Was sind denn Russlanddeutsche?

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5 Antworten

Nachkommen ALLER Deutschen, die im Laufe der Jahrhunderte in Russland dauerhaft gelebt haben. Logischerweise hat ein Mensch 2 Eltern, 4 Grosseltern, 8 Urgrosselern usw. Die Wahrscheinlichkeit also, dass sie nach so vielen Generationen nicht nur Deutsche als Vorfahren haben ist eben gross. Korrekterweise sind ALLE trotzdem Russlanddeutsche, auch wenn sie nur zur Hälfte oder weniger deutsch sind von den vorfahren her. Normalerweise fasst man auch alle, die in der SU gelebt haben darunter zusammen, weil eben das Russische Reich davor fast die gleichen Gebiete umfasste und es eben auch Nachkommen der Deutschen aus dem Russischen Reich sind. Aber heutzutage kommen eben viel aus der Ukraine oder Kasachstan und weniger aus anderen ehem. Sowjetrepubliken. 

Und nein, es sind nicht nur die, die Katharina II. nach Russland geholt hat. Es kamen auch vor ihr Deutsche nach Russland und auch nach ihr.

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Böse Zungen sagen manchmal "Eingewanderte Russen, welche einst einen deutschen Schäferhund hatten!"

In Wirklichkeit sind es Russen mit deutschen Ahnen oder Wurzeln, welche
im Laufe der Geschichte aus verschiedenen Gründen ausgewandert sind, sich aber in Russland ihr Deutschtum über Generationen hinweg bewahrt haben. Manche leben noch in Russland. - Viele andere sind aber in den vergangenen Jahrzehnten wieder nach Deutschland zurück gekehrt bzw. immigriert.

Wenn du mehr wissen willst - hier folgender Link: 

https://de.wikipedia.org/wiki/Russlanddeutsche

Bei Wikipedia hättest du dich übrigens selbst schlau machen können, ohne andere für dich arbeiten zu lassen. Ich hoffe, du merkst dir das für deine nächste Frage. 

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Vor rund 250 - 300 Jahren waren die deutschen Staaten verarmt. Recherchierbare Verwandtschaft spielte in Russland die Zarenfamilie. Beide Seiten tauschten sich natürlich aus. So kam es zu Übereinkommen folgender Art:

Deutsche Staaten lieferten Leibeigene oder frei arbeitslose Handwerker, aus Russland wurden Kriegsmaterialien, Geld für Kriegsmaterialien oder Soldaten geliefert. 

Russland versprach sich davon, die Bildung der Bevölkerung so schneller erhöhen zu können und die Landwirtschaft auf ein moderneres Niveau heben zu können. 

Nach dem 2. WK bot dann Stalin an, alle Kriegsgefangenen UND alle Russlanddeutschen kostenlos bis an die deutsche Grenze zu bringen. Adenauer lehnte ab. 

Nach der Wiedervereinigung lud dann Kohl einreisewillige Russlanddeutsche heim ins Reich ein und versüßte diese Einladung mit Kopfgeld in Höhe von 20.000,- DM, später 10.000,- Euro. 

Für die Russlanddeutschen wurden dann die ersten offiziellen Deutschkurse aufgelegt und angeboten. 

Mittlerweile wandern manche dieser Russlanddeutschen wieder zurück nach Russland aus. Unser, teilweise sehr abstruses und überkompliziertes deutsches Recht und die Langsamkeit deutscher Behörden gehen ihnen auf den Senkel.  

Russlanddeutsche sind also Deutsche, die mal vor einigen Jahrhunderten nach Russland auswanderten. Wenn sie zu uns zurück gezogen sind, wurde ihnen sehr schnell der deutsche Pass angeboten. Wenn sie nie aus Russland zurück gewandert sind, dann haben sie nur den russischen Pass. Sie sind deswegen aber immer noch Russlanddeutsche. 

Kehren sie nach Russland zurück, dann können sie sich nach meiner Kenntnis Zeit lassen um über die Passfrage in Ruhe nachzudenken. Kommt wohl auch auf die Gegend an und darauf, wovon sie dann dort leben wollen. 

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Zu unterscheiden sind Russlanddeutsche von jenen reichen Russen, die in den vergangenen Jahren auch in D bestimmte Gegenden überschwemmen wie Baden-Baden. Diese haben meist russische Wurzeln ohne sogenannten deutschen Einschlag. - Finde die Bezeichnung daneben, finde aber keine bessere. - 

Wer nur russische Vorfahren hat ist und bleibt Russe. Da ist dann das ganz normale Einbürgerungsverfahren nötig, welches für alle Ausländer gilt. 

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Kommentar von Karl37
09.10.2016, 20:40

Du erzählst hier aber einen ziemlichen Blödsinn. Keineswegs hätte Adenauer die Heimkehr der deutschen Kriegsgefangen zu Stalins Lebzeiten unterbunden.

Die Zaren, vor allem Peter der Gr. und Katharina d. Gr. warben deutsche Siedler an. Ende des 19 Jh. setzte auch der Ausbau der Infrastruktur in Rußland ein. Deutsche Firmen bauten die Telefonleitungen und auch gleichzeitig die notwendigen Kupferhütten und Drahtfabriken. Diese Deutschen siedelten dann im Kaukasus.

Während des WK2 wurden alle ehemaligen Deutschen nach Sibirien oder Kasachstan deportiert

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Kommentar von JBEZorg
09.10.2016, 21:25

Russland versprach sich davon, die Bildung der Bevölkerung so schneller erhöhen zu können und die Landwirtschaft auf ein moderneres Niveau heben zu können. 

Was soll dieser deutschrassistischer Schwachsinn?

Schreibst selbst, dass deutsche Splitterstaaten verarmt waren. Warum? Weil sie so fortschrittlich waren und es den "unfortschrittlichen" Russen beibringen konnten? Ihr seid bis über beide Ohren in eurer jahrhundertealten russlandfeindlichen Propaganda über das "rückständige" Russland versunken und merkt wahrscheinlich nichtmal was für einen überheblichen Euro-Mist ihr da rezitiert.

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