Vielleicht hat sich aber auch irgendwann mal ein blauäugiger Mensch vor langer Zeit auf nach Simbabwe begeben und dort ein paar Kinder aufgezogen, von denen einige das Allel für blaue Augen immer weiter getragen haben...

Denn folgendes sollte man auch bedenken: Nur weil ein Allel rezessiv ist, bedeutet das nicht, dass es verschwindet. Es ist in der Kombination mit dominanten Genen nur nicht sichtbar.

Für blonde oder rote Haare gibt es allerdings eine ganze Reihe unterschiedlicher Mutationen, z.B. diese hier: http://blogs.discovermagazine.com/gnxp/2012/05/case-closed-blonde-melanesians-understood/#.UmwuN1Py2HQ

Blonde Menschen außerhalb Eruopas müssen also nicht zwingend einen europäischen Kolonialvorfahren haben. Das bedeutet nicht, dass das es bei einem großen Teil der Fälle nicht so wäre. Ein Großteil blonder, blauäugiger Menschen stammt nunmal aus Eruopa. Ich störe mich allerdings etwas an dieser gewissen Selbstverständlichkeit, dass jeder das sofort schlussfolgert wenn sowas gefragt wird. So einfach ist es dann auch wieder nicht.

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Wirklich viel Erfahrung hab ich nicht mit Shelties. Eine Freundin von mir hatte Anfang des Jahres (wenn ich mich gerade richtig erinnere und es nicht sogar Ende letzten Jahres war) einen Sheltie in Pflege und die meinte, der Hund sei schon wie ein Collie: Sehr anhänglich, möchte alles richtig machen, lernt schnell und dementsprechend sensibel. Ich hab ihn aber auch beim Spiel mit ihren Galgos gesehen und da konnte man definitiv sehen, dass der Kleine auch nen ordentlichen Hütetrieb hatte. Der hat die großen Galgos durch die Gegend gescheucht, nen Mordsspaß dabei gehabt und sich auch ziemlich schnell reingesteigert - ist aber auch sofort eingeknickt gewesen, als meine Freundin ihn angepampt hat. Generell hat er sich gerne mal wie King Käse aufgeführt, aber das kann auch daran gelegen haben, dass die Vorbesitzer ihn 0 erzogen haben. Insgesamt würde ich sagen: Sehr angenehmer Hund, leicht erziehbar (Sensibilität ist nicht direkt was schlechtes, sondern eine Eigenschaft die die Erziehung für gewöhnlich einfacher macht), klebt an seinen Besitzern, lässt mangelnde Erziehung und Auslastung aber nicht auf sich sitzen - die Folge ist dann übermäßiges Bellen. Nicht umgekehrt das viele Bellen, die Eigenschaft, die schon da ist und dann abtrainiert werden müsste.

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Hund Leine um den Rücken binden: Was soll das bringen?

Hallo ihr Lieben,

mir sind mittlerweile viele Leute mit bevorzugt großen und scheinbar recht schwer zu kontrollierenden Hunden begegnet, die ihren Tieren die Leine um den Bauch/Flankenbereich wickeln und mir ist einfach nicht klar, was sie sich damit erhoffen. Vllt. könnte ihr mir helfen.

Ich versuche es mal zu beschreiben: die Hunde tragen ein Halsband und im "Idealfall" eine breite Schlepp-/oder Feldleine aus Gurtmaterial (das was man beim Pferd als Longe bezeichnen würde). Die Leine wird normal ins Halsband gehakt. Dann wird die Leine ein Stück auf dem Rücken des Hundes Richtung Rutenansatz geführt. Hinter den Rippen, also im Taillen-/Flankenbereich wird die Leine einmal um den Bauch des Hundes gewickelt und ungefähr auf der Wirbelsäule einmal mit dem Rest verdreht, sodass sich sozusagen eine Schlaufe um den Hundebauch bildet. Der Rest der Leine wird dann "normal" in der Hand gehalten. Ich kann das leider nicht besser beschreiben, da ich es auch noch nicht aus der Nähe gesehen habe, nur im vorbei Rauschen.

Besonders auffällig ist, dass diese Hunde an ihren langen Leinen alle wie die Wahnsinnigen ziehen und somit ihr Bauch arg eingeschnürt wird. Ganz extrem war es bei einem Magyar Viszla, die ich eigentlich als sehr folgsam und santmütig kenne. Der riss wie verrückt vorne weg, Frauchen flog nur so hinterher und konnte garnicht bremsen. Der Hund hatte durch diese Leinenkonstruktion das, was man beim Menschen eine Wespentaille (wie durch ein Corsett) nennen würde. Meine Frage nach dem Sinn dieser Konstruktion konnte sie nur im Weggehen, über die Schulter rufend beantworten: "Damit er nicht so zieht!" Das war in dieser Situation nun mehr als skuril. Und gesund kann das nicht sein für den Hund.

Ich habe sowas vorher noch nie gesehen und auch noch nirgends gelernt, dass diese Art der "Verschnürung" überhaupt existiert. Meine Hunde brauchten und brauchen das jedenfalls nicht.

Ich verurteile niemanden nach einer einzigen, kurzen Begegnung, aber besonders "sinnvoll", "durchdacht" oder gar zielführend und aus psychiologischer (und physiologischer) Sicht scheint mir diese Idee nicht zu sein. Deswegen suche ich nun Stellungnahmen zu diesem Thema.

Dass man damit einen weniger ziehenden Hund erreichen will, habe ich verstanden. Aber was ist das Prinzip dahinter? Soetwas wie ein Endloswürger, nur im Bauchbereich? Wie fällt die erwünschte Reaktion der Hunde aus? Wer kommt auf so eine Idee? Und: bringt das wenigstens den gewünschten Erfolg? Lernt der Hund was dabei? Oder funktioniert das wie ein ahningslos eingesetztes Halti, das mehr Schaden macht, als nutzt?

Ich bin mal wieder etwas ratlos und würde mich über ein paar Ideen in diese Richtung sehr freuen. Im meinem Kopf ergibt diese Konstruktion jedenfalls keinen Sinn und erscheint komplett kontraproduktiv.

Danke:)

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Jetzt ist mir gerade eingefallen was du meinst! Das ist ne Nierenleine!

Hans Schlegel benutzt die, daher kenne ich das. Wer weiß, vielleicht gibt´s bei euch in der Nähe seit neustem nen Hundetrainer, der drauf schwööööööört -.-

Das es heute noch Trainer gibt, die damit arbeiten... Stuss einfach nur Stuss...

http://www.rettungshundeforum.de/portal/11790-das-andere-ende-der-leine.html

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Ich weiß nicht genau wie man das in der Erzieherinnenausbildung macht, ich kann nur sagen, wie sowas in der Soziologie aussehen "sollte".

Zunächst mal fehlt vollkommen die Beschreibung des Settings: Also eine Beschreibung der Situations - wie sieht es im Sandkasten aus, was befindet sich darin, welche Kinder und wo befinden sich diese Kinder, etc. Liegt Michael irgendwo in der Ecke oder mittendrin? Und wie groß ist der Sandkasten überhaupt?

Ich finde auch die Aussage, dass Michael im Sandkasten lag, ungenau. Wie lag er da? Auf dem Bauch? Auf dem Rücken? Auf der Seite? Wie konnte er dabei sein Auto durch den Sand schieben, rein nachvollzugshalber würde ich davon ausgehen, dass er sich dabei bewegen muss - es könnte sich hier also um einen "Wahrnehmungsfehler" handeln. Generell fehlen in dieser Beschreibung "Raumpositionierungen", z.B. in welche Richtung ließ Michael sein Auto fahren? Fuhr er es von seiner Körpermitte vor sich hinweg oder im Radius seiner Armlänge hin und her?

Allerdings finde ich das Konzept eines "Wahrnehmungsfehlers" etwas strange. Wie kann Wahrnehmung falsch sein? Höchstens ihre Beschreibung kann inkorrekt sein oder eben indem Annahmen in das Beobachtete hineininterpretiert werden, so wie an der Stelle die du markiert hast: als er bemerkte, dass auf seiner anderen Hand Sand war. Das ist für mich eine Interpretation, die nicht auf exakter Beschreibung beruht.

Ein weiterer Punkt ist die "Brumm, brumm" Beschreibung. Hat er das wirklich so gesagt oder hat er versucht Autogeräusche nachzumachen indem er gebrummt hat? Auch die Steigerung ist interessant: Zuerst begleitet er sein Spiel nur mit einem Brumm, brumm - später rief er Brumm, brumm mit einem Ausrufezeichen! Das hört sich fast an, als wäre er lauter geworden - aber ist das nun so? Das ergibt sich nicht aus dem Text, aber er impliziert es.

Ebenfalls ungenau ist die zweite Handlung - das Schaufeln von Sand mit der Hand. Auch hier fehlt wieder jegliche Beschreibung, welche Hand den Sand von wo nach wo geschaufelt hat. Hat er den Sand einfach überall vor sich hin geschaufelt also immer die Stelle gewechselt oder hat er von einer Stelle zu einer anderen geschaufelt.

Ungenau ist auch, dass Benjamin einfach plötzlich da ist. Wo kam er her? und wie begegnen sich die zwei? Sitzt Michael während Benjamin steht? Frageb über Fragen ;)

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In der Soziologie werden Individualisierung und Entindividualisierung als zwei zunächst gegensätzliche gesellschaftliche Prozesse bezeichnet.

In der einen Richtung geht man davon aus, dass "moderne" Gesellschaften immer individualistischer ausgerichtet sind. Das "Individuum" stellt hier quasi den gesellschaftlichen Akteur dar und es bewegt sich relativ unabhängig von anderen Individuen durch die Gesellschaft. Sozialbeziehungen dienen dem Individualisten in erster Linie zum eigenen Nutzen. Dieser Blickwinkel sieht den Kapitalismus als eine der Hauptursachen (neben dem damit einhergehenden Wohlstand und der sozialen Absicherung, durch staatliche Institutionen) für die Individualisierung, denn der Kapitalismus braucht eine Gesellschaft, in der jedes Individuum sich, einem gut funktionierenden Zahnrädchen gleich, in kapitalistische Mehrwerterzeugung einpassen kann. Das klappt am besten, wenn das Zahnrädchen nicht noch in anderen Uhrwerken (sprich Sozialbeziehungen, wie dem kranken Kind, der pflegebedürftigen Oma oder dem Partner, der keinen Abend allein verbringen möchte) drin hängt.

Dem gegenüber gilt der Kapitalismus aber auch beim Prozess der Entindividualisierung als Auslöser. Auch hier aus einem nachvollziehbaren Grund: In einer Gesellschaft in der alles vom Kapitalismus gesteuert wird, ist der Mensch nur etwas wert, wenn er funktioniert. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass Menschen ihre Individualität verlieren, denn wenn alle Zahnrädchen sind, sind alle gleich. Dabei kommt es nicht darauf an, ob der eine sich entschieden hat Bankmanager zu werden, während es für den anderen nur zum Gärtner gelangt hat. Beide funktionieren nach demselben Prinzip: Sie leben um zu konsumieren und um konsumieren zu können arbeiten sie.

Das ist aber nur ein Beispiel. Auch Fundamentalismus oder Militärstrukturen entsprechen auf allen Ebenen dem Prinzip der Entindividualisierung. Die sozialistischen Staaten der Sowjetunion oder China setzten entindividualisierende Maßnahmen durch (die Kulturrevolution z.B.)

Klassiker in dem Bereich ist Simmels Arbeit in der Stadtsoziologie

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Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Bild aus Bali ist. Zumindest weist die Art der Gestaltung und die Tatsache, dass die Göttin Saraswati darauf abgebildet ist darauf hin. Bali ist eines der Länder in der die Mehrheit der Bevölkerung dem Hindu Dharma angehört - Saraswati ist eine der wichtigsten hinduistischen Göttinnen, nämlich die der Lehre, des Wissens und der Kunst. Daher trägt die Gute auch immer eine indische Laute mit sich herum. Manchmal auch eine Flöte (wie man sieht). Meistens trägt sie auch noch die Veden und einen Rosenkranz mit sich rum. Ihre Begleittiere bzw. Reittiere sind in der Regel der Schwan (um solch einen wir es sich womöglich hier auch handeln) und manchmal auch der Pfau. Sie wird in der Regel in der Nähe oder auf einem Gewässer gezeigt, auf einer Lotusblume sitzend oder stehend.

Zum Vergleich mal eine indische und eine weitere balinesische Darstellung

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Puuuuuh...

Wo fange ich da an? Also ganz generell muss man wohl mal damit anfangen, dass es in Indien nicht eine Esskultur, sondern Esskulturen gibt. In Indien leben darüber hinaus ganz unterschiedliche Ethnien, deren Esskultur nochmal ganz unterschiedlich ist. Und die Qualität des Essens selbst hängt stark davon ab, welche Nahrungsmittel den jeweiligen Menschen zur Verfügung stehen - es gibt also große regionale Unterschiede. Ein weiterer Faktor ist die Religiosität: Innerhalb der religiösen Ausrichtungen des Hinduismus gibt es je nach Varnas und gar Jatis (für dich vielleicht als Kaste leichter verständlich) unterschiedliche Nahrungspräferenzen und Sikhs, Jainas, Buddhisten, Muslime, Adivasi und Co haben alle unterschiedliche Esskulturen.

In Kochbüchern gibt es z.B. Einteilungen nach Regionen oder auch Zubereitungsmethode. Manche Bücher beschäftigen sich auch einzig und allein mit dem brahmanischen Kochen, andere legen den Fokus auf den Gesundheitsaspekt. Übrigens auch etwas das typisch für die indische Küche ist: Die Nahrung ist immer, ich sag mal, "organisch" ausgelegt. Soll heißen, dass fast jedes Gericht für irgendwas gut ist. Als ich in Indien war haben unsere Gastmütter uns jedes Mal irgendwas gekocht, wenn wir krank waren (war ich selten, aber die anderen haben dafür alle möglichen Gerichte aufgetischt bekommen).

Und jetzt zum Unterschied zwischen Arm und Reich. Da besteht der Unterschied wohl vor allem in erster Linie darin, dass erstere eben nicht dieselben Ressourcen zur Verfügung haben. Anders gesagt: Die Nahrung ist wesentlich einfacher. Weniger Zutaten, weniger abwechslungsreich, abhängig vom regionalen Angebot - hauptsächlich auf Reichhaltigkeit und Energiezufuhr ausgelegt, also hauptsächlich Reis, simple Mehlspeisen (Chapatis), Hülsenfrüchte und Gemüse, dass man gerade günstig bekommt. Kein Fleisch, keine Eier, selten Milch (es sei denn man hat Zugang) oder wenn man doch mal Zugang dazu hat, wird womöglich weniger darauf geachtet ob es sonderlich "rein" ist. Das ist nämlich der Unterschied zum brahmanischen Kochen. Wie alles andere, sind nämlich auch Nahrungsmittel unterschiedlich rein. Fleisch und Alkohol z.B. sind so ziemlich unrein. Sehr hochkastige Brahmanen ernähren sich in der Regel also vegetarisch. Brahmanen selbst sind übrigens "beliebte" (mir fällt gerade kein anderes Wort ein) Köche (bzw. einzelne Jatis, haben sich auch darauf "spezialisiert"), weil die von ihnen zubereitete Nahrung "rein" ist. Wer genügend Geld hat kann sich in der Küche nach allen Regeln der indischen Kochkunst austoben. Das können Leute, die am Tag gerade mal genügend Geld für einen Sack Reis und ein paar Zwiebeln aufbringen können, natürlich nicht - da muss man die extremen Unterschiede die es in Indien gibt im Kopf behalten.

Aber abgesehen davon orientiert sich natürlich nicht jeder Inder an strikte Reinheitsvorstellungen was das Essen angeht. Indien ist längst modern geworden. Wer es sich leisten kann isst gerne viel Fleisch und gönnt sich auch mal was exotisches: Junk Food bei Mc Donalds ist in Indien z.B. eher etwas für Reiche. Dasselbe gilt für "westliche Küche" generell. Ein french oder continental Breakfast in irgendeinem Hotel bevor´s ins Büro geht leistet sich so manch gut betuchter Inder auf Geschäftsreise gerne.

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Eigentlich muss man solchen Personen klar machen, dass sie mit ihrem Verhalten nicht weiter kommen und dafür von der Gruppe sanktioniert werden - gerade weil solche Menschen in ihrer pubertären Phase extrem auf Gruppendynamiken fixiert sind und sie oft und gerne für ihre Machtspiele ausnutzen und dabei eben lernen, dass sie sich mit Gewalt in der Regel sehr gut durchsetzen können.

Das sinnvollste wäre es entweder den Lehrer dazu zu bringen den Jungen zwangsweise aus der Gruppe auszuschließen mittels "Strafmaßnahme" wie vor die Tür zu schicken. also wirklich geschlossen zum Lehrer zu gehen und zu sagen, dass man den Jungen nicht in der Gruppe haben will und er stört. Andererseits haben einige Lehrer noch so die Einstellung sich rauszuhalten. In dem Fall ist es immernoch möglich sich als Gruppe gegen den Störenfried zusammenzuschließen und ihn einfach nicht mehr mitmachen zu lassen. Also wirklich geschlossen, ohne sich auf seine Ebene herabzulassen zu sagen: "So wie du dich verhälst wollen wir dich nicht dabei haben. Setz dich wo anders hin, wir wollen dich nicht dabei haben". Eine gute Mögichkeit als Klasse ist es auch diesen Typen einfach zu ignorieren - nichts ist so schlimm wie ignoriert zu werden, denn irgend eine Reaktion ist immer noch besser als keine Reaktion. Ein paar solcher Erfahrungen würden der Fehlsozialisierung solcher Kerle oft ziemlich zuverlässig den garaus machen.

Das Problem ist hier, dass das so einfach nicht umzusetzen ist. Wie gesagt: Gruppendynamiken sind ne fiese Sache und in der Pubertät mit viel Unsicherheit verbunden, vor allem gibt es dann ja auch noch die ganzen Beziehungsgeflechte innerhalb einer Klasse. Das Problem mit eurem Macho ist, dass er gelernt hat, sich Gruppendynamiken nicht nur zu Nutze zu machen, sondern auch dass sich niemand gegen aggressiv auftretende Prolls stellt, bzw. dass man mit aggressivem Auftreten am ehesten dafür sorgt, dass die Mehrheit sich hinter einen stellt. Hat man ein paar solcher Typen in der Klasse wird es also ziemlich schwer sich gegen die Aggros zu wehren und selbst wenn es nur wenige sind - wie gesagt - keiner will sich mit so was anlegen: Tut man es aber, bricht es denen das Genick, denn unter all dem Geprolle haben solche Typen genauso Angst davor von der Gruppe geächtet zu werden wie alle anderen - genau deswegen mobben sie andere ja so aggressiv. Indem sie anderen gegenüber Macht demonstrieren, erschaffen sie diese Macht ja erst und verringern dabei das Risiko selbst ausgestoßen zu werden.

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Ich würde an deiner Stelle ehrlich gesagt von dem Hund absehen - allerdings auch Kompliment dafür, dass du dir mehr Gedanken machst als deine Mutter. Ich hab als Jugendliche im Tierheim ausgeholfen und es waren genau solche Geschichten: Eltern die sich nicht um das "Spielzeug" ihrer Kinder kümmern wollten und den Hund ins Tierheim steckten - die mich vollkommen fertig gemacht haben. Du wirst dich nur leider nicht ohne Unterstützung der Eltern um den Hund kümmern können. Ich an deiner Stelle würde im örtlichen Tierheim anrufen und nachfragen ob sie eine Vermittlungshilfe anbieten. Dabei bleibt der Hund in der Familie und es wird über die Webseite des Tierheims eine kostenlose Anzeige geschalten - dadurch kommt der Hund auch im Tierschutz unter, das bedeutet, dass die neuen Besitzer den Hund auch nicht einfach weiterverschenken dürfen, sondern sich ans Tierheim wenden müssen wenn sie den Hund nicht behalten können - auf diese Weise kannst du verhindern, dass der Hund zum Wanderpokal wird.

Auch ihr selbst könnt euch bei der Abgabe des Hundes ein Vorverkaufsrecht sichern, so dass der neue Besitzer den Hund nicht ohne euer Wissen weitergibt und ihr die Möglichkeit habt gute Besitzer zu suchen - wenn ich mir deine Frage allerdings ansehe, glaube ich nicht, dass deine Mutter überhaupt daran interessiert ist das bestmögliche zu Hause für den Hund zu finden oder ihn im Notfall auch wieder zurücknehmen würde.

Darf ich deine Frage übrigens, wenn ich wieder ne Frage von jemandem lese der sich ganz offensichtlich noch nie für Hunde interessiert hat aber halt gerne mal einen hätte?

Sowas wie "Welcher niedliche Hund passt zu mir? Muss kinderfreundlich und kuschelig sein und so 6 Studnen allein beleiben können :)"

P.S. Es gibt keine Familienhunde - das ist eine Wortneufindung um Hunde besser verkaufen zu können und wird gerne auch von Hobbyzüchtern erzählt. Die meisten Hunderassen wurden für eine Aufgabe gezüchtet und die hierfür angelegten Triebe können nichtfach mal weggezüchtet werden. Einzig Gesellschafts- und Begleithunde (FCI Gruppe 9) wurden tatsächlich als "Familienhunde" gezüchtet - und selbst die sind immer noch Hunde mit Trieben und kein Spielzeug.

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Da stelle ich mir eher die Frage wofür du denn den großen Garten brauchst. Der Garten ist dem Beagle bzw. Jack Russel wurscht egal. Klar, is es nett, wenn er den mal umgraben kann oder zum drin spielen. Aber spielen kann man auch in der Wohnung oder unterwegs. Weder Jacky noch Beagle sind HSH, die haben keinen Bock den ganzen Tag ihre Reviergrenzen zu patrolieren.

Das wichtigste für einen Hund, egal ob Dogge oder Chihuahua ist immer der soziale Kontakt. Das zweitwichtigste für Hunde - gerade aktive wie Jacky und Beagle - ist die physische und psychische Auslastung. Das sind beides zeitintensive Hunderassen, die beschäftigt und gefordert werden wollen. Wenn du den Garten nutzen willst um Agility Geräte aufzustellen, zum Reizangeltrainung nutzt oder euer Garten gar groß genug für mantrailing ist, ist das ja schön - aber die Zeit das zu machen musste investieren.

Was die generellen Anforderungen angeht gibt es bei Beagle und Jack Russel keine all zu großen Unterschiede: Der eine ist eher etwas hyperaktiv veranlagt, während der andere eher ausdauernd bewegungsfreudig ist. Also beides aktive Rassen. Der eine hat die Nase eher am Boden, der andere hat sie eher im Boden - Jagdtrieb haben also beide und je nach Individuum kann der ganz schön heftig ausfallen, da hat die familientaugliche Zucht zwar gegengearbeitet, aber so einfach kann man Triebe nicht mal eben "wegzüchten". Stark am Besitzer orientiert sind sie m.E. beide, wobei der Beagle manchmal noch eher so ne streunerische Ader zeigt. Beides schnelle Lerner, wobei Jackies schon erstaunlich viel und schnell neues lernen (wollen). Beides Hunde die äußerst neurotisch werden können, wenn sie keine geistige Beschäftigung bekommen. Stur können beide werden, erst recht, wenn mensch nicht weiß wie er mit ihnen umgehen soll. Daneben stecke ich beide Rassen eher zu den Hunden, die ihren Besitzern inkonsequentes, für die Hunde nicht nachvollziehbares menschliches Verhalten nicht so leicht verzeihen. Also generell keine Hunde die eher so "neben her laufen" - wobei es solche ja generell eher selten gibt (auch unter Golden Retrievern gibt es - ich zitiere - "Persönlichkeiten die fordern, statt nur dankbar zu sein").

Trotzdem habe ich das Gefühl, dass du dir die Rassen nicht in erster Linie ausgesucht hast, weil du gerne einen kleinen, aktiven Hund suchst, mit dem man sportlich (oder vielleicht auch jagdlich?) arbeiten kann, sondern eher nach dem Aussehen. Korrigiere mich wenn ich falsch liege.

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