Was war die beste Entscheidung in eurem Leben?

61 Antworten

Hallo!

Meine beste jemals getätigte Entscheidung? Ich gebe es ehrlich zu, es fällt mir schwer da klar was zu bestimmen.

Sie liegt aber so wie ich das aktuell beurteilen würde irgendwo in dem Delta zwischen meiner beruflichen Veränderung nach der Ausbildung - als Industriekaufmann wäre ich nicht glücklich geworden auf Dauer - sowie dem Kauf der Mercedes C-Klasse und der damit einhergehenden Erfüllung eines lang gehegten Traums und der Trennung von meiner Exfreundin, die ich im Februar 2017 anberaumt habe, weil es einfach nicht mehr ging. Auch den Kontakt zu gewissen Leuten abzubrechen war nicht schlecht und im Rückblick eine gute Entscheidung.

Woher ich das weiß:Eigene Erfahrung – Menschenfreund, Außendienst, ehem. Gemeinderat!

Es war nicht unbedingt eine entscheidende Richtung für mein Leben, aber das meiner Kinder als ich sie in Pflege gegeben habe.

Nach wie vor halte ich das für die beste Entscheidung meines Lebens.

Ich war gesundheitlich leider nicht mehr in der Lage, für die beiden zu sorgen als sie gerade mal 2 bzw. 3 Jahre alt waren. Und vorrausschauend habe ich die Pflegeeltern auf Dauer beauftragt. Also die Rücknahme der Kinder von Anfang an abgelehnt. Auch wenn es mir gesundheitlich mal wieder besser gehen sollte würde ich es den Kindern nicht antun, ihre Bezugspersonen "verlieren" zu müssen. Weil ich ja keine Garantie habe daß es gesundheitlich nicht wieder bergab geht... Ich habe das ja bei anderen Kindern gesehen die ständig zwischen den leiblichen Eltern und neuen Pflegeeltern oder schlußendlich auch Heimen hin-und hergeschubst wurden.

Das habe ich meinen Kindern einfach erspart.

Mir ist es eben wichtiger gewesen, daß meine Kinder auch emotional alles bekommen was sie brauchen statt daß ich wie viele andere leibliche Eltern auf so Titel wie "Mama" oder so bestanden hätte und damit die Kinder in unnötigen emotionalen Stress bringe. Daher reden meine Kinder die Pflegemutter mit "Mama" (sag ich auch manchmal zu ihr... grins) an und mich bei meinem Vornamen. Weil die Pflegemutter nunmal den Job einer Mama macht. ;)

Ich bin halt "nur" 'ne Freundin der Familie. Das genügt mir solange es meinen Kindern gut geht.

Diese unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen mir, den Pflegeeltern und dem Jugendamt hat sicher einen nicht zu kleinen Teil dazu beigetragen, daß meine Kinder sich hervorragend entwickelt haben.

warehouse14

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wow, das ist ein unglaubliches Geschenk, was du da deinen Kindern machst! Ich möchte dir ein Kompliment für deine Selbstlosigkeit aussprechen, ich weiß nicht, ob ich so entschieden hätte - obwohl deine Entscheidung zweifelsfrei die richtige ist!

Du hast meinen allergrößten Respekt.

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Zuerst noch einmal Dank für Deine interessanten Fragen, selbst, wenn diese den Statistiken zuarbeiten sollten ...

Ein Versuch -

Was formt uns so ? Abgesehen von Kindheitserlebnissen, von der Traurigkeit, als die erste Liebe kaputt ging und einigen anderen "Erlebnissen", war es wohl dieses ?

In der Schule war ich ein wenig "Hahn im Korb" , hatte viele Chancen bei Mädchen und war wohl auch gut in der Schule, sportlich, vermutlich auch nicht hässlich und damit auch ziemlich oberflächlich. "Die Freundin" musste hübsch aussehen, sportlich sein, lange "schwarze" Haare haben und ein bisschen verrückt. Das waren die Hauptsachen im Leben. (Außer meinem geheimen Minderwertigkeitskomplex).

Dann kam ich zur Armee, zur Marine.

Erst da hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Ich empfand manches so sinnlos oder nicht erstrebenswert. Unter anderem sollte man ja widerspruchslos jeden Befehl annehmen, egal, wie sinnvoll er wäre. Menschlich gab es da ziemliche Entgleisungen. Ich lernte zu hinterfragen, was, wie, warum u.s.w. Heute ist es mir viel weniger wichtig, wie die "Freundin" aussieht, (ich verheiratet), der Charakter ist mir längst viel wichtiger. Im Gegenteil, manchmal bremst mich, wenn ich erlebe, dass Menschen sich als das Wichtigste im Universum fühlen, immer Recht haben wollen, hauptsächlich an ihr Äußeres und ihren Besitz denken und dafür anderen bewusst Schaden zufügen. Heute bin ich auch von Feinstoffwelt überzeugt und dass wir nur unseren Körper verlassen, wenn wir "sterben". Der Körper zerfällt und wir sind noch da, als feinstoffliches Energiewesen, als Seele.

Zumindest hatte diese spezielle Zeit einen richtungsweisenden Einfluss.Die Entscheidung ? Das war wohl ein vielschichtiger und langwieriger Prozess ? Wobei man jetzt darüber philosophieren könnte, ob wir uns selbst frei entscheiden können ...

Und Tschüss, vielleicht bis zum nächsten Mal. Vielleicht ist es Dir nützlich.

Eine schwierigste Entscheidung habe ich in dem Sinne keine. Für mich hat es die größte Veränderung gebracht als ich mich dazu entschieden habe meine eigenen Entscheidungen überhaupt erst einmal zu treffen. Sprich das ich Job gewechselt habe wenn ich gemerkt habe das ich dort nicht gut behandelt werde oder auch die Entscheidung sich von Freunden zu trennen die einem nur Steine in den weg legen.

Ich habe gelernt mehr auf meine Ansprüche zu achten und mich (wenn möglich) nur mit Leuten zu umgeben die mich auch anspornen und weiter bringen. Sozusagen nur noch konstruktive Freundschaften führen.

Bis jetzt war das die beste "Entscheidung" in meinem Leben ;)

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Jeder Mensch trifft in seinem Leben viele Entscheidungen. Man kann nie mit Sicherheit sagen, ob diese die besten Entscheidungen waren, weil man die Auswirkungen oft gar nicht im angemessenen Rahmen wahrnehmen kann.

Für mich war es auf jeden Fall persönlich eine "gute" Entscheidung, neben der Arbeit an einem Abendgymnasium mein Abitur nachzuholen, um mir meinen "derzeitigen" Traum von einem Studium der Sinologie und Geschichte zu erfüllen, auch wenn es gar nichts mit meiner Arbeit zu tun hat.

Aber ich glaube, dass man nur einmal lebt und sich deshalb auch mal etwas gönnen sollte, egal wie schwer es manchmal ist...

Und ich bin einfach von der chinesischen Geschichte und Kultur fasziniert. Meine Frau kommt auch aus China! :-) Also würde ich diese Entscheidung, sie zu heiraten, aus meiner jetzigen Sicht schon als "Beste" ansehen! ;-)

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