Was tun wenn man nach einem schweren Reitunfall angst hat wieder aufs Pferd zu steigen?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Taste Dich langsam vor: putzen, führen, longieren, Bodenarbeit. Irgendwann an der Longe oder mit Führperson drauf sitzen (zB mit Voltigurt, die Griffe geben anfangs sehr viel Sicherheit). Such Dir eine Begleitperson der Du vertraust und die nach Möglichkeit bei Deinem Unfall nicht dabei war und sehr viel Ruhe ausstrahlt. Und dann geh jedesmal so weit wie möglich an Deine Angst-Grenze - die kann jedesmal anders sein - so lange bis Du das Gefühl hast, die Situation auszuhalten. Das wird ein langer Weg und Du wirst sicher immer wieder Rückschritte machen, das ist aber ganz normal. Lass Dir Zeit, dann findest Du sicher wieder Sicherheit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von annschee18
22.11.2015, 20:03

Dankeschön so werde ich das auch angehen. Aber man weiß nie wie plötzlich immer sowas kommt das ist einfach meine große Angst. Das Problem an der Sache ist auch das die Ärzte mir immer noch so eine Angst gemacht haben.

0

Am besten ist wenn du es wieder langsam angehst! Nicht gleich aufs Pferd rauf sondern wieder das Vertrauen aufbauen, und zwar solange bis du keine Angst mehr hast, da Pferde diese Angst spüren und sie selbst auch nervös werden. Wenn du soweit bist, trage beim ersten Mal einfach eine schutzweste vlt fühlst du dich dann sicherer. Lg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von annschee18
22.11.2015, 22:25

Dankeschön ja daran habe ich noch garnicht gedacht. Habe nur so einen Protektor der voll dünn ist ( Sommer) . Kaufe mir jetzt einen besseren.

0

Hallo du,
Ich würde dir raten am Anfang erst wieder dss vertrauen zu dem Pferd aufzubauen. Du kannst es ja mit Spaziergängen oder auch mit Bodenarbeit versuchen. Aber im allgemeinen würde ich 'schnekk' wieder aufs Pferd hoch. Ich selbst traue mich nach meinem Reitunfall Anfang dieses Jahres immernoch nicht wirklich, da ich das aufsteigen etc. Immer raus gezögert habe und mich selbst verrückt gemacht habe.
Viel Glück

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von annschee18
22.11.2015, 20:04

Danke dir auch

0

am anfang ganz wenig also eher mit dem pferd spazieren gehen und dann immer nur so schritt bis du dich wieder mehr traust..

Ich bin damals auch vom pferd gefallen und trau mich bis heute eigentlich so gut wie gar nicht mehr zu reiten:o ich hoffe bei dir ist das nicht so:)
aufjedenfall viel glück und gute besserung:)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von annschee18
22.11.2015, 19:45

dankeschön das werde ich auf jedenfall erstmal tuen. <3:)

0

ich bin vor knapp 3 jahren auch ganz übel gestürzt. 2 cm am zaun vorbei mit dem kopf und auf dem rücken geknallt. seitdem knackt mein unterster wirbel und ich kann erst seit einem jahr wieder länger sitzen. ansonsten war bewegen oder stehen angesagt. voll nervig. aufgestiegen bin ich gleich wieder. eine runde im schritt im gelände, meine damalige trainerin neben mir zu fuß. angst hab ich heute noch manchmal, wenn mir ein ähnliches pferd unterkommt. was mir hilft:ganz viel auf verschiedenen pferden/ponys reiten. und immer nur soweit wie du magst, aber auch selber ein ziel setzen und sich überwinden. ich hab mir danach eine rb gesucht und 1 jahr später mein eigenes gekauft...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von annschee18
22.11.2015, 22:28

Danke ich finde es schön zu hören das es Leuten genauso ging wie mir und sie es geschafft haben. Aufsteigen ging bei mir leider nicht mehr so bzw.Aufstehen. Danke du machst mir hoffnung :D Schönes bild.

0

Du als Reiterin weißt sicher, dass man Vertrauen zu einem Pferd aufbauen muss. Wenn du dieses Vertrauen nicht spürst, wirst du es niemals zurück auf das Pferd schaffen. Im Leben kann man leider nicht immer alles vorhersehen, aber ein gut ausgebildetes, ruhiges Pferd schmeißt dich nicht einfach so vom Sattel. Es muss einen Grund haben und wenn du versuchst, diesen Störfaktor zu beseitigen, läuft alles so wie es laufen soll. Aber jeder Sport bürgt eben Risiken. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von annschee18
22.11.2015, 19:44

Das ist das Problem an der Sache:) Es ist nicht mein eigenes sondern vom Reitunterricht. Ich wüsste nicht wie man da immer so großes vertrauen aufbauen soll. :(

0
Kommentar von hupsipu
22.11.2015, 19:47

Ich finde das auch nicht so richtig zutreffend. Auch das ruhigste Pferd erschrickt mal, und alle "Störfaktoren" auszuschalten ist schlicht nicht möglich...

0
Kommentar von Viowow
22.11.2015, 21:00

ein pferd macht nichts aus boshaftigkeit!

0

Du hattest in mehrerlei Hinsicht Glück:

1. Weil du wieder ganz gesund wirst

2. Weil du nicht von deinem eigenen Pferd gefallen bist.

Mir ist vor ein paar Jahren das gleiche wie dir passiert. Bei mir waren es 3 Rückenwirbel. Ich steckte gute 10 Wochen in einem Stahlkorsett. MEIN Problem: Ich bin von meinem eigenen Pferd gestürzt - im Stehen! O.k. Meine Stute hatte sich beim Stehen erschreckt und ist dann gestiegen - und ich bin wie ein nasser Sack auf den Rücken gefallen...

Mit dem "Gerüst" um mich rum konnte ich nichts, und reiten durfte ich offiziell nach 3 Monaten wieder. Habe ich auch gemacht - mit großer Angst. Ich war noch krank geschrieben und wusste genau: Wenn mein Pferd irgendwie blöde läuft und ich noch einmal runterfalle, breche ich mir wieder was! Wie hätte ich das meinem Arbeitgeber klarmachen sollen?  Aber was hätte ich tun sollen? Monatelang nur longieren? War keine Alternative.

Meine Angst hat sich übrigens wieder gelegt, hat aber ein paar Wochen gedauert. Und heute setze ich mich nicht mehr auf Pferde, von denen ich nicht sicher bin, dass sie "normal" zu reiten sind.

Du hast Glück: Du bist "nur" von einem Schulpferd gefallen. Das musst du nie wieder reiten. Zum einen: Zeit heilt alle Wunden. Deine Angst wird weniger werden, je länger der Unfall her ist.

Fange schon jetzt an, wieder in den Stall zu gehen, mal ein Pferd zu putzen oder beim Reiten zuzusehen. Vielleicht kannst nach den vier Monaten in deiner Reitschule hin und wieder ein Pferd trocken reiten - nur im Schritt, bis du dich mehr traust.

Nimm dir die Zeit, die du brauchst, um deine Angst ganz zu überwinden. Dann wirst du irgendwann wieder natürlich ohne Bedenken mit den Pferden umgehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von annschee18
22.11.2015, 22:31

Ja ganz schön ähnlich mir sagen auch alle das ich glück hatte weil ich scharf am Rollstuhl vorbei bin aber ich habe das schlimmste rum. Ich trage auch ein Korsett. Kann ich dich fragen was du damit alles machen konntest ? großen respekt an dich ich glaube das es nicht viele Leute wissen was das für eine Überwindung sein kann. Ich glaube gerade bei dir wo du dein eigens Pferd hast. Ich hoffe es wird so wie du es sagst danke :))

0

Die beste Therapie ist immer die, da weiter zu machen wo man aufgehört hat mit der Erkenntnis was vor einem Unfall eigentlich falsch gelaufen ist. Du kannst Dich da natürlich hineinsteigern und die Angst manifestieren, in Deiner Frage entnehme ich schon leichte Tendenzen. Hüte Dich davor dem Pferd dabei die Schuld zu geben oder irgendwelchem nicht vorhandenen Equipment. Ein „Was hätte noch alles passieren können?“, bringt auch gar nix, andere sterben weil sie vom Stuhl fallen. Was immer hilft, ist eine starke Person die einen anfänglich begleitet, suche Dir einen männlichen Trainer. Das hat nichts Diskriminierendes, es ist ein Phänomen welches ich immer wieder beobachte und sehr gut funktioniert, denn das fehlende eigene Vertrauen holt man sich gerne bei scheinbar stärkeren Personen ab, es ist die sog. „Starke Schulter“, jeder benötigt sie ab und zu und das ist auch schon das einzige Fremdmittel Ängste abzubauen, der Rest kommt von Dir.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von annschee18
23.11.2015, 23:02

Ich habe schon einen Männlichen Trainer. Du hast recht das man sich überall verletzen kann. Aber Versuchen muss bzw. werde ich es sowieso. Dankeschön.

0

Reite! Ganz normal!

Du kannst natürlich vorher mit einer Psychologin oder so reden, aber die wird dir das selbe sagen.

Es ist deine Leidenschaft. Und ich glaube, wenn das Pferd vor Dir steht, dann weißt Du selber, dass Du es reiten möchtest.

Alles Gute! :*

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

,,Ein Pferd handelt nie aus Boshaftigkeit oder weil es dem Reiter schaden will. Soweit kann das Tier nicht denken." Dieses Zitat aus einem Buch hat mir damals das Vertrauen wieder gegeben. Es sind Tiere. Und Pferde sind Fluchttiere. Ein Reitunfall kann immer passieren deshalb achte ich immer auf die Sicherheit wo es nur geht. Helm, Protektor, Sicherheitssteigbügel. Seitdem habe ich mich nie wieder verletzt :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von annschee18
22.11.2015, 22:34

Ja das sagst du so leicht ich hatte auch einen Protektor an und trotzdem sind Wirbel durch. Aber der erste Satz ist schön und ich hoffe du hast damit recht. Ich denke mir nur immer wieder das jedes Pferd anders ist genau wie wir menschen manche sind gut und manche schlechter wegen dummen erfahrungen oder so.. :)

0
Kommentar von pipepipepip
23.11.2015, 17:16

Ganz genau ;)

0

Was möchtest Du wissen?