Was war die beste Entscheidung in eurem Leben?

51 Antworten

Hallo Philosoph91,

welch eine schöne Frage :)

Was genau die größte Entscheidung war werde ich erst an meinem Lebensende erfahren.

Ich kann jedoch einige einschneidenden Entscheidungen bzw. Erlebnisse aufzählen, die mich durch ihr entstehen entscheidend dazu beigetragen haben, dass ich heute so bin wie ich bin und da stehe wo ich stehe.

Als da wären

  • meine Familie, die immer hinter mir stand und steht, egal welche Entscheidungen ich treffe.
  • einen Beruf zu erlernen, den ich nie haben wollte, ohne den ich aber heute nicht das tun könnte, was mir wirklich Freude bereitet und in dem ich glücklich bin
  • Deutschland zu verlassen und ein paar Jahre im Entwicklungsdienst zu arbeiten hat mich mit am nachhaltigsten geprägt, da es meinen Blickwinkel enorm erweiterte.
  • in einer politisch äußerst schwierigen Phase, mit drohendem Bürgerkrieg auch noch schwanger zu werden und sehr zufriedene Mutter zu sein
  • der Selbstmord meiner Freundin, der Selbstmord meines Cousins, der Unfalltod eines Freundes die Pflege meiner Großeltern zu Hause
  • die Arbeit mit straffälligen Menschen
  • ein Zusatzstudium
  • die Arbeit an mir selbst
  • die schwere Erkrankung meines Mannes

Ich kann wie gesagt nicht genau sagen, welches Ereignis mich am meisten geprägt hat, aber ich weiß, dass das Leben in Afrika entscheiden war.

LG Mata

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wow...eine sehr emotionale Antwort, die tiefe Einblicke in dein Leben gewährt...vielen Dank dafür:)...

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Hallo,

bei mir war es nach Wien zu ziehen. In dem Ort wo ich wohnte bzw. aufgewachsen bin habe ich mich einfach nicht mehr wohl gefühlt.
In Wien habe ich neue Leute und neue tolle Freunde kennen gelernt und das wichtigste, ich habe meinen Freund da kennen gelernt :-)
Deshalb ist bei mir die Entscheidung nach Wien zu ziehen die wohl wichtigste, beste und einflussreichste Entscheidung die ich bis jetzt getroffen habe :-)

Schöne Grüße :-)

Die Entscheidung Zuhause zu sein, während andere in Discos gingen und stetig an mir selbst und am Wunsch, Millionär zu werden, zu arbeiten.

Und nun, mit 30 genieße ich den Sommer in meiner (-halben) Villa in Andalusien und kann mir all die Freiheiten gönnen, auf dich ich während meiner Jugend verzichtet habe, während der Großteil meiner Altergenossem von damals weiterhin ihren 1500,-€ Job nachgehen. Das soll keinesfalls heißen, dass ich sie deswegen minder schätze. Heute sind sie neidisch, wenn ich im Porsche komme und eine gut laufende Firma habe. Gestern war ich neidisch, dass sie ‚Freunde‘ hatten, mit Mädchen ausgingen (jedes Wochenende und nicht nur manchmal).

Ich wollte nie reich werden, wegen des Geldes an sich, sondern wegen der Freiheit, die Geld einem gibt. Nicht mehr und nicht weniger.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Mich an die erste Stelle zu setzen.

Ich hab mich immer gefragt wie ich glücklich werden kann. Und für mich ist jetzt nun klar: Ich wurde alleine geboren und werde alleine sterben.

Das soll nicht heissen, dass ich keine Freundschaften und Beziehungen pflege. Es ist lediglich ein Gedanke der mich dazu führt mir mehr Zeit für mich selbst zu nehmen. Wenn ich an einem Wochenende zum Beispiel keine Lust habe mich mit einer Freundin zu treffen da ich lieber entspannen möchte, dann sag ich ihr das offen und ehrlich.

Mittlerweile verstehen das meine Mitmenschen. Auszeiten sind ein Muss und tragen auch dazu bei die gemeinsame Zeit mit meinen Lieblingsmenschen als "Quality-Time" zu geniessen, statt ich "muss" jetzt diese Person sehen.

Es war nicht unbedingt eine entscheidende Richtung für mein Leben, aber das meiner Kinder als ich sie in Pflege gegeben habe.

Nach wie vor halte ich das für die beste Entscheidung meines Lebens.

Ich war gesundheitlich leider nicht mehr in der Lage, für die beiden zu sorgen als sie gerade mal 2 bzw. 3 Jahre alt waren. Und vorrausschauend habe ich die Pflegeeltern auf Dauer beauftragt. Also die Rücknahme der Kinder von Anfang an abgelehnt. Auch wenn es mir gesundheitlich mal wieder besser gehen sollte würde ich es den Kindern nicht antun, ihre Bezugspersonen "verlieren" zu müssen. Weil ich ja keine Garantie habe daß es gesundheitlich nicht wieder bergab geht... Ich habe das ja bei anderen Kindern gesehen die ständig zwischen den leiblichen Eltern und neuen Pflegeeltern oder schlußendlich auch Heimen hin-und hergeschubst wurden.

Das habe ich meinen Kindern einfach erspart.

Mir ist es eben wichtiger gewesen, daß meine Kinder auch emotional alles bekommen was sie brauchen statt daß ich wie viele andere leibliche Eltern auf so Titel wie "Mama" oder so bestanden hätte und damit die Kinder in unnötigen emotionalen Stress bringe. Daher reden meine Kinder die Pflegemutter mit "Mama" (sag ich auch manchmal zu ihr... grins) an und mich bei meinem Vornamen. Weil die Pflegemutter nunmal den Job einer Mama macht. ;)

Ich bin halt "nur" 'ne Freundin der Familie. Das genügt mir solange es meinen Kindern gut geht.

Diese unkomplizierte Zusammenarbeit zwischen mir, den Pflegeeltern und dem Jugendamt hat sicher einen nicht zu kleinen Teil dazu beigetragen, daß meine Kinder sich hervorragend entwickelt haben.

warehouse14

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Wow, das ist ein unglaubliches Geschenk, was du da deinen Kindern machst! Ich möchte dir ein Kompliment für deine Selbstlosigkeit aussprechen, ich weiß nicht, ob ich so entschieden hätte - obwohl deine Entscheidung zweifelsfrei die richtige ist!

Du hast meinen allergrößten Respekt.

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