Was müssen Menschen erlebt haben, dass sie plötzlich gläubig an Gott werden und ihren frisch akquirierten Glauben auch gleich vehement verteidigen?

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Auf youtube siehst Du, dass die Gründe unglaublich vielfältig sind. Vom Manager, über den Wissenschaftler bis zum Kriminellen ist alles vertreten. Ebenso die Art der Ursache - "Schicksalsschlag", "Krankheit", "Suche nach dem Sinn des Lebens", "Test, ob es Gott wirklich gibt"....

https://www.youtube.com/watch?v=gOz6StVFM5M

https://www.youtube.com/watch?v=gmPXJLdomBw

https://www.youtube.com/watch?v=XEMijiP8_hw

https://www.youtube.com/watch?v=Ld22wYkZgr8

Das ist unterschiedlich. Einige werden heranerzogen (gläubige Eltern, dann gehts in entsprechende Schulen ect.).
Andere sind einfach auf der Suche nach dem Sinn ihres Lebens und finden dann erklärungen in verschiedene Religionen.
Ich selbst glaube seit dem Tod meiner Kinder an Gott.
Mir hilft es zu wissen, das es ihnen jetzt besser geht, sie nie mehr leiden müssen und für sie gesorgt ist.

Alle deine aufgezählten Punkte können dafür sorgen.

Wenn wir nicht von Menschen reden, die von klein auf indoktriniert wurden, dann ist der Grund für den Glauben, der gleiche, warum Menschen sich irgendwelchem Verschwörungstheorien verschreiben.

In der Regel erleiden die Menschen etwas, was für sie einen Kontrollverlust mit sich bringt.

Die Vorstellung von einem Gott, genauso wie die Vorstellung von einer Verschwörung gibt den Menschen eine Scheinsicherheit, dass ihr Leben einem Masterplan folgt. Das gibt ihnen vermeintliche Sicherheit und Kontrolle zurück, sodass harte Zeiten leichter überwunden werden können.

Denn wer glaubt zu wissen, was ihn erwartet, glaubt nicht mehr überrascht werden zu können und kann schwere Zeiten leichter ertragen, da er immer einen Silberstreif am Horizont sieht.

Dieses Video bezieht sich zwar auf Verschwörungstheorien, ist aber praktisch 1 zu 1 übertragbar an den Gottesglauben. Es benennt die Mechanismen sehr gut.

LG

https://youtu.be/wXZ_gn5txU8

"Im Schützengraben gibt es keine Atheisten."

Wenn der Atheismus ihnen auch nicht mehr helfen kann, keinen Trost und keine Hoffnung spendend, da hilft eben nur der Glaube - diverse Bedürfnisse kann man also nur in einem Glauben und eventl. auch in einer dazu passenden Religion finden, wobei zweiteres kein Muss ist

Hat man es, Glauben Friede Hoffnung, gefunden, will man es behalten - und wie das mit neuen Ressourcen so ist, sind diese zu Begin noch was wackelig und man befindet sich in einer sensiblen Phase wo man diese auch erst fest intrigieren muss. Da kann es sein das die Nerven noch was blank liegen und ja, das will man dann verteidigen.

Ob es bestimmte Leute sind weiß ich nicht - ich kenne wirklich Gläubige aus allen Schichten. Wenn man an "Ärzte ohne Grenzen" denkt, schöpfen diese viel Kraft aus dem Gutes tun an sich, dies erwähne ich, weil es eine an sich atheistische Bewegung ist.

Wer viel positives tut und dann auch noch einen Weg findet für sich Kraft daraus zu schöpfen, dem fällt es leicht auch als Pfleger zu arbeiten, dies sogar ohne Religion und Glauben. Doch viele Gläubige aus dem Gesundhetswesen kenne ich eben auch, aus allen möglichen Bereichen.

Interessante Frage. Bei mir war es so: kurzfassung:

Ich hatte mächtig was ausgefressen in der Schulzeit und der Lehrer,den es betraf,entschied sich gegen eine Anzeige. Dafür sollte ich aber vor der ganzen Klasse so eine Ausarbeitung/Referat darüber halten. Ich hatte dem Lehrer meine Ausarbeitung,also eine PPP geschickt und war bereit sie vorzustellen. Ich habe Tagelang zum Teil auch weinend gebeten,dass ich das nicht vorstellen müsste,denn dann hätten die anderen Schüler ja gewusst,was ich gemacht hatte. Ich kam also in die Schule und war schon sehr nervös. Es war aber so eine Art Praktikantin da und mein Lehrer hat mich nicht darauf angesprochen. Ich musste es nicht vorstellen. Ich habe Gott sehr gedankt,aber dann kamen Zweifel... Hatte der Lehrer es nicht gemacht wegen dieser Praktikantin? In der nächsten Woche war es ähnlich. Die Praktikantin war nicht da,aber er hat mich wieder nicht darauf angesprochen. So ging es immer weiter. Wochenlang hatte ich Angst. Irgendwann habe ich mein Material nicht mehr mitgebracht,weil ich mir sicher war,dass ich es nicht mehr vorstellen müsste.

Ab diesem Punkt glaubte ich an Wunder.

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